Acourate zu perfekt?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 00:03

Hallo Fujak

Mache ich. Ich hoffe morgen noch ein wenig Zeit zu haben sonst reiche ich es nach!

Bin wirklich gespannt!

Wäre ja toll, wenn sich am Ende doch wieder Acourate als Mega Waffe entpuppt :cheers:

War ja sehr lange sehr zufrieden und hoffe darauf, dass ich mich irgendwie verrannt habe oder sogar grundsätzlich irgend etwas im Grundsatz falsch mache!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 12:31

Oh Mann...

wie gut, dass ich meine eigene Doofheit nicht ausgeschlossen habe...

Da sich ja ein Mitforent angeboten hat mir bei den Filtern zu helfen, dachte ich mir... ich checke noch mal alles was ich so gemacht habe...

Und dabei stellt sich dann heraus: Wer lesen kann... bzw. wer sich die Mühe macht zu lesen... hat schon fast gewonnen...

Irgendwie wähnte ich die aufpoppenden Fenster schon so weit auswendig zu kennen, dass ich schon nicht mehr gelesen habe sondern nur auf Zahlen geschaut habe...

Der IACC wird NICHT schlechter bei mir sondern verbessert sich sogar noch um 1,7%

Nichts desto trotz werde ich heute Nachmittag noch einmal mit einem lieben Kollegen testen. Mal sehen... wenn ich mich schon durch Blödheit aufs Glatteis führen lasse... wer weiß was dann noch anderes Wissen positives herausholen kann ;)

ich werde auf jeden Fall noch weiter mit dem Smoothing der Frequenzgangkorrektur spielen. Das scheint mir ein guter Weg mit dem Erhalten gewisser Fehler ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 13:07

Was ich jetzt noch verändert habe:
Ich habe mit Peak&Dipp bei ca. 400Hz mit einem Q von 0,5 eine Anhebung von ca 3 dB eingestellt. Dann sieht die Target Curve etwa so aus, dass der Bassbereich etwas zurückgenommen ist, dafür aber dann die Kurve ab 400Hz und nicht wie oft empfohlen ab 1Khz abfällt. Das macht gerade Stimmen für mich etwas runder und Emotionaler. Ohne, dass der Bass aufdickt!

Tonal ist es jetzt so, dass meine Frau beim gegencheck Acourate und REW sehr ähnlich empfand ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 15:32

Hier mal eine gegenüberstellung korrigiertes REW vs korrigiertes Acourate:

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Das ist noch nicht final... aber um Tendenzen zu zeigen.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Pittiplatsch » 14.01.2018, 16:06

Hallo Christian,

Prinzipiell macht Acourate im Tieftonbereich so wie ich das sehe sogar einen besseren Job. REW senkt ja wirklich im Bass massiv ab - laesst Dir aber den hoeheren Frequenzbereich komplett in Ruhe. Das Loest das Problem der klanglichen "Ueberdeckung" kostet Dich aber vermutlich Bass. Ich vermute das du mit Acourate ein aehnliches und vermutlich sogar besseres Ergebnis mit linearer Targetcurve die nur soweit nach unten gezogen wird um die hoechsten Peaks im Bass zu korrigieren hinbekommst.
Bei mir geht eine zu den Hoehen hin abgesenkte Target curve gar nicht (alle Raeume behandelt oder/und Nahfeld). Das mag in unbehandelten Raeumen auch ganz sicher anders aussehen.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 16:14

Hallo Tobias,

REW macht im Bass bei mir gar nichts... und in den Höhen noch mal weniger als Acourate. Wie gesagt: in REW kann man relativ gut einstellen wie weit man sich der Zielkurve annähert.

Acourate habe ich ja jetzt das Smoothing recht tolerant eingestellt... was sich ja in der Kurve auch zeigt.

Im Bass höre ich wenn ich ehrlich bin gar keinen so großen Unterschied wie er scheint ;)

Habe bei Acourate die Target Curve in den Höhen noch etwas angehoben, womit sie sich der REW Kurve noch weiter annähert. Muss ich mich jetzt mal einhören!

Grundsätzlich scheint der Weg den Frequenzgang nicht zu weit glattzubügeln aber zumindest für mich der Richtige.

