Horbach-Keele - Lobing-Kompromiss im Hochtonbereich?

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon FoLLgoTT » 13.11.2017, 21:17

Hallo Simon,
hier ist unserer aktuelles Konzept als Wandeinbau realisiert. Der Hochtöner ist ein AMT und damit ein Linienstrahler. Das Abstrahlverhalten ist hier zu sehen. Die vertikalen Nebenkeulen sind in der freistehenden Version laut BEM-Simulation nicht vorhanden.

Als Filter kommen hier phasenlinearisierte LR24 zum Einsatz. Mit Horbach-Keele sieht es aber laut BEM-Simulation auch nicht viel besser aus.

Gruß
Nils
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Beitragvon dietert » 14.11.2017, 16:37

Hallo Matthias,

um es nicht zu vergessen: Eine vernünftige Einführung zu Endstufen mit Stromausgang findet man bei Rod Elliott:

http://sound.whsites.net/project56.htm

Dort am Ende auch eine Quellenangabe "Klirrreduzierung durch Stromsteuerung."

"First Watt F4" kannte ich nicht, habe ich mir angesehen, soweit ich verstehe nicht ernst zu nehmen. Soweit ich weiß, arbeiten Schanks Audio Lautsprecher im Hochtonbereich mit Stromsteuerung, vielleicht kann man dort fragen.

Diese Technologie gab es übrigens auch schon in Passivboxen (ohmsche Widerstände in der Zuleitung zum Hochtöner), ist aber viel eleganter in einem Aktivlautsprecher.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon Matty » 15.11.2017, 20:46

Hallo Dieter,

danke für die Antwort.

"First Watt F4" kannte ich nicht, habe ich mir angesehen, soweit ich verstehe nicht ernst zu nehmen.


Kannst Du das begründen?

Soweit ich weiß, arbeiten Schanks Audio Lautsprecher im Hochtonbereich mit Stromsteuerung, vielleicht kann man dort fragen.


Da würde ich mich über eine Bestätigung und evtl. genauere Erläuterung des Herstellers hier sehr freuen :D


Das Thema 'Stromsteuerung wurde auch kürzlich in einem anderen Forum angesprochen.

Hier wurde u.a. auch folgender Link gepostet:

https://www.current-drive.info/9

Diese Technologie gab es übrigens auch schon in Passivboxen (ohmsche Widerstände in der Zuleitung zum Hochtöner), ist aber viel eleganter in einem Aktivlautsprecher.


Ist das dann nicht aber ziemlich ineffizient?

Grüße
Matthias
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Beitragvon Hans-Martin » 15.11.2017, 21:24

Matty hat geschrieben:
Diese Technologie gab es übrigens auch schon in Passivboxen (ohmsche Widerstände in der Zuleitung zum Hochtöner), ist aber viel eleganter in einem Aktivlautsprecher.


Ist das dann nicht aber ziemlich ineffizient?

Hallo Matthias,
es ist vor allem umstritten, weil der Vorwiderstand sich durch Erwärmung erhöht und man als Folge Kompression erwartet. Auch überlagert sich anteilig (abhängig vom Vorwiderstand) die Impedanzkurve des HT über den FG.

Gert(Fortepianus) hat das Strom-Gegenkopplungsprinzip und die damit verbundenen Schwierigkeiten hier im Forum schon vor einigen Jahren ausführlich beschrieben.
ich meine, ein Verstärker mit einem negativen Innenwiderstand ist noch etwas anderes als nur ein Vorwiderstand.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon KSTR » 15.11.2017, 22:02

Hans-Martin hat geschrieben:es ist vor allem umstritten, weil der Vorwiderstand sich durch Erwärmung erhöht und man als Folge Kompression erwartet.
Nee, gerade Drahtwiderstände haben vernachlässigbaren Temperaturkoeffizient, vor allem ggü dem Kupfer einer Schwingspule oder dem Alu eines AMT, genau deshalb funktioniert es ja auch so gut (wenn man die Leistung zum Verbraten übrig hat) : Der Strom wird weniger temperaturabhängig und die elektrische Dämpfung (falls relevant) wird auch weniger und weniger temperaturabhängig, genau das also was man ereichen will mit hochohmigem Antrieb, und in der Folge auch meist weniger Klirr.

Hans-Martin hat geschrieben:ich meine, ein Verstärker mit einem negativen Innenwiderstand ist noch etwas anderes als nur ein Vorwiderstand.
Ja, es ist ein negativer Vorwiderstand ;-]
Beim reinen Stromantrieb will man einen, äh, positiven Ausgangswiderstand >> Chassisimpedanz.
Negativer Ausgangswiderstand macht genau des Gegenteil vom Stromantrieb, es reduziert die elektrische Güte und zwingt das Chassis mehr in eine leider unsolide Geschwindigkeits-Selbstregelung, und unsolide auch deshalb weil sich jede Schwingspulenerwärmung nun noch viel stärker auswirkt als eh schon.
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Beitragvon Hans-Martin » 15.11.2017, 22:47

Hallo Klaus,
Danke für die Korrektur.
Ich habe beim ersten Zitat bewusst vorsichtig formuliert, weil ich die Meinung nicht teile, dass ein Vorwiderstand am Hochtöner eine hörbare Kompression bewirkt, aber das wurde hier schon geschrieben, nur nicht von mir.
Zum Thema negativer Innenwiderstand hätte ich mich auf den Begriff Stromgegenkopplung beschränken sollen.
Ich oute mich da als mit geringer Lernfähigkeit mangels angewandter Praxis, wie dieser Beitrag und die darauf folgende Antwort von Charles im Nachhinein zeigt.
Grüße Hans-Martin
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