Michael (Backes & Müller BM 4, Klipsch Heresy I)

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Beitragvon Michael » 04.05.2017, 19:59

Hallo liebe Leut,

hab nun meine Heresies einige Tage, und bekanntlich ist das Jüngste auch immer das Schönste, ist auch in meinem Fall so, obwohl mein Jüngstes ja mit Abstand mit ihren etwa 40 Jahren mein Ältestes ist.

Gestern habe ich sicher gut 2 Stunden Mozart gehört, hat mir klangtechnisch ebenfalls wirklich gefallen.
Im Moment haue ich mir allerdings etwas härteres um die Ohren, und zwar von den Pet Shop Boys die alte "Actually".

Knochentrockene (Velodyne Sub Bässe), darüber geht es mindestens ebenso knallhart, aber auch extrem locker, offen, dynamisch, mit einer breiten Bühne und einer tollen Leicht- und Lässigkeit bis in die Höhen (mit meinen jüngsten Zwillingen) weiter, total suuuuper!!!

Ach, nun nach über 20Jahren im Reihenhäuschen weiss ich jetzt erst so richtig das Dachjuhehh zu schätzen, denn mit den Heresies höre ich ungleich lauter als mit den BM 4, einfach, weil alles so herrlich unkomprimiert, locker aus den Membranen "rausgerotzt" wird.

Puta que pariu, wie g.... ist das denn ?! :mrgreen:

Ein nach wie vor superbegeisterter Rennpappen und Hörnchenhörer Michael aus Bonn :cheers:
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Beitragvon Melomane » 04.05.2017, 20:06

Moin Michael,

ja, laut - geht eben nichts über Wirkungsgrad bei den LS. ;)

Oben hast du von Gedanken über eine Röhrenendstufe gesprochen. Hast du schon eine? Und welcher Vorverstärker kommt zum Einsatz? Falls du das schon irgendwo geschrieben hast, bitte ich um Nachsicht. Ich habe nicht den ganzen thread gelesen.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Michael » 04.05.2017, 20:21

Hallo Jochen,

mit dem Röhrenverstärker habe ich bislang nicht weiter verfolgt.

Nachdem mein alter Yamaha AX 570 bis gestern die Heresies bedient hatte, aber ich irgendwie Verzerrungen im HT Bereich wahrnahm, was so nicht bei dem "Liveevent" mit meinem Nachbarn da gewesen war, laufen die Heresies an einer recht billigen PA Endstufe von The T-Amp (Mod 75, hab im Keller auch noch die 150), aber brauch ich nicht wirklich, hab die Gain Regler bei etwa 1 Uhr, Ls regle ich über den Cocktail Player als Quelle und VV.

Vermutlich bin ich entweder noch total von den Böxlis begeistert oder ich bin tatsächlich solch ein Holzohr, aber ich bin auch in dieser Konstellation total zufrieden.

Das mit Röhrenverstärker werde ich erstmal doch langsamer angehen, weil:
1) Die Heresies haben wohl stark schwankende Impedanzen mit ca 70 Ohm max und unter 3 Ohm min, Frequenzen weiss ich gerade nicht. Dies und
2) mein neu entdeckter Hang zum Lauthören, was wohl mit 2x 10 Watt nichtn mehr so klappen könnte (weiß ich aber nicht) und wohl auch
3) mein Hang zum Sparen, denn eine stärkere Röhre kosten dann wohl auch wieder einiges und
4) erfahrene Klipschianer nicht so eindeutig zu Röhrenverstärkern raten sowie
5) der Klang z. Zt. mir doch sehr gut gefällt.

Mir ist klar, da geht noch einiges, aber ich lass es doch langsam angehen, bei dem jetzt schon erreichten Zufriedenheitsgrad.

Schöne Grüße
Michael (aus Bonn)
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Beitragvon Melomane » 04.05.2017, 20:40

Hallo Michael,

das ist ja der Vorteil der Hochwirkungsgrad-LS - da reichen <3 Watt, um denen den Marsch zu blasen. Und ja, gute Röhrenamps kosten. Aber - man steinige mich! - gib nichts auf erfahrene Klipschianer. ;) Die erzählen auch, dass man damit keine Klassik hören könne. Du hast schon erfahren, was davon zu halten ist. Und die erzählen auch, dass Klipsch nur richtig laut auch richtig gut klingen. Das ist meiner Erfahrung nach genauso eine Mär wie das Klassik-Märchen. Wenn die zu Transistoren raten, dann vmtl., weil sie keine Amps hatten, die die Klipsch und ihre Impedanzprobleme im Griff hatten. Eine ganz andere Frage ist natürlich die generelle, wieviel Basspräzision mit Röhren möglich ist.

