Gertifizierung von Rolis BluRay-Player (Denon DBP 4010UD)

Gerts Modifikationen

Beitragvon Fortepianus » 31.01.2011, 21:45

Hallo Roland,

vielen Dank für die nette Rückmeldung. Das Gerät erfüllt also seine Sollfunktion (nämlich Dich ähnlich wie Franz aus den Latschen zu hauen :mrgreen: ).

Roli hat geschrieben:Gert hat mir hier ein Gerät „gertifiziert“, welches mir einen Wahnsinns Spaß bereitet. Es ist klar, ich habe das Ursprungsgerät nicht gehört. Einen Vergleich zu diesem kann ich deshalb auch nicht kommentieren.

Sei versichert, ohne meine kleinen Änderungen wäre Deine Begeisterung kleiner - ich habe den Direktvergleich ja gemacht.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Rudolf » 31.01.2011, 22:27

Lieber Roli, lieber Gert,

auch von meiner Seite Glückwunsch zu der erfolgreichen Gertifizierung!

Als Sonos-User kann ich Rolis Wunsch nach einer zusätzlichen Verbesserung der Streaming-Wiedergabe übrigens bestens nachvollziehen:

Roli hat geschrieben:Falls Gert sich mal an einem LINN-Akurate DS [Achtung: Auslaufmodell!!!] versuchen möchte – kein Problem.

:mrgreen:

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Unicos » 01.02.2011, 14:08

Hallo,

ich haette da einen kleinen Sneaky..... daran koennten wir ja erstmal testen :-).
Zur Not hole ich mir einen neuen.
Natuerlich alles voellig uneigennuetzig :-)

Gruesse

Thomas
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Beitragvon Kienberg » 01.02.2011, 17:39

Hallo Thomas,

Unicos hat geschrieben:..ich haette da einen kleinen Sneaky..... daran koennten wir ja erstmal testen :-).
Zur Not hole ich mir einen neuen.
Natuerlich alles voellig uneigennuetzig :-)

ich unterstütze als total überzeugter Linn-Fan natürlich Deinen interessanten Vorschlag :cheers:

Aber keineswegs uneigennuetzig, denn, wenn es Gert gelänge, unsere Linn's bei CD-Auflösung auf/eher über das Klangpotential des Sonos Mark Gert zu hieven, könnten wir unsere meistbietend hier zum Verkauf stellen ( die Präzisionsclocks sind ja absolute Mangelware, ev. kauft Gert sie selbst zurück :wink: :mrgreen: ). Auch die Apogee Bigben wäre dann wohl überflüssig und könnte verkauft werden.

Es müsste aber garantiert sein, dass sich die "Gertifizierung" des Linn Sneaky keineswegs klangmindernd auf die HD-Formate 24/96 und 24/192 auswirkt, denn näher als über diesen Weg bin ich dem "Ding an sich", der Livewiedergabe, noch nie gekommen.

Also, lieber Gert, wie wär's, jetzt nach Denon, ein Linn-Upgrade zu starten ? :D

Gruss
Sigi

ps. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, müssen wir nur aufpassen, dass Mr. Tiefenbrunn unseren Gert nicht nach Schottland weglotst :wink: :mrgreen:
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Beitragvon Fortepianus » 01.02.2011, 21:57

Liebe Sneaky-Besitzer,

Kienberg hat geschrieben:
Unicos hat geschrieben:..ich haette da einen kleinen Sneaky..... daran koennten wir ja erstmal testen :-).
Zur Not hole ich mir einen neuen.
Natuerlich alles voellig uneigennuetzig :-)

ich unterstütze als total überzeugter Linn-Fan natürlich Deinen interessanten Vorschlag :cheers:
...
Also, lieber Gert, wie wär's, jetzt nach Denon, ein Linn-Upgrade zu starten ? :D

netter Versuch, aber jetzt sind die Quarzschwinger wieder lieferbar und sogar schon an mich geliefert...ich habe eine nicht unerhebliche Anzahl gebunkert. Da haben jetzt die armen notgedrungen geduldigen Sonos-Hörer auf meiner Warteliste erstmal Vorrang.