Wir werden ja auch wegen unsere Fehler gemocht... so zumindest die Hoffnung ;)

Phase korrigiere ich jetzt wieder relativ stark (9/9)... das scheint sich nicht negativ auszuwirken. Ist noch kein Preringinging... bei 10/10 ändert sich das schlagartig.

Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 16:29

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Beitragvon Mister Cool » 14.01.2018, 16:36

chriss0212 hat geschrieben:Hier mal eine gegenüberstellung korrigiertes REW vs korrigiertes Acourate:..


Danke. Das hat meine „Vermutung“ bestätigt: die REW Variante ist ab 1kHz heller abgestimmt und dürfte etwas frischer/lebendiger klingen. Hätte man die Messung mit REW gemacht und zwar als Summensigna und dazu stark geglättet, dann hätte man gleich sehehen können, wie man die Target Courve in Acourat anheben/anpassen müsste, um auf ein tonal ähnliches Ergebnis wie bei REW zu kommen.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Fujak » 14.01.2018, 17:48

chriss0212 hat geschrieben:Hier mal eine gegenüberstellung korrigiertes REW vs korrigiertes Acourate:
Das ist noch nicht final... aber um Tendenzen zu zeigen.

Viele Grüße

Christian

Hallo Christian,

ich glaube, da unterliegst Du einem Irrtum: die von Dir geladenen Kurven von Acourate sind nicht die korrigierten sondern lediglich die mit Makro 1 behandelten Kurven.
Wären das die korrigierten Kurven, wäre der klangliche Unterschied dahingehend, dass es eher dumpf und basslastig klingen würde.

Grüße
Fujak
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 18:03

Hallo Fujak,

Nein ich unterliege hier denke ich keinem Irrtum. Ich habe die Filter im LogSweep Generator als Filter geladen und dann damit gemessen.

Über beide Messungen habe ich dann das Makro1 laufen lassen. Die Target Curve in Acourate habe ich mittlerweile etwas angehoben, womit das Ergebnis tonal näher an REW liegt ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon Fujak » 14.01.2018, 19:08

Hallo Christian,
chriss0212 hat geschrieben:Über beide Messungen habe ich dann das Makro1 laufen lassen.

aha, alles klar; dieses Detail fehlte mir in Deiner Beschreibung.

Summa summarum scheinst Du Dich nun offenbar Schritt für Schritt mit Acourate Deinem Wunsch-Ergebnis anzunähern. Prima.

Grüße
Fujak
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 19:17

:cheers:

ja, ich habe den Eindruck hier auf einem guten Weg zu sein.

Hatte heute auch noch Telefonsupport von einem sehr lieben Forumskollegen. Er hat mir einen komplett anderen Ansatz aufgezeigt. War auch sehr interessant und Lehrreich... allerdings muss ich damit noch etwas spielen und anpassen.

Toll, dass wir hier ein so tolles und hilfsbereites Forum haben... das macht den Weg deutlich sanfter und es werden einige Steine aus dem Weg geräumt ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 14.01.2018, 23:26

Der alternative Weg, den wir heute probiert haben war der:

In Makro eins relativ hohe Werte (30/10) für die Frequenzgangkorrektur. Dafür dann die Excessphase nur so weit einstellen, dass es ohne PreRing Korrektur Phasensauereien gibt. Das endete dann in sehr kleinen Werten für die Phase (1.4/1.4 1.4/1.4)

Ausserdem die Target Curve so weit anheben, dass wirklich nur noch die Peaks beschnitten werden aber kaum Löcher gefüllt werden.

Das Ergebnis war eine etwas bessere Bühnenabbildung aber für meinen Geschmack eingekauft mit dem Fehlen von etwas Lebendigkeit.

Diese Lebendigkeit ist mir aber deutlich wichtiger als das letzte Quäntchen an Bühnenabbildung (die aus meiner Sicht jetzt auch phänomenal gut ist)

Ich habe mich also jetzt erst einmal für meine Filter entschieden. Also Makro 1 sind die Werte 5/5 und Makro4 sind sie 9/9 9/9 bei einer PreRinging Korrektur von 1/1.

Daraus resultiert dann ein etwas welliger Frequenzgang aber mit frappierender Abbildung. Es ist jetzt bei mir so, dass man meint auf höhe der Lautsprecher ist eine Türe... dahinter ist dann der Raum in dem die Musik spielt. Und der dahinter abgebildete Raum entspricht der Aufnahme. Das ist wirklich krass. Wenn man zwischen Liedern wechselt muss man jeweils erst auf die neue Räumlichkeit einstellen. Wie bei 3D Filmen.... jeder Kamera schnitt sorgt für Überraschungen ;)

Und zu guter Letzt kann ich sagen: Acourate hat mich wieder ;)

Bin gespannt, ob es noch andere Erfahrungen gibt.

