Musikserver arfi-muse von artistic-fidelity

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon Horse Tea » 03.11.2017, 14:35

sledge hat geschrieben:Um mal wieder den Weg zurück zum Muse zu finden. Was macht ihn technisch besser als den Innuos SE?
Wieso gibt es eigentlich nirgendwo Tests von artistic-fidelity Produkten?


Hallo Dirk,

da must Du besser die Redakteure der einschlägigen Zeitschriften fragen. Es hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, dass Artistic Fidelity eine kleine Fa. ist, und, machen wir uns doch nichts vor, die Presse auch ein verlängerter Arm der (großen) Hersteller. Ralf macht von Entwicklung über Fertigung bis zum Verkauf viel allein, da kann er möglicherweise nicht auch das Marketing mal so nebenher mitmachen. Wenn die Journale nur "Exoten" testen würden, würden die Hefte weniger gekauft.

Ich kann aus meiner Hörerfahrung jedenfalls bestatigen, dass der Muse ein konkurrenzfähiges Produkt ist. An mangelnder Konkurrenzfähigkeit liegt es für mich also nicht. Über das Konzept und die Alleinstellungsmerkmale des Muse findet sich hier im Forum auch einiges, wenn auch eher unter Afi(s).

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon h0e » 03.11.2017, 15:53

Horse Tea hat geschrieben:
sledge hat geschrieben:
Wieso gibt es eigentlich nirgendwo Tests von artistic-fidelity Produkten?



... weil die Schwurbelblätter nur testen, was eine bestimmte Händlerabdeckung in Deutschland hat,
gegen das die goßen Anzeigenkunden nichts haben oder eben von diesen sogar noch gesponsored ist...

Besser ist selber testen, zumal es eben oft auf kleine Abhängigkeiten in der Kette ankommen kann.
Ich habe den Vorserien-Muse gehört und war durchaus begeister,
besonders in Zusammenspiel mit dem Dac!

Grüsse Jürgen
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Beitragvon sledge » 03.11.2017, 16:17

Horse Tea hat geschrieben:da must Du besser die Redakteure der einschlägigen Zeitschriften fragen. Es hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, dass Artistic Fidelity eine kleine Fa. ist, und, machen wir uns doch nichts vor, die Presse auch ein verlängerter Arm der (großen) Hersteller. Ralf macht von Entwicklung über Fertigung bis zum Verkauf viel allein, da kann er möglicherweise nicht auch das Marketing mal so nebenher mitmachen. Wenn die Journale nur "Exoten" testen würden, würden die Hefte weniger gekauft.

Ich kann aus meiner Hörerfahrung jedenfalls bestatigen, dass der Muse ein konkurrenzfähiges Produkt ist. An mangelnder Konkurrenzfähigkeit liegt es für mich also nicht. Über das Konzept und die Alleinstellungsmerkmale des Muse findet sich hier im Forum auch einiges, wenn auch eher unter Afi(s).

Viele Grüße
Horst-Dieter

Hallo Horst-Dieter,
natürlich sind die "Fachzeitschriften" in gewisser Weise von Ihren Anzeigenkunden abhängig, aber in Zeiten des Internets gibt es ja genügend andere Möglichkeiten.
Das Risiko, dass mit einer solchen One-Man-Show verbunden ist, muss ich wohl nicht näher erläutern.
Im übrigen habe ich keine Zweifel, dass der Muse ein absolut konkurrenzfähiges Produkt ist. Interessant wäre halt zu wissen, wie er sich im Vergleich schlägt.



FraKtiv hat geschrieben:Sie bauen eine eigene Web-basierte Steuerung des Streamers als Ergänzung der bisherigen Funktionalität (also das, was man bei Auralic sehnsüchtig erwartet). Für dedizierte Smartphone-Apps werden die gar keine Kapazität haben; da wird vermutlich weiterhin auf iPeng & Co gesetzt (ist aber nur eine Vermutung meinerseits).

Der Server ist und bleibt ein LMS, der bekanntermaßen nur noch von einer kleinen Community weiter entwickelt wird.


