Emil und der Gertektiv: G-Minimax DAC

Gerts Modifikationen

Beitragvon Fortepianus » 25.03.2012, 10:01

Hallo Freude,

frisch und eine Sommerzeit-bedingte Stunde weniger frisch ausgeschlafen, dafür mit einem gepflegten Sonntagsfrühstück im Magen, wurden die Geräte wieder in den Hörraum geschafft. Da ich am Rack rechts hinten zwei identische Analogkabel liegen habe, ist ein A-B-Vergleich immer am einfachsten. Ich habe begonnen mit der Kombi G-MDS analog vs. G-MDS digital zu G-Mini analog.

Ich habe Mühe, die Geräte auseinanderzuhalten. Zwischendrin merke ich, dass ich gar nicht geschaut habe, welches Kabel denn jetzt an welchem Gerät hängt. Egal. Das ist zum Verwechseln ähnlich jetzt. Erst bei scharf angerissenen Gitarrensaiten gelingt es mir, kleine Unterschiede auszumachen. Da bildet A die Saite noch etwas schärfer ab. Ebenso sind Kontrabassläufe ein wenig prägnanter. Das sind aber wirklich nur Nuancen. Die Raumabbildung ist bei beiden sehr gut - wobei eine Gesangsstimme bei B noch ein kleines Stückchen nach hinten rückt. Insgesamt würde ich B ganz knapp hinter A sehen, mit ähnlichem Abstand, wie der G-ADS sich hinter dem G-ADS1 einsortiert. Oder höre ich das heute nicht so gut, die Unterschiede? Zum schnellen Test einfach mal im laufenden Betrieb die Röhren-Taste am G-Mini gedrückt. :P Das ist geradezu erheiternd, wie Präzision und Raum in sich zusammenfallen. Es lief gerade B. Also war B der G-Mini, A der G-MDS am Analogausgang.

Jetzt den G-Sneaky als Vergleichspartner. Oh, sieh da, der G-Mini stellt jetzt das Objekt eindeutig schärfer als der G-Sneaky. Bei dem ist das Klangbild weicher gezeichnet, nicht unangenehm, aber ich würde das schärfer umrissene des G-Mini bevorzugen.

Also. Klare Sache. Der G-Mini darf das G jetzt tragen, so wie er nun aufspielt. Es war wieder mal eine interessante Demo, wie sich eine unzureichende Versorgungsspannungsqualität auf die Sensibelchen LME49710/20 auswirkt. Was ich diesen nicht ankreiden würde - umgekehrt, sie sind eben in der Lage, eine unzureichende Versorgung zu entlarven. Deshalb hier zum wiederholten Mal mein Pladoyer an alle OP-Umstöpsler: Man kann einen OP nicht unabhängig von seiner Versorgung beurteilen.

Jetzt ist alles verpackt, und morgen am Montag früh geht der G-Mini zu Ralf, der G-MDS zu Dieter und der G-ADS1 zu Markus. Und ich habe jetzt endlich wieder Platz in der Werkstatt, um Rudolfs ADS1 auszupacken und mich an den Umbau zu machen.

Einen schönen Sonntag wünscht Euch
Gert
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Beitragvon modmix » 25.03.2012, 10:21

Fortepianus hat geschrieben:Es war wieder mal eine interessante Demo, wie sich eine unzureichende Versorgungsspannungsqualität auf die Sensibelchen LME49710/20 auswirkt. Was ich diesen nicht ankreiden würde - umgekehrt, sie sind eben in der Lage, eine unzureichende Versorgung zu entlarven. Deshalb hier zum wiederholten Mal mein Pladoyer an alle OP-Umstöpsler: Man kann einen OP nicht unabhängig von seiner Versorgung beurteilen.

Wie wahr, Gert!

Erst Dein Tip, dem LM4562 einen kleinen Kondensator von V+ nach V- zu geben, hat in in die Lage versetzt, seine Qualitäten gegenüber einem TL072 hörbar zu machen - ohne das C war er chancenlos.

Danke nochmal!
Ulli
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Beitragvon lessingapo » 26.03.2012, 09:38

Lieber Gert!

