Und es gibt ihn doch! Den Yeti - ää ultimativen Lautsprecher

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon chriss0212 » 10.02.2018, 15:23

Hallo Josh

emotional tot und kalt wie das Schwein nach dem Ausbluten


Das ist vielleicht zu emotional ;)

:cheers:

Christian
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Beitragvon Hornguru » 10.02.2018, 21:12

Hi Chris

Doch doch! Ich habe das mal sehr weit getrieben. Die ESL wurden wirklich sowas von linear, das war schon speziell. Und wirklich zum einschlafen öde.

Muss man alles mal gemacht haben ums zu verstehen :)
Im Prinzip wollen wir ja nur keine Verfärbung die uns in die Ohren schreit, Moden die Dröhnen, oder sonstige Elemente die heraus”stechen”. Aber trotzdem soll es noch leben dürfen.
Warum?
Ich habe auch schon langweilig tot gedämpfte LS mit privaten gänzlich unbearbeiteten Monoaufnahmen gehört (Mikro ans Tape und Ende). Das klingt widerrum perfekt.

Daher glaube ich dass das Bedürfnis an einer Rest-unlinearität einfach einer “Dekomprimierung” gleichkommt.
Das scheint Klaus im System sehr gut ausbalanciert zu haben. Nichts stach tonal heraus. Alles war eine harmonische Einheit, dennoch lebendig.

Das andere war die Entfernung. Menschen nehmen Nahe Quellen leiser war als fernere, bei gleicher SPL am Ohr anliegend. Auch Anteil von mehr indirektem Schall verursacht eine Wahrnehmung von mehr Lautstärke.
Deswegen haben wir ja fast garkeine Dynamik Wahrnehmung auf einem Kopfhörer. Alles klingt platt. Und man dreht intuitiv immer ungesund laut auf.

Dieses Horn System war ganze 8 Meter vom Hörplatz entfernt. Das bringt schon sehr sehr viel Dynamik.
Dass sich das wohl nicht gänzlich im Diffusfeld verlaufen hat ist wohl dem Abstrahlverhalten der sphärischen Hörner zu verdanken.
Diese Darstellung von 100 auf 40 Quadratmeter heruntergebrochen zu erhalten wird wohl sehr schwer bis unmöglich.

Gruß
Josh
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Beitragvon chriss0212 » 10.02.2018, 21:30

Ich glaube insgesamt sind wir nah beieinander ;)

Muss man alles mal gemacht haben ums zu verstehen :)
Im Prinzip wollen wir ja nur keine Verfärbung die uns in die Ohren schreit, Moden die Dröhnen, oder sonstige Elemente die heraus”stechen”. Aber trotzdem soll es noch leben dürfen.


Ich bin ja im Herzen Techniker... und es viel mir lange Zeit schwer zu akzeptieren, dass gut gemessenes einfach meist nicht so recht will... aber irgendwann hat es Klick gemacht und ich verlasse mich auf meine Wahrnehmung.

Ich versuche aus Messergebnissen Tendenzen abzuleiten aber am Ende entscheidet das Ohr... und das kann auch das meiner Frau sein. Wir haben zwar sehr unterschiedliche Meinung was gefällt, aber aus aus ihrer Meinung kann ich für mich viel ableiten, da ich weiß, dass ihre Meinung frei von externem Einfluss ist, da sie eigentlich mit meinem Hobby nix am Hut hat ;)

Musik braucht Leidenschaft und Emotion um sich zu entfalten... und das hat nur bedingt mit bekannter Lehrbuchtechnik zu tun ;)

Viele Grüße... und Sorry für das OffTopic Gedöns ;)

Christian
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Beitragvon Hornguru » 11.02.2018, 00:32

Hallo Chris,

Da ist was dran. Auch wenn das gerade wegdriftet vom besagten Goto Horn, so ist es doch irgendwie verbunden mit “warum es trotzdem klingt”:

Hier als Beispiel LS “A”. Ein überteuerter HighEnd Würfel der sich an so garkeine neu erworbenen Kenntnisse der guten Technik Manier hält. Der Hersteller gehört eher ins Voodoo&Luxus Lager. Preis ist 5 stellig. Zwei Wege passiv in ner quadratischen Kiste, 8” und 1”er, so total ultra Standard. Und die Messung in toter Kammer:
Bild
Naja. Das geht im dreistelligen Segment besser.

