Frage zu SRC und Dither bei Formatkonvertierung

Musikwiedergabe über PC und Mac

Frage zu SRC und Dither bei Formatkonvertierung

Beitragvon SolidCore » 10.02.2017, 11:02

Hallo zusammen

Meine frage bezieht sich auf folgendes:
Ich habe mittlerweile einige wirklich gute HD Musikalben, oft in 96khz 24Bit, 192khz usw.
Nun wollte ich einige ausgewählte Songs daraus, wie einen Sampler, auf Audio-CD brennen.
Es geht nun nicht darum, das eine "Herunterkonvertierung" natürlich klanglich schlechter ist.
Das ist mir bewusst. Was mich aber absolut überrascht hat, das die Software dafür klanglich
von Geht-gar-nicht bis klingt-nah-am-Ideal schwankt.
Ich habe verschiedene Windows-Programme ausprobiert, die wiederum verschiedene Einstellungen dafür bieten.
Für das Dithering gibt es Settings wie z.B TPDF, PoWr, Truncate usw
Also habe ich mal versuchsweise den gleichen Orginalsong (96khz24bit) mit verschiedenen Settings ins
CD-Format gewandelt, und diese zusammen auf eine Audio CD gebrannt.
Und war von den Socken, das eine Variante richtig gut klang, eine andere grauenhaft.

Hierzu meine Frage:
Gibt es für diesen Fall eine allgemeingültige Einstellung, oder variiert diese auch noch bei verschiedenem Musikmaterial ?
(Die Setting TPDF, die in einem Programm voreingestellt war, klang dumpf, leblos,verhalten).

Gruss
Stephan
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Beitragvon uli.brueggemann » 10.02.2017, 12:14

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Beitragvon dukezero » 10.02.2017, 14:57

https://www.xivero.com/de/xisrc/

Hier lohnt sich auch ein Blick!!

Grüsse Lutz
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Beitragvon Hans-Martin » 10.02.2017, 15:14

uli.brueggemann hat geschrieben:Siehe izotope's comprehensive dithering guide

Hallo Uli,
izotope ist großartig und ich musste den Artikel noch einmal lesen. Bei der wiederholten Warnung, korrelierter Dither würde Mono-Anteile fördern und beim Ausklingen der Musik die räumliche Abbildung verschieben, kam mir der Gedanke, dass hier ein Erklärungsansatz liegen könnte, weshalb deine Idee mit dem Cleaner so gut funktioniert.
Wenn ein moderner DAC eine Abtastratenwandlung in seiner Eingangsstufe durchführt, wird dort interpoliert und/oder gedithert? Diese kanalgetrennte individuelle Behandlung wird beim Durchlaufen eines M/S Signals sich neutral verhalten (quasi ein Monofehler auf M, ein dekorrellierter auch auf S), und nach dem DAC bei der analogen Konversion auf L/R entsteht eine besser fokussierte, weniger diffuse Wiedergabe als beim üblichen Bearbeiten eines L/R Signals am DAC-Eingang, wo L bzw. R dekorrelierte Behandlung erfahren.
Das könnte erklären, weshalb ich mit meinen alten abtastratenwandlerfreien R2R DACs die Unterschiede nicht hören konnte, die du zur Diskussion gestellt hattest (die Analogmonosumme von Digital L = inverses R sollte 0 ergeben, tat es aber bei dir nicht, bei mir damals immer)
Grüsse Hans-Martin
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Beitragvon SolidCore » 10.02.2017, 18:25

Hallo zusammen
Vielen Dank für erste Hinweise. Habe auch noch was gefunden, wo es sogar mit
verschiedenen Windowsprogrammen messbar gezeigt wird, das es nicht gleich klingt:

http://src.infinitewave.ca/

Das erwähnte Izotope habe ich bei den Tests ausprobiert. In der Tat war das Mbit+ schon sehr gut.
Ihm fehlte, rein klanglich betrachtet, etwas luftigkeit. Ich meine nicht die Luftigkeit des HD Tracks, sondern dessen, was 44.1 khz imstande ist. Werde weiter mein Glück mit verschiedenen einstellungen versuchen.
Amerikanische Mastering-Foren empfehlen öfter mal dieses:
http://www.voxengo.com/product/r8brainpro/
Möchte aber nun nicht jedes davon kaufen, oder testen.

Gruss
Stephan
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Beitragvon frankl » 10.02.2017, 19:54

Hallo Stephan,

hast Du schon das hier im Forum immer mal wieder erwähnte 'sox' probiert (geht auf Linux, Mac, Windows):
sox vielebits44k.flac  -e signed -b 16 nur16bits.wav dither -s -f high-shibata


oder mit resampling:
sox vielebitsvielek.flac  r44b16.wav vol 0.8 rate -v -I 44100 dither -f high-shibata

(das vol 0.8 ist zur Vermeidung von Clipping, ja nach Aufnahme kann das auch entfallen).

Wenn das "klanglich schlechter" ist, dann liegt das eher am anderen Abspielweg als am eigentlichen Resamplen, Dithern und Noiseshapen.

Viele Grüße,
Frank
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Beitragvon SolidCore » 10.02.2017, 21:08

Hallo Frank

Danke für den Tip. Das Tool hatte ich mal irgendwo von gelesen, aber nie versucht.

Ich nehme mir mal vor, einen Song, als Orginal HD File, mit den verschiedensten Programmen, und in denen dann mit deren verschiedenen Einstellmöglichkeiten, zum Audio CD Format zu wandeln,
diese auf 2-4 Rohlinge zu brennen, und mir die Varianten mal anzuhören. Ich glaube das bringt dann die größten Erkenntnisse.
Ein Bekannter hat ein Tonstudio, er nutzt unter anderem auch teure Software, wie Saragon und Co.

Erst muss ich aber mal mit meinem heute erst gelieferten RME ADi 2 Pro herumspielen. Muss mal versuchen, ob er nicht ebenfalls SRC anbietet. Er ist so universell,
das man damit die verschiedensten Scenarien durchspielen kann. Primär will ich ihn als Kopfhörerverstärker haben. Denkbar wäre aber auch zum Mastern, als Jitterkiller, als Audio DAC, und als DDC.
Dort muss er zeigen, wie gut er das kann. Ein wunderbares Spielzeug.
Geliefert wird er mit einem Billig-Schaltnetzteil, vielleicht reagiert er auch gut auf ein lineares.
Aber ich schweife ab.

Sobald ich Ergebnisse vom Resamplen habe, teile ich diese mit.

Gruss
Stephan
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