Acourate für Anfänger, lohnt sich das?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Acourate für Anfänger, lohnt sich das?

Beitragvon Booker » 14.07.2013, 11:45

Hallo,

Habe jetzt schon einiges über Acourate hier gelesen und bin am überlegen mir diese Software anzuschaffen. Aber, lohnt sich das überhaupt für mich?

Besitze einen Mac Mini auf dem auch Windows 7 installiert ist, ist ja Vorraussetzung für Acourate. Meine Musik höre ich mit Amarra, ist eine hörbare Steigerung mit Acourate möglich und kann ich weiterhin die Musik mit Amarra hören oder muss ich auf Windows umsteigen?

Ist es auch für einen absoluten Anfänger wie mich möglich diese Software zu bedienen um eine Verbesserung der Musikqualität zu erhalten ( Einmessen, Filter setzen usw.)?

Was brauche ich alles um Acourate benutzen zu können?

Vielen Dank
Grüsse Rolf
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Beitragvon Fujak » 14.07.2013, 14:08

Hallo Rolf,

klanglich lohnt Acourate auf jeden Fall. Was Du damit klanglich erreichen kanst, geht mit keiner anderen Optimierung mit ähnlich vertretbarem Aufwand. Windows brauchst Du nur, um die Filter auszumessen und zu berechnen. Liegen die Filter dann vor, kannst Du auch weiterhin Deine Musik-Dateien auf dem Mac abspielen. Amarra kannst Du also auf jeden Fall verwenden.

Für die weiteren Details zum Equipment möchte ich Dich auf die Suchfunktion bzw. das Unterforum für Acourate verweisen. Auch auf der Internetseite von Acourate befinden sich diverse Tutorials zu Acourate. Auch für Einsteiger / Anfänger ist es möglich, Filter zu erstellen - nicht zuletzt dank des hervorragenden Supports von Uli Brüggemann.

Grüße
Fujak
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Beitragvon RC23 » 14.07.2013, 17:03

Hallo Rolf,

als Anfänger startet jeder Acourate User. :wink: Mit etwas Lernbereitschaft und Zeit für dieses Hobby kommt man gut ins Laufen. Es gibt im Forum einige User, die weiterhelfen und besonders wichtig den Support von Udo auf unsere Fragen einzusteigen.

Neben einem Windows-Rechner braucht man für Acourate ein kalibriertes Mikrofon mit Korrekturdatei, um die Frequenzgangfehler des Messmikros herausrechnen zu können. Hier ein bewährtes und dazu preisgünstiges Messmikro: http://www.audiovero.de/mikrofone.html

Dann gehts weiter zur Soundkarte (Audio Interface), die intern eingebaut oder extern sein darf. Ich empfehle ein externes Audio Interface, das i.allg. einen Mikrofoneingang mit Phantomspeisung besitzt. Apple bietet (so glaube ich) keine USB-Schnittstelle an, sondern Firewire als Schnittstelle.

Neben dem hier im Forum häufig genannten RME Fireface (für 6-Kanal-Systeme), empfehle ich sich auch die Saffire Pro 40 von Focusrite näher anszuschauen. Gute Wandler für 8 Kanäle, stabile Treiber bei sehr gutem Klang bekommt man hier. 8 Kanäle lassen sich für ein aktives 3-Wege-System plus Subwoofer einsetzen.

Audio Interfaces mit Firewire werden auf ebay recht günstig gebraucht angeboten, da die Firewire-Schnittstelle auf Windows Mainboards langsam ausstirbt. Als Nachfolge-Schnittstelle ist Thunderbolt im Kommen, wobei die Datenbandbreite von Firewire für Multikanal-Anwendungen absolut ausreicht. Nebenbei unterstützt die Saffire Pro auch den Thunderbolt-Anschluß. Selber arbeite ich mit einem Windows-PC plus Saffire Pro 40.

Wieviele Kanäle willst Du aktivieren?

Grüße

Rüdiger
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Beitragvon RC23 » 14.07.2013, 19:58

Hallo Rolf,

habe inzwischen entdeckt, daß Du eine Surroundanlage mit Aktivlautsprechern von Abacus Dein Eigen nennst. Somit ist vermutlich die Kanalanzahl auf 6 gesetzt?

Zum Ansteuern Deiner Abacusse kannst Du auf einen Surroundreceiver zugreifen oder auf JRiver plus 6-Kanal-Endstufen. JRiver war früher auf Windows fixiert, entwickelt aber seit knapp einem Jahr eine Mac-Version ihres Programms Media Center. http://www.jriver.com/index.html Wie gut das funktioniert, habe ich nicht verfolgt, weil eben Windows-verseucht. ;)

JRiver beinhaltet als "Schweizer Messer" eine umfassende Audio- und Videolösung zur Wiedergabe aller Medien in Stereo und Surround. Selbst Audio Professionals wie Bob Katz arbeiten mit JRiver und Acourate. http://www.audiovero.de/anwender-referenzen.html

Posting von Bob Katz: "Acourate Convolver and Acourate ASIO works very well for audio only. So I converted my Acourate filters to wav format (64 bit float), created a config file compatible with sourceforge and JRiver, and am now using JRiver's convolver for video playback.

Works great! A/V sync is now perfect and consistent at 0 ms. And the sound is great too. Acourate's filters are the best-sounding out there, in my opinion." http://yabb.jriver.com/interact/index.p ... #msg553810

Ein gut besuchtes JRiver Forum mit ständiger Präsenz der Software-Entwickler und Tester: http://yabb.jriver.com/interact/index.php

Rüdiger

P.S. Habe mir gerade den Mac Mini angeschaut. http://www.apple.com/de/mac-mini/features.html Danach besitzt der Mac Mini Anschlüsse für USB 3 und Thunderbolt. Somit stehen Dir viele Audio Interfaces aus der Mac und Windows Welt offen.
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Beitragvon Booker » 14.07.2013, 20:42

Hallo

Na das ging ja fix, danke für die schnelle Hilfe.

