Audiophiles 5V Netzteil

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon lukivision » 07.09.2016, 15:28

Seit mehreren Wochen habe ich nun die Variante mit LM 7805 in Gebrauch. Ich bin zufrieden. Das war allerdings nicht von Anfang an so. Es brauchte offenbar einige Tage Einspielzeit - und einen zusätzlichen Netzfilter (ich habe noch einen von Schiffer da gehabt). Ich versorge damit den Hifiberry DAC+ Pro an meinem Raspi und habe am Klang nichts zu bemäkeln. Keine Schärfe, dafür Ruhe, Schwärze feine Auflösung und Räumlichkeit - alles da. Viel besser als die Module von Thel, die ich vorher hatte und bestimmt so gut wie NiMH-Akkus ( 4 Monozellen hintereinander).

Für den Preis nicht zu schlagen

Luki
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Beitragvon Hironimus_23 » 25.02.2017, 19:57

Hallo Zusammen,

manchen Dinge brauchen halt etwas länger und bei mir besonders der Bau der Netzgeräte.

Nun habe ich endlich etwas mehr Zeit, die Bauteile zusammen und eine erste Anordnung der Bauteile vorgenommen.
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Dann wird in den nächsten Tagen ordentlich gelötet, gemessen und gehört..

Ich mal gespannt, ob ich Unterschiede zwischen den beiden Spannungsreglertypen LM 7805 2A und LT 1085 CT-5 (Fixed) 3A hören werde.

Mal sehen (hören), wer gewinnt.
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Ich werde berichten.

Viele Grüße,
Hironimus
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Beitragvon Hironimus_23 » 25.02.2017, 20:39

Oberster Anschluss der oberen Sekundärwicklung und unterster Anschluss der unteren Sekundärwicklung werden noch verbunden. Ich konnte das Bild nicht mehr editieren, deshalb hier nochmals korrigiert eingestellt.

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Gruß Hironimus
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Beitragvon Hans-Martin » 25.02.2017, 21:25

Hallo Hironimus,
der Grund für die etwas ungewöhnliche Verschaltung der Sekundärwicklungen war die Möglichkeit, jenes Ende per 100 Ohm zu erden, welches der Primärwicklung gegenüber die größte Kopplungskapazität hat.
Dieses Detail hast du nicht umgesetzt.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hironimus_23 » 25.02.2017, 23:37

Hallo Hans-Martin,

ja, das habe ich nicht umgesetzt, da der vergossene Ringkerntrafo keine Möglichkeit/Anschlussmöglichkeit bietet, den Kern anzuzapfen und zusammen mit PE über den 100 Ohm Widerstand an die Sekundärwicklung zu legen.

Viele Grüße,
Hironimus
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Beitragvon Hans-Martin » 25.02.2017, 23:47

Hallo Hironimus,
du hast das Prinzip offenbar nicht verstanden.
es geht nicht um den Trafokern, sondern um die der Netzwicklung am nächsten liegende Sekundärwicklung, deren durch Wicklungskapazität bedingte Störeinkopplung über den relativ niederohmigen Widerstand nach Schutzerde abgeleitet wird. Dd ist gleichzeitig hochohmig genug, unterstützt von den Drosselspulen zwischen den Elkos, um andere angeschlossene Geräte nicht hierher deren Störungen ableiten zu lassen und auch Brummschleifen nicht aufkommen zu lassen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hironimus_23 » 26.02.2017, 00:42

Hallo Hans-Martin,

was ist denn die „der Netzwicklung am nächsten liegende Sekundärwicklung“ bezogen auf meinen verwendeten Trafo. Ich verwende einen RKPT 25207 von Reichelt :
https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKPT-25207/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=27106&GROUPID=4539&artnr=RKPT+25207&SEARCH=%252A

Oder anders gefragt, wie ermittle ich die der Primärwicklung gegenüber größte Kopplungskapazität auf der Sekundärseite . Mein Messequipment beschränkt sich auf ein Digitalmultimeter.

In dem kommentierten Foto von der Platine habe ich die Wicklungen des Trafos schematisch und die Anschlusspunkte exakt in rot eingezeichnet. Demnach müsste der 100 Ohm Widerstand zwischen dem obersten bzw. untersten Sekunddäranschluss und PE liegen. Richtig ?

Viele Grüße,
Hironimus
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Beitragvon modmix » 26.02.2017, 03:39

Hallo,

einfache Übung, habe ich gedacht - einen Talema und ein L/C Meter IIB von den Funkamateuren habe ich.
Allerdings sind die Meßwerte alles andere als eindeutig im Sinne von Hans-Martin.
Von jedem Pin der Primärwicklung (1-4) zu jedem Pin der Sekundärwicklung (5-8) messe ich:
Bild

Andererseits: 100 pF haben bei einigen MHz eine Impedanz von 100 Ohm - ist es da wichtig, ob man den Abgriff mit 125 pF oder mit 211 pF erwischt?

