Faital Pro 140

Lautsprecherbau und -tuning

Faital Pro 140

Beitragvon chriss0212 » 20.12.2017, 07:16

Moin Moin,

Frage an die Hornprofis. Habe einiges Gutes über den Horntreiber Faital Pro 140 in Verbindung mit dem Faital Pro Horn LTH 142 gelesen. So wie es scheint taugt der Treiber auch für 2 Wege Konstruktionen. Bob Crites (wohl DER Klipsch Tuner in den USA) hat damit einen 2 Wegerich mit Namen Cornscala Style D entwickelt der die Tugenden der Klipsch La Scala und Cornwall vereinigen soll. Hat jemand Erfahrung mit dem Treiber oder sogar mit der Cornscala?

Vielen Dank und Gruß

Christian
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Beitragvon Schöngeist » 20.12.2017, 09:13

Im Klipschforum wirst Du fündig.
http://www.pauls-reference.de/forum/

Gruß Alfons
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Beitragvon Hornguru » 20.12.2017, 12:40

Hallo Chris

3" Membran, mein Favorit. Oft bewehrt.
Neodym, Kapton, 1.8 Tesla, alles super.
Wenn da nicht Titan drin wär, hört man viel negatives von Klirr bis agressivem Nach-Klingeln.

Da wär mir dieser (unter den "günstigen neuen" Treibern) lieber:
http://www.eighteensound.com/Portals/0/PDFs/ND2080A.PDF

Gruß
Josh
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Beitragvon uli.brueggemann » 20.12.2017, 12:53

Hornguru hat geschrieben:Da wär mir dieser (unter den "günstigen neuen" Treibern) lieber:
http://www.eighteensound.com/Portals/0/PDFs/ND2080A.PDF

Den verwende ich als oberen Mitteltöner. Bin da sehr gut mit zufrieden :)

Grüsse
Uli
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Beitragvon phase_accurate » 20.12.2017, 14:21

Hallo Christian

Ich benutze den HF146 (3" Kunstoffmembran) in einer Zweiwege Kombi (grosse MTM) aber an einem 18 Sound Horn, da dieses ein Bisschen weiter runter geht. Ich liebäugle aber auch mit dem FTH142 für eine kleinere Variante der besagten MTM Box (ich habe deren Physis unterschätzt und meine eigene überschätzt und muss sagen ,dass es wirklich mühsam ist das DIng zu verschieben für Messungen etc). In einem australischen Forum und auf Diy Audio findest Du auch Messungen mit dem HF144, welcher im Hochton etwas weniger linear ist als der HF146 aber im Klirr scheinbar besser ist. Dort wird dem Eighteensound XT1464 der Vorzug gegeben gegenüber dem LTH142. Warum konnte ich noch nicht herausfinden. Auf alle Fälle sieht das Faital besser aus (und ist auch etwas kompakter), was wahrscheinlich auch der Grund ist, dass die grössere Unison Max in der Serienversion auch deses verwendet, obschon alle Chassis von 18 Sound sind.
Bin mir nicht ganz sicher, aber der HF140 hat soviel ich weiss keine Aufhängung aus Titan. Für den schlechten Klang scheinen eher die Aufhängungen aus Titan verantwortlich zu sein und ncht die Mebran selber. Wobei es auch Aushahmen gibt: Der 18 Sound ND3ST hat extem tiefe Verzerrungen trotz Titan Aufhängung (aber er geht leider nicht allzu tief.)

Gruss

Charles
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Beitragvon Hornguru » 20.12.2017, 14:47

Hi Charles

Was die Verzerrungen angeht so könnte die Aufhängung das Schuld sein.
Aber die Resonanzen klingen auch viel langsamer aus, was eher von der Membran kommt.

Uli, hat sich der ND2080A bei dir real auch so aalglatt gemessen wie das wahrscheinlich geschönte Diagramm?

