Netzkabel

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Hans-Martin » 05.06.2015, 12:55

uli.brueggemann hat geschrieben:PS: Hans-Martin war schneller

Telegrammstil lässt dafür Details offen..
Wie man den Knotenpunkt gestaltet, ist der heikle Aspekt, schrauben, quetschen, (Löten ist eigentlich tabu)...
Grüsse Hans-Martin
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Beitragvon rolodex » 05.06.2015, 15:07

Hallo Hans-Martin, hallo Uli,

ich glaube, ich habe verstanden (trotz gerade genossener Edbeerbowle). :mrgreen:
Da ich ja immer noch plane, mir im Keller unseres Hauses einen Musikzimmer einzurichten, bin ich für solche Tipps natürlich dankbar. Zumal die zuführende Leitung vom Zähler noch verlegt werden muss. Die Ausführung überlasse ich dem Elektriker meines Vertrauens. Bin schon auf sein Gesicht gespannt wenn ich ihm diese Detaillösung erkläre. Mit HiFi hat er nämlich nichts am Hut. Aber dafür hat er mir den Billardtisch abgenommen, der dem geplanten Musikzimmer ziemlich im Wege stand. :D
Nochmals Danke und ein schönes Wochenende

Gerd
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Beitragvon Hans-Martin » 05.06.2015, 21:40

Hallo Gerd
wenn er dir eine extra Leitung legt, lass ihn auch eine Schmelzsicherung (vielleicht Neozed) einsetzen, anstelle eines Automaten.
Am Ende der Leitung eine Herdanschlussdose und eine Doppelsteckdose, dann hast du alle Optionen offen.
Die Doppelsteckdose lässt die Möglichkeit, Analognetzteil-versorgte Geräte mit der einen, Schaltnetzteile mit der anderen Unterverteilung zu entkoppeln.
Die Herdanschlussdose vermeidet die Verluste zwischen Steckdose und Stecker und reduziert sie auf eine Klemmung.
Weniger geht kaum. Ob der Hersteller des jeweiligen Gerätes mit so wenig Verlusten bei der Versorgung gerechnet hat, ist ein anderes Thema. Eventuell hat er seine Netzteilauslegung auf einen anderen Vorwiderstand der Stromversorgung gerechnet.
Das Minimum ist schon mal vorgezeichnet (mit 3x 2,5qmm Querschnitt zwischen Sicherung und Raum -5x1,5qmm hat den Nachteil, dass der Schutzerdequerschnitt sich nicht mit jeweils 2 x 1,5qmm parallel sich nicht mit VDE verträgt, der Elektriker das ablehnen muss).
Viel Spaß beim Experimentieren!
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon THWO » 06.06.2015, 01:06

Hätte es dann nicht auch eine gewisse Konsequenz, die Kaltgerätebuchsen (Übergangswiderstände auf beiden Seiten) in den einzelnen Geräten auszubauen und die Kabel direkt in die "Abnehmer" einzubringen?

Hatten wir alles schon einmal ... gaaanz früher ...

Gruß,
Till
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Beitragvon Hans-Martin » 06.06.2015, 06:01

Hallo Till
Ich finde das eindeutig hörbar bei CD-Playern ohne Netzfilter, hingegen bei Verstärkern mit ihren überdimensionierten Netzteilen kaum wahrnehmbar. Bei Zimmerlautstärke nutzt man weniger als 1% der möglichen Leistung.
Irgendwie muss man ein Gerät vom Netz auch völlig trennen können, z.B. bei Gewitter
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon rolodex » 06.06.2015, 16:01

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo Gerd
wenn er dir eine extra Leitung legt, lass ihn auch eine Schmelzsicherung (vielleicht Neozed) einsetzen, anstelle eines Automaten.
Am Ende der Leitung eine Herdanschlussdose und eine Doppelsteckdose, dann hast du alle Optionen offen.
Die Doppelsteckdose lässt die Möglichkeit, Analognetzteil-versorgte Geräte mit der einen, Schaltnetzteile mit der anderen Unterverteilung zu entkoppeln.
Die Herdanschlussdose vermeidet die Verluste zwischen Steckdose und Stecker und reduziert sie auf eine Klemmung.
Weniger geht kaum. Ob der Hersteller des jeweiligen Gerätes mit so wenig Verlusten bei der Versorgung gerechnet hat, ist ein anderes Thema. Eventuell hat er seine Netzteilauslegung auf einen anderen Vorwiderstand der Stromversorgung gerechnet.
Das Minimum ist schon mal vorgezeichnet (mit 3x 2,5qmm Querschnitt zwischen Sicherung und Raum -5x1,5qmm hat den Nachteil, dass der Schutzerdequerschnitt sich nicht mit jeweils 2 x 1,5qmm parallel sich nicht mit VDE verträgt, der Elektriker das ablehnen muss).
Viel Spaß beim Experimentieren!

Grüße Hans-Martin


Hallo Hans-Martin,

Schmelzsicherung und Kabelquerschnitt sind/waren klar, Doppelsteckdose ebenfalls. Und nach reiflicher Überlegung finde ich die Idee mit der Herdanschlussdose ebenfalls überzeugend. Von dieser in den Knotenpunkt und von diesem dann in die Geräte mit den Kaltgerätebuchsen. Es sei denn, da steht der VDE davor.

