PhonoProjekt mit Wilson Benesch und vdh Colibri

Plattendreher und Bandmaschinen

PhonoProjekt mit Wilson Benesch und vdh Colibri

Beitragvon shakti » 28.01.2016, 22:03

Heute hat mich mein naechstes PhonoProjekt erreicht!

Vor vielen Jahren hat mich der ersten Plattenspieler von Wilson Benesch fasziniert, hatte dieser doch einen Tonarm aus Carbon und das Plattenspielerchassis hatte ebenfalls eine Grundplatte aus Carbon.

Wilson Benesch war (und ist) marktfuehrend in der verwendeten Carbon Technik, man hatte ueppige Forschungsgelder der englischen Regierung bekommen und diese in tolle Produkte umgesetzt.

Ich hatte damals in einem Hifi Studio die Moeglichkeit den Plattenspieler (mit Subchassis) gegen meine geliebten SME Dreher zu hoeren und zu meiner Faszination hinterließ der Wilson Benesch Dreher mit dem ACT ONE Tonarm einen sehr quirligen und rythmischen Eindruck, der mir ausgesprochen gut gefiel.

Der Vergleich damals wurde mit einem Audio Technika System gemacht, was mir aber schon damals nicht so richtig gut gefiel, da dieses System eher nicht fuer einen superleichten Arm,
wie den Wilson Benesch ACT ONE gemacht ist.

Der ACT ONE hat (jeh nach Quelle) eine effektive Tonarmasse um die 9gramm.

Da der Plattenspieler sich aber dennoch mit dem SME messen konnte, zwar einen anderen Wiedergabeschwerpunkt setzte, reizte es mich schon lange, dieses Vergleich zu wiederholen und dieses mal dem Wilson Benesch einen optimal passenden Tonabnehmer zu verpassen.

Ich habe im Moment ein neues vdh Colibri XGP (Gold Spulen im leichten KunststoffGehauese) zur Hand, welches fuer Tonarme zwischen 8 und 14g effektive Tonarmasse optimiert ist.

Somit sollte sich dieses System im Wilson Benesch ACT ONE Tonarm sehr wohl fuehlen!

Mein Wilson Benesch Plattenspieler hat noch eine weitere Besonderheit,
er hat eine integrierte Wilson Benesch STAGE ONE MC Phonovorstufe, diese ist extrem selten, da sie damals, aehnlich wie der Plattenspieler sehr teuer war .
(Mitte/ Ende der 90'er waren ca 2500,-DM fuer einen PhonoPre noch viel Geld im High End Bereich, der Plattenspieler lag mit ca 7500,- DM ebenfalls bereits im exotischen High End Preisbereich, heutzutage wuerde fuer diesen Dreher wohl das 4fache verlangt..., deshalb sind diese feinen Spieler auch gebraucht nicht unbedingt "billig" zu bekommen.)

Insofern musste ich lange suchen, bis ich ueberhaupt einen Wilson Benesch Plattenspieler und dann auch noch einen mit dem integrierten PhonoPre gefunden hatte.

Das schoene an diesem integrierten PhonoPre ist, dass er 2 Ausgaenge hat, Phono Entzerrt und verstaerkt sowie das unbehandelte Phonosignal, um einen anderen Pre anschliessen zu koennen.

Die Tonarmverkabelung geht quasi direkt und auf kuerzestem Wege in den PhonoPre, welcher dann auch vom grossen externen Netzteil des Plattenspielers versorgt wird. Somit ist jede laengere Kabelstrecke bereits auf einem "line" Level und somit deutlich unempfindlicher gegen Stoerungen auf dem Signalweg.

Heute habe ich den Plattenspieler erst einmal zusammengesteckt und Riemen, Tonabnehmer usw einfach mal daneben gelegt.

Und in den naechsten Tagen wird der Plattenspieler langsam zum Leben erweckt!

Bin ziemlich neugierig, wie sich der Wilson Benesch mit Act One Tonarm gegen meinen aehnlich alten SME 20/2 und SME V Arm mit ebenfalls einem Colibri Tonabnehmer verhaelt...

ich hoffe, dass ich den Wilson Benesch bis zum Phonoworkshop bei mir ans laufen bekomme, hatte ich doch noch auf keinem PhonoVergleichshoeren bei mir einen sehr guten Subchassis Spieler am Start.

