Kaltgerätebuchse

Lautsprecherbau und -tuning

Kaltgerätebuchse

Beitragvon Amati » 30.01.2017, 16:26

Liebe Mitforenten,

nach einer beinahe einjährigen Pause im Hobby hat mich nun wieder das Hifi Fieber gepackt und ich plane gerade einen Amp für Dipolsubs die bereits fertig hier stehen. Basis sind die Anaview 1000-2600 in einem Gehäuse von modus shop:

https://www.modushop.biz/site/index.php ... uct_id=444

Neben XLR Eingangsbuchsen kommen WBT nextgen Polklemmen zum Einsatz. Da der Amp nicht direkt an die Dipole gestellt wird, mache ich keinen direkten Anschluss der Chassis.

Zu klären ist noch dieFrage der Kaltgerätebuchse. Spricht etwas gegen diese hier?

http://www.ebay.de/itm/130519093986?ssP ... 1497.l2649

Dann bräuchte ich noch einen Schalter extra. Sowas gibt es ja auch gleich mit Sicherung und Netzfilter:

https://www.conrad.de/de/netzfilter-mit ... 21386.html

Gibt es eine klare Empfehlung, oder ist der voodoo Spielraum hier ein Entscheidungskriterium?

Danke

Peter
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Beitragvon Fujak » 30.01.2017, 17:14

Hallo Peter,

Wenn Du einen rückwärtigen Netzschalter mit integrierter Schmezsicherung und Kaltgerätebuchse suchst, dann würde ich die Marke Schurter empfehlen. Eine Lösung mit integriertem Filter würde ich nicht einfach so kaufen, wenn Du die Filtercharakteristik nicht kennst. Die Gefahr von Dynamikeinbußen ist durchaus gegeben. Im Subwooferbereich würde ich auf Filter zugunsten von mehr Dynamik verzichten. Im digitalen Bereich hingegen finde ich sie auf jeden Fall überlegenswert. Hier würde ich die Filter von Schaffner nehmen, die genaue Spezifikationen für die Filtereigenschaften nennen.

Viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden!

Grüße
Fujak
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Beitragvon Amati » 30.01.2017, 17:42

Hallo Fujak,

vielen Dank für die hilfreiche Stellungnahme. Da ich nicht so "einen Film" davon machen möchte, habe ich mich für eine Variante ohne Filter entschieden. Bei Schurter bin ich auf den D11 gestoßen, allerdings gibt es den in x Varianten.

http://www.mouser.de/Power/AC-Power-Ent ... eyword=D11

Ob rot oder grün beleuchtet ist mir egal. Was nimmt man für die o.a. Anwendung am besten?

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 30.01.2017, 17:58

Hallo Peter,

eine Netzsicherung ist schon auf der Leiterplatte des Schaltnetzteils, ebenso der obligatorische NTC und mit Sicherheit auch ein Netzfilter. Ob das Filter bei dir ausreicht, um andere Geräte hinreichend vor Störungen zu schützen, muss man sehen/ ääh hören.

Man kann es also recht einfach gestalten ...

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Fujak » 30.01.2017, 18:57

Hallo Peter,

Du kannst jede davon nehmen. Wenn Hans-Martins Statement zutrifft, dass eine Sicherung bereits auf der Platine sitzt, reicht ein Netzschalter an der Kaltgerätebuchse ohne Sicherungshalter. Wenn nicht, würde ich den einfachsten nehmen (ohne Drawer = kleine Schublade, in die man die Sicherung einlegen kann; da ein Sicherungswechsel eher selten vorkommt, kann man auf solcherlei Komfort verzichten). Und ob der Schalter auch noch illuminiert ist oder nur eine Farbmarkierung für Ein und Aus hat, ist letztlich Geschmackssache.