Deine Hörerfahrung mit dem G-Minimax kann ich nur bestätigen.

Habe da eine Idee für einen G-Akurate-Herausforderer per PN.

Grüsse
Wolfgang
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Beitragvon ramiprivat » 27.03.2012, 18:08

Hallo Gert,

so jetzt nehm ich mir auch mal wieder die Zeit, nach dem ich immer fleissig mitlese und mir die Berichte, nicht nur über den DAC hier, immer freude bereiten, auch zu schreiben :)

aaalso der DAC ist heute angekommen und musste sofort in Betrieb genommen werden.

mein erstes Teststück ist immer David Gilmor live in Gdansk mit High Hopes

uuund ich muss sagen ein Vorhang hat sich geöffnet und ich finde es schwer zu beschreiben alles wirkt viel ruhiger, weicher..von der Räumlichkeit gar nicht zu reden mein erster Gesichtsausdruck war :D

Also Gert ich empfehle Dir wirklich neben deinen (euren) AGM,s zu überlegen ob Du nicht auch andere Fertiggeräte aufbaust und vertreibst, einen Kunden aus Düsseldorf hättest Du schon sicher ;-)

Wenn ich mir überlege Du würdest das Sonos-Grundprinzip in ein Extragehäuse verlegen und diesen Kompromisslos ohne Dir die Finger zu sehr zu verbiegen :? aufbauen ... was würde da feines rauskommen??? :-) (Ich finde das Bedienkonzept von Sonos einfach spitze)

Na ja meine Kiddis werden sich schon mal mit deinem G-Sonos vergnügen dürfen... irgendeiner muss Ihnen ja zeigen bzw. hören lassen das Musikgenuß nichts mit MP3 zu tun hat ;-)

in diesem Sinne vielen Dank!!!
Nicht nur für meinen DAC und die Sonos mods,
sondern auch für deine tollen und interessanten Umbauten und Berichte

Grüße
Ralf
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Beitragvon lessingapo » 27.03.2012, 19:49

Hallo Ralf!

Kannst Dich auf was gefasst machen-es wird immer besser!

Am Donnerstag kann ich erst über G-Sneaky digital + G-Minimax vs G-Sneaky analog schreiben - für mich persönlich ist es zwar schon entschieden, aber es kommen noch ein paar Forenten und dann stimmen wir ab.

Viel Spass
Wolfgang
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Beitragvon cantusfirmus » 27.03.2012, 21:17

Hallo Wolfgang,

auf Euren Test bin ich sehr gespannt, ich bin sicher, es wird Hörberichte geben?! (Bitte!)

Grüße Horst
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Beitragvon lessingapo » 05.04.2012, 20:55

Hallo Horst!

Letzte Woche waren an zwei Tagen je zwei Forenten bei mir, um bei einem Lautsprecher-Test die beiden Ausgänge des G-Sneaky zu vergleichen.

Kurzes Fazit, wenn man die alte Fussballwertung nimmt: 8:2 für meinen (inzwischen muss ich schreiben 'leicht' modifizierten) G-Minimax am SPDIF des G-Sneaky. Mehr Raum und knackigere Konturen.

Grüsse
Wolfgang
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Beitragvon lessingapo » 27.05.2012, 19:02

Hallo Gertifizierungsinteressierte!

Vor einiger Zeit hat Gert den Minimax II von Ralf mit einer Unterstützung der Ausgangsversorgung
versehen, die dann im Vergleich zum G-Sneaky einen Fortschritt darstellte... Liess mir natürlich
keine Ruhe, und nach einiger Zeit fand meine vorsichtige Anfrage beim Vielbeschaeftigten Gehör!

Jetzt kann ich vermelden, dass ich keinen G-Mini mehr habe - sondern einen G-Max, und das kam
so: Die vielen verschlungenen Pfade, die das Signal nehmen musste, beunruhigten mich doch
ein bisschen, und so bat ich Gert, ordentlich aufzuraeumen, was er denn auch tat.

