Umgang mit HDCD-kodierten Dateien

Tontechnische Basisthemen

Umgang mit HDCD-kodierten Dateien

Beitragvon Hans-Martin » 08.01.2017, 13:55

Hallo zusammen,

zum Thema Umgang mit HDCD-kodierten Files hat sich im Thread "Was wir zur Zeit hören" eine Diskussion ergeben, die ich wunschgemäß in einen eigenen Thread auslagern möchte.

Viele Grüße
Harald





Hallo Oliver,
es gibt noch mehr Aufnahmen mit Eiji Que mit dem Minnesota Orchestra unter ReferenceRecordings:
z.B. Exotic Dances From The Opera (mein Favorit).
Wenn man die CD gerippt hat zu FLAC und das wieder zu WAV konvertiert, kann man HDCD dekodieren und die 20Bit Version ist nochmal besser. Vielleicht geht das beim Streaming auch.
Keith O. Johnson hatte eine glückliche Hand bei der Wahl und Aufstellung der Mikrofone, seine Aufnahmen zählen zum besten, was ich kenne.
Hier mehr aus Minnesota, Polarität positiv, mein Daumen geht nach oben... :wink:
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon llucki » 08.01.2017, 14:12

Hans-Martin hat geschrieben:Wenn man die CD gerippt hat zu FLAC und das wieder zu WAV konvertiert, kann man HDCD dekodieren und die 20Bit Version ist nochmal besser.

Hallo Hans-Martin,

seit einiger Zeit rippe ich mit dem dbPowerAmp. Dort kann man unter 'DSP' den 'Effect' 'HD HDCD' dauerhaft hinzufügen. Bei normalen CDs macht das nichts, bei HD CDs werden diese 20 Bit-CDs HDCD dekodiert und als 24 Bit Files gespeichert.

Eigentlich müsste ich meine ganze Sammlung so nochmal durchjagen, weil ich keine Ahnung habe, ob da noch HDCDs bei sind, die ich mit anderen Ripp-Programmen nicht als solche erkannt hatte. Leider sind die meistens nicht gekennzeichnet. Oder nur ganz ganz klein.

(Dies nur als Anmerkung zu diesem Punkt.)

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Heule » 08.01.2017, 14:17

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo Oliver,
es gibt noch mehr Aufnahmen mit Eiji Que mit dem Minnesota Orchestra unter ReferenceRecordings:
z.B. Exotic Dances From The Opera (mein Favorit).
Wenn man die CD gerippt hat zu FLAC und das wieder zu WAV konvertiert, kann man HDCD dekodieren und die 20Bit Version ist nochmal besser. Vielleicht geht das beim Streaming auch.
Keith O. Johnson hatte eine glückliche Hand bei der Wahl und Aufstellung der Mikrofone, seine Aufnahmen zählen zum besten, was ich kenne.
Hier mehr aus Minnesota, Polarität positiv, mein Daumen geht nach oben... :wink:
Grüße Hans-Martin


Hallo Hans Martin,

danke für den Tip und deine Informationen. Wenn man diese Versionen gehört hat und bekommt
deine Informationen dazu, dann wird ein Schuh daraus!
Das ist dann quasi die Bestätigung zu dem was man dann da auf die Ohren bekommt!

Gruß Oliver
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Beitragvon Hans-Martin » 08.01.2017, 17:38

llucki hat geschrieben:Eigentlich müsste ich meine ganze Sammlung so nochmal durchjagen, weil ich keine Ahnung habe, ob da noch HDCDs bei sind, die ich mit anderen Ripp-Programmen nicht als solche erkannt hatte.

