zuerst Treiber Lin, dann Delay?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

zuerst Treiber Lin, dann Delay?

Beitragvon Sigi M. » 07.02.2017, 21:06

Hallo, an alle, die mit Acourate XO Plan haben !

habe nicht ganz den Weg von Mitch eingehalten, weil ich es "experimentell" besser verstehe :oops:

Frage, funktioniert es so:
1. Pulse Messung
2. FDW / Phase Extract / Inversion
3. Convolution mit XO-default, CutnWin
=>> Ergebnis: Linearisierte Weiche, ohne eingebautes Delay

Ich denke das ist ertsmal nicht falsch oder?
Wo ich hake: Die Pegel (Pulse Messung) sind unter verschiedenen Bedingungen aufgenommen worden (MT/HT im Garten, Kickbass, Sub am Hörplatz) und ich habe verschiedene Pegel. Ich kenne auch nicht die Pegel der Lautstärkesteller mehr.

Kann ich jetzt mit "artificial Delay" weitermachen, oder habe ich mir von der Vorgehensweise her schon was verbockt?
Kriege ich das mit den Pegeln später noch in den Griff, oder gehe ich mal wieder auf "LOS" und starte neu?
Eigentlich dürfte das doch mit Logsweep für Makro 1 spätestens korrigiert werden können, oder?!?

Heij vielen Dank für "Aufklärung"und ein paar Tips Leute!!

Die einschlägigen "wie mache ich XO" habe ich, ich will's nur "in der Tiefe" verstehen

Viele Grüsse

Sigi
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Beitragvon Sigi M. » 07.02.2017, 23:10

hab's gefunden
4. Normalization - einfach nicht fertig gelesen...

Trotzdem eine offene Frage:

Time Alignement nach Driver linearization, führt das zum gleichen Ergebnis?
In den Beschreibungen wird TA immer vor DL durchgeführt, auf mich wirkt es logischer, erstmal die Einzelteile zu optimieren und dann das Zusammenspiel.

Der geübte Acourate User mag hier meinen (noch) begrenzten Durchblick erkennen, oder ist die Frage relevant?

viele Grüsse

Sigi
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Beitragvon Hornguru » 07.02.2017, 23:37

Hi Sigi

IMHO TA nach DL und auch nach XO. Sprich zum Schluss. Da nur der Endstand die Peaks der IR so zeigt wie die optische Referenz.
Ich habe Mitch aber auch genau so verstanden. Er macht das glaub ich auch so.

Ergebnis ist nicht das gleiche vorher oder nachher.
Der höchste Peak der IR zeigt nur primär die hohen Frequenzen.
Hat ja keinen Sinn den Hochton des Mitteltöners in Phase mit dem Hochtöner zu bringen wenn eine Oktave drunter alles wieder verspringt. Treiber drehen die Phase idR ja kontinuierlich. Auch wenns ein und der selbe Treiber ist verzögert er die Tiefen mehr als die Höhen.

Gruß
Josh
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Beitragvon Sigi M. » 08.02.2017, 17:38

Hallo Josh
Habe ich bei Mitch andes verstanden, lese ich aber nochmal durch...

das bringt mich gleich zur nächsten Frage.
Ist es sinnvoll / anzustreben (möglich, die Phase bei der DL linearphasig zu korrigieren.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann bleibt die ja minimalphasig.
Verstehe dann auch n icht, wie das Delay an der Trennfrequenz bestimmt wird, denn wenn Sie minimalphasig ist, würde es doch keinen Sinn machen, die Phase breitbandig zu bestimmen um dnach das Delay zu vergeben. oder doch ??

Bömische Dörfer mmentan :shock: Di siehst, so ganz hab ich das noch nicht begriffen,
btw was ist IR?

Habe heute meine erste XO Version fertig, aber noch ohne Delay.

Viele Grüsse

Sigi
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Beitragvon Hornguru » 08.02.2017, 19:27

Haha ganz so bömisch bist du nicht. Stellst direkt die unangenehmen Fragen.