Kienberg hat geschrieben:ps. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, müssen wir nur aufpassen, dass Mr. Tiefenbrunn unseren Gert nicht nach Schottland weglotst :wink: :mrgreen:

Den Schotten und den Schwaben wird ja in Bezug auf den Umgang mit Geld ähnliches nachgesagt, was aber weder im Fall von Herrn Tiefenbrunn noch mir irgendwie in den realisierten Geräten wieder zu finden ist :mrgreen: .

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon aston456 » 01.05.2011, 16:35

Liebe Freunde,

ich schließe mich mal ganz bescheiden diesem Thread an, denn auch meinen Denon 4010 hat Gert über Ostern(!) gertifiziert.

Anfang der Woche kam er dann in's Haus getrudelt und wurde erstmal in den Keller verfrachtet; es galt einen guten Zeitpunkt für die Vorstellung des neuen Freundes mit der Dame des Hauses zu finden. Gleichzeitig wollte ich noch die Ankunft meiner Fernseh-LS abwarten. Diese waren als das ultimative Schnäppchen intendiert und erwiesen sich dann am Freitag als ultimativer Reinfall - Überspannungsschaden komplett durch die Endstufe bis hin zu den Chassis. Mal schauen, vielleicht kann man da doch noch etwas machen. Wenn nicht, dann kommen die Teile zum Wertstoffhof und die A10 zu uns.

Aber das ist in jeder Hinsicht nur eine Petitesse am Rande, hier geht es ja um den gertifizierten Denon. Aufgrund eines massiven Brettes vor dem Kopf gelang es dem Verfasser auch nicht gleich, die Pretiose zum Laufen zu bringen; er schien den ersten Titel der Bluray (den Vorspann...) zu wiederholen und ließ sich auch nicht zum Sprung zum nächsten Titel bewegen. Nach endlosen Versuchen dann Gert angerufen, der auch etwas geschockt war und vorschlug, doch mal eine CD einzuwerfen. Da klappte alles. Bei einer DVD, dann wieder das gleiche Phänomen.

Gert: "Was wird denn jetzt auf dem Fernseher angezeigt?"
Kai: "Nichts, kein TV dran."
Gert: "Dann drück doch nochmal 'Play', denn Du bist im Auswahlmenü." Dann klappte es auch. :oops:

SORRY lieber Gert, für den Schock.

Nachdem ich dann auch noch eine Masseverbindung an einem Cinch-Kabel nachgelötet habe, kam dann auch endlich aus beiden Lautsprechern MUSIK.

Wie Ihr wißt, hat der liebe und fleißige Gert ja im Vorfeld der Gertifizierung des Denon dem kleinen ProPre noch anständige Ausgangsbuffer spendiert, so daß ich heute also eine Doppelpremiere erleben durfte. Zum Warmspielen läuft gerade Sting - Live in Berlin. Die Stereospur ist in 24/96 vorhanden, was mich hoffen läßt, daß sie sich als solche auch extrahieren läßt. Dann wäre auch ein Vergleich Wadia vs. Denon möglich.
Was soll ich sagen, der Klang ist SUPERB.

Jetzt das Neujahrskonzert der Wiener - hier ist natürlich unvergleichlich viel mehr Jitterpotential vorhanden. Geigen, Querflöten, Piccolo - alles picobello. Kein Zirpen, kein harscher Klang. Die Geigen seidig, die Flöten wie in Marmor gehauen und im Vergleich zur CD eine deutlich bessere Tiefenstaffelung, ein besseres mitten-drin, als-nur-dabei Feeling. Phänomenal! Das klingt so gut, da muß ich doch tatsächlich mal ganz genau hinhören, ob der Wadia da noch mithalten kann.

