AcourateCV

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon Siriuslux » 06.11.2016, 18:58

Hallo Hanno,
Hallo Uli,

jetzt habe ich das so weit verstanden, irritierend war wohl, dass trotz Auswahl des Aroio Images der Menüpunkt "Logsweep Hochladen" angezeigt wurde, wenn ich jedoch einmal hin und her wechsle zwischen Cleanvolver und Aroio, dann verschwindet der Menüpunkt sowohl in den Tabs als auch in den Makros.
Jetzt muss ich nur noch warten, bis Ruhe im Raum eingekehrt ist, das heisst keine Geräusche mehr aus der Küche und auch keine sonstigen Geräusche meiner Familie mehr da sind.
Wie lange läuft dann die Messung etwa?
Ich nehme an, dass ich am besten in Acourate CV den Punkt "Aufnahme" auswähle und im Aroio Image "Messung" aufrufe, oder habe ich das dann doppelt gemacht?
Wenn der Messzyklus dann vorbei ist, dann "Herunterladen", Anschliessend dann die weiteren Menüpunkte "Glättung" und "Zielkurve" (wie krige ich eine lineare Kurve? Bei mir wird eine Kurve mit 6db Abfall bei 24kHz, die ich sowieso nicht höre, angezeigt) oder wie?
Entschuldigt die womöglich etwas dümmlichen Fragen, aber der Umgang selbst mit dieser einfachen Version von Acourate ist neu für mich.

Gruss, Jörg
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Beitragvon uli.brueggemann » 06.11.2016, 19:08

Die Messung läuft ca. 3 min mit Sweep links rechts links. Beim ersten Mal plus ca. 20 sek fürs Auspacken des Sweeps.

Lineare Zielkurve: dem mittleren Marker ganz nach rechts ziehen.

- Uli
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Beitragvon Hironimus_23 » 07.01.2017, 19:25

Hallo Zusammen,

ich bin dabei erste Erfahrungen mit AcourateCV zu machen und habe folgende Situation und Frage dazu:
Nach Einlesen der Pulsantworten in AcourateCV, Glätten mit Macro 1, Zielkurvenerstellung (Macro 2), Invertierung (Macro 3), und Phasenkorrektur (Macro 4) habe ich die Simulation mit Macro 5 gestartet. Anschließend werden die Kurven vor der Korrektur (Pulse48xmp) und nach der Korrektur (Testxmp) dargestellt. Was mich verwundert ist, dass auch die korrigierte Kurve noch deutliche Pegelunterschiede ausweist. So ist z.B. bei ca. 50 Hz eine Absenkung von ca. 4dB (bezogen auf 10dB als höchsten Pegel) vorhanden. Klar ist eine deutliche Linearisierung gegenüber der Ursprungskurve zu sehen, ich hätte sie jedoch viel geglätteter erwartet.

Ebenfalls verwundert bin darüber, dass sich die Frequenz bei dem Tal zwischen korrigierter (ca. 50 Hz) und nicht korrigierte Kurve (ca. 47 Hz) verändert hat.

Kann jemand zu meinen Fragen aufklären ?

Pulsantwort:
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Glättung:
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Zielkurve:
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Invertierung
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Infos zu den Korrekturfiltern
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Simulation:
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Simulation mit Kurven vorher und nachher:
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Wenn dieser Thread hier nicht optimal hingehört kann er gerne verschoben werde, auch z.B. in meinen Vorstellungsfaden, wenn es dort besser passt.

Vielen Dank Vorab.
Hironimus
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Beitragvon Buschel » 07.01.2017, 19:57

Hallo Hironimus,

wenn du den ungeglätteten mit dem geglätteten Verlauf vergleichst, wirst du sehen, dass der geglättete Verlauf bereits eine deutlich schwächer ausgeprägte Senke hat (etwa 6-7 dB weniger stark). Acourate berechnet das Korrekturfilter aber auf Basis der geglätteten Version und korrigiert somit nicht stark genug.

Du kannst mit den Einstellungen von Makro 1 spielen, um das zu beheben -- z.B. Erhöhung der FDW-Werte im Bass oder 1/12-Oktavglättung anstatt Psychoakustische Glättung. Im direkten Vergleich von ungeglättet/geglättet (= Pulse zu Pulse_mp) lässt sich der Effekt schnell erkennen.