Es gibt mehrheitlich die "genügsame" Version:
Nach linearisiert und Xo strickt man sich einfach die Peaks in die Position wo sie sein sollen. Den Rest verfeinert später die Über alles Korrektur.

Dann gibt es die manischen Perfektionisten die erst alle Treiber linearphasig machen und später die Summe aller wieder zurück minphasig Biegen. Sehr viel Arbeit! Nicht einfach und fehleranfällig. Mache ich so :)

Es gäbe noch alternativ eine Sache auf die ich mich einlassen würde. Die Treiber nur am Schnittpunkt der Weiche in Phase zu bringen. Den Rest in der Über Alles. Das erzeugt potentiell weniger Ringing als Version 1 und ist weniger Arbeit als V2. Theoretisch.

IR = Impuls Response / Antwort

Und abschließend interessiert mich wie Uli die Frage beantworten würde :)
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Beitragvon Jake52 » 08.02.2017, 20:32

Hallo,

Uli hat mir das mal so geschrieben:

Erzeuge die XO-Dateien ohne Delays und mache daraus eine multiway.wav Datei. In den Logsweeprecorder einbinden und die Pulsantworten ermitteln.
Dann Makro1-3 laufen lassen.
Nun mit Generate - Test Signal - Length 65536 - Set to one at sample 0, length 1 eine perfekte Pulsantwort erstellen.
Diese dann als Pulse48Linv.dbl und Pulse48Rinv.dbl abspeichern.
Dann Makro4 und 5 iterierend (Nutzung von PRC) laufen lassen, so dass sich keine Vorschwinger in der Pulsantwort ergeben.
Der sich ergebende Frequenzgang ist dabei ohne Bedeutung.
Es entstehen hierbei die Korrekturdateien Cor1L48, Cor1R48, Cor2L48 ...
Bitte mal laden und anschauen. Sie entsprechend den XOs, haben jedoch passende zeitliche Versätze.
Die XO-Dateien löschen und die Cor-Dateien in XO1... umbenennen.
Aus diesen Dateien eine neue multiway.wav erzeugen und diese in den Logsweeprecorder einbinden.
Neu messen und wie üblich die Makros laufen lassen. Diesmal also mit der in Makro3 ermittelten Inversen.
Fertig.

Und so mach ich das, wenn´s der Meister so will. :D


Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon uli.brueggemann » 08.02.2017, 21:04

Da muss ich doch dazwischengrätschen. Die von Jakob beschriebene Methode ist problematisch. Es kann da doch Probleme geben.
Insofern verwende ich heute gern das Falten mit einem Sinus mit der Trennfrequenz. Und richte dann den langsameren Treiber am schnelleren aus.

Es empfiehlt sich, hierbei eine Trockenübung mit den XOs durchzuführen und zu lernen, was bei der Sinus-Faltung so passiert.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hornguru » 08.02.2017, 21:39

Moin

Musste ich jetzt 5 mal lesen weil ich keinen Rechner an mir habe :D
Du korrigierst also mit Macro 4 die Phase des Gesamten Systems.
Ich erkenne noch nicht den Sinn dessen. Das ist doch ohnehin Bestandteil der späteren Über Alles Korrektur.
Der Sinn einer individuellen Treiberbehandlung vorab ist doch, später weniger Fehler in der ÜAK der Macros zu haben damit diese noch Akkurater funzt.
Das ist natürlich kein Muss, man kann auch einfach garnichts machen außer XO plus Macros und kommt schon erschreckend weit!

Trotzdem... Thema hier war ja wie und ob man die Phase manuell vorab für jeden Treiber behandelt oder nicht und wie. Normal macht die Mehrheit das nicht. Mitch auch nicht. Uli rät auch davon ab. Was sie aber tun, die Amplitude vorher für jeden Einzelnen zu behandeln. Dies setzt sicher nochmal die Kirsche auf die Torte (Torte wär hier blanke Xo plus ÜAK).
Das Timealignment MUSS nach Apitude und XO und VOR den Macros kommen und ist hier nur noch der Kirschkern.

