Musikserver arfi-muse von artistic-fidelity

Musikwiedergabe über PC und Mac

Musikserver arfi-muse von artistic-fidelity

Beitragvon Just4Fun » 23.07.2017, 13:00

Hallo zusammen,

auf der Suche nach einem Musikserver habe ich von meinem Händler diese Woche den arfi-muse von artistic-fidelity https://www.cm-audio.net/arfi-muse zum Test zu Hause gehabt:

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Optisch passt der perfekt zum afis und zum dac2 die ich schon etwas länger in meiner Kette höre. Da lag es natürlich nahe, dem arfi-muse auch eine Chance zu geben :cheers:
Da ich diese Slot-In Laufwerke nicht so vertrauensvoll finde (ich habe immer Sorge, die verkratzen mir auf Dauer doch meine CDs), gefällt mir das CD Laufwerk mit Schublade besonders gut, zumal es nicht nur zum Rippen von CDs, sondern auch als CD-Player genutzt werden kann.

Rückseitig sieht der dann so aus:

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Oben links die typischen Anschlüsse, die man von den artistic fidelity USB Konvertern her kennt und die direkt zum USB EIngang des afis oder afi führen.

Da ich keinen Monitor mit Displayport Eingang habe, hatte ich einen Displayport HDMI Adapter beiliegen, der funktionierte zusammen mit der Logitech Funktastatur einwandfrei.

Ich war natürlich neugierig und habe den direkt mal aufgeschraubt:

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Verbaut wurde eine Intel Atom CPU mit 1,9 GHz und 4 Kernen, 8 GByte DDR3 RAM, eine 64 GByte M2 SSD für Windows 10, eine 2 TByte Samsung 850 EVO SSD sowie ein optisches Teac Laufwerk.

Der Server wird mit Jriver Mediacenter 22 ausgeliefert, ich habe mir lieber direkt meinen Roon Server installiert, der Downloadlink lag schon auf dem Desktop parat, die Installation klappte ohne Probleme. Ich war erstmal zu ungeduldig, meine Musiklibrary vom bisherigen Roon Server auf den muse zu kopieren, sondern habe den einfach als Roon Bridge missbraucht. Ich wollte erstmal so schnell wie möglich die ersten Töne hören :cheers:

Meine Anlage stelle ich mir gerade neu zusammen, beim aktuellen arfi-muse Test ging es vom arfi-muse aus in den afis, von dort in den artistic-fidelity dac2 und dann letztendlich auf ein Pärchen Trifon 5x von ABACUS electronics.

Bevor ich jetzt was zu meinen Klangeindrücken schreibe, kurz was zu den aufgerufenen Preisen:
als Bundle mit einem afi- USB kostet der arfi-muse 5.620 EUR, das nenne ich mal einen stolzen Preis :roll:
Zum Glück habe ich ja schon einen afis, da gibt des den arfi-muse als Nachrüstoption für 4.370,00 EUR :wink:

Um es kurz zu machen, wer nicht bereit ist, den aufgerufenen Preis in sein Hobby zu investieren, sollte unbedingt einen großen Bogen um den arfi-muse machen. Der Unterschied zu meinem eigenen Roon Server ist für mich unfassbar, zumal ich ja schon länger den afis USB nutze. Da war meine Erwartungshaltung an die Klangsteigerung nicht so groß. Aber ganz eindeutig hat die Bühne in Breite und Tiefe enorm zugenommen, der Hochton wurde deutlich angenehmer, ein paar lästige (ich würde mal sagen die letzten übrig gebliebenen) ssss zzzz pppp tttt Laute sind verschwunden. Im Basbereich höre ich jetzt nicht so den Unterschied, der war vorher aber auch schon knochentrocken und für mich genau auf dem Punkt.