Und der Wilson Benesch hat mir in der Vergangenheit immer besser gefallen, als zB die verschiedenen
LP 12 Derivate, die ich zum Vergleich hoeren durfte.

Hier mal eine Klangebeschreibung eines Wilson Benesch Nutzers.

Ich betreibe einen Wilson Benesch Turntable mit Act Arm und dem WB Analog Tonabnehmer. Selbstverständlich thront das Laufwerk - wie es sich gehört - auf dem dazugehörigen Wilson Benesch Tryptich. Seit neun Jahre läuft diese Kombi und ich konnte viele namhafte Laufwerke - auch im Langzeittest - dagegen hören. Was soll ich sagen, mir ist keine Kombi bekannt, die in Summe ihrer Eigenschaften derart überzeugt und sich der Musik so konsequent hingibt. Die WB-Kombi ist Quasi nicht vorhanden. Selbst meine innig geliebte Nouvelle Verdier kommt da nicht ganz ran, hat jedoch andere Qualitäten. Besonders bei handgemachter Musik kommt der kaum oder nicht vorhandene Eigenklang zum Tragen; im Gegensatz zu vielen anderen Laufwerk-Arm-Kombis, die einen Sound produzieren (was sicherlich seine Daseinsberechtigung hat und viele Befürworter findet). Der Wilson Benesch bevorzugt seinerseits eine neutraule, homogene und hochauflösende Kette. Stimmt das Umfeld, wird man zeitlebens Musik in möglichst unverfälschten Art genießen können.

Dieser kann ich mich gerne anschliessen, leider war bei meinem Plattenspieler der angesprochene Plattenspielertisch nicht dabei, aber ich habe 2 Stellmoeglichkeiten, die dem Tryptich recht nahe kommen.


Hier ein link zum damaligen white paper, in dem der Plattenspieler in seiner Konstruktion skizziert wird:

http://wilson-benesch.com/downloads/whitepapers/Wilson_Benesch_Circle25_White_Paper_LR.pdf


Ich werde ueber die naechsten Schritte berichten :-)

Gruss

Juergen
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Beitragvon Salvador » 29.01.2016, 07:54

Hallo Jürgen,

Prima, da bin ich ja mal gespannt!
Wäre schön, das Gerät bei Dir beim nächsten Phonotreff ebenfalls mal hören zu können :-)

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon shakti » 29.01.2016, 11:47

habe mich entschlossen, den Plattenspieler auf dem passenden Wilson Benesh Trytich Carbon/Holz/Glas Tisch ans laufen zu bekommen, nun habe ich also wieder was zum suchen in den weiten des Netzes :-)

Ich finde, der Plattenspieler sieht auf dem Tisch zusammen einfach sehr gut aus!

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Gruss
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Beitragvon Sire » 29.01.2016, 17:33

Ich hab jetzt etwas gezögert, sorry über Geschmack lässt sich ja nicht streiten. Dennoch: Ich empfinde diesen Tisch als eine Geschmacksverirrung höchster Güte. Barock anmutendes Carbon, gepaart mit furniertem Holz und das Glas noch dazu. Selten habe ich so etwas Hässliches gesehen.

Gruß

Klaus
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Beitragvon shakti » 29.01.2016, 18:55

:-)
wohl war, geschmack ist etwas individuelles!

dieser Tisch ist ein "form follows function" Beispiel vom feinsten.

Da gibt es im web viel zu lesen, der Wilson Benech spielt in der Tat auf dieser Art doppelte und dicke Glasplatte am besten und auch die Art das Carbon zu wickeln hat wohl einen hoerbar stabilisierenden Effekt,

mal schauen, noch habe ich den Tisch ja nicht....

Gruss
Juergen
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Beitragvon Sire » 29.01.2016, 21:09

Hallo Jürgen,

die technischen Eigenschaften möchte ich gar nicht kritisieren, dazu fehlte mir auch schlicht der Sachverstand. Was die Optik des Tischs betrifft: Da würde ich unbedingt was davor hängen ;-). Nichts für ungut.

Viele Grüsse

Klaus
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