Viele Grüße

Chistian
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Beitragvon Mister Cool » 05.02.2018, 11:53

Fujak hat geschrieben:...
2. Einstellbarer psychoakustischer Faktor in Acourate: In Makro 1 wird die Kurve anhand einstellbarer Parameter geglättet, damit nicht jede kleine Zuckung nach oben oder unten auskorrigiert wird. Neben der zeitlichen Fensterung, die Uli bereits angesprochen hat, lässt sich die Art der Glättung in zwei Varianten durchführen: "Pschoacoustic" und "Sliding 1/12-octave-analysis".
Gegenüber der zweiten Variante wird bei der ersten Variante die Glättung vereinfacht beschrieben so bewerkstelligt, dass die Dips (Einbrüche im Frequenzgang) stärker geglättet (zum Teil regelrecht "aufgefüllt) werden gegenüber den Peaks. Bei der FG-Korrektur kommt damit eine eine Inverse ins Spiel, die den Bassbereich deutlicher in seinen Peaks absenkt, während die Dips stärker unberücksichtig bleiben als bei der anderen Variante (sliding-1/12-octave-analysis).

Am Ende der Korrektur macht sich das so bemerkbar, dass bei der zweiten Variante der Bassbereich deutlich kräftiger und dynamischer klingt, ohne andererseits das Klangbild "zuzuspachteln". Ich selbst setze bei mir nur noch die sliding-1/12 octave-analysis ein, die aus meiner Sicht eine natürlichere Bass-Wiedergabe produziert.

Du kannst ja mal die beiden Pulse (pulse_L/R.dbl) zunächst mit Macro 1 in der Psychoacoustic-Einstellung glätten. Die beiden erzeugten Kurven dann auf den Kurven-Platz 3 und 4 verschieben (die zu verschiebende Kurve aktivieren, Befehl Strg+M und dann den Zielplatz eingeben), und dann auf 1 und 2 wieder Pulse_L/R.dbl laden und erneut Makro 1 laufen lassen, diesmal mit der sliding-1/12-octave-analysis.
Dann hast Du die linken Kurven auf 1 und 3 übereinander und die rechten Kurven auf 2 und 4. Das macht es dann sehr deutlich.


Das habe ich noch nicht ganz verstanden.

Es ist mir klar, dass ich vor dem Macro2 das Macro1 starte und dort die Wahl zwischen Psychoakustisch und Slidig trefen muß. Aber die dadurch unterschiedlich erzeugten Kurven dienen lediglich als eine "Visuelle" Unterstützung bzw. Grundlage für den Vorschlag für eine Target Courve in Macro2. Und die ist dann für die Basswiedergabe entscheidend. Denn laut Eingabe-Maske greift das Macro3 auf die Pulse48L und nicht auf die Pulse48Lmp (also die unterschiedlich geglättete variante) zurück.
Bei der "Datenverarbeitung"/Filtererstellung zählt nur Pulse48L.dbl -> Target.dbl -> Pulse48Linv -> Cor1L48.dbl

Solange ich die Target.dbl/Target.tgt nicht anfasse, kann ich das Macro1 beliebig oft starten und zwischen Psychoakustisch und Sliding umschalten (sprich die Pulse48Linv.dbl verändern), aber es bleibt ohne auswirkung auf Macro 3 und 4 -> sie greifen auf die pulse48L.dbl zurück.

Langer Rede kurzer Sinn:
Dynamisch oder nicht dynamisch hängt de Facto mit Targetverlauf und nicht mit der Glättungsmethode zusammen.

Habe ich das richtig verstanden?

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon uli.brueggemann » 05.02.2018, 13:08

Die endgültige Korrektur ergibt sich in Macro4 mit Pulse48L/R und Pulse48L/Rinv.
Wobei Pulse48L/Rinv wiederum von Target und Pulse48L/Rmp abhängen. Demzufolgt fliesst in Macro4 indirekt das Ergebnis von Macro1 und Macro2 mit ein. Also hat alles einen Einfluß

Grüsse
Uli
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