Ist der Oppo HA-1 noch verbesserbar?

Gerts Modifikationen

Beitragvon qwe » 05.12.2014, 12:44

Hallo Gert,

vielen Dank für Deine Darstellungen und die damit verbundene Mühe. Klar, das ist nicht einfach, erleichtert aber die Entscheidung ungemein. Ich mag die Darstellung und Schreibart von Dir, da finde ich mich schnell zurecht. Bleibt also nur noch das Fujaksche Urteil über die Fähigkeiten im USB-Anschlussbereich.

Dem Sneaky nachzutrauern finde ich in diesem Thema zwar nicht ganz richtig, moralisch aber verstehe ich das. Manche überzeugt halt auch das Komplettpaket von Röhrenverstärkern. Naja. Geschmäcker sind eben verschieden. Ein Freund vieler Gerätschaften bin ich auch nicht. Manchmal muss man eben seinen eigenen Spagat zwischen technischer Perfektion und optischer Zumutbarkeit suchen.

Gruß,
Qwe
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Beitragvon qwe » 15.12.2014, 09:27

Gibt es schon Ergebnisse aus der Fujakschen USB-Beurteilung?
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Beitragvon Fujak » 15.12.2014, 20:55

Hallo Qwe,

grundsätzlich kann ich beim Oppo HA-1 die Qualität des USB-Eingangs nicht direkt vergleichen mit den drei SPDIF-Eingängen (coax, optisch, AES/EBU), weil ich aus meinem Audio-PC nur das USB-Signal (via PPA USB-Card) direkt generieren kann, während ich das SPDIF-Signal über einen DDC herstelle.

Das über den DDC gelieferte Signal an SPDIF (coax) klingt besser als das über die PPA-USB-Card gelieferte USB-Signal. Dieses Ergebnis lässt aber m.E. keine Rückschlüsse auf die eigentliche Qualität der Inputs zu, da der DDC die Qualität des Klangs natürlich beeinflusst. Da mein DDC relativ gut ist, kann das Ergebnis mit einem nicht so guten DDC (z.B. Hiface) anders ausfallen.

Mit einem davor geschaltetetem Mutec MC-3+ Reclocker wird der SPDIF-Input eine Stufe besser. Da ich vom Reclocker via coax und via AES/EBU wahlweise rausgehen kann, konnte ich auch feststellen, dass AES/EBU einen Tick besser als die coaxiale Variante klingt.

Klar ist aber auch, dass sich die von Gert bereits beschriebenen klanglichen Unterschiede zwischen O-HA 1 und G-HA 1 nicht nur bei den SPDIF-Anschlüssen sondern auch bei der Verwendung des USB-Anschluss 1:1 wiederfinden.

Apropos Unterschied zwischen O-HA 1 und G-HA 1 (was ja auch das Thema dieses Threads ist): Ich hatte es bereits Gert geschrieben: Das Gertifizierungsupgrade macht aus dem Original-HA 1 einen völlig anderen DAC - ich würde sagen, dass er diesen DAC in meinen Ohren überhaupt erst genießbar macht: er fügt den Instrumenten und Stimmen Korpus und Wärme hinzu, er entschärft die Höhen, er bringt dem Raum die dritte Dimension bei und macht ihn weiter, die Dynamik ist wie befreit, das Klangbild insgesamt beruhigter.

Soweit in aller Kürze.

Grüße
Fujak
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Beitragvon jpetek » 17.12.2014, 15:58

wie schlägt er sich gegen den audio gd?

VG

josef
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Beitragvon Fujak » 17.12.2014, 20:50

Hallo Josef,

auch hier in aller Kürze: der Audio-GD Master 7 klingt nach meinem Höreindruck besser als der G-HA 1. Ich hoffe, ich komme in den Weihnachtsferien dazu, in einem separaten Beitrag etwas detaillierter zu dem Vergleich Master 7, G-HA 1 und O-HA 1 zu schreiben. Nach dem doch sehr umfangreichen Testwochenende und einem vollgepackten beruflichen Weihnachtsendspurt fehlt mir im Moment Zeit und Motivation, meine Notizen strukturiert und "in Prosa" aufzubereiten.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Fortepianus » 18.12.2014, 14:16

Hallo Fujak, hallo G-HA-Interessierte,

Fujak hat geschrieben:auch hier in aller Kürze: der Audio-GD Master 7 klingt nach meinem Höreindruck besser als der G-HA 1.

