Bruel Kjaer 1974 Target Curve

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon Hans-Martin » 18.07.2016, 14:15

Hallo Josh,
ich habe vor einigen Jahren Mikrofone zum Prüfen bekommen, die bei VW in der Freisprecheinrichtung verbaut waren. Sie funktionierten nicht, weshalb sie ausgebaut wurden, aber hinterher hielten sie bei der Prüfung die Spezifikationen ein. man fand heraus: der Druck von Außen drückt die Membran ein, Undichtigkeiten lassen die Luft aus dem Hohlraum entweichen und es kann einige Stunden bis Tage dauern, bis es sich wieder normalisiert hat. Die Lösung lautete Richtmikrofon, weil das hinten Ausgleichsöffnungen hat. Das ist für Messmikrofone aber weniger geeignet...

Neumann Berlin (Stephan Peus) hat einen Artikel, wie sie mit einer Lichtbogenentladung als Puls ihre Mikrofone kalibrieren: https://www.neumann.com/download.php?download=lect0027.PDF Die Methode kann also nicht ganz verkehrt sein.
Vergleiche von Mikrofonen Gerhart Boré: Das Übertragungsmaß der Mikrofone bei tiefen Frequenzen und seine Messung
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 18.07.2016, 15:07

Ha dann ist die Druckschwankung schuld.
Wäre ja Berg hoch fahren mit Auto ja das gleiche. Halt 0.0001E Hz quasi :)

Und schlag bzw stoßen wirkt ja dann wie sehr hoher Pegel... ?
Spule ist ja keine dran, oder anderes das den Geist aufgegeben kann wie durch Überlastung.
Eventuell ein feder element dass ausleihern kann?

Jemals Kalibrierungen wiederholt nach ein paar Jahren ob es noch passt?

Ich kenne das nur aus der visuellen Perspektive.
Wir kalibrieren die Monitore auf der Arbeit monatlich neu...
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Beitragvon Hans-Martin » 18.07.2016, 15:58

Alles mMn nicht vergleichbar, hier geht es nur um den kurzzeitigen Druckunterschied zwischen Außen und dem Hohlraum im Mikrofonkorpus, in den die Membran durch die Rückwand der Kapsel hineindrückt, und wo die relaxation gaaanz langsam vonstatten geht.
Der Kofferraum eines Autos mit Klappe verhält sich da anders als die Schiebetür des DHL-Lieferwagens. Hermes liefert viel per Privat-PKW aus. Das mit dem Überdruck auf die Mikrofonkapsel ist auch nur eine Spekulation, weil nicht nur selbst erlebt, sondern auch anderweitig erfahren. Es kommt also nicht selten vor. Aber es kann ja auch noch andere Gründe geben.
Grüße Hans-Martin
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