Restauration BM Delta

Lautsprecherbau und -tuning

Restauration BM Delta

Beitragvon Herbi » 29.05.2016, 13:29

Hallo Bastler und Tüftler,
ich bin dabei, meine BM Delta komplett zu restaurieren. Von Anstrich über Austausch der alternden Bauteile.
Werde das Vorgehen peu a peu ergänzen und auch Bilder hochladen. Als Erstes habe ich den Deltas mal ne andere Farbe verpasst:

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Hier hoffe ich könnt ihr die Farbstruktur etwas erahnen?

Die original Holzfarbe war nicht angesagt und schon ziemlich zerkratzt. Der Sound war aber noch saugut, so meine Meinung. Dennoch habe ich mir den Rat der Forenmitglieder zu Herzen genommen und bin jetzt dabei, die erste Box zu restaurieren.
Was habe ich also vor:
Alle Elko-Kondensatoren, Relais und Sicherungshalter und Cinchbuchsen tauschen.
Dann werde ich noch den Hochtöner gegen die Monacor DT-250 tauschen, die ich vom Ralph bezogen habe.
Die Mitteltöner sind ja nicht mehr zu bekommen, aber wären mir auch zu teuer gewesen.
Gibt´s da eventuell noch günstige Alternativen?
Ich werde erst mal eine Box ganz fertig umgestalten und dann mal schauen, ob sich da klanglich überhaupt was geädert hat, zum Positiven oder auch zum Negativen. :lol: :lol:
Bis die Tage
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Beitragvon wgh52 » 29.05.2016, 14:07

Hallo Herbi,

und willkommen im erlauchten Kreis der hiesigen BM AFB Restauratoren!

Optisch scheinen Deine Bemühungen ja schonmal erfolgreich zu sein. Beneidenswert! :cheers: Wenn ich blos nicht zwei linke Hände hätte... :roll:

Elektronisch hast Du weitestgehend erfolgversprechende Vorhaben, Elko und Relaistausch sind "must dos", nur verstehe ich die Gründe für die Tönerwechsel nicht. Bei meinen Omegas sind die gleichen Mitteltöner verbaut und die gehen klaglos, selbst die Hochtöner sind OK. Klar ist natürlich, dass Verbesserung immer möglich ist, aber vielleicht zum Instandsetzen nicht von Anfang an nötig, aber das ist ja Deine Sache :wink:

Noch ein Wink: die neuen DT-250 haben möglicherweise/wahrscheinlich ein abweichendes Resonanzverhalten als die jetzt verbauten. Messen und gegebenenfalls die HT-EQ-Platine anpassen wird sich lohnen! Schaltung ist verfügbar, Methoden dazu auch, also kein Hexenwerk!

Also, frisch ans Werk und viel Erfolg!

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Herbi » 29.05.2016, 14:47

Hallo Winfried,
die Hochtöner und Mitteltöner sind wahrscheinlich bei mir auch noch voll ok. Hochtöner würde ich aber probeweise mal wechseln wollen zum Testen, was besser ist original oder neu. Kannst Du mir die Anpassungen an der HT-Platine für die DT-250 verraten? Ich könnte auch ne neue HT-Platine ätzen, dann muss ich die nur tauschen, das wäre für mich kein Problem. Ich bin der Meinung, dass die Höhen vielleicht etwas zu stark sind, aber die könnte ich erst mal am HT-Poti etwas runterregeln. Das HT-Poti steht bei der jetzigen Box auf 3/4, habe nichts verstellt. Ich werde jetzt erst man alles Tauschen ohne Hochtöner und dann mal sehen, was der klangliche Unterschied ist. Werde meinen Eindruck dann mal posten.
Eigentlich kann ja ein Kondensatortausch nur klanglich was bringen, wenn er sich im NF-Signalkreis befindet (z.B. bipolarer Koppelkondensator). Wenn z.B. ein Elko zu Spannungsstabilisierung eingesetzt wird, hat der doch keinen Einfluss auf den Klang, das würde mich jetzt wundern. :o
Wie messe ich denn den Lautsprecher am Besten? Messmikrofon und PC-Programm? Messmikro habe ich nicht, gäbe es aber z.B bei Thomann in der Nähe zu kaufen.
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Beitragvon h0e » 29.05.2016, 15:02

Hallo Herbi,

m.E. nach ist es sinnvoll ein Kalibriertes Mikro zu haben, also z.B. eins kaufen und kalibrieren lassen, oder z.B. gleich ein kalibriertes kaufen, dann sparst Du Dir die Suche nach Kalibriermöglichkeiten.
Uli Brüggemann (Audiovero) bietet Behringer Mikros mit Kalibrierfiles an.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon wgh52 » 29.05.2016, 16:10

Hallo Herbi,

Herbi hat geschrieben:Ich könnte auch ne neue HT-Platine ätzen, dann muss ich die nur tauschen, das wäre für mich kein Problem.
Ich hab angefangen, wegen meiner rudimentären Kenntnisse mühsam, die EQ Platine mit Eagle nachzubilden, aber wenn das für Dich "kein Problem" ist, würde ich mich gerne dranhängen. Schaltungen und Layoutvorlage sind hier vorhanden.

