PA Verstärker zum Aktivieren

Lautsprecherbau und -tuning

PA Verstärker zum Aktivieren

Beitragvon bvk » 12.09.2017, 16:46

Es gibt auf dem Markt recht kostengünstige Class D Verstärker aus dem professionellen Bereich. Da kostet ein Monokanal um die 180-250€. zB IMG Stageline STA 2000D mit 4 Monokanälen oder Crown xls 1502 mit 2 Monokanälen jeweils 500Watt/Kanal. Die Eingangsempfindlichkeit ist kanalbezogen einstellbar. Die Geräte sind super ausgestattet, symmetrische- und Cincheingänge, Speakon und Banana Ausgänge. Eigentlich ideal zum Aktivieren.
Natürlich haben die Lautstärkeregler, die ich eigentlich nicht benötige weil ich das, jedenfalls bisher, digital mache. Meine derzeit eingesetzten Endstufen bringen 125 Watt je Mittel- und Hochtonkanal und ich habe heute schon ein mulmiges Gefühl die Chassis betreffend.

Jetzt frage ich mich aber erst recht: So ein Hochtönerchen und 500 Watt wie verhindere ich die Kernschmelze?? Nicht dass noch die Feuerwehr kommen muss :wink:

Grüße, Bernd
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Beitragvon Hornguru » 12.09.2017, 19:28

Hallo Bernd

Ich hatte den Monacor STA 1508. Er rauscht. Obwohl die Werksangaben besser als die Realität sind.
Kommt auf die Lautsprecher an. Bei 80dB SPL war Stille. Bei 110dB SPL willst du den Amp nichtmal für ne Gartenparty!

Außerdem baut Monacor Sollbruchstellen durch Elkos zu kleiner Belastbarkeit ein. Die Platzen nach 2 Jahren und das ersetzen auf der doppelschichtigen Platine ist ätzend.
Der Lüfter war dagegen in 10 Minuten leicht ersetzt und dann leise.
Hitzestau gab es hinter dem Kühlkörper jehnseits des Luftzugs, über den Endstufen am Deckel. Auch nicht langlebig.

Also da höre ich von Crown schon viel besseres.
Bzgl Hochtönerschutz war man sich hier zwar nicht einig, aber trotzdem verweise ich mal mit meinem persönlichen Tipp auf den Kondensator:
http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=37&t=8255&hilit=schutzkondensator
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Beitragvon meroVinger-audio » 12.09.2017, 22:00

Guten Abend,

die STA-2000D besteht aus zwei Pascal S-Pro2 Modulen. Die sind absolut einwandfrei, genießen einen guten Ruf und Rauschen konnten wir bisher nicht feststellen.
In der STA-1000D arbeitet eines der Module und in der STA-1000DSP ist eine S-Pro2 kombiniert mit dem 3-Kanal DSP von ALLDSP (1800B).
In allen drei Fällen einwandfreie Qualität verpackt in klapprige, aber pragmatische Gehäuse.
Zu dem Preis - und wenn man sich mal anguckt was namhafte Hersteller wie Jeff Rowland für die S-Pro2 verlangen - m.E. absolute Empfehlungen.

Die Endstufen mit Hypex-Modulen würde ich meiden. Da läuft der Lüfter permanent.

Um Hochtönerschutz würde ich mir da keine großartigen Gedanken machen. Eine Fehlbedienung beschädigt den Hochtöner auch bei 30 Watt Leistung.

Gruß
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Beitragvon Fbee » 13.09.2017, 08:27

meroVinger-audio hat geschrieben:Die Endstufen mit Hypex-Modulen würde ich meiden. Da läuft der Lüfter permanent.


...zu allgemein. Hypex Module sind m.W. derzeit alle lüfterlos.

Es gibt rein konvektiosgekühlte Anwendungen der Hypex Module.
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Beitragvon meroVinger-audio » 13.09.2017, 10:51

Die Endstufen von monacor mit hypex modulen. :cheers:

Gruß
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Beitragvon bvk » 13.09.2017, 12:16

Die Vorbehalte gegenüber Class D sind mir bekannt und sie existieren teilweise auch zu recht. Jetzt ist es so dass die genannten Crown Verstärker schon hier im Forum eine sehr gute Presse hatten und die IMG Stageline STA 2000D da:
http://www.felbi.at/wp/category/selbstg ... mponenten/

Trotzdem würde mich über einen Rat freuen wie die Chassis vor der hohen Leistung geschützt werden können, Lautstärke zügeln ist natürlich eine Option. Die genannten Verstärker gibts halt nur so kräftig. Aber das Problem habe ich auch schon bei meinen MiniDsp PlateAmps. Die jagen auch 125 Watt auf den Hochtöner, und ich habe immer mal wieder Sorge dass sie beschädigt werden.

Bernd
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Beitragvon bvk » 13.09.2017, 12:29

Sorry, ich muss nochmals nachlegen:
danke Josh für den Hinweis auf die Diskussion mit dem Schutzkondensator. Aber da war es wohl in erster Linie um Gleichstrom Thematik und Verstärkerhavarie gegangen? Meine Frage zielt auf den Normalbetrieb, also eher auf eine Gebrauchsempfehlung. Schäden durch Gerätehavarie oder Treiberprobleme nehme ich in Kauf, da meine HT und MT Chassis einigermaßen preisgünstig sind. Aber alle 2 Monate möchte ich sie natürlich auch nicht ersetzen.
Bernd
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Beitragvon chriss0212 » 14.09.2017, 06:44

Hallo Bernd,

im Normalbetrieb (also nichts defekt, Frequenzweiche in Ordnung und die Lautstärke Balance zwischen allen Chassies stimmt) kannst Du Deine Lautsprecher am besten schützen in dem Du sie entweder nicht zu laut machst oder einen Limiter einbaust, bei dem Du das verhalten justieren kannst (siehe "Soft Knee" bei Limitern).