Der Aufbau an sich (siehe Bilder) birgt natürlich noch Optimierungspotential. Vielleicht wird der Klang mit schwarzen Handtüchern noch etwas schwärzer. :mrgreen: Die bunte Kollektion an Cinch ist sicherlich farblich auch noch zu optimieren:

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Lieber Gert, vielen herzlichen Dank, für diese Meisterleistung!

Gruß,
Kai
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Beitragvon Franz » 01.05.2011, 19:34

Hallo Kai,

ich hab das Ding ja auch bei Roland hören können und war auch schlichtweg nur noch baff, was da klangmäßig und auch per Bildqualität rauskommt. Sollte ich mal sowas in Erwägung ziehen, dann nur dieser von Gert modifizierte BluRay-Player. Hab viel Spaß damit. :cheers:

Gruß
Franz
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Beitragvon Fortepianus » 01.05.2011, 19:38

Lieber Kai,

na, geht doch :mrgreen: . Der Klang des Hauptinhalts ist meist besser als der des Auswahlmenüs, wie Du ja inzwischen feststellen konntest :P . Nicht ganz schlecht, die Kiste, finde ich durchaus auch, also genauer gesagt denke ich, dass ungefähr da der Anschlag ist bei derzeit erhältlichen Playern. Nicht ganz billig, aber für die Qualität dann doch wieder preiswert. Meiner sprudelt mir gerade Diana Krall auf SACD vor, während ich schreibe. Auch wenn's nichts direkt am Klang macht, aber ich finde auch einfach gepflegt, wie die Schublade rein und raus fährt, dass das satte Gewicht, das man in der Hand hält beim Auspacken, nicht nur umbaute Luft ahnen lässt und dass die Optik mit der sauber verarbeiteten, geschwungenen Frontplatte auch was hermacht. Was man allerdings alles vergisst, wenn Musik aus der Kiste kommt - vernünftige Anlage vorausgesetzt. Mich lässt das jedes Mal von Neuem staunen, und ich hoffe, Roli geht es auch noch so. Und Dir hoffentlich auch :cheers: . Irgendwie will sich bei mir gar nicht so richtig der sonst übliche Gewöhnungseffekt einstellen.

Viele Grüße und viel Spaß damit!
Gert
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Beitragvon Roli » 01.05.2011, 21:45

Hallo Kai,
herzlichen Glueckwunsch zu deiner neuen Errungenschaft! Ein wahrhaft phantastischer Multilayerplayer. Wenn er richtig eingespielt ist, wird es dein Wadia schwer haben - garantiert! :D

Hallo Gert,

Oh ja - ich geniesse es immer wieder, Rock- und Popkonzerte in einer fast nicht glaubhaften Wiedergabequalität abhören zu können. Aber wer den Werdegang dieses Gerätes mitverfolgt hat, kann dies leicht nachvollziehen.
Nochmals vielen Dank an dich für dieses Meisterstück!!! :cheers:

@ Franz - wenn Du in deinem Urlaub wieder auf die Höhen der Alb kommst, dann lassen wir uns mal mehrere Stücke der BlueRay vom legendären Woodstock-Konzert rein. Nicht nur der grossartige Cocker ist sehenswert!

Herzliche Gruesse :cheers:
Roland
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Beitragvon Franz » 01.05.2011, 21:50

Ja, Roland, das machen wir unbedingt. Mich hatten deine kurzen Konzert-Live-Mitschnitte damals richtigehend fasziniert, und da ich das Woodstock-Konzert schon von CD her kannte, war ich umso erstaunter, nein, richtig gefesselt davon, was ich da bei dir zu hören und zu sehen bekam. Das war einfach nur großartig! Wiederholen wir! :cheers:

Gruß
Franz
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Beitragvon Kienberg » 02.05.2011, 22:46

Hallo Kai,

Gratulation zum Denon 4010UD :cheers:

aston456 hat geschrieben:... er schien den ersten Titel der Bluray (den Vorspann...) zu wiederholen und ließ sich auch nicht zum Sprung zum nächsten Titel bewegen. Nach endlosen Versuchen dann Gert angerufen, der auch etwas geschockt war und vorschlug, doch mal eine CD einzuwerfen. Da klappte alles. Bei einer DVD, dann wieder das gleiche Phänomen.