Benutzen möchte ich Acourate für meine Stereoanlage, nicht für die Surrondanlage.

Für die Stereoanlage benutze ich passive Lautsprecher(Ascendo ZF3)
Habe jetzt meinen Mac Mini per Hiface an einen externen Dac angeschlossen und diesen an meinen Vorverstärker.
Würde mir gerne den RME Fireface gebraucht kaufen welchen würdet ihr empfehlen
RME 400, 800, UCX, oder Babyface?
Habe auf dem Mac Mini mit Bootcamb Windows 7 drauf, kann ich unter Windows FireWire 400 für den RME benutzen oder läuft das nur mit OSX?

Grüsse Rolf
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Beitragvon RC23 » 14.07.2013, 21:03

Booker hat geschrieben:Habe auf dem Mac Mini mit Bootcamb Windows 7 drauf, kann ich unter Windows FireWire 400 für den RME benutzen oder läuft das nur mit OSX?

Nach meiner Einschätzung kannst Du FireWire unter Windows und OSX nutzen, da diese Schnittstelle für beide Betriebssysteme zertifiziert ist.

Rüdiger
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Beitragvon Booker » 16.07.2013, 13:54

Hallo

Würde jetzt ein RME ADI-2 für 385,- Euro bekommen, ist dieses Gerät empfehlenswert und preislich ok?
Oder wäre ein RME 400 oder 800 besser?

Danke Grüsse Rolf
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Beitragvon uli.brueggemann » 16.07.2013, 15:08

Hallo Rolf,

soweit ich das sehe hat das RME ADI-2 keinen Mikrofonvorverstärker und auch keine Phantomspeisung. Der wird dann wieder extra fällig so man denn das Gerät auch zum Messen verwenden will.

Grüsse
Uli
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Beitragvon RC23 » 16.07.2013, 19:34

Hallo Rolf,

was Uli schreibt ist richtig: Das RME ADI-2 bietet keinen Mikrofoneingang mit Phantomspeisung, was durch einen extra Mikrofonverstärker kompensiert werden muß, wie z.B. von Monacor.

Zwei Kanäle halte ich nicht für zukunftsicher. Im Laufe der Zeit wird bei Dir der Wunsch nach mehr aktiven Kanälen entstehen. Und Acourate unterstützt dies gern.

Grüße

Rüdiger
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Beitragvon Fujak » 16.07.2013, 21:22

Hallo Rolf,

ich würde auch in Erwägung ziehen, zwei Modelle zu kaufen: ein einfaches USB-Interface mit Phantomspeisung zum Messen (bewährt haben sich hier u.a die einfachen Modelle von Focusrite oder Terratec) und einen hochwertigeren DAC zum Musikhören. Möglicherweise bekommt man damit mehr Klang fürs Geld, als auf eine Kombination zu setzen.

Grüße
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Beitragvon Rudolf » 16.07.2013, 22:16

Diesem - Fujaks - Vorschlag schließe ich mich ausdrücklich an!

So nutze ich das Focusrite Scarlett 2i2 Interface für Acourate-Messungen und einen Mytek Stereo192-DSD DAC zur Musikwiedergabe. Eine perfekte Aufgabenteilung!

Das Fosusrite Interface findet seine Zweitverwendung (eigentlich ist es sogar die Erstverwendung) als USB-DAC für meine kleine Abacus-Anlage im Arbeitszimmer. Gebraucht bekommt man das Interface unter 100 €.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Booker » 16.07.2013, 22:45

Hallo

Also würdet ihr mir von den RME Fireface Geräten abraten?

Ich möchte natürlich den bestmöglichen Klang aus den Boxen herausholen, brauche ich dann zum Einmessen kein hochwertiges Gerät. Brauche ich das Interface nur zum Einmessen, dann könnte ich ja auch nur eins ausleihen und für das Geld einen besseren Dac kaufen. Bei uns in der Nähe ist ein Musikhaus, da könnte ich so ein Gerät bekommen.

Habe zur Zeit einen Audio Breeze Dac, der, wie ich finde sehr gut ist, leider hat er nur einen Eingang, muss jedesmal umstecken, wenn ich den CD Spieler laufen lasse.

Danke

Grüsse Rolf
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Beitragvon Booker » 17.07.2013, 11:26

Hallo
Könnte jetzt ein Lexicon Omega für 350,- bekommen,
wäre das ok?

Grüsse rolf
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Beitragvon uli.brueggemann » 17.07.2013, 12:04

Booker hat geschrieben:Könnte jetzt ein Lexicon Omega für 350,- bekommen, wäre das ok?

Was ist das denn für ein spezielles Lexicon Omega?
So es ein Lexicon Omega Studio USB Audio Interface ist, wären 350,- wohl reichlich zuviel. Das gibt es ansonsten überall für 145,- neu.
Von den Anschlüssen und technischen Daten her gesehen solte es ok sein.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Booker » 17.07.2013, 12:46

Hallo Uli,

In dem Musikhaus, wo mir das angeboten wurde, sagte man mir, das würde 650,- neu kosten.
Habe jetzt auch mal im Internet geschaut, da gibt's die Dinger für 130,- - 145- Euro. du hast recht.
Das Teil wurde in einem Studio benutzt.
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