miniDSP 4x10 Hd und Acourate

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miniDSP 4x10 Hd und Acourate

Beitragvon RC23 » 22.07.2017, 10:11

Bin auf der Suche nach einem 8-Kanal DA-Wandler für Acourate im Zusammenspiel mit einem Windows 10 PC. Dabei bin ich auf das Modell "miniDSP 4x10 Hd" gestoßen, das auf den ersten Blick alles an Schnittstellen mitbringt, was ich brauche:

Analog 2x Eingang unsymmetrisch (Cinch)
Analog 8x Ausgang unsymmetrisch (Cinch)
Digital 2 x IN, 2 x OUT over SPDIF/Toslink/AES-EBU

PC-Anbindung über SPDIF/Toslink/AES-EBU Schnittstellenkarte

Die Hd-Reihe von miniDSP scheint leistungsstärker zu sein als die OpenDRC-Reihe. Läßt sich folgende Kette für FIR-Weichen mit Acourate aufbauen?

JRiver --> AcourateConvolver --> AcourateNAS --> Acourate --> miniDSP 4x10 Hd --> Endstufen

Ich möchte die "miniDSP 4x10 Hd" also nicht zum Weichenbauen nutzen, sondern nur zum Routing und als DA-Wandler. Mit einem Plugin für 10 US-$ werden alle Daten intern mit einem 96kHz Upsampler versehen.

Was ist von dem eingebauten Sample Rate Converter zu halten?

https://www.minidsp.com/products/minids ... sp-4x10-hd
https://www.minidsp.com/images/document ... 0%20HD.pdf

Grüße

Rüdiger
RC23
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Beitragvon wgh52 » 22.07.2017, 11:20

Hallo Rüdiger,

zwei Hinweise, die mir sofort durch den Kopf gingen:

Bei miniDSP muss man immer ganz genau die Beschreibungen lesen! Ich finde dort z.B. nichts über die Möglichkeit FIR Filter zu implementieren, die Acourate ja erstellt. Es gibt auch keine Angabe über die Anzahl verfügbarer FIR Filtertaps. Also FIR geht mit diesem Gerät nicht.

miniDSP macht das Resampling nicht in Software sondern mit einem Resampling-Baustein in Echtzeit. Inwieweit das einen nicht tolerablen Klangunterschied gegenüber dem Original ausmacht sollte man sich mal anhören, ich empfinde real time resampling in Hardware jedenfalls speziell bei gebrochenen Vielfachen, wie z.B. von CD Qualität 44,1 kHz nach 48 oder 96 kHz), als hörbar qualitätsschädlich.

Soweit für's Erste in aller Kürze.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon uli.brueggemann » 22.07.2017, 11:37

Ein 8-Kanal-DA-Wandler benötigt prinzipiell 8 digitale Eingänge. Die der 4x10 Hd nicht hat !! Das Gerät ist eher dazu gedacht, als aktive Frequenzweiche zu werkeln. Dann braucht es nur 2 Eingangskanäle (für stereo), die dann intern auf 8 Ausgangskanäle gesplittet werden.

Sollen die Weichen aber ausserhalb des Geräts gerechnet werden (z.B. AcourateConvolver) bzw. Surroundkanäle angeschlossen werden, dann klappt es eben mit dem 4x10 Hd nicht.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Matty » 22.07.2017, 12:14

Hi Rüdiger,

ich war eine längere Zeit ebenfalls auf der Suche nach einem günstigen Mehrkanalwandler und bin ebenfalls auf die minidsp-Produkte gestoßen.


Ich habe allerdings noch nicht genau verstanden, wie genau die Kette aussehen soll.
Wozu brauchst Du 8 Kanäle bzw. analoge Ausgänge?

Deine Skizze der Kette ist aus meiner Sicht missverständlich.

Willst Du den AcourateConvolver als Weiche verwenden?
Dann bräuchtest Du - wie Uli schon schrieb - einen Wandler mit 8 digitalen Eingängen. Außerdem bräuchtest Du ja auch 8 digitale Ausgänge am Computer.

Wozu dann aber AcourateNAS? Logisch gesehen würde auch das NAS eher am Anfang der Kette stehen.
Acourate selber ist ja kein Teil der Wiedergabekette. Damit erstellst Du ja nur die FIlter.
Im Live-Betrieb spielt es keine Rolle mehr.

Vielleicht beschreibst Du nochmal etwas genauer was Du vor hast.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Matty » 22.07.2017, 12:25

wgh52 hat geschrieben:miniDSP macht das Resampling nicht in Software sondern mit einem Resampling-Baustein in Echtzeit. Inwieweit das einen nicht tolerablen Klangunterschied gegenüber dem Original ausmacht sollte man sich mal anhören, ich empfinde real time resampling in Hardware jedenfalls speziell bei gebrochenen Vielfachen, wie z.B. von CD Qualität 44,1 kHz nach 48 oder 96 kHz), als hörbar qualitätsschädlich.


Die Frage der Relevanz bzw. Hörbarkeit stellt sich natürlich immer. Da ich die minidsp-Produkte nicht kenne, kann ich dazu leider keine Aussage treffen.