Beim Einbau der Snap-In Fassung bin ich immer so vorgegangen, dass ich die Aussparung eher ein bißchen knapper ausgeschnitten habe und dann ggf. mit einer Metallfeile nachgefeilt habe. Es gibt nichts blöderes als eine im Gehäuse locker sitzende Kaltgerätebuchse, weil versehentlich zu groß ausgeschnitten; da reicht schon ein Millimeter zu viel, und es macht beim Einstecken einen unsoliden Eindruck.

Grüße
Fujak
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Beitragvon SolidCore » 30.01.2017, 19:32

Hallo Peter

Ich würde eher deine erste Idee bevorzugen, die Kaltgerätebuchse von Sonarquest in OFC Kupfer vergoldet. Die Kombieinsätze mit Netzschalter sind meist mit billigstem Blech als Kontakt ausgerüstet (Spannungsabfall bei Alterung).

Ich würde eher einen einzelnen Netzschalter auf die Frontplatte verlegen, dann muss du auch nicht immer hinter das Gehäuse greifen zum Ausschalten. Und dort einen mit möglichst hoher Strombelastbarkeit wählen, besser noch mit Silber- oder Goldkontakten. Diese haben weniger Übergangswiederstand. Sofort einen Standartnetzfilter fest verbauen kann dir, wie schon erwähnt, den Klang verhauen. In einigen Geräten habe ich deinen erwähnten bereits ausgebaut, mit klanglichem Erfolg.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Amati » 30.01.2017, 20:50

Guten Abend zusammen,

freut mich, dass es offenbar nicht soooo schwierig wird.

Das Schalten von der Frontplatte ist bestimmt gut, andererseits denke ich, wieder ein Bauteil mehr. Dann sollte es auch ein Schalter sein, der leuchtet, ohne aber Augenkrebs zu verursachen, wie diese furchtbaren blauen LED. Vorstellen könnte ich mir dagegen so etwas:

https://www.reichelt.de/?ARTICLE=108423 ... 0wodm8cE8g

Also der Sonarquest und so ein Schalter?


Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 30.01.2017, 22:02

Hallo Peter,

ich hatte vorher schon etwas zusammengeschrieben, wo ich nur den den ersten Satz gelöscht habe, der ein Trafo-bezogenes Netzteil betrifft, nachdem klar ist, dass ein Schaltnetzteil auf derselben Leiterplatte montiert ist. Siehe http://www.anaview.com/sites/default/fi ... 2600-C.pdf.

Schaltnetzteile über Schalter ein/ausschalten führt bei diesen Leistungen relativ schnell zum Kontaktabbrand, da würde ich kein Netzeingangsmodul mit Netzfilter, Sicherungshalter und Netzfilter nehmen, sondern den Schalter davon getrennt anbringen, dann kann man den leichter austauschen (oder gleich eine Lösung mit Relais bauen).

Das verlinkte Modul mit 4 A ist angesichts der 900W Leistung (bei 80-90% Wirkungsgrad) schon grenzwertig. Beim 1kVA Ringkerntrafo muss man sich auch Gedanken machen, wie man das Netzteil hochfahren kann, ohne dass jedesmal die Sicherung fürs Wohnzimmer rausfliegt. Also NTC vorschalten und im Betriebsbereiten Zustand mit Relais überbrücken. Ich würde von etwa 20 Netzperioden ausgehen, also 0,4sec, in denen anfangs der 20-fache Strom fließen kann, der dann auf einfach runtergeht. Da nimmt man eine träge Geräte-Sicherung, alles andere geht ja gleich durch ...

Beim Schaltnetzteil gehört mE eine angepasste Sicherung auf die Leiterplatte, und NTCs sind neben dem integrierten Netzfilter meist auch schon da, um den Vorschriften zu genügen. Aber das liegt ja auch in der Verantwortung dessen, der die Dinger verbaut und in Betrieb nimmt. Bei einem schwedischen Hersteller würde ich davon ausgehen, dass europäische Gesetze eingehalten werden.

