Synology und mathematische Weiche

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon uli.brueggemann » 03.07.2017, 18:51

Ich habe kürzlich einen Merging Hapi verwendet. Prima.
Allerdings ist fraglich, ob so etwas denn auch einen passenden Treiber für Linux mitbringt.
Mit Brutefir, welches ja auch bei ConvoFS verwendet wird, sind Mehrkanalsystem kein Problem. Allerdings ist der Engpass dann bei den Soundkarten und deren Treibern. Eine RME AES32 tut es zum Beispiel.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Matty » 03.07.2017, 20:34

uli.brueggemann hat geschrieben:
Ich habe kürzlich einen Merging Hapi verwendet. Prima.
Allerdings ist fraglich, ob so etwas denn auch einen passenden Treiber für Linux mitbringt.


Schaut schlecht aus, wenn ich mir die Angaben auf der Homepage anschaue.
Allerdings besteht eine gewisse Chance, dass es irgendwann einen gibt. Ravenna ist ja ein offenes Protokoll und eine Basis gibt es wohl schon für Linux.

ravenna-network.com hat geschrieben:RAVENNA is an open technology. The RAVENNA Network publishes all the required documentation to create your own RAVENNA implementation. In addition, lead developer ALC NetworX and RAVENNA Partner Coveloz can provide various building blocks, ranging from Linux-based Source Code Suite, FPGA-based Reference Designs (including full VHDL Source Code) and expert developer support to ensure that you get the most out of your RAVENNA implementation.


Anders ist es wohl bei Audinate Dante, hier habe ich gelesen, dass es keine Absichten gibt, einen Treiber für Linux zu entwickeln.

uli.brueggemann hat geschrieben:Mit Brutefir, welches ja auch bei ConvoFS verwendet wird, sind Mehrkanalsystem kein Problem. Allerdings ist der Engpass dann bei den Soundkarten und deren Treibern. Eine RME AES32 tut es zum Beispiel.

Und sollte auch einigermaßen günstig zu bekommen sein.
Ich habe auch noch eine rumliegen, die ich nicht mehr brauche (alte PCI-Version).
Vorteil - man ist in der Wahl seiner DACs frei.

Grüße
Matthias

P.S.: @Uli
Ist in diesem Thread vielleicht ein wenig Off Topic, aber wie sind denn Deine Erfahrungen mit den Ravenna-Treibern beim Hapi und der Stabilität (Betriebssystem/Netzwerk)?
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Beitragvon Sigi M. » 04.07.2017, 08:53

h0e hat geschrieben:Hallo Sigi,

Mehrkanal Dac habe ich bisher nur einen wirklich guten gehört und das war der Merging Nadac.
Das ist preismäßig von einem Fireface natürlich meilenweit entfernt.
Da ich wie Harald aber nicht nur rein 2-kanalig höre, sondern auch einen G-Linn habe,
kenne ich mich nicht mit mehrkanaligen Setups aus.
Winfried (wgh52) realisiert seine Weichen mittels DEQX.
Das wäre ggf. auch eine Möglichkeit.

Grüsse Jürgen


Danke allen für die Tips
Hatte gerade auch Uli wegen der Frage nach einem hochklassigen Multi DAC angemailt...
Ja der Nadac, der täte schon weh im Portemonaie
http://digitalaudioservice.de/merging-t ... nel-8.html
Bei DEQX gibt es übrigends eine tolle Demo über Groupdelay!!
https://youtu.be/peQq6BX6jio
Vielleicht ist die von Christian vorgeschlagene Alternative ein möglicher Kompromiss, wenn man aber einmal GroupDelay korrigiert gehört hat, möchte man das eigentlich nicht mehr vermissen.
Vielleicht kann man das über die Treiberlinearisierung einbauen?!?
Viele Grüsse
Sigi
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Beitragvon Sigi M. » 04.07.2017, 08:58

chriss0212 hat geschrieben:Hallo Sigi,

das Problem ist nicht Uli sondern ConvoFS. ConvoFS stellt nur die Daten zur Verfügung. Quasi eine Erweiterung von Deinem Nas. Du müsstest dann 4* ConvoFS laufen haben (jedes mit eigenem Filter) und am Ende muss irgend eine Hardware alle 4 "Dateien" synchron abspielen. Die Hardware hinter ConvoFS sieht die Daten wie auf einem NAS!
Und selbst wenn das jetzt alles irgendwie ginge wird dein NAS das in Sachen Performance nicht schaffen... hier geht es noch nicht einmal unbedingt um die Datenmenge sonder die CPU wird denke ich keine 4 Stereo Streams gleichzeitig wandeln können.
Vielleicht hast Du noch nicht ganz verstanden was ConvoFS ist. Es stellt ein virtuelles Abbild Deiner Festplatte zur Verfügung und wenn eine Datei angefragt wird, schaut ConvoFS wo das Original liegt, stellt die Datei zur Wiedergabe bereit und konvertiert die Datei während der Wiedergabe. Das stimmt nicht ganz aber um sich vorzustellen was da passiert ist es glaube ich ein guter Ansatz ;) Wenn es jetzt eine 4 Wege Frequenzweiche gäbe, müsste ConvoFS 4 verschiedene Dateien bereitstellen, da 4 verschiedene Filter benötigt werden. Das heißt dann, Deine Wiedergabesoftware müsste nicht wie sonst eine Datei abrufen sondern 4. Da ist mir auch keine bekannt, die das könnte.