h0e hat geschrieben:Hallo Herbi
m.E. nach ist es sinnvoll ein Kalibriertes Mikro zu haben, also z.B. eins kaufen und kalibrieren lassen, oder z.B. gleich ein kalibriertes kaufen, dann sparst Du Dir die Suche nach Kalibriermöglichkeiten. Uli Brüggemann (Audiovero) bietet Behringer Mikros mit Kalibrierfiles an.
Grüsse Jürgen
Dem kann ich nur komplett zustimmen: Eine lohnende Investition, denn wir wollen ja "wissen was wir tun" und nicht "im Nebel stochern". Mit Messmethoden und Umsetzung in EQ usw. könnte ich mich für das Platinenlayout revanchieren.

Weiteres ggf. per PN.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Herbi » 29.05.2016, 17:20

h0e hat geschrieben:Hallo Herbi,

m.E. nach ist es sinnvoll ein Kalibriertes Mikro zu haben, also z.B. eins kaufen und kalibrieren lassen, oder z.B. gleich ein kalibriertes kaufen, dann sparst Du Dir die Suche nach Kalibriermöglichkeiten.
Uli Brüggemann (Audiovero) bietet Behringer Mikros mit Kalibrierfiles an.

Grüsse Jürgen

Hallo Jürgen,
das beyerdynamic mm1 soll sehr gut sein, ist glaube ich auch mit Kalibrier-File,
was natürlich wichtig ist.
Das Mikro wäre dann am PC anzuschließen und in eine Messsoftware einzubinden.
Und dann würde man den Lautsprecher mit was für ein Signal beaufschlagen?
Weisses oder rosa Rauschsignal oder was?
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Beitragvon Herbi » 30.05.2016, 16:14

Hier noch ein paar Fotos während des Umbaus:
Am besten spannt man den ganzen Verstärker in den Schraubstock um ordentlich arbeiten zu können.

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So kommt man am Besten an die 10000uF Elkos:
Eingangsbuchsenleiste ablöten und die Weichenplatine abschrauben. Vorher alle Stecker markieren mit Filzstift.
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Und dann sollte man die Bauteile sortiert hinlegen, damit man nicht versehentlich falsche Werte einlötet.
Jedes Bauteil auf Bestückungsplan abhaken, das man eingesetzt hat.

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Beitragvon beta » 02.06.2016, 18:43

Hallo Herbie,

zur Reparatur meiner Betas habe ich vor ein paar Wochen einen Thread gestartet. Die richtigen Relais zu finden ist nicht ganz trivial. Falls Du noch nicht fündig geworden bist:
viewtopic.php?f=37&t=7566

Die DT250 hatte ich probeweise in meine Betas eingebaut, nachdem wieder alles lief, allerdings ohne die Elkos getauscht zu haben. Aber auch so habe ich einen sehr deutlichen Unterschied gehört: Sie klingen angenehmer und weicher als die Original-HT, aber auch weniger transparent und präzise. Den Tausch würde ich persönlich auch erst als allerletzten Schritt vornehmen.

Zu den HT der Beta/Delta: Hier im Forum kann man ein paarmal den Tipp lesen, dass man alte HT tauschen soll oder das Ferrofluid, das sich im Spalt des Magneten befinde, nachfüllen lassen soll, weil es eingetrocknet sei.
Das ist ein Irrtum. Zumindest bei meinen war nichts von eingetrockneter Flüssigkeit zu sehen, und auch in diesem Thread sind die HT ungedämpft: viewtopic.php?p=79715#p79715

Viel Erfolg!
Stefan
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Beitragvon Herbi » 03.06.2016, 17:53

Hat nicht gut geklappt, hab jetzt lautes Netzbrummen in der Box, Bass verzerrt auch sehr schnell. Wie kann das sein? :shock: :shock:
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Beitragvon Herbi » 03.06.2016, 19:06

Herbi hat geschrieben:Hat nicht gut geklappt, hab jetzt lautes Netzbrummen in der Box, Bass verzerrt auch sehr schnell. Wie kann das sein? :shock: :shock:

Hab ein Relais wieder zurück getauscht, das neue Relais hat immer aus und an geschaltet. Mit dem alten Relais war´s wieder ok. Muss mal messen, ob sich die Netzteile der beiden Boxen jetzt unterschiedlich verhalten, darf man den Verstärker ohne Lautsprecher betreiben? Die neuen Elkos einlöten, war ganz schön kniffelig, musste Löcher etwas versetzen. Wäre sonst nicht gegangen, Elko mit 5 Pins gibts glaube ich garnicht mehr. Habe welche mit 4 Pins bekommen.
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Beitragvon Herbi » 04.06.2016, 11:50

Herbi hat geschrieben:
Herbi hat geschrieben:Hat nicht gut geklappt, hab jetzt lautes Netzbrummen in der Box, Bass verzerrt auch sehr schnell. Wie kann das sein? :shock: :shock:

Hab ein Relais wieder zurück getauscht, das neue Relais hat immer aus und an geschaltet. Mit dem alten Relais war´s wieder ok. Muss mal messen, ob sich die Netzteile der beiden Boxen jetzt unterschiedlich verhalten, darf man den Verstärker ohne Lautsprecher betreiben? Die neuen Elkos einlöten, war ganz schön kniffelig, musste Löcher etwas versetzen. Wäre sonst nicht gegangen, Elko mit 5 Pins gibts glaube ich garnicht mehr. Habe welche mit 4 Pins bekommen.

