AcourateNAS mit AcourateFLOW

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon Jahresprogramm » 01.02.2016, 12:09

Hallo,

Hans-Martin hat geschrieben:Was mir aufällt, ist bei invertiertem Material ein noch deutlicherer Unterschied zugunsten der korrekten Polarität. Fällt der Vergleich bei ungeflowtem Material noch schwer, ist es leichter, sich bei geflowter Musik zwischen invers und positiv zu entscheiden.


Mir fällt auch etwas auf: Die FLOW-Werte sind mit meinen KEF LS50 im Vergleich zu den IQ System 300T viel besser bzw. einfacher einstellbar. Und ich bekomme mit den KEF trotz gleicher Aufstellung im gleichen Raum ganz andere Werte als mit den IQs (4/-4.5 vs 2.0/-2.5). Jedoch hört es sich bei beiden LS mit dem Referenz-Regler ganz links am besten an.

Bei der invertierten Polarität ist es noch spannender. Habe ich mit den IQ 300T keine Unterscheide bzgl. der invertierter Polarität gehört, bin ich mit den KEF LS50 bzgl. Polarität hellhörig geworden. Die Aufnahme "Buena Vista Social Club" ist invertiert, oder!?

Grüße
Alex
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Beitragvon uli.brueggemann » 01.02.2016, 12:15

Alex,

Du meinst vermutlich den Referenzregler im AcourateConvolver.
Das bedeutet, dass wie bereits früher 1 kHz als Referenz verwendet werden, d.h. höhrere Frequenzen werden damit nach innen gezogen. Das haben dann andere Anwender mit einer engeren Bühnenbreite beschrieben. Mit dem Schieberegler nach rechts wird die Breite wieder hergestellt.

Herzliche Grooves
Uli
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Beitragvon Jahresprogramm » 01.02.2016, 13:11

Hallo Uil,
uli.brueggemann hat geschrieben:Du meinst vermutlich den Referenzregler im AcourateConvolver.

Ja, genau. Den gibt es in AcourateNAS nicht!? Ich habe was anderes angenommen. Tut mir Leid.

Das bezüglich der Bühnenbreite kann ich nicht bestätigen. Die Bühne blieb in meiner Umgebung konstant. Meine Testaufnahme war das Stück "Chan Chan" von Buena Vista Social Club.

Grüße
Alex
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Beitragvon Hans-Martin » 02.02.2016, 10:07

Hallo an alle Kopfhörer-Fans,
wer hat Erfahrungen mit Acourate FLOW Anwendung auf Kopfhörer und kann sie beschreiben?
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 17.06.2016, 12:16

Jetzt bin ich doch sehr interessiert :D

Zugegeben, anfangs habe ich diese gezielte Verschlechterung der Kanaltrennung für Humbuk gehalten.
Früher habe ich exakt im Dreieck Sweetspot gehört, sogar noch einen Tick nach vorne, um maximale Präzision in der Links Rechts Differenzierung zu bekommen.

Seit einem Jahr kalibriere ich mein System nicht mehr so analytisch nach maximaler Korrektheit.
Ich stimme einige Dinge mehr so ab, dass sie nach meinem Bauch emotional authentisch sind und sich vergleichbarer zum live-unplugged "anfühlen".

Dies hatte einige Änderungen zur Folge, unter anderem hier themen-relevant, dass ich nicht mehr am oder gar unter Sweetspot höre, sondern weit außerhalb. Ca. LS-Abstand zu Kopfposition 2:3.

Das hat den großen Nachteil dass die Phantomquellenstaffelung zusammenfällt auf Links + aufgeblasene-Mitte + Rechts. Mehr gibt es kaum.Allerdings ist die Größe und Tonalität dieser 3 oder aller Positionen nun "gleicher" und "echter". Für meinen Bauch.

Hat der Acourate Flow hier einen positiven Einfluss oder liegt mein Problem eher in der unterschiedlichen Einfallswinkel-Wahrnehmung am Kopf?