Wenn Du also ConcoFS einsetzen möchtest geht das bisher meiner Meinung nur mit einer Konventionellen Weiche hinter dem Stereo DAC bzw. DDC.

Ich habe ja selber lange mit ConvoFS gehört von daher weiß ich auch wie es klingt und dass es sehr gut ist. Hilft Dir nur in Deinem Fall nicht weiter.

Viele Grüße... und ich hoffe ich habe mich jetzt nicht selber verzettelt ;)

Christian


Hallo Christian,
Danke für die ausführliche Erläuterung, tatsächlich hatte ich ConvoFS noch nicht "geblickt", gut erkannt :roll:
ConvoFS tut einfach so als wären die FLACs schon mit Rauimkorrektur convolved, mit meinen einfachen Worten ausgedrückt....
Hattest Du Deine Anlage schon mal mit digitaler Weiche und Korrektur des Group Delay gehört?
Viele Grüsse
Sigi
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Beitragvon bvk » 04.07.2017, 09:01

Alternative zu Fireface?
Preisleistungs betrachtet eigentlich nicht. Klang da kann ich, aus eigener Erfahrung empfehlen das Netzteil gegen ein besseres zu ersetzen. Seit ich das lächerlich billige iFi iPower verwende ist da deutlich hörbar etwas passiert.
Bz. Win, man muss es nicht mögen, aber wenn man es Komponente betrachtet und nicht ins Internet lässt, sind die Updates doch unerheblich. Alle paar Jahre kann man das ja anpassen. Ansonsten halte ich dein Konzept alles im Rechner zu machen für gut. Natürlich weil ich es selbst so mache :wink: Meine LS haben keine Weichen und funktionieren ohne Rechner nicht. Das ganze rumgeschnüffel nach Updates steht auf Userbefehl, was auch nicht anders geht, weil immer auch die Treiber der FF berücksichtigt werden müssen.

Grüße, Bernd
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Beitragvon chriss0212 » 04.07.2017, 09:56

Hallo Sigi

Hattest Du Deine Anlage schon mal mit digitaler Weiche und Korrektur des Group Delay gehört?


Nein, noch nicht. Ich habe komplett passive Lautsprecher...aber über fehlende Räumlichkeit kann ich wirklich nicht klagen ;)

Ich habe eine "über alles" Einmessung mit Beamforming.

Ich glaube auch an Verstärkerklang... und eine Aktivbox bei der die Dacs sowie Verstärker dem entsprechen was ich mir vorstelle knackt einfach das Budget ;)

Aber das ist nur machbar, wenn Du selber den Lötkolben schwingen kannst oder jemanden kennst ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 04.07.2017, 09:59

Hallo Bernd

aus eigener Erfahrung empfehlen das Netzteil gegen ein besseres zu ersetzen


Wenn ich das richtig gelesen habe nutzt Sigi das Fireface 802... das hat leider kein externes Netzteil.

Gruß

Christian
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Beitragvon freezebox » 04.07.2017, 10:22

Hallo,

Hat mal jemand das U-DAC8 von miniDSP ausprobiert? Hat zwar keine Eingänge, aber wenn vom selben Rechner gestreamt wird, auf dem auch gefaltet wird, sollte das ja gehen.

Wer basteln und noch mehr sparen will kann evtl. auch das miniDSP USB streamer Kit nehmen und entsprechende I2S Wandler anklemmen - die ES9023 I2S Wandler mit eigener Clock (die man evtl. gegen eine bessere austauschen könnte), bekommt man bei ebay nachgeschmissen und haben in meinen Augen ein unglaubliches gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Als AES Soundkarte wurde hier auch schon einmal auf die Lynx und RME Alternative Marian Seraph D4 hingewiesen - bleibt die Frage nach dem günstigen AES-Wandler..

Grüße,
Jörn
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Beitragvon Matty » 04.07.2017, 19:45

freezebox hat geschrieben:Als AES Soundkarte wurde hier auch schon einmal auf die Lynx und RME Alternative Marian Seraph D4 hingewiesen - bleibt die Frage nach dem günstigen AES-Wandler..


Ich besitze alle 3 genannten Kandidaten 8)

Alle haben ihre Vorzüge und Probleme.

Lynx ist ein gewisses Risiko - wenn Du sie nicht hier in Deutschland offiziell gekauft hast und sie kaputt geht, muss sie in die USA zur Reperatur gesendet werden. Das Porto dafür (UPS) übersteigt schnell die Reparaturkosten.