Beleidigte Leberwurst Gert hat geschrieben:vielleicht sollte man erwähnen, dass der G-HA schon einen sehr guten VV mitbringt und der Master 7 zwingend nach einem externen VV höchster Güte verlangt. Du bist halt ein bisschen versaut inzwischen nach so vielen getesteten DACs. Viele in dieser Qualität hast Du aber noch nicht gehört, oder?

ok, ok, ich geb's ja zu, wie immer ertrage ich es kaum, wenn einer sagt, Du machst zwar das Original um Klassen besser, aber hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen... :mrgreen:

Ich habe mir bereits Gedanken gemacht, ob man nicht noch weiterkommen könnte beim G-HA. Erinnert Ihr Euch an die Geschichte vom DAC-Upgrade des Linn Akurate DS? Da war doch ein zentraler Punkt die Strom-Spannungs-Wandlung nach dem DAC. Warum eigentlich nicht auch beim G-HA die Übertrager-Lösung probieren? Naja, zunächst scheitert das daran, dass die Coladosen von Sowter da beim besten Willen nicht reinpassen. Ich habe nun mal gesucht, was es so an brauchbaren Übertragern auf dem Markt gibt, die noch in Frage kommen könnten. Bei Lundahl stieß ich auf einen, der ebenfalls einen guten Eindruck macht und deutlich weniger Patz braucht: Der LL1674. Ich habe mir gleich zwei bestellt und schaue mal, ob ich über Weihnachten ein bisschen zum Basteln komme. Kommt aber auch drauf an, ob ich ein Plätzchen für zwei Lundahls im G-HA finde.

Viele Grüße
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Beitragvon Fujak » 18.12.2014, 17:08

Hallo Gert,

Fortepianus hat geschrieben:Hallo Fujak, hallo G-HA-Interessierte,

ok, ok, ich geb's ja zu, wie immer ertrage ich es kaum, wenn einer sagt, Du machst zwar das Original um Klassen besser, aber hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen... :mrgreen:

... gibt es einen DAC, der ist noch tausendmal schöner als der G-HA 1... :mrgreen: nein, schöner finde ich den Master 7 beileibe nicht, der eine gewisse DIY-Anmutung nicht verbergen kann. Da finde ich den Oppo um Klassen ästhetischer.

Beleidigte Leberwurst Gert hat geschrieben:vielleicht sollte man erwähnen, dass der G-HA schon einen sehr guten VV mitbringt und der Master 7 zwingend nach einem externen VV höchster Güte verlangt.

Da muss ich die Leberwurst enttäuschen. Bei meinen Hörtests und -Ergebnissen hingen alle drei DACs (Master 7, G-HA 1 und O-HA 1) jeweils am Master 1 VV. Auch der Master 7 bringt eine hervorragende zupackende Ausgangsstufe mit, die LS direkt und nahezu verlustfrei antreiben kann.
Aber: Das Manko beim Master 7 sehe ich darin, dass er nur DAC kann, also keine interne Lautstärkeregelung wie der HA-1 aufweist, sodass man entweder an der Quelle digital regeln muss, oder eine aktive/passive Pegelregelung nachschalten muss (resp. VV).

Gert hat geschrieben:Du bist halt ein bisschen versaut inzwischen nach so vielen getesteten DACs.

O.k., o.k., ich geb's zu. :oops:

Gert hat geschrieben:Viele in dieser Qualität hast Du aber noch nicht gehört, oder?