Wenn die Endstufen nur Subs treiben sollen, spielen audiophile Aspekte keine so große Rolle wie bei den Mittel/Hochton-Endstufen. Und da würde ich das Netzkabel durch eine Zugentlastung mit Knickschutz direkt in das Gerät führen, bis zum an der Front bedienbaren Netzschalter.

Die Entscheidung über weitere Netzfilter würde ich davon abhängig machen, ob der Klang der anderen Geräte schlechter wird, die am selben Lichtnetz hängen sobald die Endstufen eingeschaltet sind (ohne dass LS Chassis angesteuert werden, vielleicht stattdessen eine Halogenlampe 12V max 50W)

Grüße Hans-Martin

Nachsatz:
Auf der Leiterplatte sind nahe dem NTC 2 Omron Relais zu sehen (siehe Link oben). Und in der Herstellerbeschreibung kann man lesen, dass der Stand-By Stromverbrauch bei 0,5W liegt, das Stand-by Netzteil hat seine eigene Sicherung auf der Leiterplatte, demnach gibt es eine Vorrichtung, die Leiterplatte in den Betrieb soft hochzufahren. Ein Netzschalter im klassischen Sinne ist also nicht vorgesehen. Deshalb bleibe ich bei dem Vorschlag, das Netzkabel direkt anzuschließen, rate sogar zum Verzicht auf den Schalter im Stromweg, stattdessen dem Herstellervorschlag folgen.

Und mein bester Rat ist, die Finger davon zu lassen, wenn man noch nicht einmal bereit ist, vorher die Herstellerunterlagen dazu durchzulesen. Das mag böse klingen, ist aber gut gemeint. Denn der bisherige Diskussionsverlauf zeugt von keiner guten Verständnislage. Wenn man einen 30Watt Lötkolben mal am falschen Ende angefasst hat, weiß man, was 30 Watt vermögen. Hier geht es aber um die 30-fache Leistung, und ich hege Zweifel, dass hier im Thread die Prioritäten richtig gesetzt werden (wie wichtig ist die Leuchtintensität des Schalters, wenn man nicht weiß, woher die Lampe ihren Strom bezieht?).
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Beitragvon Amati » 31.01.2017, 08:27

Lieber Hans Martin,
vielen lieben Dank für Deine Ausführungen.
Allgemein bekannt ist in meinem beruflichen Kontext, dass wenn es an Informationen fehlt, der Mensch dazu neigt sich diese zu beschaffen, indem er u.a. interpretiert was ihm an Informationen zur Verfügung steht, um diese dann entsprechend seiner Wahrheit oder Wirklichkeit zu ergänzen. Das schafft die notwendige Orientierung, wenn diese fehlt, gerät der Mensch "in Not" und interveniert.
Warum erzähle ich das?. Nun, Du hast vollkommen recht mit "Verständnislage", ich bin auch weit davon entfernt mich und andere durch nicht gesicherte Erkenntnis in Gefahr zu bringen.
Dieses Forum zeichnet aus, dass es außerordentlich versierte Fachleute gibt, die noch dazu bereit sind dieses Wissen zu teilen. Das ist toll ! Davon profitieren alle, die dieses Wissen nicht haben, so wie ich selbst. Technisch kann ich hier so gut wie nichts beitragen. Der Verlauf dieses thread ist aber auch exemplarisch für die Kehrseite der Medaille. Auf meine Fragestellung hin habe ich sehr unterschiedliche Empfehlungen bekommen, wenn man mal davon absieht, dass sich alle einig sind, dass bei der geplanten Verwendung der Einsatz eines Filters nicht sinnvoll erscheint. Hat man nun nicht das Hintergrundwissen ist man nicht schlauer als vorher, eher noch verwirrter.
Zunächst hatte ich mich an diesem Beispiel orientiert, wo jemand genau diese Amps schon einmal "gebaut hat.
http://aktives-hoeren.de/viewtopic.php? ... 52#p109429

