Aktive Frequenzweiche Empfehlung gesucht

Lautsprecherbau und -tuning

Aktive Frequenzweiche Empfehlung gesucht

Beitragvon wk27 » 11.09.2017, 16:13

Hallo zusammen,
mein bisheriges 3-Wege setup (s. anderer Beitrag) wird momentan umgeplant zu einem 4-Wege System.
Stereo Subwoofer 2x15" Rythmik Audio oder vergleichbar, darüber OB mit B&C 15", BG Neo10x2 und Mundorf AMT 25D6.1 (hab ich schon, Sahneteil)
Der DEQX kann nur 3 Wege. Deshalb suche ich eine solide 2-wege Stereo Aktivweiche, um MT/HT nach dem DEQX zu trennen. Vielleicht 24DB Linkwitz Rilay. Bei Thomann gibt es ganz nette Sachen, sind aber sicher nicht alle rauscharm genug...
Weiss jemand was geeignetes so um die 200,- € (kein festes Budget, aber soll nicht wirklich teuer werden).
danke schonmal!
Wolfgang
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Beitragvon wgh52 » 11.09.2017, 16:42

Hallo Wolfgang,

welches DEQX Gerät setzt Du denn genau ein? Falls es eines mit Digitalausgängen ist, wäre die Auswahl an Weichen eventuell grösser. Mir fällt da als dediziertw IIR 2-Weg Weichenlösung HiFi-Akademie ein. Vielleicht sprichst Du auch mal mit Peter Merovinger, was er anbieten kann. Falls es analog sein muss finde ich eine hochwertige Empfehlung eher schwierig - mir fällt Thel ein, aber das sind keine Fertiggeräte... Insgesamt glaube ich, dass 200 € für eine hochwertige (sprich: eine dem jetzigen Niveau angemessene) Trennung kein ausreichendes Budget sind.

Wenn hier eine Vorauswahl zusammengekommen ist, sollten wir nochmal diskutieren, welche der Trennungen (Sub>TT oder HT>SHT) am besten von der Zusatzweiche übernommen werden sollte. Beispiel: Nachdem DEQX ja FIR ab den unteren Mitten gut kann (hat ja auch wenig Latenzzeit :wink: ), ist bei meinen Omegas die 180 Hz Trennung analog, die bei 880, und 4000 Hz mit FIR Filtern digital mit DEQX realisiert.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Hornguru » 11.09.2017, 16:55

http://www.thel-audioworld.de/module/saw/saw.htm
die 100dB SNR, 0.002 THD gibt dir 93dB THD+N. Für analog akzeptabel.
Wäre im Budget und sicher nicht schlecht.

Musst halt das Delay zwischen den Hochtönern physisch steuern (von Hand schieben) und hoffen dass das GroupDelay im Übergang so passt dass der DEQX das invertieren kann.

gruß
Josh
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Beitragvon wgh52 » 11.09.2017, 18:08

Hallo Josh,

an die Thel-Weiche hatte ich ja auch gedacht.
Hornguru hat geschrieben:...Musst halt das Delay zwischen den Hochtönern physisch steuern (von Hand schieben) und hoffen dass das GroupDelay im Übergang so passt dass der DEQX das invertieren kann...
Wenn man die Analogweiche für die Sub/TT Trennung hernähme, könnte man die HT Trennung dem DEQX überlassen, das kann der inkl. Gruppenlaufzeit und zeitlicher Schallentstehungsortsangleichung sehr gut! Aber das sehen wir noch.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon NNEU » 11.09.2017, 21:10

Hallo zusammen,

Insgesamt glaube ich, dass 200 € für eine hochwertige (sprich: eine dem jetzigen Niveau angemessene) Trennung kein ausreichendes Budget sind.


Das sehe ich in diesem Fall etwas anders.
Der DEQX übernimmt ja nach wie vor die Korrektur und ein Grossteil der Weichenfunktion.

Aus einem Weg wird dann halt ein "gesplitteter" Weg; das sollte dem Ganzen jedoch keinen Abbruch tun.

Falls es High-Endig für faires Geld bleiben soll, würde ich mal bei Abacus nachfragen. Dort gibt es ebenfalls fertige Analogweichen mit steckbaren Filtermodulen.
Diese wurden zb. schon in den grossen A.O.S. Lautsprechern mit externer Verstärkung eingesetzt.

Viele Grüsse,
Noel
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Beitragvon Matty » 11.09.2017, 21:35

Eine sehr günstige Lösung gibt es auch z.B. bei KMTech Design.

Sie verkaufen über einen Ebay-Store und haben unterschiedliche Modelle im Angebot:
http://stores.ebay.de/KMTech-Design/Act ... 34.c0.m322

Ausprobiert habe ich sie selber noch nicht. Ich hatte aber in verschiedenen Foren (u.a. diyaudio.com) sehr positive Berichte über die Qualität gelesen.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon meroVinger-audio » 11.09.2017, 22:09

Guten Abend,

warum nicht einfach das Vorhaben umdrehen und zwei 3-Wege Lautsprecher mit dem DEQX aufbauen und dann die Subwoofer per DSP entsprechend anbinden?
Die meisten Woofer gibt es mit absolut soliden DSPs. Und selbst wenn es die Rythmik sein sollten, dann bietet sich immer noch an ein DSP vorzuschalten, das die Übernahmen entsprechend anpasst.

Selbst wenn man hier "nur" z.B. das DSP von Audaphon (DSP-22) nehmen würde, so könnte man ja dennoch nach erfolgten Einstellungen am DSP-22 über den DEQX "von hinten" die Übernahme anpassen so dass es passt.

