Intersample Clipping

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon pschelbert » 11.03.2017, 00:30

Hallo

ich habe mitr die Diana Krall auch mal mit Musicscope angesehen zeigt auch schön Übersteuerung an.
War mir nicht klar das die CD-Files so krass übersteuret sind, gibt ja genug Headroom.
Bei mir sind es um die 50% der Files.

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 11.03.2017, 07:47

Moin,
Audacity hat unter Ansicht "Übersteuerungen anzeigen". Ich habe über 50 gezählt, teilweise treten sie verdichtet auf, was nahelegt, dass sie störend hörbar werden können. Bei vereinzelten Peaks ist das eher unwahrscheinlich, weil zu kurz, um als lästig wahrgenommen zu werden.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon dietert » 11.03.2017, 08:22

Hallo miteinander,

wir haben also ein Beispiel mit +3,5dB ISC, Beispiele mit echtem Clipping und Dietmar meint, dass er solche Verzerrungen hört. Wie hört es sich denn nun an?

Sind das vielleicht alles CDs, bei denen haufenweise digitale Effekte zum Einsatz kommen? Man sucht ja irgendwie nach einer Erklärung, wieso die Störungen beim Mastering nicht beseitigt wurden. Ist das jetzt die Brechstange, um die Einführung höherwertiger digitaler Formate zu pushen?

Ich warte ja nur auf den Tag, wo Audiosamples als Fließkommazahlen gespeichert werden, um das Thema Dynamik ein für allemal zu erledigen. Der passende Fließkomma-DAC wurde 2006 patentiert.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon pschelbert » 11.03.2017, 09:04

Hallo

die CD hit den hohen Verzerrungen ist sonst nicht besonders gut. Kann also der Loudness War mit enormer Komprimierungs sein.
Diana Krall da kann man einfach 3dB z.B. absenken und dann sind die Peaks weg beim hören. Danach vergleichen. Da wird man eher nichts hören, aber probieren geht über studieren.

Fliesskomma wäre sicher was, nur die Limite des DAC ist ja heute bei 20-21 Bit obwohl draufsteht 32-Bit. Daher wird es nicht besser werden selbst mit Fliesskomma.
Einzig komprimieren muss heute nicht sein, 24Bit=148dB, mit Fleisskomma noch weniger. Nur ob die Musikindustrie das kapiert ist ja nicht klar, haben es ja bis jetzt auch nicht .
24-Bit ist schon alt .

Peter
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Beitragvon dietert » 11.03.2017, 11:04

Hallo Peter,

lese ich da zwischen den Zeilen die Frage nach dem Patent für den erwähnten Fließkomma-DAC?

Floating-point digital-to-analog converting system, US 4951054 A, 1990, "Erteilt"
Floating point IDAC, US 7132966 B2, 2006, "Erteilt"

Die Kombination aus DAC und PGA, die wir heute schon kennen, ist davon gar nicht mehr so weit weg, nur muss der PGA präzise und agil werden. Bin mir fast sicher, irgendjemand hat sowas schon für Audio gebaut.

Die Philips DSS 930 Aktivboxen hatten 1992 zwar auch schon DAC und PGA, aber die Datenverbindung vom Steuergerät zum PGA war langsam, nur für Lautstärkeregelung geeignet. Dabei hätte man schon damals den Exponenten im SPDIF-Signal mitübertragen können. Anscheinend kannten die Philips Leute das Yamaha Patent nicht.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon Buschel » 11.03.2017, 13:32

Hallo zusammen,

gibt es eigentlich ein freies Tool, das dbTP für Dateien auswerten kann? Das R128scan-plugin von foobar steht ja nicht mehr kompiliert zum download zur Verfügung.

Grüße,
Andree
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Beitragvon uli.brueggemann » 11.03.2017, 15:19

Gugel mal nach Free R128 Analyzer

Grüsse
Uli
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Beitragvon pschelbert » 11.03.2017, 19:29

dietert hat geschrieben:Hallo Peter,

Die Kombination aus DAC und PGA, die wir heute schon kennen, ist davon gar nicht mehr so weit weg, nur muss der PGA präzise und agil werden. Bin mir fast sicher, irgendjemand hat sowas schon für Audio gebaut.