In dem thread wird darauf verwiesen, dass es bei den neueren Modellen einen softstart gibt, deine Bedenken diesbezüglich unbegründet sein dürften, wenn man dem glauben schenkt, woran zu zweifeln ich keinen Anlass habe. Die Unterlagen von anaview sind aus 2013.

http://aktives-hoeren.de/viewtopic.php? ... 52#p114593

Weiterhin war meine Erkenntnisquelle dieser Bericht: http://headphoneaddict.com/anaview-ams1000-diy-tutorial.
Auch hier wurde ein Schalter verwendet.
Um aber genau sicher zu gehen, dass man möglichst keine Fehler macht, habe ich die Frage hier gestellt.
Die Ausführung der elektrischen Arbeiten an diesem Amp wollte ich ohnehin nicht selber machen, aber ich würde gerne verstehen, warum die Dinge so sind wie sie sind, soweit mir das ohne Elektrotechnikstudium möglich ist.
Da dir diese Informationen nicht zur Verfügung standen hast du folgerichtig wie oben geantwortet. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Ich wollte nur den Zusammenhang herstellen und hoffe weiterhin darauf, hilfreiche Hinweise zu bekommen.

Liebe Grüße

Peter
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Beitragvon KSTR » 31.01.2017, 09:34

Bzgl. Schalter: Wenn das Netzteil des Moduls nun Softstart hat (was bei einem 1kW SMPS eh zwingend ist), ist die Wahl des Schalters bedenkenlos (natürlich muss die Bemessung der Leistungsklasse angepasst sein). Persönlich würde ich immer separate Schalter nehmen, und am liebsten diese old-school Leistungskippschalter, keine Wippschalter.

Bzgl Netzfilter: Wenn das Modul einen Weitbereichs-Netzeingang hat (90...265Vac) bzw der Ausgang hart geregelt ist (nicht mit der Netzspannung skaliert), dann gibt es aus Prinzip keine "Dynamik-Verluste" durch Netzfilter oder jedwede Serienimpedanz in der Zuleitung, denn solange die Spannung am Ladeelko eben nicht unter ca 120Vdc fällt (entspr. bei 80Vac Netzspannung) ist das dem Netzteil völlig schnuppe, die Ausgangsspannungen stehen stabil. Bei ungeregelten Netzteilen (wie zB bei Hypex) sieht die Sache etwas anders aus, jedoch braucht es dort auch einiges an Serienimpedanz bis es wirklich dadurch zu dominanten Einbrüchen der Versorgungsspannungen kommt bei hoher Strombelastung.
Die on-board Filter sind so ausgelegt, dass das Modul die EMV-Zulassung erhält, bei Aufbau eines System genau nach Maßgaben des Herstellers (zB bei Netzteilen die zwar Schutzklasse II sind muss man oft dennoch die sekundäre Netzteilmasse auf den Schutzleiter legen, damit die Werte erreicht werden. Audiotechnisch ist das sowieso extrem sinnvoll bzw notwendig, s.u.).
Von daher: probier es aus, ein passendes Netzfilter kann sehrwohl das Störungsniveau in der Umgebung des Amps deutlich senken. Vor allem wieder bei Schutzklasse-II Netzteilen die aber doch sekundär geerdet werden ist ein dickes Common-Mode-Netzfilter (aber ohne Schutzleiteranschluss) extrem sinnvoll um nicht hohe Pulsströme in den Schutzleiter zu pumpen. Diese kommen von den praktisch immer vorhandenen EMV-Schutzkondensatoren im Netzteil, die Primär- und Sekundärseite verbinden und damit die Sekundärseite "mitwackeln" lassen wollen, im Takt der Primärseite (und die wackelt ggü Schutzleiter mit Anteilen der vollweggleichgerichteten 50Hz ohne! Glättung + Schaltspikes).
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Beitragvon Hans-Martin » 31.01.2017, 11:58

