Restauration BM Delta

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Herbi » 04.06.2016, 17:16

wgh52 hat geschrieben:Herbi,

ich stürze gerade in tiefe Verwirrung ob Deiner Erklärung :oops:

Falls Du noch Lust auf weitere Klärungsversuche hast, bevor Du die Teile zurückschickst, fotografiere doch mal die alten Elkos als Vergleich zu den neuen und die Platine (Ober- und Unterseite) dazu, damit man das mal richtig sieht. 8)

Gruß,
Winfried

3788

Hab PN geschickt, links neben dem Elko siehst Du die Anschlüsse, Platine von Bestückungsseite kann ich nicht fotografieren. Hab nochmal die Beschriftung des Elkos verglichen. Rechts ist immer Plus mit einem Anschluss, links alles Minus.
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Beitragvon wgh52 » 04.06.2016, 19:06

Hallo Herbi,

Hab Dir ein editiertes Bild per PN zurückgeschickt. :cheers:

Leider hab ich damals beim Omega Elkos Wechseln keine Fotos gemacht, sonst wär' das noch klarer :roll:

Viel Erfolg!
Gruß,
Winfried

3789
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Beitragvon Herbi » 06.06.2016, 06:44

Hallo Winfried,
Hab gestern noch die Elkos anders eingesetzt, Pin gegenüber von 2, dass müsste die 1 sein, auf Plus, bin mir jetzt sicher, dass die richtig drin sind. Pin 2 und 3 sind tot haben keinen Kontakt zu irgendwas, nur mech. Befestigung. Das sind schon "blöde" Elkos, Italienzeugs. Ich muss die ja quasi blind einsetzen. Und dann ist die Beschriftung immer an anderer Stelle auf dem Elko, dass heißt, daran kann man sich nicht orientieren, und einen Streifen für Minuspol gibt`s auch nicht, was die Norddeutschen da wieder eingekauft haben?! Die Relais bekommen immer noch zu wenig Spannung, schalten wild hin und her. Ich muss mal sehen, von welcher Spannungsquelle die angesteuert werden und mal bei der guten Box messen, welche Spannung da anliegen soll, wahrscheinlich 12V und nicht 8V wie es jetzt ist. Da ist noch was faul.
Kann jetzt etwas dauern, da ich keinen Schaltplan vom Netzteil habe, muss also anhand von Leiterbahnverfolgung mal sehen, was da Sache ist. Auf der Netzteilplatine gibts ja 2 Spannungsversorgungen bzw 2 Gleichrichter, weiß nicht, was da genau gemacht wird und welche Spannung wofür ist.
Schaltplan hast Du nicht davon, oder?
Hätte nicht gedacht, dass mir der Umbau so viel Ärger macht, aber das wird schon. Wenn die Relais immer schalten, kann ich ja auch die Versorgungsspannung nicht messen.
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Beitragvon Hans-Martin » 06.06.2016, 09:11

Herbi hat geschrieben:Habe erste Ergebnisse, die Versorgungsspannung passt nicht, bei der guten Box +- 37.5V Bei der Brummbox
+- 31,2V. Muss mal schauen, was für Brummspannung da drauf ist Kann doch nicht sein, dass die neuen Elkos defekt sind?

Hallo Herbi,
da ich weder über Details der Schaltung noch über die Bestellnummer der Elkos verfüge, kann ich dir nur allgemeine Ratschläge geben:
Ein Brückengleichrichter mit 1 defekten Diodenstrecke verursacht mehr Brummspannung auf einer Betriebsspannung als auf der anderen, und Unsymmetrie in der Versorgung der Endstufen. Das könnte hier der Fall sein, zumal auch die Betriebsspannung niedriger ist. Manche Trafos brummen dann auch mehr wegen der Unbalance der Last.
Ein alter defekter Elko kann den Defekt verursacht haben, oder der defekte Gleichrichter hat den Elko beschleunigt altern lassen. Aber hat die Box vor dem Umbau gebrummt?