Tendenziell ist die Rechenkapazität auf den Resampling-Bausteinen aber begrenzt und meines Wissens den Algorithmen, die Du auf einem modernen Computer abbilden kannst, meist unterlegen. Kann also sein, dass Du mit der Sample Rate Conversion im jRiver besser fährst. Noch besser sind wahrscheinlich die Algorithmen in einer spezialisierten Software wie HQ-Player.

Die besten Ergebnisse würde ich von spezialisierten Offline-SRC-Software-Lösungen erwarten, da für eine optimale Wandlung oft sehr viel Rechenpower benötigt wird.

Wie gesagt - ob die Unterschiede hörbar sind, ist ein anderes Thema.
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Beitragvon RC23 » 22.07.2017, 14:32

Ziel ist ein Audio PC, der ab und zu auch HTPC sein darf. Mainboard, RAM und CPU (i5 Skylake) sind aktuell und potent genug für alle Aufgaben. Musik und Daten allgemein werden auf einer Synology NAS liegen, die ich via WLAN ankoppele. Wenn das WLAN stören sollte, dann über LAN.

Der Medienplayer JRiver samt Acourate senden Musikdaten an ein 8-Kanal-Audio-Interface mit Weitergabe an separate Endstufen für eine Aktiv-Lautsprecher-Lösung.

https://www.magentacloud.de/lnk/cnLuyVAo#file

Die Endstufen besitzen asymmetrische Eingänge (Cinch). Deshalb bin ich auf ein Audio-Interface angewiesen, das auch unsymmetrisch beschaltete Analog-Ausgänge besitzt. Mein Gedanke an die miniDSP Lösung ist offenbar wegen fehlender digitaler Anbindung keine zielführende Lösung, sondern nur eine miniDSP Insellösung.

Gesucht wird also ein Audio-Interface mit 8 analogen Ausgängen, asymmetrsich beschaltet, stabil unter Windows 10 Pro 64bit laufend und gutem Klang.

Hinter dem in der Übersicht aufgeführten "APlayer mini" verbirgt sich ein Freeware Renderer aus Russland.
http://vv.uka.ru/aplayer_eng.html

In der Variante "APlayer mini" benutzt er die Datenbank aus JRiver. Als "APlayer" ist er ein eigenständiger Medienplayer. Soll recht gut laufen. http://jplay.eu/forum/index.php?/topic/ ... revisited/

Mehr zur Zusammenarbeit mit JRiver steht in der readme Doku. http://vv.uka.ru/readme_en.pdf

Das zugehörige Forum kommt aus Russland und ist für nicht des Russischen Mächtige über Google Translator erreichbar: https://translate.google.com/translate? ... 86462.html
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Beitragvon RC23 » 23.07.2017, 08:32

Habe inzwischen ein interessantes Audio-Interface gefunden, das mit FireWire als Schnittstelle arbeitet. Fire Wire läuft stabiler als USB 2.0 und besitzt deshalb in der Recording Szene einen guten Ruf.

Audio-Interface Focusrite Saffire Pro 40 mit 24bit / 96 kHz Wandlern und 8x Analog-Ausgang mit symm. und unsymm. beschalteten Klinke-Buchsen, Festlegung symm. oder unsymm. in der Saffire PRO 40 Control Bedienoberfläche, freies Routing incl. Loopback-Funktion

Wer 192kHz Wandler benötigt, greift zum Focusrite Liquid Saffire 56.

Mehr zu den Saffire Modellen vom Hersteller: https://focusrite.de/product-range/saffire
https://www.heise.de/preisvergleich/foc ... 14277.html
https://www.heise.de/preisvergleich/foc ... 90903.html

Da FireWire eine auslaufende Technologie ist, gibts die Saffire Geräte inzwischen preisgünstig gebraucht auf ebay Kleinanzeigen.

Test: https://www.amazona.de/test-focusrite-saffire-pro-40/

Unter Windows 7 liefen die Saffire Teile problemlos, bis ein Windosws 10 Update kam ... Da gab´s dann große Probleme. Es lag am FireWire Chipsatz. Unter Windows 10 wird nur noch der Texas Instruments TI XIO2213B empfohlen.
https://support.focusrite.com/hc/en-gb/ ... interface-

Als PCIe Schnittstellenkarten-Anbieter für den gesuchten TI Chipsatz habe ich gefunden:
Dawicontrol DC-FW800 PCIe, 3x FireWire 800, PCIe x1Extern: 2x FireWire 800, 1x FireWire 400 • Intern: N/​A • Schnittstelle: PCIe x1 • Chipsatz: TI XIO2213B
https://www.heise.de/preisvergleich/daw ... at&hloc=de

Werde damit meinen PC bestücken und die Focusrite Saffire als DA-Wandler einsetzen. Wenn´s klappt werde ich einen eigenen Thread aufmachen. Focusrite spielt in der gleichen Klasse wie RME, wenn man sich in den Recording Foren umschaut. https://www.gearslutz.com/board/
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