Gruß
Josh
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Beitragvon uli.brueggemann » 20.12.2017, 15:31

Hornguru hat geschrieben:Uli, hat sich der ND2080A bei dir real auch so aalglatt gemessen wie das wahrscheinlich geschönte Diagramm?

Josh,

ungeglättete Ansicht, zwei Treiber, Horn Jabo KH30

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Ich verwende die Treiber zwischen 1 kHz und 6 kHz.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hornguru » 20.12.2017, 16:49

:shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

Danke Uli. Wenn ich mal Ersatz brauch, der wirds.

Gruß
Josh
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Beitragvon chriss0212 » 20.12.2017, 18:51

Hallo Uli,

ich bin ja für den Anfang auf der Suche nach einem Treiber für einen 2 Wege Lautsprecher... Würdest Du ihn dafür empfehlen? Du hast ihn ja "nur" bis ca. 9 KHz gemessen ;)

Ich möchte nicht ausschließen, dass es evtl. später ein 3- oder 4- Wege wird ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 20.12.2017, 19:08

Christian,

ich habe
a) tatsächlich nie bis z.B. 24 kHz gemessen
b) auch nicht untersucht, wie der Treiber dann bei hohen Frequenzen bündelt (was dann zu erwarten ist).

Am liebsten wäre mir ein Hornsystem, wo jedes Chassis für 2 Oktaven optimiert ist. Das würde bedeuten und zwar von oben gesehen
24 kHz - 12 kHz - 6 kHz
6 kHz - 3 kHz - 1.5 kHz
1500 Hz - 750 Hz - 375 Hz
400 Hz (vereinfacht) - 200 Hz - 100 Hz
100 Hz - 50 Hz - 25 Hz

Also ein 5-Wege-System. Das unterste Horn wäre schon mal ein very big challenge wegen der Größe. Es wird da dann eher konventionell. Ich betreibe ja ein 4-Weg-System.

Ein 2-Wegerich ist dann in der anderen Richtung schwierig. Insofern habe ich dann für das ABACUS Horn ein 3-Wege-System konzipiert. Welches denn neben dem Klang auch noch wohnraumfreundlich ist.

Grüsse
Uli
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Beitragvon chriss0212 » 20.12.2017, 20:44

Hallo Uli,

danke für die schnelle Antwort.

Ich würde gerne klein starten und später aufrüsten. Das Faital wird ja von Bob Crites in 2 Wege Systemen genommen. Deswegen würde ich das auch gerne mal probieren. Wie gesagt: Später mal aufrüsten ist ja nicht ausgeschlossen ;)

Auf 3 Wege wäre ja recht problemlos. Und da ich gerne eine Analoge Weiche probieren würde, würde ich gerne einen Treiber nehmen der von Hause aus nicht so übel spielt. Bass und Horn würde ich gerne aktiv trennen und dann das evtl. kommende Hochtonhorn dann passiv... Ich weiss: nicht Dein Fall ;)

Aber ich habe gerade probiert meine alten KS-Digital D-60 (haben ja auch ein mini Hochtonhorn) selber zu aktivieren. Habe also die Aktivelektronik deaktiviert und eine Kombi aus Thel Weiche und meinen Endstufen probiert. Und das klingt auf jeden Fall um Welten besser als die interne Elektronik mit FIR Entzerrung.

Und da ich das Gefühl habe: Horn tut meiner Wohnung gut... würde ich gerne mal ein Hornprojekt angehen... aber eben nicht gleich mit Volldampf voraus ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Matty » 20.12.2017, 21:09

uli.brueggemann hat geschrieben:Am liebsten wäre mir ein Hornsystem, wo jedes Chassis für 2 Oktaven optimiert ist. Das würde bedeuten und zwar von oben gesehen
24 kHz - 12 kHz - 6 kHz
6 kHz - 3 kHz - 1.5 kHz
1500 Hz - 750 Hz - 375 Hz
400 Hz (vereinfacht) - 200 Hz - 100 Hz
100 Hz - 50 Hz - 25 Hz


Hi Uli,

hast Du schon mal geprüft/gemessen/simuliert/berechnet, welches für diese Hörner die ideale Größe wäre, wenn ein möglichst homogenes Bündelungsmaß - vor allem an den Übergängen - erreichen werden soll?