Gestern musste ich den arfi-muse wieder abgeben, weil der nächste Kunde auf das Testgerät wartet :(
Jetzt höre ich wieder die kleine Bühne und den etwas über präsenten Hochton und die ssss zzzz Stimmungskiller, neee... so will ich eigentlich nicht mehr hören...
Vielleicht gibt es ja noch einen Kompromiss... die 2 TByte HDD im arfi-muse bräuchte ich nicht, die gleiche Samsung habe ich schon in meinem Roon Server... vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, den arfi-muse nur mit der M2 SSD fürs Windows Betriebssystem zu kaufen... mal sehen...

Zumindest ist das aktuell mein heißester Kandifat für einen neuen Musikserver. Die Innuos Zenith special-edition ist ja für Juli angekündigt und liegt preislich auf ähnlichen Niveau... ich bin gespannt wann ich die mal zum Test vor meine Anlage bekomme :D

Viele Grüße

Lothar
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Beitragvon Nordlicht » 23.07.2017, 14:37

Hallo Lothar

Das macht mich ja richtig neugierig, da ich mir gerade den Arft USB+ Arfi DAC+ PSU gekauft habe und außerdem auch die 5X besitze. Mein Zuspieler ist bisher der Auralic Altair. Ob die Arfi-Muse da noch mehr kann?
Weißt du Wieviel die Muse allein kostet wenn ich den Rest schon habe?

Ich muss wohl schon wieder mal den Markus Flöter anrufen.

Grüße

Jörg
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Beitragvon easy » 23.07.2017, 14:49

Nordlicht hat geschrieben:
Mein Zuspieler ist bisher der Auralic Altair. Ob die Arfi-Muse da noch mehr kann?








Das kann nur ein Test in deiner Anlage zeigen...Markus wird dir bestimmt ein Gerät zum Test schicken.

Gruß
Reiner
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Beitragvon h0e » 23.07.2017, 15:24

Hallo,

das Serien-Gerät sieht doch recht ansprechend aus.
Wir hatten den Prototypen bei unserem Linn Vergleich mit G-Dac und Klimax Katalyst.
Der Musikserver von Ralf spielte da durchaus auf gleichem Niveau mit.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Just4Fun » 23.07.2017, 16:05

Hallo Jörg,

Markus anrufen ist immer eine gute Idee :cheers:

Ich stimme Reiner voll zu:
Du solltest das unbedingt an Deiner Kette mit eigenen Ohren vergleichen.
Der Klangeindruck ist ja doch immer was Subjektives...

Meinen Glückwunsch zu Deinen 5X, noch sind meine ausgeliehen, aber ich bin schon ziemlich begeistert von denen...

Den Altair hatte ich auch mal an den 5X, das harmonierte schon sehr gut. Die Anlage wäre ja dann fast schon komplett, wenn man nicht den kleinen Teufel im Ohr hätte, der einem zuflüstert "hey Lothar, da geht doch bestimmt noch was , oder?!" :D

Mir hat der arfi-dac2 dann aber doch etwas besser gefallen als im Altair verbaute, auch wenn es da eher um kleine Feinheiten ging, aber da scheinen wir uns ja einig zu sein ;-)

Für den arfi-muse müsstest Du wohl 5.620 EUR - 1.250 für den afi USB also 4.370 EUR kalkulieren, aber wie gesagt probiere den nur dann aus, wenn Du den Preis auch grundsätzlich zu zahlen bereit bist. Als ich den erstmal im Ohr hatte, lies der mich nicht mehr los... ich warte nur noch die Special Edition vom Innuos ZENITH ab (https://www.cm-audio.net/innuos-zenith-special-edition, dann werde ich mich wohl zwischen den Beiden entschieden.