Grüße,
Dieter T.



Hallo Dieter

besten Dank für die Info zum Patent.

PGA was ist das: dasselbe wie FPGA?

Peter
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Beitragvon pschelbert » 11.03.2017, 19:31

Hallo

nicht ganz gratis aber billig ist JRiver, da macht das Audio Analyzing Tool alle Werte zu R128 und mehr. Wie gut das stimmt weiss ich allerdings nicht.
Nett ist dass die ganze Musiksammlung analysiert werden kann und ebenso sortier z.B. nach den R128 Werten.

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Beitragvon dietert » 11.03.2017, 21:34

Hallo Peter,

nein, mit FPGA hat es nichts zu tun, PGA = programmable gain amplifier

Das ist ein Baustein, der ein Lautstärkepoti ersetzt, also ein analoger Lautstärkeregler mit digitaler Ansteuerung. Manchmal heißt sowas auch "multiplizierender DAC". Im Audio-Bereich findet man z.B. den IC-Baustein "PGA 2310", der deutlich präziser arbeitet als jedes ALPS-Poti und diese selbstgebastelten Stufenschalter. In den alten Philips DSS 930 war es als diskrete Schaltung implementiert.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon pschelbert » 12.03.2017, 00:26

Hallo Dieter

okay, ja Studer hatte dazmal auch sowas und Burr Brown. Nun heute denke mal ist das veraltet.

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Beitragvon Hybrid-OLI » 04.04.2017, 19:18

Servus

Daß ein Großteil der CDs der letzten Jahre deutliche Inter-Sample-Overs aufweisen kann ich bestätigen !
Das zeigt die Analyse mit geeigneter Software, nämlich DAWs mit Aussteuerungsanzeigen die Inter-Sample-Peaks berücksichtigen. Es gibt inzwischen auch Plugins die unter Berücksichtigung aktueller Standards wie EBU R128 TruePeak-Overs anzeigen. Die meisten PPMs bieten noch kein intergriertes TruePeak-Measuring, was sich aber gerade ändert. Manchmal werden TP-Meters auch parallel zu PPM/RMS-Levelmeters implementiert.

Ich habe es mir in Anbetracht der Problematik zur Angewohnheit gemacht, alle Tracks in der DAW zu analysieren.
Stelle ich fest, daß TPs gegeben sind, was meist der Fall ist, verwende ich spezielle TP-Mastering-Limiter die dafür sorgen, daß es zu keinen TPs mehr kommt.
Es gibt schon seit Jahren TP-Limiter, die aber - warum auch immer - im Studio kaum eingesetzt werden.

Wer eine amtliche Loudness-Analyse mit TP-Measuring für lau möchte, dem sei das You Lean Loudness Meter im VST-Format empfohlen.
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Beitragvon Hornguru » 04.04.2017, 19:32

Hm ich hab seit das Thema hier aufkam mal einige Songs über ne Zeit beobachtet.
Bei mir ist alles uberwiegend auf -12 oder -18 am rumwabbeln. Eher dezent. Mit meinem chronischen Spannungsmangel plus 12dB Acourate Verluste hab ich doch schnell wieder von der Idee noch weitere 3dB runter zu ziehen abgesehen. Scheint doch eher selten aufzutreten das Clipping ...(?)
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Beitragvon Hans-Martin » 04.04.2017, 19:45

Hallo,
die Engländer sagen: You can't polish turd. Übersetzt: Man kann einen Hundehaufen nicht polieren.
Aus Dreck wird nun mal kein Hochglanz. Was die Tontechnik verbockt und die Musiker offenbar abgesegnet haben,ist und bleibt: turd.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hybrid-OLI » 04.04.2017, 19:58

Wie sagt der Studiomensch : Shit in, shit out !

Aber fairerweise muß man schon sagen, daß glücklicherweise nicht jede Übersteuerung sogleich hörbar ist.
In gewissem Umfang läßt sich auch Misratenes korrigieren.
Es kommt immer auf den Einzelfall an.
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