Beste Grüße
Ulli
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Beitragvon Hans-Martin » 26.02.2017, 08:34

Moin Ulli,
da hast du ja eine schöne Arbeit gemacht, die viele Fragen aufwirft, z.B. ob Talema die Primär- und Sekundärwicklungen womöglich verschachtelt hat. Vielen Dank für deine Mühe!
Ich würde nun praktisch herangehen und die Primärwicklungen in Reihe schalten (wie es im Gebrauch erforderlich würde), da gibt es die übliche 2-3 Verbindung, ebenso bei der Sekundärseite 6-7.
Aber alternativ wären auch 1-4 und/oder 5-8 denkbar.
Schon haben wir 4 Möglichkeiten der Beschaltung, die anderen sind wegen des Wickelsinns ausgeschlossen.
Bei der üblichen 2-3 Verbindung würde man schnell messen können, ob eine der Sekundärwicklungen dazwischen liegt oder beide jenseits, was ich für wünschenswert hielte.

Nun würde ich den Trafo ans Netz legen, wo nicht nur die Phase ihre Kapazität zur Sekundärwicklung bezieht, sondern auch der Nulleiter, der im Trafohaus geerdet sein wird.
Dann messe ich an der Sekundärwicklung nach Erde die Wechselspannung an beiden Enden, dazwischen liegt üblicherweise der Wert der Leerlaufspannung der Sekundärwicklung.
Ob ich jetzt den Mittelwert bilde und notiere oder einen Gleichrichter mit nachfolgendem C und Last-R schalte, macht keinen Unterschied, ebenso habe ich 2 identische R als Last zur Sekundärwicklung geschaltet und zwischen den Rs abgegriffen, dasselbe Spiel auch mit Cs gemacht. Alles mit gleichlautenden Ergebnissen.
Die bestmögliche Trasobeschaltung lohnt sich, ist kostenneutral, also umsonst, aber hoffentlich nicht vergeblich...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon modmix » 26.02.2017, 12:34

Hallo Hans-Martin,

wie war das mit dem Naturprodukt mit M an Anfang und dem Messen? :cheers:
    Was bin ich stolz auf mich, die Meßmethode angegeben zu haben... :wink:
Habe die Kapazitäten zwischen den Pins der Primärseite mit dem L/C Meter IIB gemessen - und mich gewundert, auch zwischen 1-2 bzw. 3-4 gut 120 pF angezeigt zu bekommen (rot im unteren Teil):
Bild

Mit dem LCR-9073 ist die Welt wieder i.O.:
1-2 bzw. 3-4 werden keine Kapazitäten angezeigt; die übrigen Kapazitäten sind 11nF bzw. 12nF.
Mit dem LCR-9073 bekomme ich von jedem Pin der Primärseite zu jedem Pin der Sekundärseite 360 +/- 2 pF angezeigt.

    Erklärung? Na klar 8)
    Das LCR-9073 nutzt in dem verwendeten Meßbereich 250Hz.
    Das L/C Meter IIB schließt aus der Frequenz des mit der Komponente verbundenen Oszillators auf den Wert der Komponente.
    Bild
    Quelle: LC METER PROJECT AND KIT - L/C Meter IIB
    "For small values the frequency of operation (test frequency) is about 750 KHz decreasing to about 60 KHz at .1 m F's or 10 mH's and about 20 KHz at 1 m F or 100 mH's."

    => 1-2 bzw. 3-4 ist dann wohl die Kapazität der Wicklung Cp:
    Bild
    Ersatzschaltbild einer Spule mit magnetisierbarem Kern
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Spule_(Elektrotechnik)

Mich hatte der Ansatz Cp-s und 100R interessiert...

    Mein Fazit:
    Wenn der 100R an dieser Stelle sinnvoll ist, dann ist es beim Talema ziemlich egal, an welchem Pin er angeschlossen ist.

    Ist für mich aber nur von akademischen Interesse, weil ich kleine Kapazitäten zwischen Primär und Sekundär wichtiger finde (Anstoß gaben die Topaz Noise Isolation Transformer mit 0,005pF oder gar kleiner 8), ziehe ich derzeit R-Core vor...

Das Messen der Ströme überlasse ich jetzt mal anderen :wink:

Beste Grüße
Ulli
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Beitragvon Hironimus_23 » 26.02.2017, 15:32

Hallo Zusammen,

da mir wie geschrieben zum Messen nur ein Digitalmultimeter zur Verfügung steht, würde ich dann wie in der Skizze dargestellt die Primärwicklungen in Reihe schalten und 230 V anlegen. Auf der Sekundärseite würde ich dann jeden Abrgiff im Leerlauf gegen PE messen und ggf. vier unterschiedliche Spannungen erhalten (in Skizze U1, U2, U3, U4).