Das kann ich bestätigen. Vor allem ist der G-HA-1 der beste DAC mit Sabre ESS9018, den ich bislang gehört habe (T+A DAC8, Yulong DA8, Audio-GD NFB-1S/NFB 28, Audiolab 8200 etc.). Aber: der Abstand zum Master 7 ist hörbar, insofern finde ich das nun sehr spannend:

Fortepianus hat geschrieben:Ich habe mir bereits Gedanken gemacht, ob man nicht noch weiterkommen könnte beim G-HA. Erinnert Ihr Euch an die Geschichte vom DAC-Upgrade des Linn Akurate DS? Da war doch ein zentraler Punkt die Strom-Spannungs-Wandlung nach dem DAC. Warum eigentlich nicht auch beim G-HA die Übertrager-Lösung probieren? Naja, zunächst scheitert das daran, dass die Coladosen von Sowter da beim besten Willen nicht reinpassen. Ich habe nun mal gesucht, was es so an brauchbaren Übertragern auf dem Markt gibt, die noch in Frage kommen könnten. Bei Lundahl stieß ich auf einen, der ebenfalls einen guten Eindruck macht und deutlich weniger Patz braucht: Der LL1674. Ich habe mir gleich zwei bestellt und schaue mal, ob ich über Weihnachten ein bisschen zum Basteln komme. Kommt aber auch drauf an, ob ich ein Plätzchen für zwei Lundahls im G-HA finde.

Ein neues Kapitel im audiophilen G-Krimi ist aufgeschlagen... 8)

Viele Grüße
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Beitragvon qwe » 05.01.2015, 09:26

So, neues Jahr = neues Glück, ein neues Kapitel in der G-Krimi-Reihe sollte doch nun schon fertig stehen... gibt's ne Leseprobe? :mrgreen:
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Beitragvon Lefreck » 05.01.2015, 20:44

nihil.sine.causa hat geschrieben:... Den HA-1 finde ich insofern interessant, als er DAC, Vorverstärker und Kopfhöererverstärker in sich vereint. ...

Man bräuchte auch noch ein paar Kopfhörerbegeisterte um die Qualitäten des G-HA und O-HA einzuschätzen. Da ich überhaupt nicht Audio-PC-begeistert bin und eh LINN-DS-verseucht :oops:, interessiert mich der DAC-Teil des HA eher weniger (obwohl er meinen O-Sneaky sicher aufwerten könnte).
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Beitragvon alexfra » 06.01.2015, 07:11

Kopfhörerbegeistert bin ich. Das war mein Einstieg in "ernsthaftes" HiFi und ich höre immer noch hauptsächlich über KH.

Meine Erfahrungen mit integrierten KHV sind eher bescheiden. Egal, ob Mytek DAC, T+A DAC8 oder diverse A/V-Verstärker (Das kommt aber auch sehr auf den verwendeten Hörer an). Meine persönliche Referenz ist der Violectric HPA V200 (die neuen Modelle habe ich noch nicht getestet). Der treibt von InEar bis Magnetostat einfach alles sehr souverän an. Auch die großen KHV von Meier Audio sind empfehlenswert.

Durch meine bisherigen Erfahrungen (auch mit dem OPPO 105D) sind meine Erwartungen beim HA-1 eher gedämpft. Da ich aber weder den O-HA noch einen G-HA zur Verfügung habe, kann ich meine Vermutungen nicht bestätigen. Vielleicht ergibt sich ja irgendwann mal ein Probehören.


Grüße
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Beitragvon Fortepianus » 06.01.2015, 11:44

Liebe Oppianer,

zunächst wünsche ich ein gutes neues Jahr! Heute ist Feiertag bei uns in BW, und die Fragen nach der Tauglichkeit des eingebauten KH-Verstärkers des HA-1 haben mich veranlasst, meinen guten alten AKG K1000 aus dem Lager im Fahrradschuppen zu holen. Er ist witterungsbedingt allerdings ziemlich durchgefroren, und so taue ich ihn samt dem zugehörigen KH-Verstärker ("Igel") erst einmal auf. Den Spitznamen "Igel" hat der zum AKG K1000 gehörige Verstärker, den ich selbstverständlich ziemlich frisiert habe, von seinem Äußeren:

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Der frisierte Igel wird per XLR an den VV-Ausgang des G-HA angeschlossen:

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Das ist mein in die Jahre gekommener Kopfhörer:

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Über die Feiertage hatte mich die Frage weiter beschäftigt, ob man beim G-HA vielleicht auch eine Lösung wie beim G-ADS1 DAC mit passiver I/U-Wandlung und Übertrager dahinter realisieren kann. Zunächst war die Frage, welcher Übertrager. Die "Coladosen" von Sowter finden nämlich im HA-1 keinen Platz:

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Andere Mütter haben aber auch schöne Töchter. So wurde ich bei Lundahl fündig:

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Ich habe die Schaltung für den Test auf einer Lochrasterplatine aufgebaut und mit Silberdraht verbunden:

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Hier mit Anschlusskäbelchen:

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Im G-HA geht es allerdings so eng zu, dass ich mich entschloss, die Schaltung erst einmal im G-Oppo 105 auszuprobieren. Der G-Oppo hat ja den gleichen Wandlerchip wie der G-HA drin, den Sabre ES9018.