Hallo Peter,
wenn ich auf den Verlauf des Threads hinwies, bezog sich das z.B. auf die doppelte Sicherung, denn aus den Herstellerunterlagen ist ersichtlich, dass es bereits 2 Sicherungen an Board gibt.
Stephans Einwand, der Schalter sollte möglichst geringe Übergangswiderstände haben, kann ich nur beipflichten, ich habe schon 3 Netzeingangsmodule mit Schalter und Filter entsorgt, denen ein Meanwell 60Watt Schaltnetzteil folgte, welches eine 30Watt Elektronik versorgte. Man sollte annehmen, dass ein Hersteller wie Schurter kein schlechtes Material verbaut, dennoch hat der Schalter nach 5-7 Jahren seinen Dienst versagt - und das Gerät hatte auch eine Standby-Funktion an der Frontplatte.

In dem Tutorial weist der Autor darauf hin, dass es sich hier um sein erstes DIY-Projekt handele, wenn ich ihn richtig verstanden habe.
DIYGeezer hat geschrieben:This was my first attempt at DIY within electronics and there was no black magic smoke

Er benutzt eine Schalter-Kaltgeräteeinbaustecker-Kombination, die mit 2 Schrauben gehalten wird, auf die eine schraubt er das Schutzerdekabel als Verbindung zum Gehäuse. Sicherheit sieht anders aus. Bedenkt man, dass der Schraubenkopf den Kunststoff der Netzeingangskombi komprimiert, welche elastisch bleibt oder durch den Druck der Senkkopfschraube auch aufgesprengt werden kann, und dass bei dem Aluminiumgehäuse unter dem Sägezahnring die Oberfläche zwar anfangs blank war, Aluminium dann oxidiert und die Leitfähigkeit verliert, rate ich zu einer anderen Methode der Schutzerdung, nämlich per Schraube an der Bodenplatte mit Flächenkontakt zwischen Bodenplatte und Schraubenkopf einerseits, auf der anderen Seite ein Mutter, darüber die Öse und Sprengring mit Mutter.
Die nachlassende elektrische Verbindung von Sägezahnring und Aluoberfläche kennen Besitzer der Parasound 2200 Endstufe und ich kenne auch Digitalgeräte, von denen HF-Störungen (Moire beim ZDF, als noch analog gesendet wurde) aus genau solchem Grund ausgingen.
DIYGeezer hat geschrieben:Heat shrink tubing was also used to make the connection more secure over time.
Das Langzeitproblem liegt an der Schraube-Gehäuseverbindung, nicht am Kabel-Ringöse-Übergang!

Aus demselben Grund würde ich die beiden Module plan auf den Boden schrauben, wobei sich auch eine Stabilisierung und Bedämpfung von Schwingungen der Bodenplatte ergibt.
Der Schutzerdebezug der Signalmasse sollte bei den symmetrischen Eingängen kein Problem sein, auch wenn hier 4 Kanäle auf 2 Module räumlich verteilt arbeiten.

In dem DIY Vorschlag wird zwar auf die Standby-Schaltung hingewiesen, aber nicht davon Gebrauch gemacht.
The first (upper) connector is for audio inputs, standby, aux power and many other functions...
... Also, as I didn't need to use all the functions accessible through this cable I had to remove most of the wires.

Ich würde die Standby-Funktion nutzen, weil sie ein geordnetes Hochfahren des Verstärkers im Sinne des Herstellers ermöglicht.
Wenn schon der Schalter eines Markenanbieters beim 60W SNT versagt, wie wird es dann beim 1000W SNT sein? Das wären meine Bedenken.
Grüße Hans-Martin

P.S. gerade gesehen und ich stimme Klaus Beitrag weitgehend zu, Nur meine Erfahrungen mit Netzschaltern, die auch schon bei meiner Schalt-Steckdosenleiste vor meinem Laptopnetzteil periodisch auftreten (das hat aber keine Softstartfunktion) geben zu denken.
Sobald Netzfilter on Board Schaltnetzteile entkoppeln, spielen Netzkabel eine untergeordnete Rolle, was Dynamik oder räumliche Abbildung betrifft. Mit Netztrenntrafos vor SNT habe ich dagegen keine positive Erfahrung machen können.
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Beitragvon Amati » 31.01.2017, 19:55

Werte Herren,

ein Kippschalter auf der Frontplatte träfe durchaus meinen Geschmack, da ich bereits mehrere Geräte besitze, die auf diese Art ihren Betrieb beginnen. Es liegt also nahe, eine Buchse am rear Panel ohne Schalter und Sicherungshalter zu verwenden. Da käme ggf. die bereits o.a. Sonar in Frage.