Die vorgeschaltete Frequenzweiche sollte ja dafür sorgen, dass die Pegelverhältnisse stimmen.

Ich schütze mich und mein Auto ja auch nicht dadurch, dass ich mir ein Auto mit wenig PS kaufe, sondern ich passe auf meinen rechten Fuss auf ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon bvk » 14.09.2017, 10:05

Danke Christian,
sparsam mit dem Gaspedal, :D ist ja auch ok. Bei meiner digitalen Konfiguration in der ich auch die Lautstärke regle steht das Gaspedal immer auf Vollgas bei den Verstärkern. Das führt bei einem Problem im digitalen Teil der Signalverarbeitung zur Katastrophe. Die Probleme sind selten aber sie kommen vor: die Tastatur oder Maus liegt auf dem Sofa und jemand setzt sich drauf. Dadurch wird ein Befehl ausgelöst zB volle Lautstärke und dann fliegen die Fetzen.
No risc no fun,
Grüße, Bernd
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Beitragvon v_erich » 14.09.2017, 12:03

Ich hatte mal einen Softwarefehler im Audio PC - Störgeräusche mit vollem Pegel auf allen Kanälen war die Folge, ein Hochtöner roch verbrannt süßlich :-(

Man kann noch über Sicherungselemente in der Zuleitung zum Hochtöner nachdenken:
http://www.mundorf.com/de/?category=hifi&menu=resistors_fuses&content=mprotect_recofuse
http://www.mundorf.com/de/?category=hifi&menu=resistors_fuses&content=mprotect_festoon

Die Monacor 1000D hab ich gebrückt am Sub, meine bisher beste Sub Endstufe.
Knackig, laut, geräuschlos (kein Brumm), teifreichend, kühl (hängt an einem 38'er PA Sub im geschlossenen Gehäuse, per Acourate entzerrt).

Gruß,
Erich
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Beitragvon Hornguru » 14.09.2017, 15:16

Ahhh so meinst du das mit Schutz. OK.

Ja das kenn ich auch und auch die Ängste :D

1. Ich habe die Onboard Soundkarte des PC mit eingebautem Piezo Quäker als Standard Ausgabe definiert.
Plötzlich unerwartete Warntöne des Systems werden nur über den Laptop wiedergegeben, meine Soundkarten sind überhaupt nicht aktiv. Sie hängen nur als Xbeliebige Peripherie am USB. Einzig der Convolver hat diese spezifisch als Ausgabe Quelle.
Dass der Convolver mal hängt und Knacksen oder sonstiges Ausgibt passiert "idR" nicht :wink:

2. Falls doch mal was käme: Am besten man hat ein dynamisches Stück (klassische Musik, schöne Deu.Gram. Aufnahme) und limitiert an den Potis der Endstufe bei voll aufgedrehter Quelle den maximalen Bedarf um noch schön laut zu hören. Dann drosselt man nur noch die Quelle (Preamp/Convolver) je nach Bedarf. Das Maximum liegt somit stets bei Human laut.

3. Den Rest fängt der Kondensator ab.

Also nicht trimmbare Transistoramps direkt am dynamischen Hochtöner würde ich auch nicht wollen.
Bei ner SET Röhre weniger das Problem. Oder Isodynamischen LS.
Hatte mal aus Versehen vollen Pegel an der fetten Parasound auf die ESL. Hats nur die Endstufe weggehaun :mrgreen: Juckt den ESL wenig.

Gruß
Josh
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Beitragvon bvk » 14.09.2017, 18:03

Hi Erich,
neben der schon genannten "Besetzung" der Tastatur gab es auch bei mir schon einmal ein Treiberproblem der Soundkarte. So im 2 Sekundentakt Knall mit voller Lautstärke. Die Subs haben es ausgehalten, die Breitbänder waren zerknittert. So schnell konnte ich garnicht den Stecker ziehen. Gut das war einmal in 7 Jahren und auch noch meine Schuld, weil ich ein falsches Update der Fireface verwendet hatte. Immerhin waren mit dem Knall fast dann ein paar Hunderter vernichtet und ein neues Projekt wurde gestartet, weil ich die Breitbänder sowieso nicht mehr wollte.

Josh,
kann ich mir denken, dass auch dich das Thema ab und zu bewegt. Experimente fordern ihren Preis. Normalerweise mach ich alles auch erst alles mal ohne Ton und dann ganz leise. Aber beim oben geschilderten Fall hatte ich noch Monoblöcke ohne Poti im Einsatz und bei der Prüfung bei abgeschalteten Verstärkern in Totalmix war alles ok.
Sicherheitshalber müsste man eigentlich immer die Lautstärke an den Amps auf klein stellen und erst nach Test die digitale Regelung bei aufgedrehten Potis am Verstärker benutzen. Aber wer macht das schon. Die Limitierung an der Lautstärkeregelung der Endstufe ist natürlich der sicherste Ansatz, aber bei den billigen Verstärkern die ich meinte ist diese Sektion qualitativ wahrscheinlich nicht gerade erste Sahne. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.

Grüße,
Bernd
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