Ist der Oppo HA-1 noch verbesserbar?

Gerts Modifikationen

Beitragvon nikander » 03.03.2015, 16:42

@ Fujak

Das Gertifizierungsupgrade macht aus dem Original-HA 1 einen völlig anderen DAC - ich würde sagen, dass er diesen DAC in meinen Ohren überhaupt erst genießbar macht: er fügt den Instrumenten und Stimmen Korpus und Wärme hinzu, er entschärft die Höhen, er bringt dem Raum die dritte Dimension bei und macht ihn weiter, die Dynamik ist wie befreit, das Klangbild insgesamt beruhigter.



wieviel "Sabre"-Klang ist da noch zu hören?
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Beitragvon Fujak » 03.03.2015, 19:46

Hallo Christian,

ich habe keine Ahnung, wie ich das quantifizieren könnte. Gert sagte ja, dass er ziemlich nahe an den G-DAC heranreicht, und der hat die BB-Chips drin. Insofern dürfte da nicht mehr so viel vom "Sabre-Sound" übrig sein.

Vielleicht noch eine Orientierung. Von allen bisher gehörten und z.T. im Direktvergleich getesteten DACs kommt dieser DAC am nahesten an den Audio-GD Master 7 heran. Siehe auch meine persönliche Rangliste in diesem Posting.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Grüße
Fujak
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Beitragvon nikander » 03.03.2015, 20:01

@ Fujak

Danke für die Infos - ganz erstaunlich, was Gert da geschafft haben muss.
Wäre jetzt noch interessant, wie sich die G-Oppo-Modifikation gegen einen Auralic Vega oder Exasound schlägt.


Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon orkaner » 04.03.2015, 13:29

Hallo,
ich habe den G-HA-1 nicht direkt mit dem Vega vergleichen können. Allerdings sowohl den Vega als auch den G-HA-1 mit dem PS Audio PWD MKII und würde wie folgt einstufen:

3. Vega
2. PWD MkII
1. G-HA-1

Gruss
Martin
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Beitragvon nikander » 04.03.2015, 21:15

Danke Martin,

Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon Guenni » 12.03.2015, 22:19

Wow - hallo Gert - ganz großes Kino das ist.

Habe bei Harald mal den Vergleich original Oppo HA-1 (hatte meinen gerade unter dem Arm) gegen G-Oppo HA-1 hören können. Was mich zunächst ansprang war die bessere (breiter und auch tiefer gestaffelt) Bühne. Die räumliche Ortung war sehr schön plastisch greifbar bei z.B. Barb Jungr - Sara. Sie stand wirklich sehr schön - nahezu mittig und wurde vom Klavier räumlich liebkoost. Was mir aber dabei auffiel ist, dass das Klavier besser aufgelöst wurde. Grundton und Obertöne waren da plötzlich anders greifbarer- besser wahrnehmbar. Vielleicht war es auch einfach nur ein harmonischeres Ausschwingverhalten - schwer zu beschreiben. Die S-Laute der Stimme waren auch viel angenehmer - nicht so nervig. Insgesamt ergab sich ein ruhigeres Klangbild.

Habe dann den G-Oppo HA-1 Nr. 1 mal mit zu mir genommen. Um es an meiner Anlage mit meiner Musik zu hören. Otto Klemperer - 20th Century Music

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Die sind nicht analytisch rauschfrei - dafür haben die Aufnahmen die jetzt bei Warner und Emi rauskamen eine tolle räumliche Platzierung der Instrumente vorzuweisen. Das wird mit dem G-Oppo noch besser und vor Allem auch ausserhalb der Boxen (nicht dazwischen) aufgespannt. Stravinski - Pulcinella - sehr hörenswert! Man vergißt dann auch schnell das man eigentlich testen will und hört einfach weiter. So soll's sein.

Also - schmeiß schon mal den Lötkolben an. :lol:
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Beitragvon Fortepianus » 13.03.2015, 06:29

Hallo Günter,

Guenni hat geschrieben:Wow - hallo Gert - ganz großes Kino das ist.

danke für das nette Kompliment.

Guenni hat geschrieben:Also - schmeiß schon mal den Lötkolben an. :lol:

Meine Weller-Stationen sind recht schnell auf Temperatur. Allein es fehlt an Boards, alles schon wieder ausverkauft. Aber Nachschub wird gerade gefertigt :cheers: .

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon TheJoker » 14.07.2015, 15:22

Wer klemmt sich den HA-1 mal unter den Arm und kommt mal in Bonn vorbei?
Würde das Gerät gerne mal an meinem Setup hören...

