Aktiv-Passiv-Hybridfilter

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Schöngeist » 03.08.2015, 13:41

Hallo,

ich habe vor Jahren sehr gute Erfahrungen mit passiven Filterelementen zwischen Vorstufe und Endstufen gemacht. Vorgeschlagen hatte das mal Holger Stein (Steinmusic). Aufgrund der hohen Impedanzen braucht man allerdings hohe Induktivitäten im Henry-Bereich, dafür aber nur sehr kleine Kapazitäten. Mit entsprechenden hochwertigen Präzisionswiderständen lässt sich damit eine klassische passive Weiche aufbauen, allerdings nicht zwischen Endstufe und Box. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wie bei aktiven Weichen ist kein Bauteil zwischen Verstärker und Box. Keine zusätzlichen Störquellen über das Netz bzw. Netzteil. Allerdings hat das alles nichts mit digitalen Filtern zu tun.

Gruß Alfons
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Beitragvon Daihedz » 03.08.2015, 20:22

Hallo Forenten

Folgende Frage mal in die Runde:

In Sachen Reduktion von PreRinging habe ich eingangs bewusst sehr vorsichtig formuliert

Daihedz hat geschrieben:... der Rest erledigt DSP, möglicherweise mit dem Vorteil eines minimierten PreRingings im Falle eines Linearphasigen Filters. ...

Ob dies tatsächlich der Fall ist, hat sich aus der Diskussion aus meinem Ermessen noch nicht eindeutig ergeben.

Es könnte ja sein, dass das PreRinging ein obligater Artefakt, resp. eine (unerwünschte) Funktion der Gesamtcharakteristik eines gegebenen Filterstyps ist. Ganz unabhängig davon, wie er aufgebaut ist. Dann könnten beliebige Passiv-Aktiv-Filterstufen gesetzt werden, und das PreRinging bliebe, der Physik gehorchend, unverändert.

Wenn es jedoch so wäre, dass die Intensität des PreRinging ausschliesslich in Abhängigkeit von der "Korrekturstärke" der LinPhase-Filterstufe auftreten würde, dann könnte es tatsächlich Sinn machen, nebst einer "praktisch arbeitslosen" LinPhase-Filterstufe "anderswo" eine möglichst genaue Amplitudencharakteristik einzustellen. Anderswo, wo weniger oder vielleicht sogar gar kein PreRinging produziert wird.

???

Klärung-heischende grüsse
Simon
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Beitragvon cay-uwe » 04.08.2015, 06:10

Ich finde dies eine sehr interessante Diskussion und es freut mich, dass ich durch meine Posts über die Extremi mal der Auslöser dazu war :wink:

Wie ich bereits schrieb, war bei mir die Entscheidung aufgrund von dem Gehörten, also rein subjektiver Art. Ich habe mich weniger um die Ursachen dafür gekümmert, aber schon einige Male diese Art von Hybridfilter benutzt habe, mit passiv beschalteten Hochtöner und praktisch immer mit ähnlichen Ergebnis. Vielen Interessenten habe ich solche Konstrukte schon vorgeführt und vielen hat gefallen, dass bei der passiven Beschaltung kein Rauschen mehr vorhanden war, selbst wenn es aktiviert am Hörplatz nicht vernehmbar war. Allerdings, je nach Hörpräferenz hat sich keine eindeutige Tendenz ergeben, was nun "besser" ist. Es ist sogar soweit gekommen, dass zum Teil ein und den selbe Interessent für bestimmte Musikstücke die passive Beschaltung bevorzugt hat, für andere die aktive Version.

Einzig bei den AMTs ( bei mir Mundorf ) ist mir der Klangunterschied etwas geringer ausgefallen, soll heißen, dass dieser Hochtöner sowohl passiv oder aktiv beschaltet mir immer gut gefallen hat, wie auch vielen Interessenten.

Auch habe ich festgestellt, dass die verwendete Endstufe durchaus auch eine Einfluß auf den Klangcharakteristik haben kann und ich mittlerweile aus diesen Grund gerne die ICEpower 125ASX2 benutze, die mir klanglich etwas "wärmer" vorkommt als viele andere Endstufen auf dem Markt.

Wie gesagt, bei mir eine rein subjektive Entscheidung, die sich mit der Meinung einiger Testpersonen bei mir deckt :wink:
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Beitragvon dietert » 21.11.2016, 10:54

Anmerkung:
Der von mir gepostete Link zur Seite von Rod Elliott muss nun lauten:
http://sound.whsites.net/project56.htm

Grüße,
Dieter T.
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