Hallo Ludger,
Keith O. Johnson ist einer der beiden geistigen Väter von HDCD, deshalb sind alle späteren RR auch HDCD kodiert. Ich fand nur besonders bemerkenswert, dass bei der FLAC Komprimierung die HDCD-Kodierung nicht verloren geht.
Hier gibt es eine HDCD-Liste zum Vergleich mit der eigenen Sammlung, oder hier eine andere, auf die gern verlinkt wird und noch eine dritte. Allerdings erweist sich nicht jede der CDs, die ich nach Durchsicht der Liste gefunden habe, bei mir auch als HDCD kodiert, weil es auch Erstausgaben gibt, die bereits vor der Verbreitung von HDCD existierten, bei mir z.B. einige von Joni Mitchell.
Die 5-er Box aus 1999 von The Doors ist auch auf der HDCD Liste.
Ebenso spätere Kari Bremnes CDs nach Norwegian Mood, die aber leider gegenüber früheren Aufnahmen zunehmend dynamikkomprimiert sind (mehr Bits, weniger Dynamik).
Das zeigt sich auch bei so manchem Remaster.
Licht und Schatten...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon llucki » 08.01.2017, 17:53

Hallo Hans-Martin,

oh ja, das ist sehr nützlich, vielen Dank!

Alles noch mal neu zu rippen, in der Hoffnung, die eine oder andere HDCD zu finden, ist natürlich nicht praktikabel und keine Option. Aber anhand der Listen lässt sich sicher noch was finden und gezielt dekodieren!

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Buschel » 08.01.2017, 20:06

Hallo Ludger, Hans-Martin,

wäre nicht der einfachste Weg alle Tracks mit foobar und dessen HDCD-Plugin auf HDCD-Kodierung prüfen zu lassen? Die gefundenen Tracks kann man dann gezielt dekodieren -- falls notwendig. Mein HDCD-Album (The Thin Red Line Soundtrack) besitzt zwar die entsprechenden Flags, nutzt aber offenbar das Verfahren gar nicht.

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon Melomane » 08.01.2017, 20:11

Hallo Andree,

wer nutzt das nicht? Dein CD-Player? Du benötigst auch einen speziellen, der dazu in der Lage ist. Und die gibt es kaum.

Gruß

Jochen
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Beitragvon llucki » 08.01.2017, 20:55

Buschel hat geschrieben:alle Tracks mit foobar und dessen HDCD-Plugin auf HDCD-Kodierung prüfen zu lassen?


Hallo Andree,

dazu müssten die Programmierer einen Suchlauf implementiert haben, der über eine Selektion von Files nach HDCD sucht und als Ergebniss die Treffer markiert oder eine Liste ausgibt. So etwas ist meines Wissen nicht programmiert worden. Viel mehr ist das foorbar HDCD-Plugin wohl eher ein Online-Decoder, dekodiert also nur beim Abspielen, wenn es auf ein kodiertes Files trifft.

Ganz gut dokumentiert ist das in einem Beitrag in einem anderen Forum:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-54-18320.html, der zweite Beitrag.

Da wird auch auf Fake-HDCDs eingegangen, das scheint mir beim von dir genannten zuzutreffen.

Es wird wohl auch so sein, wie Hans-Martin sagt, dass ein kodiertes FLAC erst in WAV konvertiert werden muss, bevor es dekodiert werden kann, um es als 24 Bit File zu speichern. Da erscheint es mir einfacher, eine anhand einer Liste identifizierte CD aus dem Regal zu holen und mit dbPowerAmp erneut zu rippen.

Na, ja, wird sich mit der Zeit schon finden. Am besten ist es natürlich, wenn man vor dem Rippen einer Sammlung schon daran gedacht hat...

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Buschel » 08.01.2017, 21:07

Hallo Ludger,

mit der Suchfunktion kannst du eine definierte Liste von Dateien (auch flac) scannen. Das Ergebnis ist eine zB nach evtl vorhandenen HDCD Flags sortierbare Liste. Du kannst also alle HDCD-Tracks deiner Sammlung gezielt identifizieren. Das Plugin kann mWn auch nach 24 Bit wav dekodieren. Diese kannst du dann wieder in flac umwandeln, und kannst ab dann auf den HDCD-Dekoder verzichten.

Ist das nicht das was du suchst?

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon llucki » 08.01.2017, 21:16

Hallo Andree,

ja, das stimmt. Dann schau ich mal, ob foobar mir HDCD kodierte FLACs finden kann. Da wäre ich so gar nicht drauf gekommen. Danke für den Tipp!

JRiver liest das Flag leider nicht ein, da habe ich eine DB über den kompletten Bestand, die hilft in diesem Punkt aber leider nicht weiter.