Joachim
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Beitragvon Fortepianus » 14.07.2015, 17:53

Hallo Joachim,

TheJoker hat geschrieben:Wer klemmt sich den HA-1 mal unter den Arm und kommt mal in Bonn vorbei?
Würde das Gerät gerne mal an meinem Setup hören...

mein G-HA ist gerade noch in Bonn bei Harald (nihil.sine.causa). Frag ihn doch mal, ob Du ihn Dir mal für einen oder zwei Abende ausleihen kannst, ich hätte nichts dagegen.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon TheJoker » 01.08.2015, 12:09

Lieber Gert, lieber Harald,

danke für den tollen Service, es wird warm und der G-HA 1 versüßt mir die Siesta.

Unglaublich was in manchen digitalen Tracks noch verborgen und mit einem anderen Gerät herausgekitzelt werden kann. Auch die BT-Anbindung und Fernbedienung klappt super. Definitiv auf die Wunschliste ... wird aber noch dauern, ich hoffe sehr das Gert noch ein paar Kits auf die Seite legt ...

Joachim
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Beitragvon Olaf Gehrmann » 20.11.2015, 16:26

Moin Moin!

Nun habe ich seit zwei Wochen den HA-1 als G-HA von Gert zurück und natürlich intensiv damit gehört.

Was soll ich sagen? :D
Dass die Modifikation eine SO große Verbesserung des Klangs in allen Bereichen bringt, habe ich ehrlich gesagt, nicht für möglich gehalten! Interessanterweise decken sich die klanglichen Unterschiede mit denen, die hier von Gert beschrieben wurden. Ich betreibe den HA zur Zeit 'nur' mit verschiedenen Kopfhörern. Was nun an 'Offenheit, Transparenz und Ruhe' dazu gekommen ist, lässt mich meine verschiedenen KH neu 'erfahren'. Erstaunlich ...

Da auch mein SONOS ein 'G' im Namen bekommen hat, ist dies in der Summe der bisher größte 'Quantensprung' für meine Anlage hinsichtlich Hörerlebnisverbesserung!

Am Wochenende werde ich den G-HA als VV implementieren und gegen meine geliebte T+A PD1200R VV (Hoerwege modifiziert) antreten lassen. Das wird bestimmt interessant, liegen hier in der Technik schon mehr als 15 Jahre Fortschritt dazwischen. Der T+A ist ein intern 'digital' arbeitender VV, also für digitale Signalquellen ein DAC mit Lautstärkeregelung, wie der HA-1.

Soweit hier meine ersten Impressionen ...

Gruß, Olaf
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Beitragvon Olaf Gehrmann » 18.12.2015, 12:29

Moin Moin,
Nun bin ich leider wegen noch nicht zum Vergleich T+A vs. OPPO HA-1 gekommen (aber die ruhigen Weihnachtstage kommen bald :-)).
Aber, nun hier eine Frage zu einem Phänomen, welches wohl im direktem Zusammenhang mit Gerts Modifikation zu stehen scheint:
Das Phänomen ist, dass ich beim Hören mit dem OPPO HA-1 via Kopfhörer beim Verändern der Lautstärke leichte 'Kratzgeräusche' auf beiden Kanälen vernehme. Diese sind bei symmetrischen als auch unsymmetrischen Kopfhörerbetrieb mit digitalen Quellen hörbar (analoge Quellen habe ich noch nicht getestet).
Dieses 'Kratzen' war vor der Modifikation definitiv nicht da und das Gerät sollte im Lautstärkesteller jedenfalls noch keine Alterserscheinungen aufzeigen, da der OPPO erst in diesem Jahr neu gekauft wurde.
Nun meine Hypothese:
Gert schreibt hier im Thema, dass durch DC in der Lautstärkeeinstellung via Poti solche Kratzgeräusche auftreten können. Da nun durch Gerts Umbau die klangschädlichen Koppelkondensatoren nach den Potis gebrückt wurden, die ja DC Anteile unterdrücken sollen, scheinen diese wohl 'doch einen Sinn' in der Originalschaltung zu machen.
Da ich hier den OPPO digital ansteuere, arbeitet der eigene DA Wandler, der ja, lt. Gert selbst DC frei arbeiten sollte. Nun scheint es so, dass der DA-Wandler diesen DC Offset verursacht?

Was ich heute noch teste ist das Verhalten bei analogen Quellen und ob bei analog geregelten Ausgang das Kratzen auch auftritt.
1) Tritt das Kratzen bei analogen Quellen NICHT auf, ist die Ursache der DC-Offset des DA-Wandlers.
2) Tritt das Kratzen auch bei analogen Quellen auf, lässt das auf ein Problem des Lautstärkepotis schliessen, sofern meine Analogquelle selbst DC frei ist.

Was kann Gert noch dazu sagen?
Da das Kratzen 'nur' bei Lautstärkeänderung auftritt bleibt die Frage, ob der DC-Offset sonstige negative Auswirkungen auf den Kopfhörerbetrieb haben kann?