Röhre raus inclusive Umschalter und Stromzufuhr, Signalumschaltung stilllegen und nur noch
Spdif-Coax-In. Ausserdem fand Gert noch Zeit sich mit der Versorgung des Digitalteils
auseinanderzusetzen, wobei er wohl sehr viel Zeit und Hirnschmalz einsetzen musste...
(Familie Volk: Tut uns leid, aber er ist unersetzlich und seine Hilfsbereitschaft einfach grandios).

Das Ergebnis zusammen mit der besseren Analogversorgung eindeutig, ein Riesensprung, festgemacht an Viola-Sonaten von Reger, der G-Max gibt jetzt unzweideutig das bessere Analogsignal aus, es ist nicht nur akkurater, sondern hat obendrein das gewisse Etwas, einen besonderen Glanz! Grosses Dankeschön für das Ermöglichen solcher Fortschritte.

Frohe Pfingsten an Alle
Wolfgang

P.S. Lieber Gert - ich kann noch keine Bilder...
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Beitragvon Fortepianus » 27.05.2012, 21:22

Lieber Wolfgang,

lessingapo hat geschrieben:P.S.Lieber Gert - ich kann noch keine Bilder...

na da will ich mal schnell helfen.

Hier das Digitalteil, das ein paar von meinen Lieblingselkos gekriegt hat:

Bild

Das neue Netzteil. Ich habe schon ein paar Anfragen gekriegt, ob man das denn bei mir kaufen könne. Sorry, nein. Das ist auf Lochraster aufgebaut und da sitze ich viele Stunden dran, bis das so aussieht:

Bild

Unten ist es mit Silberdraht verlötet, die Masseschiene ist mit fünf 1,5mm² Silber einfach fett verlötet, und da Wolfgang Apotheker ist, möchte ich an dieser Stelle mal wieder unseren lieben Peter zitieren:

musikgeniesser hat geschrieben:Viel hilft viel (alte Pharmazeutenweisheit [mein Vater und meine Schwester waren oder sind Apotheker])

Verlötet sind 2x10 dieser Höllenelkos mit 7mOhm Innenwiderstand, macht je Spannungshälfte 0,7mOhm. Das ist so ungefähr das Gleiche wie Null. Da will man ja nicht gleich mit dem Innenwiderstand der Leiterbahn dagegen halten:

Bild

Von den über das Tagesgeschehen auf dem Stromnetz plaudernden LM317/337 davor sind sie mit je einer elektronischen Drossel praktisch völlig entkoppelt. Das kostet 1,7V, deshalb sind die Regler davor auf 16,7V hochfrisiert.

Drin in der Kiste, nachdem die Ausgangsstufe 90° gedreht wurde, um Platz zu schaffen:

Bild

Andere Ansicht mit der elektronischen Drossel im Mittelpunkt:

Bild

Spielt sehr ansprechend und ordentlich, die Kiste, hat sich ja schon bei Ralf gezeigt. Nein, Leute, jetzt schickt mir bitte nicht alle diese eigentlich von Haus aus nicht so richtig gute Röhrenkiste zum Frisieren :) .

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon musikgeniesser » 29.05.2012, 13:31

Moin Forenten,

ich habe mal -- ob aus Versehen oder mit Absicht, wird nicht verraten -- einen Regenwurm plattgetreten. Der hat zwar nicht so schön geglänzt, aber diese Raupe, die Gert hier an die Platine rangeschweißt hat, sieht ungefähr genauso aus wie der Regenwurm damals; bis auf den Glanz halt...

Herzliche Grüße

PETER
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ODE AN DIE...

Beitragvon musikgeniesser » 30.05.2012, 08:48

Moin Forenten,

scheint noch niemandem aufgefallen zu sein: er ist unter uns, mitten unter uns, der Ludwig van der Gegenwart:

Fortepianus hat geschrieben:
Hallo Freude

Quelle: 25.03.2012, 11:01

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon Fortepianus » 31.05.2012, 15:46

Hallo Peter,

musikgeniesser hat geschrieben:scheint noch niemandem aufgefallen zu sein: er ist unter uns, mitten unter uns, der Ludwig van der Gegenwart:

Fortepianus hat geschrieben:
Hallo Freude

ist der Text der Neunten nicht von Schiller?

Gruß Gert
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