Acourate + HQ Player (Signalyst) + DSD

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Acourate + HQ Player (Signalyst) + DSD

Beitragvon nikander » 16.02.2015, 14:37

Hallo zusammen,

ich nutze seit einiger Zeit auf meinem Macbook den HQ Player von Signalyst, der Amarra/Audirvana doch klanglich überlegen ist. Der Player gibt auch DSD-Inhalte weiter bzw. konvertiert PCM in DSD und umgekehrt.

Bei der Vorstellung von Ulis Acourate im Computeraudiophile-Forum gab es eine Diskussion, ob Acourate auch die DSD-Ausgabe des HQ Players falten/filtern könnte. Tatsächlich sei dies möglich nach dem Software-Entwickler von HQ - man kann unter "Convolution" die Filter von Uli laden, dann höre ich allerdings nur abgehackte Töne. Ist dies theoretisch Unsinn, wenn nicht, welche Filter lade ich dann überhaupt (176 khz?)?

Und noch eine andere Frage: normalerweise höre ich mit Acourate NAS, was auch eine Normalisierung beim Filterungsprozess macht - wenn ich die bloßen Filter lade, was passiert mit der Normalisierung (grundsätzlich hören sich die Musikstücke mit offline-Faltung wesentlich besser an, als mit in HQ geladenen online Filtern - bei den PCM-Stücken) etc.?

Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon Booker » 17.02.2015, 08:27

Moin

Das würde mich auch interessieren wie das gehen soll. Habe mir gestern den HQ Player runtergeladen und ich muss sagen er klingt wirklich besser als Amarra. Was fehlt ist die Raumkorrektur und das wäre halt mit Acourate eine top Lösung.

Grüße Rolf
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Beitragvon uli.brueggemann » 17.02.2015, 08:35

Christian,

ich kann hier nur eine Antwort wiedergeben, die Jussi Laako von Signalyst bereits vor 1 1/2 Jahren dazu gegeben hat:

Yes, I have it implemented in HQPlayer. If Acourate can export filters in WAV format you can use those. WAV needs to be mono per channel, but stereo WAVs are easy to split to mono ones.

Since PCM filter WAV is by necessity bandwidth limited, I have implemented "HF-expand" option for expanding the filter as flat above it's Nyquist frequency. However I recommend using as high as possible sampling rate for the filter WAV. If 352.8/384k is possible, then things would work pretty nicely without "HF-expand" too. And it's not bad with 176.4/192k either.

To enable DSD processing HQPlayer you need to un-check the "Direct SDM" box in "DSDIFF/DSF Settings" -dialog. Then you can perform DRC and also multichannel speaker distance and level adjustments plus main digital volume control. For any processing I recommend using max -3 dBFS main volume setting to avoid overloads. Overloads in DSD are more nasty than in PCM.

und weiterhin:

When source is DSD and output mode is DSD, DRC processing is performed at native source rate. You can combine it with per channel level and speaker distance adjustments plus global digital volume control, performed at native target rate. IOW, you can decide to resample. So usually when I play DSD64 content, I perform DRC and some level adjustments and output at DSD128 rate. DACs like exaSound E20 allow performing DSD64 -> DSD256 upsampling combined with processing. But you can also play DSD128 -> DSD64 if necessary.

If source is DSD and output mode is PCM, then DRC processing is performed in PCM at 1/16 rate after conversion.

Depending on DRC filter size, prepare for fairly high CPU load. Fast RAM, large cache and multi-core CPUs help. This is certainly not lightweight process. :)

Jussi hat mal von mir auch Testfilter bekommen und er konnte sie anwenden.

Grüsse
Uli
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Beitragvon nikander » 17.02.2015, 10:55

Uli,

danke Dir für Deine Anmerkungen - ich habe jetzt mal direkt bei Signalyst eine Anfrage gestellt und werde die Antworten bzw. meine Erfahrungen posten.

Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon nikander » 18.02.2015, 19:44

ich habe es zum Laufen gebracht (nochmals einen herzlichen Dank an Uli für die nochmals bereitgestellten Filter im wav/Mono-Format):

Wenn man PCM via DSD abspielen will, muss die Funktion "directSDM" unter "DSDiff/DSF Settings" deaktiviert sein - die Acourate Filter laufen hier problemlos. Ein Problem hatte ich aber bislang mit dem direkten Abspielen von DSDOriginal Files + Acourate Filterung - hier muss der Haken bei "DirectSDM" gesetzt werden - dann geht es auch hier. Wie es tatsächlich klingt, muss ich aber noch ergründen.

Schöne Grüße,
Christian
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Beitragvon Booker » 19.02.2015, 14:15

Hallo Christian,

Lässt du den Player über Windoof oder Mac laufen?
Wie trägst du die Daten von Acourate ein?

Danke
Grüße
Rolf
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Beitragvon nikander » 19.02.2015, 15:36

Hallo Rolf,

über Apple.
Man kann unter "Convolution" im li/re Kanal oben jeweils den li + re Filter-Kanal von Acourate laden (nur für eine Samplefrequenz allerdings) - da ich alles auf 192 khz upsample, ist es bei mir der li + re Filter bei 192 khz (wav-Datei), funktioniert übrigens auch mit DSD.
Im PCM-Betrieb laufen die Filter von Uli unter HQ Player hervorragend.
Den Klang im DSD-Betrieb mit Uli`s Filtern muss ich noch eingehender überprüfen (der Vergleich ist hier etwas unfair für den DSD-Betrieb, da ich hier direkt per USB den DA-Wandler anspreche, während im PCM-Betrieb der Klang über einen USB auf SPDIF-Konverter + Reclocker optimiert wird).

Grüße,

Christian
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Beitragvon dukezero » 21.02.2015, 10:43

Der Signalist ist auf der Mac Plattform wesentlich unempfindlicher gegen Störeinflusse des Systems bei zum Beispiel dem öffnen von Firefox mit 19 Taps, die sich dann noch aktualisieren. Getestet mit Mac Book Pro late 2008 mit SSD 4 GB Speicher. Amarra knatzt da mächtig rum!!

Foobar auf dem gleichen Rechner unter Win 7 Pro, spielt auch extrem entspannt.
Ich selber nutze auf der Mac Ebene den Teac Player in Kombi mit dem Teac DAC. Der zieht nach entsprechender
Einstellung jedes Stück automatisch den den RAM und spielt dann an. (kleine Pause zwischen den Stücken)
Klingt luftig,locker,unaufgeregt!

Für den Signalyst ist der Teac DAC u.a. neben anderen empfohlen, hier werde ich mal genauer reinhören und Euch mitteilen.

Grüsse ans Board von Lutz
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Beitragvon nikander » 28.02.2015, 14:26

Ich hatte mich geirrt - mit der "SDM direkt" Funktion werden die DSD files " nativ", d.h. ohne Convolving etc. an den DAC weitergeleitet. Man muss also für eine Filterung a la Acourate den Haken wegnehmen bei SDM direkt.
In diesem Fall macht mein Mac Book Pro von 2010 mit Core 2 duo Prozessor die Grätsche.
Kein Problem dagegen mit einem Mac Mini 2012 mit Core i5 Prozessor, HD Festplatte und 4 GB RAM - hier liefen die nativen DSD files inkl. Raumkorrektur problemlos.
Ich habe den Fall im Computeraudiophile-Forum vorgestellt, und Jussi (der Erfinder des HQ Players) hat in dem Zusammenhang vorgeschlagen, dass statt seiner Funktion "Expand HF", die irgendwie ressourcenintensiv sei Uli besser noch einen 378 khz Filter oder höher generieren solle.
Wie dem auch sei - ich werde nicht auf einen Mac Mini wechseln und auf den DSD Zug aufspringen, da es mit DSD gefiltert schlechter klang als via PCM mit Reclocking a la Mutec, auch konnte ich keine wesentlichen Unterschiede zwischen PCM ohne Mutec und DSD hören (hing vieleicht auch damit zusammen, dass mein DAC nur DSD 64 kann). Im Übrigen fand ich den Klang meines Mac Book Pro mit Mavericks und SSD Festplatte besser als den des Mac Mini ( hing es mit dem anderen Betriebssystem Yosemite zusammen oder einer anderen Stromversorgung oder der fehlenden SSD Festplatte? Ich weiß nicht).