Soweit hierzu und ich werde mich zeitnah hier melden...
Gruß, Olaf
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Beitragvon Fortepianus » 18.12.2015, 13:37

Hallo Olaf,

Olaf Gehrmann hat geschrieben:Das Phänomen ist, dass ich beim Hören mit dem OPPO HA-1 via Kopfhörer beim Verändern der Lautstärke leichte 'Kratzgeräusche' auf beiden Kanälen vernehme. Diese sind bei symmetrischen als auch unsymmetrischen Kopfhörerbetrieb mit digitalen Quellen hörbar (analoge Quellen habe ich noch nicht getestet).

ein Kratzen habe ich bei mir bisher nie festgestellt. Minimale Offsetspannungen sind allerdings immer möglich bei DC-Kopplung, liegen aber im G-Oppo im Bereich unter 1mV, und wirken sich klanglich nicht aus. Ob dadurch ein Kratzen des Schleifers hörbar wird, hängt natürlich auch von der nachfolgenden Verstärkung des Signals ab. Will heißen: Wenn man z. B. bei der 9Uhr-Stellung bereits eine hohe Lautstärke erreicht und dann ein leichtes Kratzen hört, liegt das Problem an einer Pegelfehlanpassung, die für sich schon klangschädlich sein kann. Der HA-1 hat deshalb die Möglichkeit, je nach Empfindlichkeit des verwendeten Kopfhörers den Pegel im KH-Verstärker auf "high" oder "normal" zu stellen.

Olaf Gehrmann hat geschrieben:Da ich hier den OPPO digital ansteuere, arbeitet der eigene DA Wandler, der ja, lt. Gert selbst DC frei arbeiten sollte. Nun scheint es so, dass der DA-Wandler diesen DC Offset verursacht?

Jeder OP steuert einen wenn auch geringen DC-Offset bei. Allerdings ist auch im Original der DAC-Teil mit dem Poti DC-gekoppelt. Interessant ist in der Tat, ob es beim Analogeingang auch kratzt. Sollte es jedoch durch die auf das Poti folgende Schaltung hervorgerufen werden und störend sein, kann ich jederzeit die jetzt gebrückten Elkos wieder in den Signalweg nehmen. Das hat jedoch leichte klangliche Einbußen zur Folge, denn die Elkos werden dort ohne Vorspannung betrieben, eben bis auf die winzige Offsetspannung. Man kann die Wirkung der Elkos etwas abmildern, indem man die Elkos noch mit einem Bypass-C brückt, aber der bestklingende Kondensator ist eben kein Kondensator.

Wie gesagt, bei mir tritt keinerlei hörbares Kratzen auf, weder an den AGM am Analogausgang noch am AKG K1000 am KH-Ausgang. Wenn, muss das Kratzen aber sowohl am KH-Ausgang wie auf den Analogausgängen zu hören sein, denn immer sind dieselben vier Ebenen des Potis im Signalweg.

Falls keine Fehlanpassung vorliegt und das Kratzen stört, kann ich am Poti aber gerne mal messen, wie groß der Offset ist und woher er kommt.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Fortepianus » 18.12.2015, 22:42

Nachtrag: Habe das eben nochmal an meinem G-HA ausprobiert, sowohl mit Kopfhörer wie mit Lautsprechern, sowohl am Digitaleingang wie an den Analogeingängen: Da ist nicht das leiseste Kratzen zu hören, und so sollte das auch sein. Gerne weiter per Mail, ich schaue mir den G-HA gerne daraufhin genauer an. Das kriege ich sicher weg, auch ohne Koppel-C.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Olaf Gehrmann » 19.12.2015, 16:28

Hallo Gert,

ich gebe hier mal eindeutige Entwarnung, was das 'Kratzen' angeht. Heute testete ich alle Varianten, analog sowie digitale Quellen, KH-Ausgang, als auch analogen Ausgang. Also das Phänomen sollte doch so sein, dass ein Kratzen bei sehr leisen Stellen zu hören ist, quasi unabhängig von Pegel der laufenden Musik. Das ist auch bei mir NIX zu hören ... :D

Nun, ich bin hier wohl einem anderem Phänomen 'auf dem Leim' gegangen:
Verändere ich die Lautstärke SCHNELL, ist bei einigen Passagen, vor allem bei Bass, so etwas von einer Art 'Verzerrung/Modulation' via KH wahrzunehmen, die verschwindet, wenn der Pegel sich nicht mehr verändert. Was dies verursacht? Keine Ahnung ... Zu Hören ist es bei mir reproduzierbar bei Pink Floyd, Dark Side of the Moon, erste 20-30 sec und bei den Herztönen, die Lautstärke schnell ändern ... Es ist aber auch so geringer praktischer Bedeutung, dass es mich nicht stört. 8)

Gert, wenn Du dazu noch was zu sagen kannst, ob es eine Beeinflussung bei Lautstärkeänderung gibt, die das hier erklärt, wäre es interessant ...

Schöne Grüße und Danke für Deine Arbeit hier!
Olaf
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