Subwoofer korrigieren aber wie?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Subwoofer korrigieren aber wie?

Beitragvon thorsten » 28.03.2017, 11:32

Hallo zusammen,

ist stolpere seit geraumer Zeit über ein Problem, daß ich nicht in den Griff kriege und wäre über ein paar Tipps dankbar.
Mein Subwoofer soll bis ca. 100 hz laufen und dann mit 12 oder 24dB abfallen. Die Subs machen das schon von alleine, also ist da nicht viel Korrektur nötig.
Bis auf 2 Spitzen bei 28 Hz und 60 Hz ist der Frequenzgang auch schon ok.

Meine Idee: 2-Wege Frequenzweiche mit Trennung bei 100Hz, Longsweep nur Mono und den "Hochton"-Ausgang stumm lassen.
Das ergibt auch eine sinnvolle Meßkurve (mit REW gegengemessen).

Jetzt kommt das große Aber: Da ab ca. 250Hz kein Pegel mehr gemessen wird (nur Raumrauschen), ist die Meßkurve extrem nach oben verschoben! D.h. mittlerer Pegel von 20-120 Hz bei +70dB !

Wenn ich jetzt Korrekturkurve mache, falte und teste, komme ich teilweise auf eine Pegelkorrektur von 60dB...

Versuche, die gemessene Kurver via "gain" vorher auf 0dB runter zu ziehen und dann die Macros 1-5 durchlaufen zu lassen, brachten das gleiche Ergebnis.

Daher meine Frage: wie mache ich das? Die mittlere Korrektur sollte ca. 5dB sein, aber ich bekomme halt nur ein total "daneben" liegende Korrekturkurve.

Schönen Gruß

Thorsten
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Beitragvon AudEric » 28.03.2017, 11:45

Hi Thorsten
Im REW kannst Du doch den Sweep anpassen, bzw. begrenzen auf den gewünschten Wert.
Fenauso kannst Du beim Erstellen der Filter den zu korrigierenden Bereich angeben. Das sollte dann funktionieren, oder habe ich das Problem nicht verstanden?
Gruss
Eric

Edit: Habe soeben begriffen, dass Du die Korrekturwerte im Acourate berechnest, kannst meinen Input also ignorieren :)
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Beitragvon uli.brueggemann » 28.03.2017, 11:47

Thorsten,

die Verschiebung nach "oben" erfolgt aufgrund der Normalisierung der Pulsantwort auf den Amplitudenwert 1.
Im Prinzip lässt sich das beseitigen, indem man eine Messung des LS über 100 Hz durchführt und dann im Logsweeprecorder die Option Freeze Gain aktiviert. Dann verwendet Acourate bei nachfolgenden Messungen denselben Normalisierungsfaktor wie beim LS.
Ansonsten spielt aber der scheinbar zu hohe Pegel auch keine Rolle, da ja bei weiteren Auswertungen die Zielkurve mit ins Spiel kommt und die Korrektur dann in Relation dazu erfolgt.

Wenn Du nun aber den Sub allein misst, sind ja die Frequenzen oberhalb 250 Hz in der Messung abgesenkt.
Die Zielkurve ist nun so festzulegen, dass sie unterhalb des Subbereichs liegt. Alles, was oberhalb der Zielkurve liegt, wird korrigiert, alles darunter nicht. Insofern ist die Zielkurve so zu plazieren, dass sie oberhalb der Messung im Bereich > 100 Hz liegt. D.h. sie muss die Messkurve schneiden.
Damit ergibt sich auch nicht mehr eine Pegelkorrektur von 60 dB.
Wobei mich trotzdem wundert: Makro3 normalisiert die Korrektur im Standard auf 0 dB. Wie kommst Du dann auf 60 dB Korrektur?

Grüsse
Uli
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