...das kommt davon, wenn man BR, DVD, DVD-Audio "im Blindflug", d.h. ohne Monitor betreibt...ging mir vor 15 Jahren auch so...da stehst du davor und fragst dich, warum spielt das Ding jetzt nicht. :wink: :mrgreen:

aston456 hat geschrieben:Jetzt das Neujahrskonzert der Wiener - hier ist natürlich unvergleichlich viel mehr Jitterpotential vorhanden. Geigen, Querflöten, Piccolo - alles picobello. Kein Zirpen, kein harscher Klang. Die Geigen seidig, die Flöten wie in Marmor gehauen und im Vergleich zur CD eine deutlich bessere Tiefenstaffelung, ein besseres mitten-drin, als-nur-dabei Feeling. Phänomenal! Das klingt so gut, da muß ich doch tatsächlich mal ganz genau hinhören, ob der Wadia da noch mithalten kann.

So muss es sein, bei dieser fulminanten Aufnahme hat der Wadia nicht den Hauch einer Chance, da mitzuhalten. Erst mit einem sehr guten 5.x-Setup ist eine sehr deutliche Steigerung möglich, dann erklingen die Wiener Philharmoniker auf dieser BR so, wie sie Welser-Möst selbst hörte. :wink: :mrgreen:

aston456 hat geschrieben:Der Aufbau an sich (siehe Bilder) birgt natürlich noch Optimierungspotential. Vielleicht wird der Klang mit schwarzen Handtüchern noch etwas schwärzer. :mrgreen: Die bunte Kollektion an Cinch ist sicherlich farblich auch noch zu optimieren:

Vor allem muss das jeweilige Handtuch genügend Reibung gewährleisten und den "Kleinen" festhalten.....sonst rutscht er ja glatt vom Denon 4010. :mrgreen:

Gruss
Sigi
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HOFFENTLICH GEDROSSELT, NICHT ERDROSSELT

Beitragvon musikgeniesser » 31.08.2011, 15:43

Moin Gert,
moin Forenten,

nachdem ich mit Bedauern feststellen musste, dass der Fragenkomplex "Handtuch" nicht abschließend erörtert worden ist, bin ich etwas verunsichert: wie war das damals, in Rom, eigentlich mit den Handtüchern? Von römischen Dampfbädern dürfte wohl jeder mal gehört haben, aber was kam danach? Abtrocknen, also gab es Handtücher, oder nicht abtrocknen, also gab es Alternativen?

Leider kann ich so gar nichts zur Klärung dieser elektrisierenden Fragestellung beitragen und es tut mir sehr leid, wenn ich die geneigte Leserschaft aus der schönen Handtuch-Stimmung herausreiße, aber ich habe mal eine technische Frage. Eigentlich keine Frage, mehr einer von diesen anstrengenden "Herr-Lehrer-ich-weiß-was"-Zwischenrufen.

Ich sage mal, es geht um Stromversorgung; um ordentliche Stromversorgung, sonst wären wir nicht hier. Als ich