Dagegen nehmen wir einmal einen ordentlichen klassischen Studio Monitor “B”:
Bild


Interessant wenn man jetzt beide mal in einen kargen normalen wenig bedämpften Raum stellt.
Und auf viele Meter entfernt am Hörplatz und Drumherum misst und das ausmittelt ...
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Blau = A und Rot = B :mrgreen:

Gruß
Josh
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Beitragvon Tinitus » 12.02.2018, 22:49

Hallo Josh,

als Studie sehr interessant, etwas unpraktisch für den durchschnittlichen Alltag, ist eben keine durchschnittliche Anlage.

Zu deinem letzten Post FG ist nicht alles 8auch keine neue Erkenntnis)

Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Lautsprecher und Raum bzw. deren Interaktion den Rahmen für das Mögliche stecken, das heisst für mich, wenn der FG aussieht wie wahlweise A oder B, wie viel weit(er) bringt mich dann ein Designer Stromkäbelchen im fünfstelligen Bereich.
Da ist dieses Projekt doch auf einem deutlich besseren Weg.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Hans-Martin » 12.02.2018, 23:41

Tinitus hat geschrieben:das heisst für mich, wenn der FG aussieht wie wahlweise A oder B, wie viel weit(er) bringt mich dann ein Designer Stromkäbelchen im fünfstelligen Bereich.

Hallo Uwe,
in punkto FG sicherlich nicht, aber die Lebendigkeit oder auch die räumliche Abbildung eines Stereosystems kann ggf. verbessert werden. Die Tendenz kann man aber auch schon bei Netzkabeln im 2-stelligen Bereich feststellen.
FG-Vorteile können überhört werden, wenn der Raum mit seinem Nachhall alles dominiert, zuschmiert.
Flucht nach vorn mit mehr Dynamik der Quelle kann dem ersten Signal einen Vorteil verschaffen, die Raumantwort erfolgt verzögert.
Die Frage ist nur, mit welchem Zeitfenster der FG erstellt wurde.
Das Ohr kann Dinge differenzieren, zu denen die Messtechnik noch nicht angemessen imstande scheint.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Horse Tea » 13.02.2018, 00:08

Hans-Martin hat geschrieben:Das Ohr kann Dinge differenzieren, zu denen die Messtechnik noch nicht angemessen imstande scheint.


Hallo Hans-Martin,

wäre es nicht vermessen, dies zu fordern oder gar zu erwarten, wenn das Gehör über Millionen von Jahren Zeit hatte, sich zu optimieren und seine (lebens)wichtigen Warn- und Verständigungsfunktionen zu entwickeln. Dagegen ist das Musik-Hören :oops:, die technische Evolution :oops: und die Motivation eines Ingenieurs :oops: (aller Ehren wert!) ein Fliegenschiss :oops: ... sagt ein Biochemiker und hört Musik und staunt versonnen weiter...

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon MachsAnders » 18.02.2018, 09:35

@Hornguru,

hab Deine Zeilen genüsslich gelesen.
Toll geschrieben. Es freut mich, wenn jemand soviel Begeisterung zeigt.
Wenn ich die Beschreibung von 40 Jahren in einer Stereo-Fachzeitschrift gelesen hätte, hätte ich mein Kleingeld zusammen gekratzt und die Anlage gekauft -sofern sie räumlich unterzubringen gewesen wäre... was in diesem Fall aber doch den weg zum Kreditberater bedürft hätte.

Darf ich mal fragen, welche Songs Du dort angehört hast?
Waren Dir die Songs an Deiner Kette gut vertraut?
War die Abhörlautstärke wie Zuhause, oder deutlich höher?

Ralf
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