Mein Rat: Probiere aus, leih dir möglichst einen Röhrenamp und höre, was damit machbar ist.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Hans-Martin » 05.05.2017, 21:26

Hallo,
nach meinem Wissen wurde Heresy I 1957 erstmals geliefert, zu einer Zeit, als man eigentlich nur Röhrenverstärker hatte, Transistoren in Labors aber weniger in Wohnzimmern spielten, und Frequenzweichen aus heutiger Sicht peinlich simpel aufgebaut waren. Manfred Stöcker baute später für einige Modelle die berühmten Stöcker-Weichen (1970er Jahre).
Mein vor 40 Jahren gewonnener Eindruck, die Mitten/Höhen überholen dynamisch die Bässe konnte mangels neuerer Erfahrung meinerseits noch nicht revidiert werden, aber Michaels Aussage, dass bei großer Lautstärke der Klang "ebenso knallhart, aber auch extrem locker, offen, dynamisch" ist, sollte nicht ohne Berücksichtigung der Loudnesskurven interpretiert werden. Das bestätigt für mich meinen Eindruck wieder, denn ich habe damals die Heresy um geschätzte 70 dB bis max.75dB gehört, aber nicht 20dB lauter. Lauter gehört, nimmt der Bass zu.
Die Klipsch wirkungsgradstarken MT/HT-Hörner zeigen mMn Nulldurchgangsverzerrungen ziemlich brutal auf, schlechte Class-B Transistoren gehen gar nicht, Röhre geht immer, und viele Class-D kombinieren Nulldurchgangsverzerrungsfreiheit mit kontrolliertem Bass, wo Röhren den Bass per Impedanzverhältnisse aufblähen, bei nichtlinearer Impedanzkennlinie im MT/HT entsprechend verfälschen, wo ich einige Class-D als gute Alternative sehe. Hohe Leistung, geringe Nulldurchgangsverzerrungen.
Mich würde interessieren, wie Heresy I klingt, wenn man sie auf Ohrhöhe in die Raumecke stellt und unter 45° oder ähnlich abstrahlen lässt. Das wäre auch eine quasi-hornähnliche Anpassung des Tieftöners. Der Rest ist ja schon behornt.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Michael » 23.10.2017, 18:49

Hallo Martin,

über die Antwort an Christian (Speakers Heaven) bin ich nach langer Zeit mal wieder auf meiner "Seite" gelandet.

Die Heresies habe ich weder auf dem Boden incl. den die Boxen leicht nach oben anwinkelnden Raisern wie empfohlen stehen noch je in eine Ecke gestellt, da dabei eine viel zu große Basisbreite entstehen würde.

So stehen sie z.Zt. anstelle der BM 4, unterstützt vom Velodyne DD15 (dieser steht in der rechten Ecke). Ohne diesen wäre mir der Bass doch etwas zu mager, macht die Boxen allerdings wohl besonders tauglich für kleinere Räume.

Den billigen T-.Amp PA Verstärker hab ich ersetzt durch einen alten Yamaha Surround Rec.von 2006, den ich noch hatte und habe den Frequenzgang der LS mit diesem per Micro und seinem Raumeinmessprogramm am Hörplatz per Automatic-Programm etwas begradigt.
Hört sich aber (für meine Ohren) nicht wesentlich anders an als ohne Einmessung.

Insbesondere die Höhen haben vom Verstärkerwechsel profitiert, sind deutlich angenehmer geworden (und nun angenehmer als bei der BM 4, die allerdings nicht die "neue" HT- Entzerrung hat).

Ach ja, und bevor ich mich meines Yamah Rec. erinnert hatte, habe ich mir auf Anraten eines anderen Forums von "Klipschianern" (versehentlich) 2 alte Marantz Receiver aus den 70gern für rel. kleines Geld angelacht, einen 2270 (ohne B) sowie einen Quadro-Rec Mod. 4300, ein echtes Schlacht- und Schwergewicht angeschafft.

Zur Zeit habe ich die BM 4 am Marantz 2270 hängen, und ja, mir gefällt der Klang der BM 4 nun besser als vorher am VV des Audio Cocktail X40.
Klingt nun weicher, angenehmer, den Mid Regler um eine Stufe reingedreht und zusätzlich die Höhen um eine Stufe rausgedreht.

Mag nun wohl nicht mehr ganz so detailliert klingen, aber angenehmer und langzeittauglicher.

Beim 4300 muss ich noch einige Skalen, bzw. Quellenwahllämpchen auswechseln, deshalb ist er z.Zt. nicht angeschlossen. aber klang an den Klipschies schön und angenehm.

Michael (aus Bonn)
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