LINUX-Naivität

Musikwiedergabe über PC und Mac

LINUX-Naivität

Beitragvon KlauDi » 07.09.2017, 16:05

Ein herzliches HALLOHO an die engagierte und kompetente Foristengemeinschaft.
Nach langer, (noch) nicht ganz überstandener Krankheit, mein linkes Ohr betreffend :oops: , melde ich mich hier zurück. Nachdem ich nun lange nicht mehr meinem Hobby Musik (und HiFi) nachgehen konnte, habe ich mir gerade einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir einen neuen DAC zugelegt.
Es wurde der Audiobyte ‚Black Dragon‘. Beim ersten Probehören fiel mir sofort auf, dass auf dem Display des DAC zwar die Abtastrate ‚44K‘ bei gerippten CD-Files angezeigt wurde, bei höher aufgelösten HighRes Dateien aber nur max. ‚48K‘ !? :roll:
Ich nutze auf zwei Laptops ausschließlich LINUX-Ubuntu für das Speichern und abspielen meiner Musikdateien. Soll doch unter LINUX alles viel einfacher (ohne extra Treiber) und auch klanglich besser sein als unter Windows!?
Ganz so ist es aber dann wohl doch nicht und ich musste feststellen, dass ich jahrelang ziemlich NAIV geglaubt hatte, ich höre auch über meinen alten DAC (NuForce) bis 96Khz aufgelöstes Musik Material. Habe zugegebener weise keine verifizierbaren Unterschiede zwischen Flac 44,2 und 96Khz heraushören können. Dies war der treibende Wunsch mich hardwareseitig zu verbessern.
Dies war aber mit dem bloßen Austausch der Geräte nicht zu erreichen. Ein verunsicherter Anruf bei Tom Habke (Vertrieb Audiobyte) sollte mich weiterbringen. Herr Habke meinte, ich sei bisher der erste Kunde, der nicht mit Windows und ohne speziellen Server (auf denen auch LINUX läuft), nur mit einem LINUX-Laptop Musik hört. Er hat mich dann telefonisch an einen Fachmann für IT, Musikserver vermittelt. Dieser hat dann in mehrstündiger Session am Telefon per „TEAMVIEW“ meinen einen Laptop ‚gepimpt‘. Es hat mit mehreren M-Playern zwar nicht funktioniert, aber mit AUDACIUS kann ich jetzt wenigstens PCM bis 192 Khz abspielen und bekomme dies auch vom Dragon angezeigt.
Finalemente habe ich aber den ‚Guten Rat‘ bekommen mir einen Musikserver zuzulegen. Mit einem solchen wären nicht nur die technischen Probleme (Begrenzung) kein Thema mehr; auch würde sich die Klangqualität noch mal deutlich steigern lassen. Mag ja so sein, wollte ich mir doch eigentlich mit bescheidenem Budget und auch so wenig wie möglichen Geräten neuen MusikGenuss verschaffen!?
Tja, naiv eben.
Ich habe zwar schon sehr viel zum Thema gelesen, auch hier im Forum, aber ich kann mich nicht erinnern schon einmal etwas über die Linux-systembedingte Beschränkung der Taktrate von 48K gehört oder gelesen zu haben. OK, wer ‚nur‘ gerippte CD’s hört, für den stellen sich diese Fragen nicht und alles ist easy. Aber gibt es hier im Forum Leute, die auch diese Erfahrung respektive diesen Lernprozess machen mussten?
Ich überlege jetzt, mir selbst eine kleinen Rechner mit Debian-Linux so zu konfigurieren, dass er nur für das Rippen und Wiedergeben von Music Files zuständig ist. Es gibt dafür im Netz ja auch Anleitungen, z.B. 24Bit96.de. Ein Musikserver ist ja im wesentlichen auch nix anderes als ein PC, oder?
Über ein Feetback aus dem Forum würde ich mich sehr freuen.
klauDi
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Beitragvon h0e » 07.09.2017, 16:58

Hallo <WieauchimmerDuheißt>,

die einfachste Variante stellen eigentlich immer fertige Distibutionen da, wie z.B. Daphile.
Die Frage ist aber auch, ob Du nicht Datenhaltung und Abspielen trennen solltest,
das ist in aller Regel klanglich sehr förderlich.
Deshalb nutzen sehr viele ein NAS zur Datenhaltung und ein weiteres Gerät zum Abspielen,
egal ob das nun ein PC oder Streamer ist.

Grüsse Jürgen

PS: Wilkommen zurück an Board
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Beitragvon huscape » 07.09.2017, 19:36

Lieber klauDi,
die von Dir beobachtete Eigenschaft kann verschiedene Ursachen haben. Am wahrscheinlichsten halte ich die Möglichkeit, dass Du über Pulse-Audio auf den ALSA Layer deines Linux-Systems zugreifst.
Schau mal in: http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=30&t=6394

Dort sind für Dich die beiden Abschnitte "disable pulse audio" und "Alsa Konfiguration (nicht für Firewire Devices)" evtl. für Dich von Interesse.

Lieber Gruss, hu
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