Viele Grüße
Ludger

(Wieder schwer off-topic, Mist...)
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Beitragvon Hans-Martin » 08.01.2017, 21:18

Hallo Andree,
ich benutze HDCD.exe, da lege ich jeweils eine Kopie von einem BeispielTrack der verdächtigten Albums an und schiebe sie alle in den HDCD-Ordner und starte die Software. Wenn bei dem Track HDCD detektiert wird, folgt das ganze Album, nachdem der Ordner von den ersten Umsetzungen geräumt wurde. Nicht ganz ohne Aufwand, aber bisher fand ich das Ergebnis immer den Aufwand wert.
Foobar2000 habe ich auch, ist mir zu umständlich, wer damit vertraut ist, sieht das vielleicht anders.

Ich sehe gerade neuen Input...!
Grüße Hans-Martin

Es macht vielleicht Sinn, diesen Teil des Threads in einen extra HDCD-Thread auszulagern (= Bitte an die Moderation), um das Threadtema nicht zu verwässern.
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Beitragvon Buschel » 08.01.2017, 21:46

Hallo Hans-Martin, Ludger,

das Verschieben in einen eigenen Thread macht sicher Sinn.

Ich habe hier mal ein paar Screenshots aus foobar gemacht, die den Vorgang zeigen:

1. Per drag&drop die zu scannenden Titel (in diesem Fall alles in flac) in die Playlist ziehen.

2. Über "Utilitities/Scan for HDCD tracks" (Abb. 1) den Suchlauf auslösen und warten.
Bild
Abb. 1

3. Als Ergebnis sieht man die HDCD Titel mit ihren Parametern.
Bild

4. Über "Convert" kann jeder gewünschte Track umgewandelt werden (Abb. 3).
Bild
Abb. 3

Wichtig für die Konvertierung ist, dass
a) Processing aktiviert ist (sonst wird das HDCD Plugin nicht angesprochen): "Processing -> Additional decoding: enable"
b) 24 Bit Output gewählt wird: "Output format -> Sample Depth: 24 Bit".
Das Ausgangsformat der Konvertierung kann beliebig gewählt werden (wav, flac, ...).

Weil ich nur Pseudo-HDCD habe, kann ich die Wirkung des Dekoders leider nicht wirklich bewerten. Ihr beide scheint aber ja besseres Rohmaterial zur Hand zu haben.

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon llucki » 08.01.2017, 23:01

Hallo Andree,

ja, cool, das hätte ich nicht gedacht und vorschnell behauptet, eine solche Suchfunktion würde es wohl eher nicht geben. Irrtum!

Damit werde ich in den nächsten Tagen den Bestand mal durchforsten und bin gespannt!

Von ein paar Interpreten weiß ich, dass es HDCD-Versionen gibt, Eiji Que, Kari Bremnes und Joni Mitchell nannte Hans-Martin ja schon, von Andreas Vollenweider, Patricia Barber und Mark Knopfler habe ich welche. Damit hatte ich mich jeweils gezielt beschäftigt. Was da eventuell sonst noch schlummert, weiß ich wirklich nicht. Ich bin gespannt! Danke nochmal für den Tipp!

Viele Grüße
Ludger

Harald: Du bist ja schneller als der Blitz! Vielen Dank!!
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Beitragvon Sire » 08.01.2017, 23:40

Scanning a FLAC archive for HDCD using FFmpeg

Hallo zusammen,

vielleicht ist es (insbesondere für Linux-User) hilfreich: hier habe ich ein Script gefunden, das mit Hilfe von FFmpeg flac-Files findet, die HDCD "enthalten".
Ebenso kann man mit FFmpeg auch entsprechend umkodieren. Beides habe ich getestet, es funktioniert. Erfordert aber eine FFmpeg-Version ab 3.1

Viele Grüße Klaus
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Beitragvon llucki » 09.01.2017, 00:06

Sire hat geschrieben:vielleicht ist es (insbesondere für Linux-User) hilfreich:

Hallo Klaus,

auch interessant, für Windows-Nutzer aber in der Tat etwas sperrig.

Unter dem Script stehen auf der Website aufschlussreiche Dinge zu HDCD, speziell auch, wie es zu 'Zombie'-HDCDs kommt.

Viele Grüße
Ludger
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