Christians Suche nach einem Plattenspieler

Plattendreher und Bandmaschinen

Beitragvon beltane » 02.04.2016, 15:23

Hi Christian,

toll - ein guter Freund von mir hat dasselbe Thorens Modell in Verbindung mit einem SME Tonarm, einer Hoerwege Phonovorstufe und einer BFly Basis. Tonabnehmer kann ich nicht genau sagen. Klingt in der Kombination ganz hervorragend und ist eine bestimmt sehr gute Anschaffung. Wünsche Dir schönen analogen Hörgenuß. :cheers:

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon nemu » 05.04.2016, 10:59

Hi Christian,

viel Spaß mit Deinem Dreher. Berichte mal wie es weiter geht.
Was benutzt Du als Tonabnehmer? Ich vermute mal ein MM zum Anschluss an Deine Röhrenvorstufe, die einen MM-Eingang hat?

Gruß Stephan
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Beitragvon khonfused » 05.04.2016, 13:03

Hallo Stephan,

es wird noch eine Weile dauern, bis ich den Dreher bei mir habe, denn ein guter Freund, der ihn für mich beim Verkäufer abgeholt hat, ist so angetan, dass er ihn nicht mehr hergeben will. :cry:
Ich habe ihm also zwei Monate Testzeitraum gewährt.

Das gibt mir Zeit eine Platte zu erstehen, die mir gefällt.

Verbaut ist in Nagaoka mp110 MM-System, das auf einen phono pre von Klangmeister, der ebenfalls mit im Paket war, abgestimmt ist. Zudem war noch eine Basis von bfly audio für den TD 320 mit dabei.

Der Dreher selbst ist frisch überholt, so dass es sich um eine plug&play Anschaffung handelt, mit der man erstmal ein wenig spielen kann, ohne basteln zu müssen.

Alles weitere wird sich ergeben.

Gruss
Christian
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Beitragvon nemu » 05.04.2016, 13:23

Hi Christian,

danke für die Info, Hört sich gut an, da wirst Du sicher viel Spaß mit haben.

Gruß Stephan
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Beitragvon Wodi » 05.04.2016, 22:40

Schöne gute Freunde hast du... :roll:

Aber ich freu mich trotzdem für dich! Eines Tages wird es so weit sein, dann bringt er ihn dir.
Dann werden deine Ohren Ohren machen!

Da du vorhast, gleich eine ganze Platte zu kaufen, sind wir alle schon gespannt, welche! :mrgreen:
:cheers:
Liebe analoge Grüße!
Wodi
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Beitragvon Hans-Martin » 06.04.2016, 08:27

Guten Morgen,
ich habe als erste Empfehlung die DHFI-Testschallplatte. Da bekommt man mehr fürs Geld, z.B. 3 Auslaufrillen statt der üblichen 2. Weil da eine freie Fläche für den Antiskatingtest drauf ist, die man aber besser nicht benutzt und stattdessen die ebenfalls bereitgestellten in der Amplitude steigenden 300 Hz Töne abspielt, um kanalgleichartig ansteigende Verzerrung zu kontrollieren, bevor die Nadel aus der Rille springt. Das kann man evtl mit genügend Druck von oben verhindern.
Dann gibt es noch den Gerechtigkeitstbereich, wo der Tonabnehmer alle Töne von 20Hz bis 20000Hz bekommt, es wird keine Frequenz unterschlagen, sie sind alle schön der Reihe nach da, wie meine Überprüfung ergab. Und wenn beim einen Track nur eine Rillenflanke geschnitten ist, gibt der Tonabnehmer dem anderen Kanal was ab, aber nicht von allem gleichviel. Darauf kommt die Retourkutsche, mit der anderen Seite, das gibt aber selten ein faires gleiches Verhalten. Also dreht man dem Übeltäter den Hals um (Azimuth am Headshell, Tonarm), bis die beiden Systemhälften gelernt haben sich gleichartig aufzuführen, am besten, indem der jeweilige Kanal dem VV alles abliefert, was in der Rille gefunden wurde, und nicht eigenmächtig Signale zu verschleudern, die landen, wo sie nicht hingehören.
Am besten gefällt mir bei dieser Scheibe die Vielfalt, wie man sie sonst meist vergeblich sucht. Und endlich hat man mal eine Scheibe, auf der die Töne alle drauf sind, die wir hören können, sogar mit Bonus für Säuglinge. Und außen vor sieht man ein Bild von dem, was drin ist, damit man nicht die falsche Scheibe untergejubelt bekommt. Das ist an Ehrlichkeit kaum zu überbieten, ganz anders als bei vielen Covers, wo eine Landschaft abgebildet ist, aber kein Vogelgezwischer oder Verkehrslämz zu hören ist, auch keine Frau schöne Augen macht und man enttäuscht die B-Seite kein 2.Mal abspielt. Ganz zu schweigen von Künstlern, die abgebildet sind, aber die mit der Plattenproduktion gar nichts zu tun hatten, aber auf der Bühne herrliche Pantomime dazu abliefern konnten wie Milli Vanilli.
Mille Grazie an das DHFI für diese Ausnahmeplatte, die ich wärmstens empfehle, bevor man andere Scheiben mit seinem Plattenspieler verkuppelt.
Die Stunden, die man mit dem Abspielen der DHFI Platte verbringt, sind eine unterhaltsame, lehrreiche und ergiebige Zeit. Auch wenn der Fußwippfaktor vergebich gesucht wird, er ist nicht vorgesehen, denn Unruhe schlägt sich beim Trackingtest negativ nieder. Auch fehlt bei der Wiedergabe jegliche Motivation, mitzusingen. Dennoch bekommt diese Platte meine beste Empfehlung als erste Platte einer vielleicht beginnenden großen Sammlung.
Denn ein gut eingestellter Tonarm/Tonabnehmer spielt schonend ab, was man vielleicht gern noch einmal wieder hören möchte.
Und so sieht meine Empfehlung aus:
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Grüße Hans-Martin
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Beitragvon khonfused » 06.04.2016, 11:33