Schön wäre es die räumliche Staffelung des Sweetspots mit der "Stimmigkeit" des zu großen Abstands zu kombinieren. Sorry falls ich evtl die Antwort auf Seite 280 übersehen habe ;)
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Beitragvon chriss0212 » 17.06.2016, 19:12

Hallo Uli,

ich habe bei mir mit den Chirp Testdateien extreme Unterschiede in den Höhen links/ rechts. links ist eigentlich 0 und rechts 8. Rechts steht in einer Ecke mit fenster links steht frei. Wird es noch eine Flow Variente geben, bei der man links/rechts unterschiedlich einstellen kann?

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 18.06.2016, 17:52

Ich habe mir jetzt einige Files "geflowed".

Ich kann noch nicht 100% sagen was mir besser gefällt. Original oder "Flowiginal". Ich höre ja normalerweise NOS und würde sagen, dass ich schon eine sehr gute räumliche Darstellung bei mir habe.

Mit Flow würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, dass sie besser wird sondern sie bleibt in etwa gleich. Ich nutze AcourateNAS und habe dadurch leider den Schieberegler für die Frequenz nicht wodurch die Bühne etwas schmaler wird. Es wird aber auf jeden Fall irgendwie ruhiger. Ungeflowed ist es irgendwie etwas "kratziger" wirkt dadurch eventuell etwas besser auflösend. Wenn ich das gleiche File geflowed höre hat man das Gefühl etwas Auflösung geht verloren, das kann aber auch evtl. durch das fehlende Kratzige so scheinen.

Gerade bei Instrumenten die aus Metall sind habe ich im ersten Moment den Eindruck es fehlt etwas Auflösung aber gleichzeitig wird es eben ruhiger und entspannter.

Was ich also auf jeden Fall ebenfalls schon als Fazit ziehen kann ist, dass Flow langzeit tauglicher ist :cheers:

Ich lasse übrigens auch alles auf 24 Bit rechnen.

Uli: wenn Du diesen Schieberegler auch noch in AcourateNAS einbauen könntest wäre das eine tolle Sache ;)

Oder gibt es evtl. eine Möglichkeit in einer config Datei etwas zu ändern was am Ende den gleichen Effekt hat??

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 20.06.2016, 06:54

chriss0212 hat geschrieben:ich habe bei mir mit den Chirp Testdateien extreme Unterschiede in den Höhen links/ rechts. links ist eigentlich 0 und rechts 8. Rechts steht in einer Ecke mit fenster links steht frei. Wird es noch eine Flow Variente geben, bei der man links/rechts unterschiedlich einstellen kann?

Christian,

das Testen mit den Testtönen hat so seine Tücken. Ich habe selbst schon Beispiele erlebt, wo man z.B. den rechten Testton ganz linksaussen hört. Da wird es dann schwierig das Flow entsprechend den Tönen einzustellen. Ich hab da aber noch nichts Besseres.
Das Problem mit noch mehr erweiterten Einstellmöglichkeiten (z.B. unterschiedliche Einstellung links/rechts oder Schieberegler) ist,: je mehr Knöpfe zum Drehen umso schwieriger wird es. Beim AcourateConvolver macht der Schieberegler Sinn, man kann ihn ja zwischen jedem Abspielen anpassen. Bei AcourateNAS macht es weniger Sinn, spätestens wenn da ein paar Verzeichnisse gefaltet sind - welche Einstellung war das nochmal oder was sollte man nochmal zum Test rechnen ... ?