Viele Grüße

Lothar
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Beitragvon Hornträger » 23.07.2017, 20:13

Hallo zusammen,

auch ich hatte den Arfi-Muse für eine Woche bei mir, dafür herzlichen Dank an Markus Flöter von cm-Audio.
Zurzeit höre ich mit einem Intel NUC mit Standardnetzteil. Die Installation des Muse geht schnell von statten und nach dem Einschalten sieht man in seinem Netzwerk gleich den Muse.
Ich habe alle Varianten ausprobiert:
JRiver direkt vom Muse gespielt, den Muse als Roonserver benutzt und als Roonbridge.
Mir hat letzteres am besten gefallen, ich meine da einen kleinen Unterschied zu Gunsten der Roonbridge gehört zu haben.

Wie war mein Höreindruck:
Im Vergleich zum Intel NUC ist der Unterschied schon groß, wie Lothar weiter oben schrieb möchte man einmal den Muse gehört nicht mehr zurück.
Ein nettes Forumsmitglied hat mir seinen Sotm sms200 ausgeliehen. Die Stromversorgung erfolgte dabei über Akku und den Arfi-USB wurde über ein Uptone LPS-1 versorgt. Ich habe ein paar mal hin- und her geschaltet, meiner Meinung gibt es da keinen großen Unterschied mehr und um letzte Feinheiten zu erkennen, dazu fehlte mir einfach die Zeit.
Gerne hätte ich noch den Sotm mit dem Upton LPS-1 ausprobiert, aber die Stromlieferfähigkeit reichte nicht für Sotm und Arfi-USB aus, ein separates 5 Voltnetzteil hatte ich leider nicht zur Verfügung.

Was mir nicht gefällt:
Wie alle Geräte der Arfi-Baureihe hat auch der Muse keine Fernbedienungsmöglichkeit. Was dem Muse aber davon Unterscheidet, es läuft darauf eine normales Windows 10 und das sollte man nicht immer hart ausschalten. Ich hatte dazu Kontakt mit Ralf aufgenommen und mein Problem geschildert. Eine Lösung wäre die Kontakte des Powerbutton an die Außenseite des Gehäuses zu führen und extern eine Infrarotschaltung anzuschließen. Eine solche Schaltung gibt es für nicht ganz 20€.
Ich schalte alle Geräte mit einer Logitech Harmony Fernbedienung und mich würde es schon stören, nur den Muse extra auszuschalten.
Interessant wäre, für wie wichtig ihr eine Fernbedienung haltet.

Viele Grüße
Markus
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Beitragvon Horse Tea » 23.07.2017, 21:21

Hornträger hat geschrieben:Ein nettes Forumsmitglied hat mir seinen Sotm sms200 ausgeliehen. Die Stromversorgung erfolgte dabei über Akku und den Arfi-USB wurde über ein Uptone LPS-1 versorgt. Ich habe ein paar mal hin- und her geschaltet, meiner Meinung gibt es da keinen großen Unterschied mehr und um letzte Feinheiten zu erkennen, dazu fehlte mir einfach die Zeit.
Gerne hätte ich noch den Sotm mit dem Upton LPS-1 ausprobiert, aber die Stromlieferfähigkeit reichte nicht für Sotm und Arfi-USB aus, ein separates 5 Voltnetzteil hatte ich leider nicht zur Verfügung.


Hallo Marcus,

danke fùr deinen interessanten Hörvergleich. Noch mal für die Schwerfälligen zum Mitschreiben: Ein Sotm sms 200 mit Akkuversorgung war genauso gut wie der Muse. Und Dein Bedauern kein LPS-1 am Afi-USB einsetzen zu können, rührt von der Überlegung her, dass der sms200 dann etwas schlechter klingen könnte. Oder habe ich das nicht richtig verstanden? Von welchem Quellgerät kamen denn die Musikdateien beim Hören mit dem sms200? Und heißt das dann, dass mit dem sms200 diese Quelle gegenüber dem Muse keine Klangverschlechterung beim Rendern mit dem sms200 verursacht hat? Dann wäre doch wahrscheinlich, abhängig von der Quelle und zumindest bei Dir, die Sotm-sms 200 Lösung bei gleicher Klangqualität sehr deutlich preiswerter. Es wäre schön, wenn Du darauf und gegebenfalls noch auf weitere Details eingehen könntest. Das ist doch sehr spannend. Danke, noch mal.