Eine analoge Trennung zwischen Mittelton und Hochton empfinde ich (ohne das jetzt in der Tiefe analysiert zu haben) als seltsam, da - wie schon gesagt - keine erkennbaren Vorzüge erzielt werden können.
Der DEQX hat dann eh schon gewandelt, wohl verzichtet man aber z.B. aufs Delay zwischen Mittelton und Hochton.

Viele Grüße!

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 11.09.2017, 22:52

Hallo Peter,
die (Audaphon-) DSP-bedingte Verzögerung kann aber durchaus 10m entsprechend über 30mS betragen (bitte beim Hersteller nachfragen und entsprechend bestätigt bekommen).
Das will bedacht werden, denn diese Verzögerung muss anderweitig (für den Rest) kompensiert werden.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wk27 » 12.09.2017, 05:43

Hallo zusammen,
Danke für die unterschiedlichsten Beiträge...
Mein DEQX ist ein hdp-5, Ausgänge jeweils gefilterte 3 Wege balanced analog oder digital. Es gibt auch noch einen digital through. Dann habe ich aber keine Lautstärkeregelung mehr, weil dieser Ausgang völlig ungeregelt ist.
Ich möchte gern ein Fertiggestellt einsetzen und hatte gedacht die Geräte aus dem Paradies bzw Studiobereich hätten ein gutes P/L Verhältnis.
Zu der Frage ob sub/midbass oder mt/ht besser extern getrennt werden gibt es wohl unterschiedliche Meinungen. Momentan favorisiere ich die mt/ht variante
Ciao
Wolfgang
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Beitragvon modmix » 12.09.2017, 09:00

Hallo Wolfgang,
wk27 hat geschrieben:Zu der Frage ob sub/midbass oder mt/ht besser extern getrennt werden gibt es wohl unterschiedliche Meinungen. Momentan favorisiere ich die mt/ht variante
Wäre auch mein Favorit - allerdings mit möglichst sanfter Trennung (6dB/oct.) - Erfahrung aus Versuchen mit dem ScanSpeak RingRadiator.
hth
Ulli

PS:
Könnte mir hier auch prima eine passive Weiche vorstellen - mit guten bis sehr guten Bauteilen bleibst Du im angestrebten Preisbereich, mußt aber selber "stricken" :wink:
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Beitragvon Hornguru » 12.09.2017, 11:00

Im Mittelhochton trennen kann ich noch von Hand ein paar cm schieben und so Exzessphase timen.
Auch sind die Quellen nah aneinander und Reflektionen viele viele Wellenlängen weit weg.
Ein gemeinsames ein- und aus-schwingen der Filter ist also machbar, was wichtig ist für die Phasenlinearisierung der ersten Wellenfront (welche nicht durch Moden gestört sein darf).

Das sieht im Bass viel kritischer aus und wird dann mit FIR nicht besser.
Insofern würde ich das eher in den Hochton verlagern.

6dB Weichen sind auch etwas praxisfremd oder? Mal Klirr und IMD gemessen?
Allein der Treiber als üblich Hochpass 2. Ordnung addiert sich in der Realität nun schon zur dritten Ordnung.
Da bräuchte man schon einen 10" Breitbänder um im Hochton 1. Ordnung zu trennen.

@ Peter: ich fänd das angenehmer da nicht wei mal ADADA zu routen. Besonders bei kleinen Pegeln. Dann hat das digitale (selbst wenn IIR) auch immer noch Delay.
Müsste man die zwei anderen nicht aufgezweigten Ausgänge am DEQX wieder zusätzlich etwas verzögern um das auszugleichen. Fummelarbeit :)
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Beitragvon wgh52 » 12.09.2017, 11:13

Hallo Josh,

Hornguru hat geschrieben:Müsste man die zwei anderen nicht aufgezweigten Ausgänge am DEQX wieder zusätzlich etwas verzögern um das auszugleichen. Fummelarbeit
Hmmmmm..... Wenn ich die DEQX-externe Aufzweigung zuerst abstimme, diese also für den DEQX wie ein z.B. Hochtonweg aussieht, und dann erst die 3-Weg DEQX Abstimmung mache, gibt's keine "Fummelarbeit", weil dann die DEQX S/W (u.a.) den Pegel/Laufzeit/Latenz/Schallentstehungsausgleich der (dann nur noch) drei Wege macht. Also eine Frage der Vorgehensweise, soweit ich sehe 8)

Grüße,
Winfried

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Beitragvon wk27 » 12.09.2017, 11:21

Passiv habe ich verworfen, zu unflexibel, und ich habe keinerlei Erfahrungen.
Hochtöner verschieben geht nicht, die Schallwand der open baffle ist definiert.
Bin auch eher (durch deqx verwöhnt) freund von etwas steilflankigen filtern, 24 oder 48 db.
Nehme gern noch (fertig) frequenzweiche empfehlungen entgegen....
Ciao
Wolfgang
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Beitragvon lukivision » 12.09.2017, 11:22

Vielleicht hilft Dir dieses Teil auch weiter:

http://www.ebay.de/itm/262562733308?_tr ... EBIDX%3AIT

Die 5 OpAmps habe ich durch LME49720 ersetzt. Du kannst die Trennfrequenz bestellen, sie wird sehr akkurat geliefert. Du brauchst dann allerdings noch einen Trafo für die Stromversorgung. Hört sich gut an.

Luki
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Beitragvon modmix » 12.09.2017, 19:39

wk27 hat geschrieben:Bin auch eher (durch deqx verwöhnt) freund von etwas steilflankigen filtern, 24 oder 48 db.
DEQX macht linearphasige Filter - da nutze ich gerne 96dB/oct.
Klassische Filter verhalten sich anders.
Kleine Anregung: https://www.hifi-selbstbau.de/verschied ... -myro-time
So, jetzt halte ich meine Klappe... Vielleicht muß jeder aus eigenen Fehlern lernen... :wink:
Ulli
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