Hallo Frank,
"was man bei Auralic sehnsüchtig erwartet" und mich als Androidianer haben Abstand von den Geräten nehmen lassen. :cry: Das dauerte mir wirklich zu lang. Kann immer noch nicht verstehen, wie man nur Apple-Jünger bedienen kann. Ich finds jedenfalls gut, dass da bei Innuos andere Prioritäten gesetzt werden.
Was an einem LMS nun so schlimm sein soll erschließt sich mir nicht. Nicht jeder braucht und will die Roon-Vielfalt, aber wer sie haben will bekommt ja auch die.

Beste Grüße
Dirk
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Beitragvon h0e » 03.11.2017, 16:38

Hallo Dirk,
was ist das Problem der OneManShow?
Beim Muse handelt sich eigentlich um einen PC.
Die Hardware wurde entsprechend ausgesucht.
Wenn Du lieber irgendeinen Käse eines Massenherstellers kaufst,
der dann nach einem Jahr den Support einstellt, weil er einen neues Model hast.
Das ist natürlich Deine Entscheidung.
Und nochmal, vergleichen muss man schon selbst.
Mit eigenen Ohren und am besten auch in der eigenen Kette.
Dann kann man hören und sehen, ob alles so ist, wie man das haben möchte.

Meine Erfahrugen mit LMS sind eher negativ.
Die Bedienung hat mich eigentlich nur gelandweilt.
Lahm, ruckelig, optisch nicht ansprechend,...
Da lobe ich mir meinen Linn.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon FraKtiv » 03.11.2017, 16:58

Hallo,

sledge hat geschrieben:Was an einem LMS nun so schlimm sein soll erschließt sich mir nicht.


Nein, da ist nichts Schlimmes dran. Es ging ja irgendwie darum, ob ein Hardwarehersteller nun auch seine eigene Software mitbringt oder auf "fremde" Software setzt. Innuos und artistic fidelity setzen eben auf Fremdsoftware, andere wie Auralic bauen alles selbst und kommen da mitunter nicht nach (Stichwort Android).

Kritisch wird's halt bei "alten" Systemen wie dem LMS, wenn Dinge nicht mehr weiterentwickelt werden (können). So war bspw. der Spotify-Support beim LMS gefährdet; meines Wissens nach konnte man das Problem wohl aber lösen.

Ich persönlich fand einen LMS immer toll; insbesondere mit einer Squeezebox Touch. Und das, was die Innuos-Jungs bauen wollen, gibt es ja auch schon (gratis); heißt Daphile 8)

Viele Grüße,
Frank
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Beitragvon sledge » 03.11.2017, 17:33

h0e hat geschrieben:was ist das Problem der OneManShow?


Hallo Jürgen,
Das Risiko besteht darin, dass wenn der entscheidende Mann ausfällt (was ihm keiner wünscht) es eben keinen Support mehr gibt. Das mag unwahrscheinlich sein. Ist aber für mich, bei solchen Summen nicht gänzlich ausser Acht zu lassen


h0e hat geschrieben:Wenn Du lieber irgendeinen Käse eines Massenherstellers kaufst,
der dann nach einem Jahr den Support einstellt, weil er einen neues Model hast.
Das ist natürlich Deine Entscheidung.


:roll:
Ich bin dann hier raus.

Gruß
Dirk
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Beitragvon grobian.gans » 03.11.2017, 18:39

Hallo,

die Software-Schiene ist wirklich nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst kann man die Roon-Software nur per Jahres-Abo, oder eben für einen ziemlich deutlichen Preis auf Lebenszeit mieten. Dadurch hat der Hersteller die finanziellen Mittel um die SW weiter zu entwickeln. Auch JRiver bringt jedes Jahr ein Update heraus, meist ohne große Änderungen, aber sicher mit dem Gedanken, an Geld zu kommen :wink:

Ich habe anfänglich den Twonky Server verwendet, der bei meiner QNAP kostenlos mit in der Distribution dabei war. Ab irgendeinem Firmware-Update wurde der Server dann nicht mehr unterstützt. Abhilfe brachte nur der Kauf des Twonky. Aber das kann auch schiefgehen.