RME ist wohl die bekannteste und verbreitetste Karte hier in Deutschland.
RME ist bekannt für die Stabilität ihrer Treiber.

Die Marian hatte eine Zeit lang Treiberprobleme, die scheinen aber inzwischen gelöst.
Genial bei Marian ist das Konzept des internen TDM-Busses.
Du kannst damit unterschiedliche Marian-Karten miteinander verbinden und Dir so unterschiedliche Kombinationen an Ausgängen konfigurieren, z.B. günstige analoge Ausgänge auf einer Trace Alpha und hochwertige Digitalausgänge mit einer Seraph D4.
Damit lassen sich umfangreichere Multiroomkponzepte mit unterschiedlichen Qualitätsansprüchen realisieren. Oder z.B. günstige Wandlung für Subwoofer. Und hochwertige über AES für die Hauptlautsprecher.

Als reine AES-Lösung ist Marian wahrscheinlich der günstigste Weg, da es hier neben der Seraph D8 die Seraph D4 gibt, mit 4 digitalen Stereo-Ausgängen also acht Kanälen.
Bei Lynx und RME haben die AES-Karten 8-Stereokanäle, die dann entsprechend teurer sind.

Die Eignung solcher Karten im Consumer-Einsatz (Stichwort "Sample Rate Wechsel") kann Uli ausführlich kommentieren.
Bzw. hat er bereits hier im Forum :D

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Hornguru » 05.07.2017, 10:27

Extra Senf von der Seite:
Mir schwebt schon lange die Motu 16a mit Mac vor.
Mac kann ich als audiophil, stabil, leise bestätigen.
Die Motu ist zumindest auf dem Papier und laut SemiTonis erste Sahne.
Wenn sie noch günstiger wäre hätte ich schon einen Testbericht, so dauert es noch ein paar Monate.
Ziel wäre sie mit komplettem ADA hinter den Preamp zu hängen zwecks Komfort.
Dafür muss AD und DA natürlich von extremster Qualität sein. Hoffe es wird klappen.

Gruß
Josh
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Beitragvon Matty » 05.07.2017, 11:00

Hi Josh,

auf Motu hatte ich auch mal ein Auge geworfen.

Ich vermute, Du meinst die AVB-Interfaces?

Ansonsten erscheint mir folgendes Gerät auch sehr interessant, wenn auch ziemlich hochpreisig:

https://www.lynxstudio.de/de/produkte_aurora_n_info.html

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Moderne Dante-Technologie und sehr selbstbewusste Selbsteinschätzung des Herstellers über die Wandlerqualität :D
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Beitragvon Hornguru » 05.07.2017, 11:57

Hi Matty
Hoho der Preis ist auch selbstbewusst :) eher was für die cost no objective Fraktion.
Wollte eher in die andere Richtung. Aber gut zu wissen dass es das gibt.
Trotzdem, für 3 Riesen gibts ne Menge Treiber die sich positiver bemerkt machen :)

Gruß
Josh
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ConvoFS - XO

Beitragvon Sigi M. » 05.07.2017, 16:25

Hi
ich werde erstmal meinen Betrieb mit dem FF 802 weiter optimieren, und einen StandAlone PC für Audio einrichten, das scheint mir zunächst der gangbare Kompromiß. u.U. könnte man das 802 mal öffnen, um zu schauen, ob das Netzteil einfach ersetzbar/optimierbar wäre.... und dann schauen wir weiter :lol:

PS habe mit Michael (Convo Dev) gemailt, er untersucht, ob Convo FS auf der Syn mit XO genug Ressourcen findet, und fand die Idee sehr interessant!
Viele Grüsse
Sigi
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Beitragvon Matty » 05.07.2017, 19:39

Hornguru hat geschrieben:Hi Matty
Hoho der Preis ist auch selbstbewusst :) eher was für die cost no objective Fraktion.
Wollte eher in die andere Richtung. Aber gut zu wissen dass es das gibt.
Trotzdem, für 3 Riesen gibts ne Menge Treiber die sich positiver bemerkt machen :)

Gruß
Josh


Mir sind deswegen - aus Preisgründen bzw. aus Gründen der Preiseffizienz - Konzepte wie der Merging HAPI sehr sympathisch.

Hier kann man selber entscheiden, welche Wandlerkarten man mitkauft.
Die meisten Mehrkanal-Profi-Geräte sind ja ADDA-Wandler und man zahlt immer für einen Haufen AD-Kanäle mit, die in Hifi-Anwendungen in dem Umfang selten Verwendung finden.

Bei den modularen Konzepten wird das Geld zumindest in Technik investiert, die man auch verwendet.

Altbekanntes Beispiel für dieses Konzept ist auch DAD.
Preislich gesehen ebenfalls 'highendig'. :shock:
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