Zwangsläufig beginne ich also, mich tiefer mit der Beschaltung des ES9018 zu beschäftigen. Und stoße an den Ausgangspins auf einen ganz grundlegenden Unterschied zwischen diesem Chip und den mir so vertrauten BurrBrown-Wandlern PCM1704 und 1794A: Der Sabre möchte gerne, dass der Strom an den Stromausgängen der Wandler nicht gegen Masse, sondern gegen die halbe Analogversorgung fließt, also 1,65V. Zwar kann man nun wie beim PCM1794A die beiden Primärwicklungen des Übertragers push-pull im Gegentakt von je zwei Wandlern treiben lassen, aber die bei einem solchen Konzept immer notwendigen kleinen Widerstände direkt am Wandlerausgang gehen nun nicht einfach gegen Masse, sondern auf eine Schaltung, die eine virtuelle Masse auf 1,65V-Niveau bietet und dort den ganzen Strom aus den Wandlern wegschluckt. Das kann man natürlich mit Elkos versuchen, ruhig zu stellen, aber es ist dennoch eine OP-Schaltung nötig, die diese virtuelle Masse darstellt. Damit ist im Grunde nicht viel gewonnen im Vergleich zur Stromsumpfschaltung mit einem OP - da kann man dessen hochohmigen, nicht invertierenden Eingang einfach mit einem Spannungsteiler auf die halbe Analogversorgung setzen und fertig.

Ich verstehe nun besser, warum ich eigentlich noch nie auf eine Übertragerlösung bei der I/U-Wandlung des Sabre-Chips gestoßen bin: Es bringt keinen nenneswerten Vorteil. Und so stecke ich die nicht ganz billigen Lundahl-Übertrager, von denen ich im Überschwang gleich vier gekauft hatte, bis zur nächsten Anwendung in die Schublade.

In der Zwischenzeit ist der frisierte Igel aufgetaut und ich heize ihn kräftig mit seinen eingebauten ClassA-Ausgangsstufen von innen. Aber die rote blinkende LED will einfach nicht grün werden - ich glaube, das alte Schätzchen muss ich erst einmal zerlegen und mir genauer von innen anschauen, bevor es zu einem Vergleichstest mit dem eingebauten KH-Verstärker des G-HA kommen kann.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon alexfra » 06.01.2015, 14:47

Hallo Gert!

Auch dir natürlich ein frohes neues Jahr.

Wenn auch etwas Off-Topic:
Dein K-1000 ist ein ganz toller KH (auch wenn ich selber leider noch keinen hören durfte), aber als Referenz zum Testen des HA-1-KHVs ist er doch nicht so sehr geeignet? Genau genommen ist der Hörer ja gar kein richtiger KH sondern zwei Lautsprecher, die vor den Ohren hängen :wink:

Was ist so bisher gelesen habe ist der AKG nicht ganz einfach anzutreiben und benötigt einen ganze Menge Saft. So anspruchsvoll sind heute KH i.d.R. nicht. Dafür reagiert dein AKG aber sehr unempfindlich auf die Ausgangsimpedanz des KHV, was wiederum für andere Hörer entscheidend sein kann (Als Extrembeispiel führe ich mal Multi-BA-InEars an).


