Acourate bei Plattenspieler und Tuner - Welcher AD-DA?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Acourate bei Plattenspieler und Tuner - Welcher AD-DA?

Beitragvon Thor_7 » 28.11.2017, 17:59

Hallo Aktive,
in Zukunft würde ich gerne Acourate verwenden und sehe das online convolving als Mittel der Wahl für digitale Musikdateien.
Gerne würde ich dies auch für den Plattenspieler und Tuner verwenden, wofür ein AD-DA Wandler notwendig wäre.
Welche Gerätschaften könnt ihr hierfür empfehlen?

Viele Grüße,
Thorben
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Beitragvon Hornguru » 28.11.2017, 18:40

Da reicht ja der einfachste 16 Bit Wandler :)
Schönes Vorhaben! Steht bei mir auch an Acourate in die Quelle einzubeziehen.

Hast du oder jemand hier schon eine als zuverlässig erwiesene Messschallplatte gefunden ???
Sinus oder am liebsten Rauschen...

Gruß
Josh
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Beitragvon uli.brueggemann » 28.11.2017, 18:46

Hornguru hat geschrieben:Hast du oder jemand hier schon eine als zuverlässig erwiesene Messschallplatte gefunden ???
Sinus oder am liebsten Rauschen...

Am besten einmal bei Chris Feickert nach seiner Testschallplatte nachfragen und zwar die 30 cm LP-Ausführung.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Melomane » 28.11.2017, 19:13

Hallo Josh,

Hornguru hat geschrieben:Da reicht ja der einfachste 16 Bit Wandler :)


Das sehe ich anders. Zwar mögen die Messwerte das hergeben, aber meiner Erfahrung nach kann man gar nicht hoch genug "rangehen", wenn man möglichst viel von dem analogen Ausgangsmaterial bewahren möchte. Ich meine mich zu erinnern, dass Ralf Koschnicke auch irgendwo einmal geschrieben hat, dass man mit mehr als 192/24 ran muss, wenn man die Verluste gering halten möchte.

Inwiefern das allerdings relevant ist, wenn hinterher alles wieder "zurechtgebogen" wird, kann ich nicht abschätzen. Aber insgeheim denke ich: was weg ist, ist weg. Wie bei lossy Kompression.

Ok, man kann sich da die Köpfe heiß reden. Und so hilft letztlich nur wie so oft, den Weg selbst zu beschreiten und auszuprobieren.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Hornguru » 28.11.2017, 19:18

Danke Uli! Grad mal gesucht, scheint gut zu sein. Spart man sich die 3-4 verschiedenen Platten von Clearaudio und ewiges gebastelt am FFT...
250€ ist zwar nicht billig aber wenns so läuft wie beschrieben ok.


@Jochen.. da brauchst aber schon ein Top System um überhaupt 10 Bit auszunutzen. Dadrunter kommt dann nur noch Rumpeln und Rauschen. Auf 96k lass ich mich noch ein ok. Wobei da auch nur wenige MC und MI was rausreißen, wenn die Specs stimmen und sich die 30khz Welle nicht nach zwei mal abspielen schon an 3 Staubkörnchen abgehobelt haben ;)
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Beitragvon fremanik » 28.11.2017, 19:41

Hallo Thorben,

ich würde mir mal das Audio-Interface RME ADI-2 pro anschauen. Es hat wohl hervorragende AD- und
natürlich auch DA-Wandler. Du könntest es eventuell zugleich für die Wandlung der Plattensignale als
auch als USB-Interface für Acourate nutzen.
Ich habe mich allerdings nicht genügend mit diesem Interface beschäftigt, um es verbindlich sagen zu können.

Grüße
Wolfgang
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Beitragvon h0e » 28.11.2017, 19:43

Hallo Josh,

ich darf da an das Forumstreffen vom letzten Jahr erinnern.
Harald hat mehr als deutlich aufgezeigt, dass 16/44 zur A/D Wandlung nicht reichen,
24/96 sollte es schon sein.
Aus meiner Erfahrung kann man zum Abhören auch runtersamplen, aber die Vorteile der Highres Aufnahme bleiben größtenteils erhalten.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon shakti » 28.11.2017, 19:46

auf dem Forumstreffen 2015 haben wir versucht eine Schallplatte zu digitalisieren.
Die Kopie klang immer! deutlich schlechter.

Zumindest, wenn man analog aufgenommene Schallplatten genommen hat, waren diese digital gemastert, waren die Unterschiede geringer.

Auf dem Forumstreffen 2016 haben wir analoge Masterbander digitalisiert, dies bestätigte die 2015 gemachte Erfahrung, eine digitale Kopie ist schlechter als das Original.

Verwendet wurden verschiedene sehr gute ADAs , die set ups sind in den entsprechenden threads beschrieben.

Gruss
Juergen
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Beitragvon Hornguru » 28.11.2017, 20:32

Hallo Jürgen

Danke für den Hinweis, ich nehms zurück, das erinnert mich an einen Artikel der sich mit Artefakten beim AD Wandeln beschäftigt hatte. Scheint etwas anspruchsvoller als der DA Teil zu sein so wie ich mich erinnere.
Wobei ich meine dass dies überwiegend Taktbezogen war und weniger Bittiefe. Nach dem Wandeln ließe sich doch aber einiges wieder auf normal Level runter brechen. War glaub ich Delta Sigma auch ein Thema bei.