Grüsse
Uli
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Beitragvon chriss0212 » 20.06.2016, 07:44

Hallo Uli,

ich hatte schon sorge du entwickelst AcourateNAS nicht mehr weiter ;)

Es klappt ja so schon recht gut aber der Regler wär schon trotzdem toll. Das mit den Einstellungen gilt ja für alles, also sollte man seine Raumkorrektur mit einrechnen muss man das ja auch selber nachhalten ;)

Wobei ich sagen muß, dass bei mir die Bühne noch immer so breit ist (geht trotz ~60° aufstellung) noch weit über die Außenkanten hinaus. Es gibt Lieder, da hat man den Eindruck die Musik spielt fast im Halbkreis um einen herum. Deswegen die "Angst" das ich beim einmessen was falsch gemacht habe ;)

Evtl. ist es aber auch einfach die keilförmige Wand hinter mir die der Räumlichkeit sehr zuträglich ist, da ja von hinten quasi keine Reflektionen zurück kommen ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Hornguru » 20.06.2016, 10:21

Hi Uli
Rechter Ton ist links außen??? :shock:

Vielleicht haut da irgendwas komisches wie ein Alisson auf der rechten Seite schmalbandig rein?
Oder Kantenreflektion, Resonanz was auch immer...

Evtl etwas breitbandigere Testtöne die minimal in der Höhe hoch und runter schwanken könnte das relativieren?

Gruß
Josh
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Beitragvon uli.brueggemann » 20.06.2016, 10:49

Ja, es kann merkwürdige Effekte geben.
Ich hab mal ein anderes Testsignal erzeugt, siehe https://drive.google.com/file/d/0B8QsTW ... sp=sharing
Bin dallerdings noch nicht wirklich weiter, daher also unverbindlich

Grüsse
Uli
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Beitragvon Jupiter » 20.06.2016, 11:11

Hallo Chris ,

Versuche doch mal deinen LS bei dem die drei Flowsignale nicht genau senkrecht zueinander stehen etwas von der Seitenwand entfernter aufzustellen.
Bei meinen Geithain rl901k war beim Abstand von 1,15 m zur Seitenwand der Hochton etwa 1,5 m außerhalb von der Box zu hören.
Jetzt bei einer Entfernung von 1,30 m zur Seitenwand sind die drei Testtöne senkrecht in einer Linie zu hören.

Da können 5 cm mehr Seitenwandabstand schon was bewirken.

Lässt sich ja leicht ausprobieren.

Ich würde als ersten Schritt versuchen mit der LS Aufstellung zunächst den Linken und rechten Kanal möglichst deckungsgleich zu bekommen.
Wobei ich bei mir versucht habe möglichst wenig Auslöschungen bei den Kurven zu haben.
Überhöhungen bügelt Acourate ja weg.
Auffüllen geht leider nicht.
Flow war bei bei mir bei entsprechenden Seitenwandabstand dann nicht mehr nötig.

Falls du mehr dazu wissen möchtest bitte über PN

Gruß Harald
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Beitragvon rpaul » 20.06.2016, 19:25

uli.brueggemann hat geschrieben:... Bei AcourateNAS macht es weniger Sinn, spätestens wenn da ein paar Verzeichnisse gefaltet sind ...

Hallo Uli,

das würde ich genau anders herum sehen. Die Wirksamkeit dieser zusätzlichen Funktion sollte doch bei Verwendung schon nach dem Falten eines ersten Stückes mit AcourateNAS gegengeprüft werden. So wie bei einer Faltung an sich auch - oder?

Zumindest würde ich das so machen, wenn wir die Testmessung demnächst bei mir wiederholt haben, AcourateNAS mich überzeugt hat und ich es gekauft habe :cheers:

Insofern würde ich diese Funktion in AcourateNAS auch begrüßen!

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon uli.brueggemann » 28.06.2016, 10:50

AcourateNAS V1.3.15

Moin,

ab sofort ist AcourateNAS V1.3.15 online. Es erlaubt wie beim AcourateConvolver die Justage der Bühnenbreite per Schieberegler. Regler ganz links = enge Bühne, Regler ganz rechts = Originalbühne sollte erhalten bleiben.

ff - viel Vergnügen
Uli
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Beitragvon chriss0212 » 28.06.2016, 11:32

Hallo Uli,

es ist wirklich toll wie viel Wert Du auf unsere Wünsche legst und wie schnell die Sachen dann umgesetzt werden! Ich bin mal wieder baff ;)

Bin leider gerade sehr viel zu tun.... aber ich werde demnächst mal testen und berichten ;)

Viele Grüße

Christian
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