Fortepianus hat geschrieben:Hier vielleicht kurz was aus dem Nähkästchen. Die üblichen Netzteil-Schaltungen haben den Nachteil, dass der Ladestrom der Elkos auf der Masse fließt. Natürlich will man gerne möglichst viel Kapazität zur Siebung, das stellt ja die Versorgung schön ruhig. Das geht aber oft nach hinten los, weil die Nachladeströme, die in nur sehr kurzer Zeit fließen, umso größer werden, je höher die Kapazität ist. Und diese hohen Ladeströme machen einen Ripple auf der Versorgung durch die hohen Ströme, die ja nicht nur auf der Plus- oder Minusleitung fließen, sondern genauso auf der Masse. Der Strom muss ja irgendwie zurück. Deshalb mach ich erst mal eine ordentliche Siebung weg von der Masse. Nach der (getrennt für plus und minus) mit Schottkydioden gleichgerichteten Wechselspannung aus dem Ringkerntrafo kommt erst mal ein ordentliches Pfund von Panasonic-FC Elko. Dort lokal am Trafo fließen die höchsten Ladeströme - deshalb auch räumlich vom Audioboard entfernt. Mit Käbelchen (die gar nicht dick sein müssen und ruhig ein bisschen Widerstand haben sollen), geht es nun zur Siebplatine, wo nochmal die gleichen Elkos auf die Spannung warten. Da ist sie schon recht glatt. Und jetzt kommt der Trick - über Entstördrosseln und Widerstände, an denen schon ein paar Volt der Spannung verheizt werden, geht es auf die nächsten zwei Elkopaare - erst die sind an die Audiomasse gekoppelt. Hier ist die Spannung aber bereits so glatt, dass kaum mehr Ladeströme fließen - die Drosseln und die Widerstände entkoppeln diese sehr schön von der Masse.

Diese zweite Siebplatine darf nun also direkt vor die beiden Audioboards, oben das für die Frontkanäle (Stereo L/R und Front R / Front L), unten das für die restlichen sechs Kanäle

Quelle: Gertifizierung von Rolis BluRay-Player, Beitrag vom 24.01.2011, 00:38


las, musste ich an den Artikel "Das Super-Netzteil" von Guido J. Wasser denken. Bitte nicht enttäuscht sein, das hat nichts mit der Super-Nanny zu tun.

Guido J. Wasser hat geschrieben:Das Super-Netzteil (Auszüge)

Irrtum bei High-End

In der High-End-Szene, vor allem der französischen und japanischen, werden die Lade-Cs immer größer. Ganze 19“-Einschübe voll mit parallelgeschalteten Elkos werden publiziert, denn die Theorie sagt: „Je mehr Kapazität, desto besser die Siebung und desto geringer die Brummspannung.“

Das ist aber nur die halbe Theorie; denn je größer die Ladekapazität, desto größer die Ladestromspitzen. Und die sind gefährlich. Bei sehr niederohmigem Aufbau mit dicken Kupferdrähten oder Schienen und Elkos mit einer Gesamtkapazität um 20 Milli-Farad (20.000 Mirko-Farad) liegen die Spitzen bei 20 bis 30 Ampere. Damit wird die Gleichrichterbrücke aufgeheizt und fällt irgendwann aus. Eine Überdimensionierung des Gleichrichters ist nicht allzu elegant und bringt klanglich überhaupt nichts.

Die Ladestromspitzen liegen nicht wie der Netzbrumm bei 50 Hz oder nach der Zweiweggleichrichtung bei 100 Hz in einem Hörbereich, wo das Ohr unempfindlich reagiert. Die Spitzen haben schnelle Anstiegzeiten mit entsprechend hoher oberer Grenzfrequenz. Es brummt also nicht im Hintergrund, sondern „sirrt“ penetrant im empfindlichen Hörbereich.

Je größer die Ladekapazität, desto kräftiger und breitbandiger das Störgeräusch.

Die Auswirkungen bringen Entwickler von kräftigen Aktivboxen zur Verzweiflung.

Im Leerlauf des Netzteils sind die Ladeströme gering, da nur die Leckströme etwas Energie abziehen. Sobald die Endstufen angeschlossen werden, fließt deren Ruhestrom, und die Stromspitzen treten massiv auf.

Für geringe Übernahmeverzerrungen braucht der Verstärker einen hohen Ruhestrom.

(...)

Bei mittleren Ausgangsleistungen überdeckt die Musik dieses Grundgeräusch, aber bei ganz leisen Stellen ist das im Hintergrund recht störend.