Gruß
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Beitragvon Zwodoppelvier » 07.06.2015, 09:28

Hallo Hans-Martin,
Hallo Till,

den Einwand bzl. Kaltegerätestecker-/buchsen würde ich ebenfalls als gerechtfertigt einschätzen.
Mir selbst sind schon früher derartige Verbindungen als nicht besonders zuverlässig aufgefallen - dann gab es kürzlich im Nachbarforum (OEF) diesen Faden.
Mich hat dies bestärkt, bei meinen Eigenbauten oder zu überarbeitenden Gebrauchtgeräten konsequent die Kabel durch eine PG-Verschraubung ins Innere zu führen und dort fest anzulöten oder in Schraubklemmen zu fixieren. Nebenbei ist diese Lösung auch leichter umsetzbar und kostengünstiger.
Die gewünschte Trennbarkeit vom Netz ist am anderen Ende via Schukostecker ohnehin gegeben.

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon Hans-Martin » 07.06.2015, 10:50

Hallo Eberhard,
ob Netzstecker in der Steckdosenleiste und individuelle Netzkabel am Gerät fest angeschlossen, oder homogene Netzspinne mit Kaltgerätekupplungen an gleichlangen Kabeln, am Gerät (unveränderter Werkszustand) abnehmbar, in beiden bleibt eine Trennmöglichkeit.
Die Frage ist, was besser klingt.
Ich habe mich für die zweite Lösung entschieden.
Man kann natürlich die Netzverteilung am empfindlichsten Gerät fest verbinden, sofern ein Schukostecker in der Wandsteckdose herausgezogen werden kann. Die Herdanschlussdose vermeidet im gemeinsam geteilten Stromweg weitere Verluste, dann müssen alle Geräte trennbar an der Kaltgeräte-Verbindung sein. Das fand ich letztlich in der Summe aller Eigenschaften am überzeugendsten.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Radiohörer » 08.06.2015, 22:21

Hallo,
Wie realisiert ihr die Klemmleiste bzw. die Verteilung? Was nimmt ihr als Leiste, welches Gehäuse bzw. wie befestigt ihr darin alles?
Bilder von euren Lösungen und/oder Links zu Angeboten wären sehr hilfreich.
Danke und Grüße
Balazs
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Beitragvon Radiohörer » 21.09.2015, 23:26

Hallo,
Ich komme nochmal auf diese Frage zurück.
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Beitragvon chriss0212 » 01.04.2016, 09:45

Hallo an alle Forenten ;)

als bekennendes Holzohr habe ich ja bisher gerade im Bereich netzkabeln nicht an wirkliche Veränderungen geglaubt habe wurde aber gestern eines besseren belehrt ;)

Gestern haben wir (Michael und Wasfi) einen kleinen Hörabend bei mir gemacht. Michael hat mir ein HMS Netzkabel zum testen geliehen... ich hatte es auch mal im Vorfeld kurz mit einem Lied gehört... aber anscheinend mit falscher Musikauswahl. Wir haben dann gestern noch einmal gemeinsam den versuch gemacht und zwischen einen etwas besseren Netzkabel als einer Beipackstrippe und dem HMS verglichen... und ich wollte es nicht glauben aber da war wirklich ein deutlicher Unterschied zu hören. Die mitten waren anders... der Bass konturierter...wollte ich nicht wahrhaben aber selbst nach mehrfachem Umstecken war der Unterschied nicht zu leugnen. Da mir das Kabel aber zu teuer ist... und ich ja als Bastelfuchs verschrien bin dachte ich mir... ich probiere mal was ;)
Rasch in den Keller marschiert und ein 5*2,5mm² NYM geholt. Ab isoliert, geflochten Stecker dran uns los geht's. Und ich bin baff.. auch hier ein Unterschied! ob ich es in meiner Kette jetzt besser finde weiß ich noch nicht. Es klingt etwas heller... löst glaube ich auch etwas besser oben herum auf aber ich konnte noch nicht ausgiebig testen. das kommt in den nächsten Tagen und ich werde berichten

Hier noch ein kleine Foto von meinem ersten Flechtwerk ;)

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Viele Grüsse

Christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 01.04.2016, 09:56

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Beitragvon chriss0212 » 01.04.2016, 10:23

Hallo Uli,

danke für den Link... kannte ich noch nicht ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Twity » 01.04.2016, 20:42

Hallo,

hab hier was gefunden und begierig durchgelesen

ein Interview mit Herrn Strassner von HMS Elektronik

Alles Voodoo oder was Teil 1

Alles Voodoo oder was Teil 2

Alles Voodoo oder was Teil 3

sehr interessant

Grüße und schönes Wochenende
Wasfi
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Beitragvon SolidCore » 01.04.2016, 21:45

Hallo Christian

Super, das du Unterschiede bei Netzkabeln erkannt hast. Und gleich mit einer Eigenkreation versuche gestartet hast. Genau so habe ich vor sehr vielen Jahren angefangen.
Einzig dein Bericht, das deine verflochtenen 3x 2,5mm² heller klingen verwundert mich doch sehr. Ist es SolidCore Einzelader starr oder Litze? Bei Litze gebe ich dir Recht.
Und damit du am Ball bleibst, gebe ich dir den tip mit auf den Weg, das die Flechttechnik auf dem Bild zwar schön aussieht, aber doch verfärbt klingt. Versuche mal andere Anordnungen, und du wunderst dich nur noch, wie verschiedenen das gleiche Kabel doch klingen kann. Die Begründung liegt in der Induktivität und Kapazität,
die du beeinflusst.Falls du Litze verwendet hast, versuch mal Solidcore Starre Leitung 1,5² doppelt zu nehmen, du gewinnst sofort Kraft, Druck, Abbildung. Interessant ist auch der Klangunterschied, wenn du statt einer Schutzerde 2 Adern nimmst. Trotzdem wirst du mit der NYM-Schnur nie zu dem Ergebnis des HMS kommen. Doch für die Pfennigbeträge toppst du jedes Beipackkabel schonmal mühelos.

Gruss
Stephan
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