Hallo Hans-Martin,

ich hatte eher auf einen Plattentipp gehofft, der mehr Spass verspricht. z.B. Be-Bop Jazz aus der Hochphase der Plattenproduktion...

Über die Verwendung von Testschallplatten findet man sehr unterschiedliche Meinungen, to say the least....

Mit Milli Vanilli war ich sogar einmal auf Tour.... okay, Tour ist zuviel gesagt, es war ein Fernsehauftritt der "Real" Milli Vanilli mit John Davis als Sänger, der ja auch sonst der Sänger war (ohne die beiden Tänzer) und in Nürnberg wohnt.

https://www.youtube.com/watch?v=aNj-Ow650Tg
(ab ca. 1.50 min.)

Das hatte sich ergeben, da mein bester Kumpel aus jenen Tagen als Schlagzeuger mit dabei war....und ich als Groupie.
Das interessanteste daran war zu sehen, wie ein playback Auftritt in einem Fernsehstudio aussieht, wenn jeder so tun muss, als ob er live spielt. Das Schlagzeug mit Matten abgedeckt, die Mikrofone nicht verkabelt usw.
Erfordert eine gewisse schauspielerische Leistung der Musikanten. Sehr lustig.

Gruss
Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 06.04.2016, 18:30

khonfused hat geschrieben:Über die Verwendung von Testschallplatten findet man sehr unterschiedliche Meinungen, to say the least....


Hallo Christian,
ich habe schon so viele Tonabnehmersysteme gesehen, die völlig verkehrt eingebaut waren, was die Tonarmgeometrie /Überhang betrifft, die mit zu geringem Auflagedruck betrieben wurden, und deren Antiskatingwert arg daneben lag - und nicht immer sind die Systeme so genau mit ihren Spulen ausgerichtet, dass diese senkrechte Bewegungen zu den Rillenflanken auch optimal umsetzen, wenn man nach Augenmaß einstellt, ggf einen Spiegel einsetzt, um zu sehen, ob die Flanken fluchten.
3 von genannten 4 Punkten kann man per Messschallplatte sehr gut einstellen, also sagen wir 80um bei 300Hz auf verzerrungsarm, Antiskating auf symmetrisch bei beiden Kanälen einsetzende Verzerrungen und Azimuth für beste Kanaltrennung.
Bei MM-Systemen kann man den Frequenzgang mit dem richtigen kapazitiven Abschluss optimieren, da braucht es aber eine entsprechende Auswertung, Tonfrequenz-Millivoltmeter, Frequenzschrieb, oder Spektrumanalysator, Audacity täte es auch. Wenn man 2 gekoppelte Drehkondensatoren oder einen Stufenschalter mit zugeschalteten Kapazitäten hätte, wäre auch eine gehörmäßige Abstimmung mit Musik möglich.
Macht 4 : 2 zugunsten der Messschallplatte, womit es möglich wird, Tonarm und Tonabnehmer in ihren richtigen Arbeitsbereich zu bringen. Da man Nadelnachgiebigkeit und effektive Tonarmmasse sinnvoll kombinieren muss, gibt es Tabellen, aber einige Tonarme machen ein Geheimnis aus ihren diesbezüglichen Werten. Da hilft dann wieder die Messschallplatte mit ihrem Tiefenresonanztest (nun stünde es 5:2).

Alles, was an Verzerrungen entsteht, ist im Grunde genommen eine Abweichung der Nadelbewegung von der geschnittenen Rille. Wie die Nadel den Rillenkontakt wieder herstellt, ob dabei die Rille (wiederholt an der selben Stelle) beim Zurückschlagen beschädigt wird, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn man bei seinem teuren System sich die erste neue Nadel besorgt hat und dann feststellt, welches Potenzial man bisher verschenkt hat, hätte es das billigere System vom selben Hersteller auch getan, sofern richtig eingestellt.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon khonfused » 06.04.2016, 20:18

Hallo Hans-Martin,

danke für Deine Ausführungen, ich komme darauf ggf. zurück.