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon Hironimus_23 » 07.01.2017, 20:48

Hallo Andree,

AcourateCV ist gegenüber der "großen" Version etwas reduziert.

In Makro1 habe ich folgende Parameter zum Einstellen. Welcher werte sind bei der frequenzabhängigen Fensterung empfehlenswert, um die "Delle" im FG zu redutieren ?

Die Datei Pulsantwort Raum ist vorgegeben und kann nicht verändert werden.

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Beitragvon Buschel » 07.01.2017, 20:52

Hallo Hironimus,

die Angabe 15/15 gibt die Fensterlänge und damit Frequenzauflösung für Bass/Höhen an. Nimm mal 25/15 und probiere aus, ob das Ergebnis besser ist.

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon uli.brueggemann » 08.01.2017, 11:00

Es ist gerade ein wichtiges Merkmal, dass Acourate eben NICHT alle Löcher zu 100% mit einem Gegenfilter auffüllt. Da das genau zu einer Überkompensation führt. Der Versuch einer vollständigen Korrektur entspricht eher einer Schulbuchmathematik. Da sieht dann alles klasse aus ohne Rücksicht darauf, wie es sich anhört.

Wenn man sich das Bild mit den Fragezeichen anschaut, da könnte man ja gleich glatt noch zig weitere Fragezeichen setzen. So viele Peaks und Dips ...

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hironimus_23 » 08.01.2017, 15:04

Hallo Zusammen,

danke für die Antworten. Ich habe die frequenzabhängige Fensterung gemäß Ansatz Andree auf 25/15 gesetzt und zum Vergleich die Screenshots erstellt. Dabei bin ich in beiden Fällen durch die Markros 1 (Glättung) bis Makro5 (Simulation) gegangen, habe den Screenshot Simulation erhoben. Die Zielkurve war bei beiden identisch eine Gerade mit -3dB Steigung.

Die Unterschiede sind marginal und für mich nicht heraus hörbar. Aber wie Uli ja ergänzt hat, es geht nicht um Schulbuchmathematik, sondern um das wahrnehmbare Ergebnis.

Bei meinen derzeitigen Spielereien mit AcourateCV habe ich weitere Auffääligkeiten und für mich Fragezeichen entdeckt, die ich aber in meinem Vorstellungsfaden (viewtopic.php?f=6&t=3697&start=15) posten werden, da sie wohl eher das Einzelschicksal betreffen.

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Viele Grüße,
Hironimus
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Beitragvon Buschel » 08.01.2017, 15:15

Hallo Hironimus,

dann wird vermutlich die psychoakustische Bewertung das Ergebnis der Glättung dominieren. Wenn die CV-Version keine Änderung an dieser Stelle erlaubt und auch keine Vorfilter (Schritt 0) definierbar sind, geht nicht besser. Alternative wäre Umstellen der Lautsprecher und Hörposition, um diese starke Senke schon am Eingang der Korrektur zu vermeiden.

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon Sathimas » 21.01.2017, 00:24

Da es hier um Acourate CV geht, was ja letztlich aktuell über einen Raspberry pi läuft,
hier ein interessanter Link zu Kickstarter:

https://www.kickstarter.com/projects/12 ... escription

Die Entwickler haben es geschafft, eine 8out und 6in Soundkarte zum Aufstecken zu basteln
und damit die bisher bestehende Limitierung auf Stereo endlich gesprengt.

Vor einiger Zeit hatte ich Uli mal auf das Thema Frequenzweiche via Pi angesprochen,
was eben damals noch nicht möglich war - nun scheint das in greifbare Nähe zu rücken.
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Beitragvon Jupiter » 21.01.2017, 10:08

Hallo Hironimus,

ich würde Dir ebenfalls wie Andree vorschlagen die Position der LS mal zu verändern.

Dazu habe ich ebenfalls was die Position der LS sowie Positionierung des Mikrofons mit und ohne Sessel einige Erfahrungen gemacht.

Es ist irre welche unterschiedlichen Kurven man bekommt wenn man das Mikrofon in Kopfposition mit oder ohne Hörsessel aufstellt.