Noch ein schönes Wochenende,

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 19.01.2016, 02:17

hallo christian oder uli,

ich würde das mit dem hq player auch gerne mal testen. wie bekomme ich die wav dateien denn aus acourate heraus?

merci und gruss

christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 19.01.2016, 08:19

chriss0212 hat geschrieben:ich würde das mit dem hq player auch gerne mal testen. wie bekomme ich die wav dateien denn aus acourate heraus?

In Macro4 die Option WAV 64bit anwählen. Mit der aktuellsten Acourate-Version dann auch die mono-Checkbox, da der HQPlayer mono-wav benötigt.

Grüsse
Uli
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Beitragvon chriss0212 » 19.01.2016, 09:09

hallo uli,

danke fürs feedback. und das ganze dann zwei mal ausführen jeweils mit peakl und peakr? es wird ja nur eine wav datei erstellt nicht zwei, ist das richtig?

vielen dank und gruss

christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 19.01.2016, 09:15

Wenn das Macro eine stereo-wav erstellt kann man diese laden und dann jedes Filter wierderum per File - Save mono-WAV abspeichern. Das geht auch

Grüsse
Uli
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Beitragvon chriss0212 » 19.01.2016, 12:00

hallo uli,

vielen dank und klappt so weit ;)

mein erster eindruck vom hq player: sehr schöne bühne, fein aufgelöst, überhaupt nicht nervig. bisher höre ich ja über jriver, habe aber den eindruck hq hat hier ein wenig die nase vorne ;)

allerdings scheint hq keine gehörrichtige lautstärke korrektur eingebaut zu haben.... aber da dein convolver ja prächtig flexibel ist gibt es ne lösung für mich:

ich spiele über hq... ohne convolving... gehe mit virtual asio in deinen convolver, falte dort und regel dort die lautstärke dann auf den afi usb. nicht gerade die schickste lösung aber funzt prima ;)

grüssle

christian
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Beitragvon Octagon » 19.01.2016, 12:38

chriss0212 hat geschrieben:ich spiele über hq... ohne convolving... gehe mit virtual asio in deinen convolver, falte dort und regel dort die lautstärke dann auf den afi usb.

Lieber Christian,

wenn ich dich richtig verstehe, dann beantwortest du gerade eine Frage die ich bei Uli und Ralf platziert habe: Funktioniert das Zusammenspiel zwischen dem AFI USB Treiber (Asio) und dem Acourate Convoler einwandfrei.

Zur Sicherheit: Du nutzt als Eingang in AC also die integrierte virtuelle Soundkarte des AC, keine Drittlösungen wie asio4all etc? AC gibt dann über AFI Asio aus.

Das würde dann in einem anderen Setup zum Beispiel bedeuten:

Foobar - Virtual AC 1/2 - Acourate Convolver - AFI USB xmos Asio - AFI - FF UCX
oder
Foobar - JPlay - Virtual AC 1/2 - Acourate Convolver - AFI USB xmos Asio - AFI - FF UCX

Hintergrund der Frage ist, daß bei Nutzung eines FireFace die Loopback Möglichkeit durch den dazwischen geschalteten AFI entfällt. Nicht jeder Player erkennt die virtuellen Eingänge des AC, dies läßt sich bisher mit Loopback in Totalmix umgehen.

Danke und Gruß
Thomas
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