Ich habe mir genau aus dem Grunde ein fertig konfiguriertes und frisch eingestelltes Komplettpaket gekauft, um als Neueinsteiger eben gerade NICHT mit dem Rumfrickeln beginnen zu müssen, sondern erstmal Musik über Platte hören zu können. Einfach so...ohne Anspruch, damit alles andere an die Wand zu spielen.

Mit dem Essen kommt dann schon der Appetit und dann wird es sich von alleine ergeben, dass man sich in die technischen Notwendigkeiten der Plattenspieler-Wiedergabe einarbeiten muss, um das Beste daraus zu erhalten. Oder vielleicht auch nicht.

Für mich ist das aber erstmal nur eine Spielerei, auf die ich bestimmt manchmal Lust habe und ganz oft auch nicht, und lieber Musik höre.

Ich werde also 90% der Zeit mit meiner digitalen Quelle (Rosita/Lampizator) einfach entspannt Musik hören und die restliche 10% teile ich ins Spielen mit der analogen Kette und dem Audio -PC auf.

Plattentipps für eine Erstplatte im Bereich Jazz werden weiterhin gerne angenommen. :cheers:

Gruss
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Beitragvon Wodi » 30.04.2016, 22:24

Hallo Christian,

bekommst du jetzt alle Vorschläge als PN oder traut sich nur niemand...
ich bin leider kein Jazz-Experte, kann aber guten Gewissens "Glad Rag Doll" von Diana Krall empfehlen. Die Platte klingt phantastisch... kann man sowohl problemlos als Hintergrundmusik missbrauchen, als auch die Augen schließen und die Dame am Klavier sitzt gegenüber und ihre Begleitmusiker verteilen sich im restlichen Raum... traumhaft!

L.G!
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Beitragvon Truesound » 30.04.2016, 22:55

....man ist schon stark im Vorteil wenn man bei der Systemjustage auch noch via USB ADDA Wandler und Messsoftware Messungen machen kann und selbst wenn alles richtig justiert ist um den Frequenzgang auch zu kennen.... und ggf mal spasshalber hörend zu erforschen wie klingt wäre der FG des Tonabnehmer eben linear. Mithilfe Messschallplatte und Voxengo Marvel VST EQ kann man den FG dann linearphasig begradigen......
Hat man u.u. einen Plattenspieler mit mehreren Tonarmen und Systemen alle richtig justiert und auch wirklich passendes da kombiniert und macht dann mal einen Vergleich wird es interessant... :wink:

Grüße Truesound
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Beitragvon khonfused » 01.05.2016, 11:03

Hallo Wodi,

es gibt ja einen Plattenempfehlungsthread und mir wurde schon eine gute Platte in Aussicht gestellt, die ich mit Lieferung des PS Ende des Monats erhalten soll. :cheers:
Diana Krall ist gut, jedoch habe ich davon digital so ziemlich alles, was interessant ist.
Ich präferiere eher Material, dass ich digital nicht habe. Ein AB Vergleich ist auch mal interessant, klar, aber in erster Linie dient das Hobby dem unbeschwertem Genuss von Musik.

Gruss
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Beitragvon khonfused » 05.06.2016, 14:47

nemu hat geschrieben:Hi Christian,

viel Spaß mit Deinem Dreher. Berichte mal wie es weiter geht.
Was benutzt Du als Tonabnehmer? Ich vermute mal ein MM zum Anschluss an Deine Röhrenvorstufe, die einen MM-Eingang hat?

Gruß Stephan


Hallo zusammen,

mein Thorens ist jetzt geliefert und mit kompetenter Unterstützung aufgebaut worden. :cheers:
Der beigepackte phono pre hat sich schnell als mittelmäßig herausgestellt, jedenfalls hat es mit dem phono pre in meiner New Audio Frontiers Vorstufe gleich mal ein bis zwei Klassen besser geklungen.
Als System ist ein Nagaoka MP 110 verbaut. Das klingt erstmal ganz okay, größte Schwäche scheint mir hier die Hochtonauflösung zu sein.
Zudem war noch eine Ortofon System dabei, von dem ich im Netz aber keine Bilder finde und somit nicht weiss, was es für ein System ist. Der Verkäufer konnte da auch nicht helfen. Soll aber auch ein MM-System sein.

Vielleicht kennt sich hier jemand aus?
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Beitragvon khonfused » 05.06.2016, 14:59

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Thorens 320MKII mit TP90 Tonarm und Nagaoka MP110 auf bfly-audio Base für den 320.
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Beitragvon Melomane » 05.06.2016, 15:23

Hallo Christian,

der Tonabnehmer stammt offenbar aus Ortofons FF-Serie.

Gruß

Jochen
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