Zumindest für die oberen 3 Wege bieten sich ja Tractrix-Hörner an, die es in unterschiedlichsten Größen gibt, so dass man durch die richtige Wahl hier eine gute Möglichkeit zur Optimierung hätte.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon uli.brueggemann » 20.12.2017, 21:34

Nein.

Grüsse
Uli

PS: wir sollten nicht mehr den Faital-Thread hijacken
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Beitragvon chriss0212 » 20.12.2017, 21:41

Och... kein Problem ;)

Vielleicht kann ich ja Infos daraus für mein weiteres Vorgehen ableiten ;)

Ach so... das meine Aktivierung besser klingt als die werkseitigen Bestückung mit FIR Filter liegt sicher nicht am Filter... ich denke die Elektronik ist da der limitierende Faktor ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Matty » 20.12.2017, 23:08

chriss0212 hat geschrieben:Och... kein Problem ;)

Vielleicht kann ich ja Infos daraus für mein weiteres Vorgehen ableiten ;)



Hi Chris,

ich denke auch. :cheers:

Es wurden bereits verschiedene Themen angesprochen, die für die Planung eines erweiterbaren Konzepts eine interessante und entscheidende Rolle spielen könnten:

  • Anzahl der Wege und Trennfrequenzen eines künftigen Mehrwegekonzepts
  • Frequenzbereich und Resonsanzverhalten der Treiber (insbesondere für den 'ersten' Treiber)
  • Größe des Horns (Einsatzbereich, Bündelungsverhalten)

Für den Einstieg mit einem Zweiwegesystem (Horn+ z.B. Bassreflex) brauchst Du nun einen Treiber, der einen möglichst großen Frequenzbereich abdeckt und ein Horn, das dazu passt.
Betrachtet man den Frequenzbereich, ist der Faital sicher ein interessanter Kandidat für ein Zweiwegesystem.

Josh hat nun aber zu Recht die Frage nach dem Resonanzverhalten gestellt, welches für die 'audiophile' Qualität eine entscheidende Rolle spielen kann. Titanmembranen gelten da oft als kritisch, weil sie manchmal heftige Resonanzen aufweisen.
Dies kann sich aber bei Erweiterung auf z.B. 3 Hornwege wieder realtivieren oder gänzlich unerheblich werden, wenn die Resonanzen dann außerhalb des Übertragungsbereiches liegen.
Es gibt sicher Topp-Treiber, die einen großen Frequenzbereich in hoher Qualität abdecken und auch sehr teuer werden können. Es kann aber auch passieren, dass diese Treiber dann in einem Mehrwegesystem keine Vorteile mehr gegenüber günstigeren Treibern haben, sobald die Schwächen der günstigeren Treiber außerhalb des Einsatzbereiches liegen. Mit dem teueren Topptreiber hätte man dann in dem Mehrwegesystem evtl. unnötig Geld versenkt.

Interessant auch die Frage, ob das Horn des Zweiwegesystems später die geeignete Dimension für das Mehrwegesystem hat.

Zwischenfazit aus meiner Sicht:

Es gibt sicherlich sehr viele Möglichkeiten, dein Vorhaben zu realisieren.
Es lohnt sich aber der Blick auf die Details und auch, sich Gedanken zu machen, wie der künftige Weg der Erweiterung aussehen soll, um die richtigen Entscheidungen zu treffen (Wiederverwertbarkeit) und ein System zusammenzustellen, was am Anfang schon gut und am Ende - in der Zielkonfiguration - optimal ist.

Viele Grüße

P.S. Ich habe mir in der letzten Zeit ganz ähnliche Gedanke gemacht wie Du 8)
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