Letztendlich höre ich mit Sessel daher habe ich in letzter Zeit immer mit Sessel gemessen.
Die Sweepdauer habe ich auf 120 sec / Kanal erhöht, dies ändert zwar nicht die Kurven, ich meine aber eine bessere Räumlichkeit zu vernehmen, kann mich aber auch irren.
Falls es ein Irrtum ist fühle ich mich dennnoch damit wohl :lol:

Kannst dir mal meinen Thread (Harald RL 901k) anschauen da sind einige Bilder enthalten die veranschaulichen was ich meine mit Mit und Ohne Sessel.
Der Liegesessel ist schon sehr eingreifend in den Frequenzverlauf.

Gruß Harald
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Beitragvon Hironimus_23 » 21.01.2017, 17:56

Hallo Andree, hallo Harald,

ein Umstellen der Lautsprecher ist nur schlecht möglich. Ich denke es ist aber auch nicht wirklich nötig, auch wenn die Senke im FG vorhanden ist und sie nicht vollständig korrigiert werden kann.

Nach meinem Empfinden hat AcourateCV mir einen großen Schritt nach Vorne gebracht und ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis und höre wirklich entspannt und genussvoll.

In meinem Vorstellungsfaden habe mal eine Skizze von meinem Hörraum eingestellt, aus dem etwa zu erkennen ist, dass es die Aufstellung vorerst so bleiben wird.

Hörraum -> viewtopic.php?p=130700#p130700

Viele Grüße,
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Beitragvon Hironimus_23 » 10.03.2017, 15:21

Hallo Zusammen,

bei der Nutzung/Spielen mit AcourateCV bin ich auf einen Punkt gestoßen, wo ich feststelle, dass mir noch Hintergrundwissen fehlt, um das Verhalten von AcourateCV zu verstehen. Aber der Reihe nach.

Nach Hochladen des Logsweeps lasse ich diesen mittels Makro 1 als Psychoakustische Antwort (Raumkurve) darstellen. Dann erstelle ich mit Filtermakro 2 (Zielkurvendesigner) eine Zielkurve und lege diese anschließend knapp unter die Raumkurve, da nur oberhalb der Zielkurve korrigiert wird. Anschließend folgen die Makros 3 bis 5 und das fertige Filter lade ich in den Aroio. Soweit alles gut und klingt auch gut.

Nun habe ich das ganze mal wiederholt, in dem ich einen neuen Logsweep erzeugt habe, jedoch in geänderter Lautstärke (höher). Die anschließend mit Makro 1 erzeugte Psychoakustische Antwort (Raumkurve) sieht vom Verlauf genauso aus – sollte sie auch, da im Raum nichts verändert habe – nur um ca. 1,5 dB parallel nach oben verschoben, weil eben lauter. Da ich die für den ersten Fall erzeugte Zielkurve abgespeichert hatte, habe ich diese jetzt geladen und stelle fest, dass sie meiner Meinung nach nicht optimal positioniert ist, weil ich sie um ca. 1,5 dB parallel höher schieben könnte, damit sie eben ganz knapp unterhalb der Raumkurve liegt.

Und jetzt fange ich an zu grübeln. Eigentlich sollte ein Filter doch relativ zum Eingangssignalpegel arbeiten, da die Hörlautstärke ja beliebig sein kann. Wenn das Filter jedoch absolut auf den Pegel des Logsweep gerechnet ist, dann müsste ich doch unterschiedliche Korrekturergebnisse bezogen auf den Eingangssignalpegel erhalten !? Das wäre dann doch besonders für die Fälle ungünstig, wenn der Eingangssignalpegel unter den des ursprünglichen Logsweeps fällt, da dadurch theoretisch die Zielkurve oberhalb des Logsweeps läge und eine Korrektur somit nicht stattfindet. Oder der andere Fall, der Eingangssignalpegel liegt deutlich über dem des ursprünglichen Logsweeps, dadurch würde ich Pegel "verschenken".

Da das Filter sicherlich unabhängig vom Eingangssignalpegel arbeiten wird – so meine Vermutung – worin besteht dann die Notwendigkeit in Makro 2 (Zielkurvendesigner) die Zielkurve unterhalb der Raumkurven zu legen, da sie nur dann korrigieren kann ?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendwo einen Gedankenfehler mache – ggf. kann jemand meinen Knoten lösen ?

Viele Grüße,
Hironimus
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