Was wird mich erwarten und was werde ich aus den Werten schließen können ? Höchste Spannung = größte Kopplungskapazität und damit Anschlusspunkt für den 100 Ohm Widerstand gegen PE?

Bild

Ist sicherlich alles ziemlich theoretisch und ob sich dadurch Hörunterschiede ergeben möglicherweise fraglich. Auf der anderen Seite ist diese Betrachtung sicherlich nicht schädlich und wenn ich beim Bau eines Gerätes die Möglichkeiten habe, diese Betrachtungsweise zu berücksichtigen, möchte ich es auch tun.

Vieleicht tut sich für den einen oder anderen Mitleser auch noch Verbesserungspotenzial seines vorhandenen Gerätesauf, in dem er es zerlegt, den Trafo ausbaut, nachmisst und ggf. optimiert wieder einlötet :wink: .

Viele Grüße,
Hironimus
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Beitragvon Hans-Martin » 26.02.2017, 20:59

Hironimus_23 hat geschrieben:Was wird mich erwarten und was werde ich aus den Werten schließen können ? Höchste Spannung = größte Kopplungskapazität und damit Anschlusspunkt für den 100 Ohm Widerstand gegen PE?

Hallo Hironimus,
ich würde die Primärseite zwischen 1/4 (Brücke 2-3) mit 230V ansteuern, Phase einmal an 1 , im zweiten Durchlauf an 4.
Die Sekundärwicklungen sind doch auch in der Netzteilanwendung entweder mit Brücke zwischen 6-7 (oder altenativ 5-8). Das reduziert schon mal die vielen Möglichkeiten.
Wenn du nun zwischen der Brücke Sekundärwicklung und Schutzerde die Wechselspannung misst, alle Möglichkeiten durchspielst und zum Wiederfinden notierst, dann dich für die Konfiguration mit dem niedrigsten Wert entscheidest, dann von der Brücke zur Schutzerde besagten 100 Ohm Widerstand legst, sollte es klappen.
Ich habe keinen gekapselten Talema-Trafo, bei meinen RKTs sind die Wicklungen und ihre Anordnung anhand der Reihenfolge der abgehenden Kabel erkennbar. Prinzipiell kann man da schon auf die Messung verzichten.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon L_Hörer » 27.02.2017, 11:28

Hallo Hironimus,

noch zwei Vorschläge zur weiteren Noise-Reduzierung:

1. An die sekundärseitigen Wechselspannungsausgänge kleine Kondensatoren trafonah löten, damit wird der HF-Müll reduziert, der über die Koppelkapazität - trotz allem - auf die Niederspannungsseite kommt.

2. Insbesondere bei eher konstanter Last: Zwischen den Dioden und erstem Ladekondensator kleine Widerstände einfügen. Dadurch sinkt zwar die ungeregelte Ausgangsspannung, aber Brummspannung und Ladestromspitzen werden reduziert. Gerade die kurzen, aber hohen Ladestromspitzen und ihre magnetischen Felder streuen gerne in benachbarte Schaltungen ein (und verursachen das bekannte Sirren). Die Größe der Widerstände hängt ab davon, wieviel Spannungsabfall Du Dir hier leisten kannst, das must Du ausprobieren. Ich wähle bei solchen Kleinleistungsnetzteilen die Sekundärspannungen etwas höher, um wirkungsvoll begrenzen zu können, diese Möglichkeit wurde ja schon erwähnt - dafür spare ich mir dann die Induktivitäten, die Du vorgesehen hast. Mit Induktivitäten fühle ich mich nicht wohl (Streuung Magnetfeld?).

Viel Erfolg und gutes Gelingen, Heinz
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Beitragvon Hans-Martin » 27.02.2017, 14:28

L_Hörer hat geschrieben:1. An die sekundärseitigen Wechselspannungsausgänge kleine Kondensatoren trafonah löten, damit wird der HF-Müll reduziert, der über die Koppelkapazität - trotz allem - auf die Niederspannungsseite kommt.

Hallo Heinz,
wo legst du den Kondensator hin?
1 C parallel zu jeder Wicklung wird eine HF-Gegentaktstörung kurzschließen, aber die Gleichtaktstörung durch Wicklungenkapazitäten würde bleiben. 2 Kondensatoren nach Schutzerde macht Sinn. Was nimmst du da? 10nF oder größer?
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon L_Hörer » 27.02.2017, 15:57

Hallo Hans-Martin,
Hans-Martin hat geschrieben:wo legst du den Kondensator hin?

siehe hier http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=16&t=5645&p=125855&hilit=+bifilar&sid=1e755ec959228696c714ad604cdfcfcc&sid=1e755ec959228696c714ad604cdfcfcc#p125855

Größe 10 ... 100 nF. Bei Schutzklasse I Netzteilen könnte Dein Vorschlag als Ergänzung sinnvoll sein.

Heinz
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