Psychoakustik

(...)

Ein weiteres Problem dieser Ladespitzen: Je höher deren Frequenz, desto größer das Übersprechen in benachbarte Leitungen.

Durch den geringen Innenwiderstand des Netzteils genügen einige Piko-Farad zum einkoppeln. Läuft eine hochohmige NF-Leitung nur in der Nähe vorbei, ist sie schon mit diesem Flirren verseucht.

Es gibt nur eins: die Ladespitzen dürfen gar nicht erst auftreten. Bei kleineren Elkos um 2 – 5 mF geht das, jedoch ist das Brummen noch zu hoch. Was also tun?

Die gute alte Drossel

Da hilft nur ein einfacher Trick, wie er über Jahrzehnte bei Röhrenverstärkern üblich war. Der Lade-C übernimmt nicht die ganze Siebung, dahinter folgt eine Drossel, und dann kommen erst die dicken Siebelkos. Die Funktion ist ganz einfach. Der Lade-C zieht durch seine geringe Kapazität keine großen Spitzenströme. Die Drossel dahinter setzt Spitzen einen großen Widerstand entgegen, läßt jedoch Gleichstrom fast verlustlos durch. Zusätzlich speichert sie auch Energie. Ist sie richtig dimensioniert, folgt sie der Kondensatorladung. Beim Entladen gibt sie ihre Energie so ab, daß die Lücke zwischen den Halbwellen weitgehend ausgefüllt wird. Der nachfolgende Siebkondensator reduziert dann die Restwelligkeit weiter. Der Siebkondensator selber kann keine steilen Impulsspitzen ziehen, da Lade-C und Drossel als Tiefpaß wirken und hohe Frequenzen stark abschwächen. Für Stromreserven können also Sieb-Cs fast beliebiger Größe eingesetzt werden.

Quelle: Guido J. Wasser in Elektor-Plus 6, 1986, Seite 77 f


Ist hier Drossel (Gert) = Drossel (Guido)? Oder wenigstens so ähnlich, in die selbe Richtung gehend? Wenn ja, dann hätte ich mal was verstanden.

Jedenfalls seht Ihr, dass ich in richtig alten Sachen wildere.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon Fortepianus » 31.08.2011, 15:53

Hallo Peter,

musikgeniesser hat geschrieben:Ist hier Drossel (Gert) = Drossel (Guido)? Oder wenigstens so ähnlich, in die selbe Richtung gehend? Wenn ja, dann hätte ich mal was verstanden.

Du hast was verstanden :cheers: .

Viele Grüße
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Beitragvon aston456 » 15.01.2014, 18:52

Hallo Junx,
ich habe gerade mal geschaut, was man mit dem Denon eigentlich alles machen kann und bin auf einen Ethernet Anschluß gestoßen (ich habe das Teil ja noch nicht soooo lange.... :oops: ) und frage mich, was man damit eigentlich anstellen kann.
Lt. BDA ist die Schnittstelle für "DLNA Medienstreaming" an-/ausgelegt.
Ist der Denon damit als Quelle ausgelegt und das ist eine weitere AUSGANGSschnittstelle oder kann es über diese Schnittstelle Eingangssignale als Streamer verarbeiten?
Wenn nein, könnte man ihn zum Streamen ertüchtigen?
Ich finde es schade, daß der Denon, bei der vorhandenen üppigen Ausstattung (u.a. 192 kHz / 24-Bit (BurrBrown PCM1796), wohl nur als Quelle zu nutzen ist.ODER?

Cheers
Kai
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Beitragvon Hans-Martin » 15.01.2014, 19:35

Hallo Kai
Zum Denon AVR4308 gibt es eine Network_StepByStep.pdf
Sowas wird es für dein Modell auch geben, da ist erklärt, wie der Denon Musik von der angeschlossenen Netzwerkfestplatte streamt
Grüße
Hans-Martin
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