Wenn Pin - eindeutig gekennzeichnet ist, sollte man sich darauf verlasssen können, Elkos mit mehreren Pins können intern mehrere Elkos beherbergen, deren gemeinsames Minus aber getrennte Plus erlaubt, Widerstände oder Drosseln zwischenzuschalten, um eine bessere Filterung/Glättung zu erzielen.
Mit einem Ohmmeter kann man prüfen, ob 1-3 untereinander direkt verbunden sind, oder ob sich nach gewisser Zeit die Elkos aufladen und das Ohmmeter keinen Kurzen mehr zeigt, das wäre bei intern getrennten Elkos der Fall und sollte per Aufdruck gekennzeichnet sein.
Es gibt auch Elkos mit mehreren Pins, die nicht intern angeschlossen sind, sondern nur der Befestigung dienen.

Als wahrscheinlicher schätze ich ein, dass ein Kurzschluss beim Elkotausch den Gleichrichter beschädigt hat, bei den alten Elkos war 1 Pin pos, die anderen 4 auf minus gelegt. Bei den italienischen Elkos ist nur 1 Pin negativ, die anderen 3 wohl positiv, da muss man eigentlich die Leiterplatte durch Freischneiden anpassen.
Falsch gepolt aufgeladen kann er einem sonst um die Ohren fliegen, das war offenbar nicht der Fall.
Mit einem Oszilloskop kommt man der Ursache schnell näher, indem man die Betriebsspannungen vergleicht, eine fehlende Halbwelle sieht man sofort.
Vielleicht helfen meine Hinweise...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 06.06.2016, 11:31

Hallo Herbi,

von mir noch ein Hinweis:

Die Relais werden nicht von der Endstufenversorgung gespeist an der Du die dicken Elkos gewechselt hast, sondern entweder von den +/- 15 V, die aus eigenen Trafowicklungen mit eigener Gleichrichtung erzeugt werden (und auch den Analog-/Filterteil) versorgen, oder aus dem +/-10 V Standby Netzteil (siehe auch PN). Der Zusammenhang des Relaisklapperns mit Elkos in der Endstufenversorgung ist daher zumindest fraglich.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Herbi » 06.06.2016, 17:38

Hallo Winfried,
Box läuft wieder sauber. Habe alle Kabel vom Netzteil zu den Platinen abgezogen und die 220V Einschaltung überbrückt, dann Netzteil ein. Dann habe ich die Spannungen an der Netzteilplatine geprüft, waren alle OK.
Die eine Spannung 20V war sogar 29V aber auch bei der original Box. Das hat mit der Einschaltautomatik zu tun, das könnte auch der Grund sein, weshalb da mal der Transistortyp getauscht wurde von BM. Naja is so.
38V Leerlaufspannung am 10000uF Elko.
Dann habe ich alles wieder zusammen gebaut. Immer noch Relaisklackern für die 220V Einschaltung. Habe dort altes Relais wieder eingesetzt und alles läuft jetzt prima, kein Brummen mehr. Warum aber das neue Relais da nicht funktioniert, kann ich nicht sagen, die Spulenspannung beträgt da nur 8 Volt auch bei der Originalbox.
Und Schalten tut das neue Relais auch bei 8V, funktioniert aber trotzdem nicht, und die waren teuer,die Teile.
Soweit erst mal alles ok. Jetzt werde ich erst mal ein paar Hörtests machen alte und neue Box.
PS: Hab dann doch noch die original Datenblätter zum 10000uF gefunden. Das, was bei Reichelt zu dem Kondensator im Netz steht, ist definitiv falsch. Pin gegenüber Pin 2 = + und Pin - ist -. Pin 2 und 3 sind nicht angeschlossen nur Befestigungspins.
Danke für Deine Unterstützung.
Herbi :cheers:
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Beitragvon bob_lage » 07.06.2016, 19:46

Hallo Herbie,

welches Relais hast Du verbaut?

Grüße

Thomas
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Beitragvon Herbi » 08.06.2016, 18:20

bob_lage hat geschrieben:Hallo Herbie,

welches Relais hast Du verbaut?

Das Relais hier: V23057-B0002-A101
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Beitragvon bob_lage » 08.06.2016, 19:58

Hallo Herbie,

das ist ok. Nutze es auch.Evtl. ein Neudefekt?

Beste Grüße

Thomas
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