Selbstverständlich kann ein kleiner Hersteller keine eigene Software entwickeln. Das schaffen ja nicht mal die Großen der Branche richtig. Trotzdem würde ich persönlich ab einem gewissen Kaufpreis genauer hinsehen.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon h0e » 03.11.2017, 20:14

sledge hat geschrieben: :roll:
Ich bin dann hier raus.

Gruß
Dirk


Wieso?
Du hast das Fass doch aufgemacht.
Cocktail Audio hat z.B. beim kleinen Streamer nach erscheinen des Nachfolgers den Support des alten eingestellt, bei T+A gibt es ähnliches zu berichten, Mufi supportet den Click auch nicht mehr,...
Das sind jetzt die Großen.
Ralfs Muse ist jedoch ein PC, da kannst Du mit IT Sachverstand machen, was Du willst/kannst,
die Hardware kann jeder Radio und Fernsehtechniker reparieren.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon beltane » 05.11.2017, 18:09

Hallo zusammen,

ich finde, es laufen hier einige Aspekte etwas quer.

Ganz grundsätzlich ist natürlich eine 1 Mann Firma aus Käufersicht stärker risikobehaftet. Das betrifft aber aus meiner Sicht nicht die Produktqualität oder Nachhaltigkeit der Produktpflege - hier rechne ich sogar eher mit einem nachhaltigeren Verhalten des Herstellers. Denn wenn eine kleine Firma die eigenen Kunden durch nicht wahrgenommene Produktpflege und -Entwicklung verprellt, wird sie sehr schnell vom Markt verschwinden. Das größere Risiko sehe ich hier in Gefahren wie Insolvenz oder Ausfall des Inhabers durch Krankheit etc. In diesem Moment wird dann ganz einfach der Geschäftsbetrieb eingestellt werden müssen und im besten Fall erhält man dann noch Garantie/Gewährleistung (wie im Fall des Herstellers passiver Lautsprecher ASW).

Wie Jürgen aber treffend beschreibt, bedeutet die Größe eines Unternehmens nicht automatisch nachhaltige Softwarepflege. Ich habe das selber bei Teac mit meinem ersten Streamingsystem erlebt. Jürgen hat weitere Fälle aufgeführt. Sobald in der Unterhaltungselektronik Software zum Einsatz kommt, die Schnittstellen zu anderen Komponenten der Anlage bildet, ist man dem Wohl und Wehe des Herstellers ausgeliefert. (Datenformate, physikalische Schnittstellen wie USB, Treiber und Betriebssystemversionen......).

Diese Abhängigkeit steigt umso mehr, wenn man ein All In One Gerät verwendet - also Datenspeicher/Library, Rippingsystem, Renderer von einem Hersteller und am besten auch noch dessen Control Point SW für mobile Endgeräte. Ist zwar erst einmal einfach, weil man selber kaum etwas installieren muss und die Installation selbst auch reibungslos funktioniert - mir war das aber immer zu heikel. Und bei der Geschwindigkeit des technischen Fortschritts im digitalen Bereich kann es ganz schnell zu Inkompatibilitäten bei nicht ausreichender SW Pflege kommen.

Habe deswegen alle Komponenten getrennt und setze komplett auf allgemeine Standardsoftware. (Foobar, dbPoweramp, JPlay, separates NAS mit Twonkey). Wird irgendeine Komponente vom Hersteller nicht mehr unterstützt, kann ich sie problemlos austauschen. Und diesem Ansatz kommt der Muse relativ nahe. Und beim Afi USB habe ich mich aufgrund der besonderen Klangqualität sehr bewusst für eine kleine Firma entschieden. Sollte der Fall eintreten (was ich nicht hoffe und Ralf K. wünsche ich nur das Beste), dass dieses Gerät einen Defekt bekommt und Acousense nicht mehr besteht, muss ich auf alternative Lösungen ausweichen. Ich muss aber nicht meine gesamte Streaminglösung tauschen.

Oder man findet alternativ einen nachhaltigen (ggf. mittelgroßen) Hersteller, dem man vertraut und bei dem sein Verhalten in der Vergangenheit die Nachhaltigkeit bewiesen hat - z.B. Abacus.

Viele Grüße

Frank
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