Lohnt ein besseres Messmikro?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon pschelbert » 27.12.2016, 12:29

Hallo

bezüglich dem absoluten Pegel, es kann sein dass Hifishop mit einer anderen als der 48V Phantomspeisung misst. Ich habe mit dem RME UFX Mic Eingang 9 und 10 gemessen, 48V Phantom.
Ich hatte mal nachgefragt aber keine Aussage gekriegt, ist wahrscheinlich untergegangen.

Jedenfalls sieht man an den Kalibirierkurven, dass die ECM8000 je nach Baujahr ja auch recht grosse Abweichungen haben können.

Peter
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Beitragvon Trinnov » 27.12.2016, 13:09

Ich habe gerade gesehen dass hier im Forum schon einiges über das ECM8000 geschrieben wurde.
http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=37&t=4928

Die 130 übereinandergelegten Kalibriermessungen lassen mich schon sehr schmunzeln.
Ein bisschen Streuung ist schon recht, aber was ist das. :mrgreen:

Peter, wenn du die Schaltung drin hast mit der 6V Z-Diode, dann sollte die Höhe der Phantomspannung egal sein.
Denn dann hängen der FET und der BC118 an ausreichend konstanter Spannung.
Die Ausgangsstufen sind aufgrund Kollektorschaltung sehr unabhängig von der Betriebsspannung. Verstärkung also <1, oder auch Impedanzwandler genannt.
Die Schaltung ist schon sehr speziell. Im ersten Moment denkt man an eine symmetrische Auskoppelstufe.
Ist sie aber nicht.
Da könnte aber sicherlich Hans-Martin mehr dazu sagen.

Gruß,
Horst
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Beitragvon pschelbert » 27.12.2016, 13:48

Hallo

ja die Streuung ist massiv. Ist eben ein billiges Teil. Meine beiden Exemplare streuen auch, weniger im FG mehr in der Empfindlichkeit. FG weniger als +-3dB, 20Hz-20kHz.

Peter
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Beitragvon chriss0212 » 27.12.2016, 16:00

Ich habe ein auf F-Gang bezogenes klass1 Mikrofon für unter 300.- gefunden...

http://www.isemcon.net/ashop/product_info.php?products_id=57

Kennt das jemand??

Grüße

Christian
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Beitragvon bvk » 27.12.2016, 16:25

Das Isemcon ist auch auf meiner Liste. Es ist noch bezahlbar und hat von einigen die im Beschallungsbereich unterwegs sind gegenüber Behringer oä. eine recht gute Presse bekommen. Es geht ja nicht nur um die Kalibrierung an sich, die Frequenzgangfehler der einfacheren Mikros ausgleichen kann, sondern auch um die Stabilität des Frequenzganges nach einiger Zeit, oder bei anderen Temperaturen und um Verzerrungsarmut und Bündelung etc. Isemcon liefert ein individuelles Kalibrierfile mit.
Grüße,
Bernd
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Beitragvon pschelbert » 27.12.2016, 23:10

Hallo

was auch ein Problem bei Elektret ist, die Alterung. Dies ist bei Kondensatormikrophonen sicher sehr viel besser.
Kann sein dass mein absoluter Pegel darum nicht mehr stimmt und früher mal richtig kalibiriert wurde.

Das wäre ein Grund ein richtiges Kondensatormik zu kaufen.

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 27.12.2016, 23:38

Trinnov hat geschrieben:Ich habe gerade gesehen dass hier im Forum schon einiges über das ECM8000 geschrieben wurde.
http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=37&t=4928...
Die 130 übereinandergelegten Kalibriermessungen lassen mich schon sehr schmunzeln.
Ein bisschen Streuung ist schon recht, aber was ist das. :mrgreen:

Hallo Horst,
viele Mikrofone haben Verstärker integriert, die dann eine kapazitive Kabellast treiben müssen. Die Mikrofonkapsel, z.B. WM61A kostet gelegentlich nur $1...

Die Schaltung ist schon sehr speziell. Im ersten Moment denkt man an eine symmetrische Auskoppelstufe.
Ist sie aber nicht.
Da könnte aber sicherlich Hans-Martin mehr dazu sagen.

Nicht mehr nötig, Klaus hatte in dem genannten Thread die entscheidenden Kommentare dazu schon abgegeben. Quelleseitig dieselbe Impedanz auf beiden Leitungen zu bieten, bedeutet bestmögliche Gleichtaktunterdrückung von Störungen, sofern der Eingang dazu vorbereitet ist. Gleichzeitig muss das Schema Pin 1 = Masse, Pin 2 = Signal, Pin 3 = Stromversorgung ebenfalls bedient werden können.
Und die Single-Ended Signalauskopplung löst die Problematik, dass gegenüber RCA bei XLR sonst die doppelte Signalspannung ankommt (was einer eindeutigen Aussage über die Ausgangsspannung /Schallpegel zuwiderliefe).
Grüße Hans-Martin

P.S.: Mein MBC 550 hatte laut Kalibrierschrieb nur +1dB über 10kHz
PPS.: Elektrete altern. Bei Mikrofonmembranen bemüht man sich um möglichst geringe Dicke, was bei Elektret der Langlebigkeit zuwiderläuft. Aber beim Backelektret ist nicht die Membran, sondern der Stator (die massive Gegenelektrode) aus Elektretmaterial, die Membran vielleicht hauchdünn, leicht, goldbedampft. Problem gelöst.
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