Die Phase jeden Treibers vor dem TA auch noch zu linearisieren.... kann man gegen den Rat der Mehrheit natürlich versuchen. Aber da macht man ein großes Fass auf. Viel Graue Haare für wenig Profit.
Imho, MittelHochton irrelevant für das humane Gehör. Im Bass relevant ja, aber ohnehin durch den Raum dominiert, wofür das Makro ja wieder prädestiniert ist.

Das sinnigste Aligment dazu war Ulis Rat in einem Video die Trennung der untersten Weiche (Subwoofer) nur im Bereich der Trennfrequenz zu alignen. Er machte es über Faltung mit Sinuswelle.

Ich für mich bevorzuge bisher noch die grauen Haare :)
Gruß
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Beitragvon Sigi M. » 12.02.2017, 13:41

Hornguru hat geschrieben:....die unangenehmen Fragen.....
....
Es gäbe noch alternativ eine Sache auf die ich mich einlassen würde. Die Treiber nur am Schnittpunkt der Weiche in Phase zu bringen. Den Rest in der Über Alles. Das erzeugt potentiell weniger Ringing als Version 1 und ist weniger Arbeit als V2. Theoretisch.


ok verstanden

uli.brueggemann hat geschrieben:...... Insofern verwende ich heute gern das Falten mit einem Sinus mit der Trennfrequenz. Und richte dann den langsameren Treiber am schnelleren aus.....


bin noch dabei erstmal Mitch's Lösung komplett zu verstehen, aber die sinuskorreektur ist als PDF schon vorhanden, ich such seit 3 Tagen den Basspuls :cry: aber heute nacht ist mir eingefallen, ich messe HT und Sub miteinander... der sub ist halt mechanisch (Eckhorn) ca 2-3 m weiter hinten

Hornguru hat geschrieben:Trotzdem... Thema hier war ja wie und ob man die Phase manuell vorab für jeden Treiber behandelt oder nicht und wie. Normal macht die Mehrheit das nicht. Mitch auch nicht. Uli rät auch davon ab. Was sie aber tun, die Amplitude vorher für jeden Einzelnen zu behandeln. Dies setzt sicher nochmal die Kirsche auf die Torte (Torte wär hier blanke Xo plus ÜAK).
Das Timealignment MUSS nach Apitude und XO und VOR den Macros kommen und ist hier nur noch der Kirschkern.

Die Phase jeden Treibers vor dem TA auch noch zu linearisieren.... Im Bass relevant ja, aber ohnehin durch den Raum dominiert, wofür das Makro ja wieder prädestiniert ist.

Das sinnigste Aligment dazu war Ulis Rat in einem Video die Trennung der untersten Weiche (Subwoofer) nur im Bereich der Trennfrequenz zu alignen. Er machte es über Faltung mit Sinuswelle.

Ich für mich bevorzuge bisher noch die grauen Haare :)
Gruß


Ja das wird es wohl am Ende werden. (Sinus / Übergabefrequenz)

Vielen Dank für die mir sinngebenden Beiträge
... bin auch immer noch meinem Prof in Theoretischer Nachrichtentechnik dankbar :D

Ich habe MT/HT draussen in Hörentfernung gemessen, um die Treiber zu linearisieren, Kick und Sub am Hörplatz
Effekt: Mit Raumkorrektur hat sich das Klangbild nochmal verändert, aber ich kann mich nicht entscheiden, was sich besser anhört. Prima Acourate Convolver, lässt sich super in Sekundenbruchteil umschalten (Funktion 3 Filterbänke)

Aber nochwas, was das Klangerlebnis signifikant verbessert hat. Es ist mir mit Musik von Zakir Hussein (Tablas) gelungen, die Flow Parameter perfekt einzustellen. (Funktionalität AC) Seitdem sind die Musikdetails total eingerastet, wie hingenagelt - perfekt! Ein ganz dickes Lob an Uli - und eine Empfehlung an alle die den AC noch nicht haben, das ist ein absolutes MUST HAVE für schlappe 150 EUR!!! jedenfalls wenn man stark bündelnde Hörner hat. HT Bereich bei einen 60 cm tiefen Horn bündelt eben sehr.

Viele Grüsse
& Danke nochmal
Sigi
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