Eine ähnliche Überlegung wie Dich beim Einschalten bewegt mich bezüglich der Quellenwahl, die ich im Moment am VV vornehme und die über einen digitalen Eingang des Afis laufen. Der Muse wird aber über den Eingang 1 via USB an den Afis angeschlossen. D.h. ich kann die Umschaltung zwischen Muse und allen anderen digitalen Quellen nicht fernbedienen, sondern nur am Afis manuell bewerkstelligen :( .

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Just4Fun » 23.07.2017, 22:44

Hallo Markus,

die Frage nach der Fernbedienung kann nur jeder individuell für sich entscheiden.

Ehrlich gesagt gehe ich nach einer Hörsession einfach am HiFi Rack vorbei, tippe kurz auf alle Geräte und das war es. Nur die 5X gehen alleine in den Standby Modus. Mit ist gar nicht aufgefallen, das keine Fernbedienung dabei lag.

Du hingegen hast Dir die Mühe gemacht und viel Arbeit in eine programmierbare Fernbedienung gesteckt, da kann ich es gut verstehen, das Du auch den arfi-muse zumindest damit ein- und ausschalten möchtest. Aber mit der kleinen "Sonderlösung" sollte das ja durchaus machbar sein.

Eines sollte man im Vergleich zu den sotm oder innuos Musikserver nicht vergessen:
der arfi-muse läuft unter Windows, d.h. man hält sich die Möglichkeit offen, Uli Brüggemanns Acourate Convolver für die Raumakustikkorrektur zu nutzen. Für mich kommt das zwar weniger in Frage, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

Viele Grüße

Lothar
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Beitragvon Hornträger » 23.07.2017, 22:54

Hallo Horst-Dieter,

ja der Sotm war genauso gut wie der Muse, allerdings könnte ich mir vorstellen dass:

wenn mehr Zeit vorhanden ist und
man direkt die Quellen umschalten kann

noch feine Unterschiede hörbar werden.

Dazu benötigt man einen Afis mit zwei USB Eingängen, meiner hat aber nur einen Eingang. Ich musste also immer den Lichtleiter umstecken und bis das alles in Roon wieder erkannt wird, vergeht eine Weile.

Ich habe nur den Renderer getauscht inklusive der unterschiedlichen Stromversorgungen, Musik kam immer vom NAS und der Arfi-DAC 2 blieb auch immer.

Testen konnte ich leider nicht, die Akkuversorgung am Sotm gegen LPS-1 zu tauschen.
Das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt mal nachholen.

Ich finde eine Akkuversorgung zum testen ok, im Langzeitbetrieb wäre das für mich nicht akzeptabel. Und so gut Micro/Ultrarendu und SMS200 auch sind, alles hängt an der Stromversorgung, da haben es sich die Hersteller leicht gemacht. Zwischendurch habe ich auch mit einem Zero Zone Netzteil probiert, da hörte man den Unterschied wieder.


Viele Grüße
Markus
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Beitragvon Horse Tea » 23.07.2017, 23:06

Hornträger hat geschrieben:Ich finde eine Akkuversorgung zum testen ok, im Langzeitbetrieb wäre das für mich nicht akzeptabel. Und so gut Micro/Ultrarendu und SMS200 auch sind, alles hängt an der Stromversorgung, da haben es sich die Hersteller leicht gemacht. Zwischendurch habe ich auch mit einem Zero Zone Netzteil probiert, da hörte man den Unterschied wieder.