Gruß
Josh
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Beitragvon bvk » 28.11.2017, 21:55

Ziemlich kompetent was das angeht ist der Entwickler von Pure Vinyl einer recht ausgefeilten Digitalisierungssoftware für Schallplatten. Auf dessen Webseite kann man einiges lernen, insbesondere was Auflösung, Nachbearbeitung und Qualitätserhalt angeht. Er hat analoge und digitale Kompetenz. Bei seinen Vorführungen arbeitet er mit Lynx. Für Analogdigitalisierer ist die Seite eine Fundgrube. Die Software läuft nur auf dem Mac, aber die technischen Informationen sind allgemeingültig.
Bernd

http://channld.com/purevinyl/
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Beitragvon Thor_7 » 28.11.2017, 21:58

Guten Abend,

nur wenig Zeit ist vergangen und schon so viele Beiträge - das freut mich sehr.
Wegen der Schallplatte werde ich bei Chris nachfragen. Bezogen sich die genannten 300€ auf den Preis dieser Schallplatte?

Der genannte RME gefällt mir "designtechnisch" schonmal wirklich gut. Hat jemand diesen für einen solchen Verwendungszweck schon einmal verwandt?
Gibt es noch weitere Geräte die ihr aus eigener Erfahrung empfehlen könnt?

Viele Grüße und einen schönen Abend,
Thorben

Nachtrag: Klasse Seite, vielen Dank für den Link! An den Lynx Hilo hatte ich auch schon gedacht, im Analog-Forum gibt es einige begeisterte Fans. Hier gäbe es auch die Möglichkeit den Hilo über Dante oder Thunderbold statt Firewire anzusprechen. Wäre dies durch Acourate unterstützt?
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Beitragvon wgh52 » 28.11.2017, 22:09

Hallo Thorben und Interessierte,

es wurde zwar hier schon vieles Richtige gesagt, aber ich habe jahrelange und gute Erfahrungen mit On-Line Convolving von Schallplatte und/oder UKW Tunerempfang gemacht indem ich meinen MD Recorder MDS-JA555ES als reinen 16/44 ADC benutzt und mit dessen SPDIF Signal über einen MC-3+ Reclocker (mit 10 MHz Masterclock, über den MC-3+ laufen alle Digialquellen) an meinen DEQX (der auf SPDIF Signal synchronisiert) weiterverbunden habe und der macht das on-line convolving inkl. FIR Weichen. Das funktioniert für mich gut!

... was nicht bedeutet, dass die von Jürgen angeführten, bei/von Harald mit viel Einsatz und Akribie festgestellten, Grenzen nicht existierten oder irrelevant wären, sie sind schon theoretisch gut nachvollziehbar! Ich meine zumindest meinem Falle: FIR Lautsprecherentzerrung, FIR Weichen und etwas IIR Modenbekämpfung per convolving machen in meinem Set-Up die bei Harald festgestellten Verluste wahrscheinlich wett. Das mag jetzt noch nicht sehr high-endig sein, aber es geht schonmal gut und man kann ja an Verbesserung arbeiten :cheers:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon heifisch » 28.11.2017, 22:17

Ich habe gute Erfahrungen mit 24 Bit Auflösung gemacht. Es war egal, ob ich mit 88,2 oder 96 kHz gesampelt habe.
Ich benutze einen Lynx Wandler. Der hat mir damals besser gefallen als RME. Das ist sicher Geschmackssache.
Ich benutze immer online convolving für meine Raumkorrektur. Die Unterschiede in Räumlichkeit und Schönheit sind erhalten geblieben.
Viel Spaß mit den Schallplatten.
Heiner
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Beitragvon Thor_7 » 30.11.2017, 11:02

Hallo Winfried und Heiner,
vielen Dank für euren Input.
Eine Vorstufe ist bereits vorhanden und gerne würde ich in einen guten AD-DA Wandler investieren, in der Hoffnung, dass keine weiteren kleinen Zwischengeräte nötig sind. Ich bin ein Freund von einem kleinen Gerätepark. :-)

DEQX finde ich sehr spannend, leider läuft dies nicht mit Acourate. Das würde ich am liebsten verwenden. Aus dem gelesenen scheint die Vielfältigkeit und der Support einfach Top zu sein.
Welchen Lynx verwendest du Heiner?

Viele Grüße,
Thorben
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Beitragvon wgh52 » 30.11.2017, 14:37

Hallo Thorben,

um den "digitalen Umweg" über Acourate z.B. auf einem PC mit on-line convolving und AD/DA Wandlung zu realisieren sind einige Dinge zu beachten:

- Falls die AD/DA und USB Interface Qualität von untergeordneter Bedeutung ist, könnte man natürlich direkt mit der PC Soundlösung arbeiten.
- Für hochwertige Lösungen hat sich herausgestellt, dass optimalerweise AD und DA Wandler von demselben(!) sehr stabilen Takt versorgt werden.
- Man braucht neben AD/DA Wandlung dafür ein bidirektional/vollduplex arbeitendes USB Interface von SPDIF oder Toslink zum PC, das auch die gewünschten 24/96 Raten unterstützt.
- Lösungsbeispiele:
1. Der RME ADI-2 Pro bringt die AD/DA Wandlung und die vollduplex USB 2.0 Schnittstelle zum PC mit.
2. Der günstigere RME ADI-2 wandelt Analog nach SPDIF/Toslink und SPDIF/Toslink nach Analog. Als bidirektionales SPDIF/Toslink zu USB Interface bietet sich hier z.B. das Mutec MC-1.2 an, das eine gute Störsignalentkopplung zum PC bietet.
- Im PC muss halt die on-line convolving Pfadeinrichtung gemacht und an die Convolving Software "angeschlossen" werden und dann sollte das funktionieren.

Je nach Anspruch gibt's sicher noch andere Lösungen, vielleicht haben andere Leutchen hier bessere/andere Ideen, die obigen fielen mir halt sofort ein. :cheers:

Grüße,
Winfried

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