Grüße und fröhliches Auftauen,
Alex
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Beitragvon Fortepianus » 06.01.2015, 15:52

Hallo Alex,

alexfra hat geschrieben:Dein K-1000 ist ein ganz toller KH (auch wenn ich selber leider noch keinen hören durfte), aber als Referenz zum Testen des HA-1-KHVs ist er doch nicht so sehr geeignet? Genau genommen ist der Hörer ja gar kein richtiger KH sondern zwei Lautsprecher, die vor den Ohren hängen :wink:

Was ist so bisher gelesen habe ist der AKG nicht ganz einfach anzutreiben und benötigt einen ganze Menge Saft. So anspruchsvoll sind heute KH i.d.R. nicht. Dafür reagiert dein AKG aber sehr unempfindlich auf die Ausgangsimpedanz des KHV, was wiederum für andere Hörer entscheidend sein kann (Als Extrembeispiel führe ich mal Multi-BA-InEars an).

naja, ich denke, wenn ein KH-Verstärker es schafft, den K1000 zu treiben, schafft er so ziemlich alles. Ich habe mal nachgemessen, der K1000 hat 125 Ohm Gleichstromwiderstand, und der HA-1 hat 0,5 Ohm Innenwiderstand.

Der K1000-Amp ist inzwischen repariert, war ein Fehler in der Schutzschaltung. Zunächst musste ich mich ein bisschen an den Klang des K1000 gewöhnen - ich habe schon seit Jahren nicht mehr mit meinem Kopfhörer gehört. Aber der K1000 klingt schon sehr gut, sehr präzise. Als ich ihn mir damals gekauft hatte, fand ich ihn auch den Stax-Elektrostaten überlegen.

An den KH-Verstärker des G-HA hatte ich ehrlich gesagt keine besonders hohen Erwartungen. Ich habe nämlich kürzlich eine kleine Lötübung mit meinem Söhnchen gemacht, weil ich die Idee hatte, einmal auszuprobieren, wie der eingebaute KH-Verstärker sich als Linetreiber macht. Das klang schauderhaft. Im Nachhinein ist mir aber heute klar geworden, dass wir die Pins falsch belegt hatten und damit gegenphasiges Mono erzeugt haben :oops: . Naja, aber die Lötstellen hat Emil trotzdem gut gemacht :cheers: .

Nun zum Hörtest. In der Tat muss man den G-HA ziemlich weit aufdrehen, damit der K1000 aus dem Busch kommt. Aber dann macht er das mit Bravour! Er schlägt dann sogar meinen guten alten frisierten Igel, der bei höheren Lautstärken etwas zudickt und im Bass weniger Präzision zeigt. Der Igel hat aber noch einen Trumpf im Ärmel: Den von mir nachgerüsteten Schalter hinten, mit dem der K1000 mit Stromregelung betrieben wird und eine genau eingemessene analoge aktive Vorausentzerrung im Bass eingeschleift wird. Damit kann der K1000-Amp zwar immer noch keinen höheren sauberen Pegel, aber der Bass wird viel straffer und die Stimmen deutlich entschlackt.

Der G-HA spielt aber dennoch erheblich sauberer, der übliche S-Laute-Test bei Barb Jungr mit "Sara" in 192/24 zeigt das klar auf. Und der Bass ist ähnlich straff wie beim Igel mit Stromregelung.

Für mein Gefühl könnte der G-HA einen ernst zu nehmender KH-Verstärker abgeben, aber ich bin da wirklich kein Spezialist auf dem Gebiet. Ich habe auch noch nie einen Meier Audio o. ä. gehört, kann da also nicht wirklich mitreden. Aber ich könnte mir denken, dass der G-HA durchaus ein interessanter Vergleichspartner wäre.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Lefreck » 06.01.2015, 17:22

Na da hab' ich ja was ins Rollen gebracht :mrgreen: Hätte ich bei meinem letzten Besuch in S bloss schon gewusst, welche Schätze der Fahrradschuppen verbirgt. Der K1000 sieht wirklich interessant aus, den hätte ich mir wirklich gerne angehört, wobei der KH-Ausgang meines G-ADSMDAC mit dem Teil wohl überfordert wäre. Wie dem auch sei, besten Dank, Gert, für die prompte Reaktion :cheers:
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Beitragvon nihil.sine.causa » 15.02.2015, 00:03

Hallo zusammen,

den G-HA habe ich gehört und verglichen insbesondere mit dem Linn G-ADS/1 DAC. Hier findet Ihr eine kurze Schilderung meiner Eindrücke.

Beste Grüße
Harald
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