Hallo Markus,

danke, das mit der Quelle ist mir nun klar. Das ZeroZone-Netzteil am Afis hat sich bei mir auch deutlich positiv ausgewirkt (+50%?). Und die Praktikabilität der Akkuversorgung sehe ich genauso :cheers: . Das macht für mich! alles Sinn.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Just4Fun » 24.07.2017, 01:02

Hallo Horst-Dieter,

das mit dem ZeroZone Netzteil interessiert mich...
hast Du das mit dem "normalen" afis Netzteil oder mit dem arfi-psu verglichen?
Ich vermute es geht hier um dieses Netzteil?!
http://www.ebay.de/itm/ZEROZONE-Finished-65VA-Ultra-Low-Noise-linear-Power-supply-5V-9V-12V-15V-18V-etc-/222410349993?_trksid=p2385738.m2548.l4275
und wenn ja, wie hast Du das auf die vierpoligen Buchen für den afis angepasst?

Viele Grüße

Lothar
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Beitragvon Horse Tea » 24.07.2017, 08:51

Hallo Lothar,

du bekommst eine Menge Infos zum Thema im Thread zum ZeroZone-Netzteil (Suche).

Ich habe folgendes am Afis verwendet:

http://www.ebay.de/itm/111936108081

Du kannst Dir den passenden Stecker am Kabel (oder die passende Buchse am Netzteil) vom Verkäufer konfigurieren lassen. Das ist alles im genannten Thread beschrieben. Ich habe selbst gelötet, siehe hier:

http://aktives-hoeren.de/viewtopic.php? ... e8#p139894


Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Just4Fun » 24.07.2017, 09:36

Hallo Horst-Dieter,

prima, danke für Deine Mühe, bei der Suche verirre ich mich ganz gerne in den Untiefen des Forums 8)

Viele Grüße sendet

Lothar
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Beitragvon Horse Tea » 24.07.2017, 11:40

... ach so, ich habe mit dem einfachen, mitgelieferten Netzteil verglichen.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Horse Tea » 02.08.2017, 20:50

Hallo zusammen
ich bin jetzt dank Marcus Flöter/cm-audio auch in der glücklichen Lage gewesen, den Arfi-muse ein paar Tage zu erproben.

Aufbau
Verglichen habe ich meine vorhandene Streamingquelle (1), d.h. einen Wald und Wiesen-PC (der über Power-LAN und Audioquest LAN-Kabel Cinnamon mit dem Trinnov Amethyst als Renderer und zwei digitalen Schleifen über den Afis (Standardkabel Artistic Fidelity) verbunden war), mit (2) meinem CD-Spieler (über HMS Il Primo mit dem Amethyst verbunden und den gleichen 2 Schleifen durch den Afis). Dazu gesellte sich nun der Arfi-muse als (3) Quelle (der mit dem USB-Eingang des Afis per LWL verbunden war (Verbindung mit dem Amethyst wie bei (2)). Bedient wurde mit BubbleUpnp bzw. bezüglich Quellenwahl mit dem VNC Client für den Amethyst auf einem Samsung Tablet. Dabei wurde einmal der Muse mit CD und einmal der PC mit der CD verglichen, da der direkte Vergleich zwischen Muse und PC bei gleichzeitiger Änderung von Quelle und Renderer zu lange gedauert hätte. Dagegen konnten die Quelle (Muse gegen PC) und die Renderer (Muse gegen Amethyst) einzeln recht zügig umgeschaltet werden. Dabei dauerte der Umschaltvorgang bei Wechsel der Abtastrate/Bittiefe etwas länger, als wenn die gleiche Auflösung verglichen wurde. Die nicht namentlich genannten Komponenten meiner Anlage kann der interessierte Leser meinem Profil entnehmen.