Habe erste Ergebnisse, die Versorgungsspannung passt nicht, bei der guten Box +- 37.5V Bei der Brummbox
+- 31,2V. Muss mal schauen, was für Brummspannung da drauf ist Kann doch nicht sein, dass die neuen Elkos defekt sind?
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Beitragvon Herbi » 04.06.2016, 13:22

Herbi hat geschrieben:
Herbi hat geschrieben:
Herbi hat geschrieben:Hat nicht gut geklappt, hab jetzt lautes Netzbrummen in der Box, Bass verzerrt auch sehr schnell. Wie kann das sein? :shock: :shock:

Hab ein Relais wieder zurück getauscht, das neue Relais hat immer aus und an geschaltet. Mit dem alten Relais war´s wieder ok. Muss mal messen, ob sich die Netzteile der beiden Boxen jetzt unterschiedlich verhalten, darf man den Verstärker ohne Lautsprecher betreiben? Die neuen Elkos einlöten, war ganz schön kniffelig, musste Löcher etwas versetzen. Wäre sonst nicht gegangen, Elko mit 5 Pins gibts glaube ich garnicht mehr. Habe welche mit 4 Pins bekommen.

Habe erste Ergebnisse, die Versorgungsspannung passt nicht, bei der guten Box +- 37.5V Bei der Brummbox
+- 31,2V. Muss mal schauen, was für Brummspannung da drauf ist Kann doch nicht sein, dass die neuen Elkos defekt sind?

Brummspannung 4Vss
Kann mir jemand sagen, wie der Elko angeschlossen wird?
Hatte 2 an Plus, anscheinend ist das verkehrt. Werde aus der Reicheltseite nicht schlau. Dann muss 3 Plus sein. Steht nichts dran am Elko, von Itelcond, hab ich noch nie gehört.
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Beitragvon wgh52 » 04.06.2016, 15:24

Hallo Herbi,

ich hab auf der Herstellerwebsite ein Anschlussbild gefunden. Interessanterweise entspricht die Pinbelegung den 4-pol-Snap-In Elkos, die ich in meinen Omegas getauscht hatte:

Bild Bild

Es gibt bei dieser Bauart einen Minus- und drei Plusanschlüsse, also müssen positive und negative Versorgung polungsmäßig gleich angeschlossen werden, es ist nur einer "Minus/negativ", die anderen "positiv". Schau mal die Anschlüsse an, sie haben eine Prägung. Der mit (-) ist normalerweise Minus. So, wie ich das sehe, ist Dein Bild 90° nach links zu drehen um mit der Zeichnung übereinzustimmen.

Deine Elkos scheinen Löt-Snap-In- Anschlüsse zu haben (oder?), wie meine in den Omegas, was sehr praktisch war, ich brauchte die alten 4-pol-Elkos meiner Omegas nur aus- und die neuen einzulöten. Die Anschlüsse waren bereits im Layout richtig, die drei nummerierten alle miteinander verbunden. Mich wundert, dass das bei Deinen Elektroniken anders zu sein scheint...

my 2 cents worth

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Herbi » 04.06.2016, 16:51

Danke Winfried,
dann muss ich die wieder zurück schicken, ich kann nur einen Pin an Plus machen und 4 Pins an Minus, wie du sicher weißt.
Es ist so, das ich Pin 2 und 3 gibt und gegenüber jeweils Minus. Habe jetzt 2 und 3 einzeln an Plus gehabt, hat nicht funktioniert. Nur 31V Spannung, darum hat das Relais auch geklackert, weil er nur 8V bekommen hat,
beim alten Relais hat´s gerade noch gereicht.
Kann die alten Elkos wieder einsetzten, wenn dann geht, waren es die Elkos.
Bei den alten Elkos steht PIN 1 = + und das war der einzige der auf der Leiterfläche angeschlossen war.
Die 4 anderen alle auf -
Hab jetzt bei Reichert angefragt wegen Anschluss des Elkos. Könnte doch auch einen 2 poligen 10000 oder 15000uF nehmen oder ich lasse einfach doch die alten drin.
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Beitragvon wgh52 » 04.06.2016, 17:00

Herbi,

ich stürze gerade in tiefe Verwirrung ob Deiner Erklärung :oops:

Falls Du noch Lust auf weitere Klärungsversuche hast, bevor Du die Teile zurückschickst, fotografiere doch mal die alten Elkos als Vergleich zu den neuen und die Platine (Ober- und Unterseite) dazu, damit man das mal richtig sieht. 8)

Gruß,
Winfried

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