@Hans Martin
Der von mir zitierte Beitrag mit den in einem Gehäuse verbauten 2 anaviews habe ich als Anregung genommen. Für meine Zwecke möchte ich die zwei Platinen in zwei Gehäusen verbauen, also quasi zwei Stereoendstufen.
Diese Gehäuse werden im übrigen auch in einer Variante angeboten, wo Deckel und Boden nicht aus Alu, sondern aus Stahlblech gefertigt sind. Das würde die dauerhaft richtige Befestigung des Schutzerdekabels erleichtern, wenn man es denn flächenbündig darauf verschraubt.
Die Standbyschaltung würde ich gerne realisieren, sofern es einen entsprechend "stabilen" Kippschalter dafür gibt.

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 31.01.2017, 21:14

Hallo Peter,
bei einem Stahlblechgehäuse würde ich die Distanzbolzen einsetzen, weil der Untergrund ferromagnetisch ist und sich somit mit Remanenz und Hystere in das Signal einmischen könnte. Kenwood hat in den späten 1970er Jahren den ersten eisenfreien Großserienverstärker gebaut, andere Hersteller folgten mit Aluminiumgussgehäusen, ELNA hat die Cerafine Elkos, die eisenlos sind, sonst sind bei Elkos die Anschlussdrähte meist eisenhaltig. Eisenfreie Widerstände gibt es auch, die Massenware ist aber nicht frei von ferromagnetischen Kappen.
Das Aluminiumgehäuse ist diesbezüglich im Vorteil, hat auch den niedrigeren Innenwiderstand und schirmt elektrisch besser ab. Für das Schuko-Kontaktierungsproblem gibt es Lösungsansätze.
Ich würde Aluminium vorziehen (oder ein Kupferblech auf das Stahlblech legen).

Für den Standby-Schalter muss man wohl bei weitem nicht soviel Stromreserve vorsehen wie beim Netzschalter, über den der gesamte Strom fließt.

Die Alternative, eine Class-D Verstärkerschaltung mit einem separaten Netzteil zu versorgen, hat vielleicht Vorteile, aber der Hersteller einer integrierten Lösung kann die Komponenten perfekt aufeinander abstimmen. Und wenn das Schaltnetzteil kaputt ist, ist vielleicht auch ein Defekt des versorgtes Verstärkers der Auslöser gewesen. Man wird wohl niemand finden, der individuelle Reparaturen daran vornimmt, zumal der Hersteller vermutlich Schaltbildinformationen zurückhält.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Amati » 01.02.2017, 10:11

Hallo Hans-Martin,


Hans-Martin hat geschrieben:
Für den Standby-Schalter muss man wohl bei weitem nicht soviel Stromreserve vorsehen wie beim Netzschalter, über den der gesamte Strom fließt.



Wenn ich das richtig interpretiere, könnte man demzufolge den oben bereits verlinkten Taster (https://www.reichelt.de/?ARTICLE=108423 ... 0wodm8cE8g)
als Standbyschalter verwenden? 5A sollten ausreichend sein.
An der Geräterückseite als Netzschalter einen "amtlichen" Kippschalter

Beste Grüße

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Beitragvon Hans-Martin » 01.02.2017, 10:30

Hallo Peter,
das ist ein Taster, kein Schalter - was verlangt die Schaltung für diese Funktion?
Grüße Hans-Martin
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