Musikmaterial
a. Giovani Guidi Trio, This is the day (ECM aus 2015) in 44.1/16 vom Muse, dto. vom PC und von CD (44.1/16)
b. Iiro rantala string trio, anyone with a heart (ACT aus 2014) in 96/24 vom Muse und von CD (44.1/16)
c. Biber&Schmelzer, 17th Century Music and Dance from the Viennese Court (Chesky 2003) in 96/24 vom Muse, dto. vom PC und von CD (44./16)

Fragestellung
Meine Motivation für den Test waren mehrere Aspekte: (a) die Frage, ob Streaming über ein wesentlich reduziertes/hochwertigeres System (kein Power-LAN, kein LAN-Kabel, sondern LWL vom Muse direkt in den Afis, kein einfacher PC als Quelle und beim Muse Computer und Renderer in einem optimierten Gehäuse) meinem CD-Spieler überlegen ist und (b) die Frage, welche Rolle dabei der PC (als Datenspeicher) und der Renderer spielen sowie (c) ob HighRes > 44.1/16, an meiner Anlage, der CD überlegen ist. Letzterer Punkt lässt sich nochmal aufteilen in die Frage, ob 44.1/16 von CD, oder vom Muse abgespielt besser klingt. Als Hintergrund sei noch erwähnt, dass meine bisherige Streamingquelle (1) mir bisher keinen Vorteil für HighRes gegenüber CD (2) zeigen konnte. Ralf (d.h. Artistic Fidelity :D) hatte daher eine Limitierung meiner Anlage an anderer Stelle vermutet. Der Limitierung wollte ich nun für den digitalen Teil nachgehen.

Ergebnis
Es ergab sich folgende Reihenfolge:

Muse (3) > CD (2) > PC (1)

Der Muse erreicht eine geringfügige Klangverbesserung gegenüber CD. Dabei ist die etwas größere Räumlichkeit in der Tiefe der bedeutendste Aspekt. Er klingt auch etwas weniger angestrengt und mit weniger ausgeprägten Mitten, was besonders Klavier und Geigen zu Gute kommt. Dabei sind der Renderer im Amethyst und der Muse als Renderer etwa gleichauf, der PC als Quelle verliert gegenüber dem Muse mehr als CD. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass Streaming von TIDAL über den Muse gegenüber dem Amethyst (als Renderer) noch etwas mehr gewinnt, als beim Vergleich von Musik von den beiden Festplatten. Ein Zugewinn von 96/24 gegenüber 41.1/16 war bei beiden Vergleichen (von Musik b. und c.) nicht sicher wahrnehmbar.

Schlussfolgerung
1. Eine Limitierung im untersuchten Digitalteil der Anlage, die eine Unterscheidung höherer Auflösung verhindert, konnte nicht gefunden werden.
2. Die Klangverbesserung durch den Muse war hörbar, aber marginal. Ich würde ihn etwa vergleichbar mit Kabelklang und geringer als die Verbesserung, die ich vor kurzen mit einem Low Noise Linearnetzteil am Afis erzielt habe (Zerozone), einstufen.
3. Eine Verbesserung des Istzustandes sollte eher bei der Speicherung der digitalen Audiodateien ansetzen. Der vorhandene Renderer erreicht vielleicht nicht ganz die Qualität des Muse, der Unterschied war aber kaum noch hörbar.
4. Die hier berichteten Eindrücke durch kurzzeitigen Umschalten der Testkomponenten wurde durch längeres Hören jeweils eines Aubaus bestätigt. Es trat kein langsames Eingewöhnen in eine bevorzugte Konstellation ein.

Disclaimer
Meine Schlussfolgerungen gelten nur für meine Ohren und meine Anlage in meinem Raum und erheben keinen Anspruch auf Gültigkeit darüber hinaus. Sicher spielt auch eine Rolle, welches Niveau die vorhandene Anlage hat.

Die Forumsleitung mag daher entscheiden, ob mein Beitrag eher in meinen Vorstellungsthread verschoben werden sollte. Ich meine, weil der Muse aktuell so neu ist, ist der Beitrag für diesen Thread sinnvoller.

Danke für Eure Geduld
Viele Grüße
Horst-Dieter
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