Hans (Silbersand Emotion 5)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Hans (Silbersand Emotion 5)

Beitragvon hans » 26.02.2010, 19:47

Hallo liebe Forenmitglieder und Fremdleser (erst wollte ich Foristi schreiben, aber das klang mir denn doch zu sehr nach Ferraristi – und wer, auf dem Audio – Sektor, außer Meridian will schon in diese Nähe gerückt werden),

nachstehend mein erster Beitrag in diesem Forum. Neben meiner Hinwendung zur Musik hat die Tatsache, dass ich mich in diesem Forum angemeldet habe, aber auch einen ganz egoistischen Hintergrund. Ich benötige eine Beratung. Natürlich nicht nur eine einfache Beratung (gibt es die überhaupt?), sondern eine ganz spezielle, nämlich auf meine Hörgewohnheiten und meine Hörumgebung ausgerichtete.
Damit das ganze nicht zu einseitig wird, gebe ich auch etwas. Über mich preis, z.B. .

Meine hifidelen VorErfahrungen sind multipler Art. Begonnen habe ich, wie nahezu jeder angehende HighEnder in dieser Zeit (1980) mit einer Analog-Anlage, bestehend aus einem Ariston Laufwerk, einem naim nait Vollverstärker (ja, das Urmodell) und Linn Kan Lautsprechern. Klein, fein, die Drehlaufschwankungen des englischen Plattendrehers habe ich eher als Kick in meinem geregelten Leben, denn als fehlerhaft empfunden. Wandnah aufgestellt, war bei den Kan sogar so etwas wie Tiefbass zu erahnen. Wer JA zu englischen Laufwerken und naim sagte, endete irgendwann beim LP 12 und bei einer der üblichen Vor- / Endstufenkisten in nato-oliv, möglichst noch mit diversen Netzteilen ergänzt. LP 12, Ekos und Troika waren das damalige Traumziel, das ich Mitte der 80er Jahre erreicht hatte. Linn entwickelte eine eigene Elektronik, die natürlich erheblich besser war, als die Produkte des ehemaligen Traumpartners. Und mein (Linn-) Händler drängte mich, auf diesen Zug aufzuspringen.

Ich nahm diesen ideologischen Wechsel zum Anlass, die Produkte anderer Hersteller zu betrachten (an die phantastische SRPP Vorstufe eines französischen Herstellers denke ich heute noch manches Mal), anderen Klangphilosophien zu lauschen und landete auf der analogen Laufwerksseite schließlich bei einer Forsell Laufwerk-/Arm Kombi (air ref.), mit einem Kiseki blue gold spot ausgestattet. CD´s ( ja, die gab es damals auch schon!) wurden auf einem Mircromega Duo BS Transport-Wandler-System wiedergegeben. Die Elektronik kam von einem Dipl. Ing. aus Bargteheide, der diese an den Wochenenden nebenher entwickelte und zusammenbaute. Röhrenvorstufe mit ausgelagertem Netzteil (auf meinen speziellen Wunsch in einem Holzgehäuse), Mono-Endstufen in Halbleitertechnik. Großer Klang aus kleinen Kisten.

Private Unruhen folgten, ich trennte mich von fast allem. Nur nicht von meinen 100 liebsten Schallplatten. Denen gönnte ich nach mehreren sonnenlosen Jahren in einer Umzugskiste einen Kuzma-Dreher (stabi ref./stogi ref. / Benz ruby), musikalisch begleitet von einem Unison S8 Vollverstärker, wiedergegeben durch Vienna acustic Lautsprecher (Beethoven baby grand). Und stellte fest, dass es hervorragend klang, meine Hörgewohnheiten sich aber drastisch verändert hatten. Die Prozedur, eine Schallplatte aus seiner Hülle zu nehmen, sie zuerst von beiden Seiten auf der Waschmaschine zu reinigen, dann, nach der Trocknung, auf dem Laufwerk zu platzieren, sie mittels einer Plattenklemme zu fixieren, den Tonarm vorsichtig anzuheben und auf der Schallplatte abzusenken, entspannte mich nicht, wie es früher der Fall war, sondern wurde von mir nur noch als nervig empfunden. So kam es, dass ich immer öfter meine Musik nur über den CDP hörte (Meridian G07). Kein Zweifel, dass analog besser klang, aber ... So trennte ich mich dann vor einem Jahr auch von diesem schönen Teil und rüstet total ab (sorry wg. der milit. Ausdrucksweise).

Aktueller Stand: Naim HDX, naim supernait, die Vienna LS durften bleiben. Vorerst.

So, das zu meiner Hifi vita, jetzt seid ihr dran:

Seit den 1980er Jahren interessiere ich mich für aktive Lautsprecher. Über die ersten Backes & Müller, die ich 1982 in Hamburg hörte (BM 20, Hifi am Hofweg) konnte ich mich damals nur erregen. So ein spitzer scharfer analytischer Klang (ich kam aus der englischen Hörschule!) für damals 20.000 DM, eine einzige Frechheit! Dachte nicht nur ich, sondern auch meine Hifi begeisterten Freunde. Dass Boris Becker sich ein Paar gekauft hatte, Gorbi damit bedacht wurde, alles schön und gut – aber kein Maßstab, zum Glück hatte ich ja eigene Ohren...

Mittlerweile hat sich das relativiert, wie alles im Leben. Man (ich, 61) wird älter, sammelt Erfahrungen, weiß aber immer noch nicht viel mehr, kann es nur anders verpacken.
Aber: was ich nicht weiß, weiß vielleicht ein anderer.
Zum Beispiel: Wie gehe ich vor, um den für mich richtigen aktiven Lautsprecher zu finden. Denn das ist mein Ziel, nach langen Umwegen.

M1: Ich klappere alle Händler ab, die derartiges im Portfolio haben. Höre mir die LS an, die in meiner Preisklasse liegen und entscheide mich dann für ein Produkt. Wenn ich Glück habe, darf ich mir den LS vor der Kaufentscheidung zu Hause anhören, denn nur dort soll er ja seine Bestform erreichen.
So gedenke ich, in den nächsten Wochen nach Taunusstein zu fahren (der dortige Händler wurde mir von ME Geithain, die ich telefonisch befragte, empfohlen), von dort über Bonn nach Essen weiterzureisen (Herren Krings /Zingel: Silbersand, B&M, Adam) um dann mit einem Packen von akustischen (aber leider nicht in der Frischhaltepackung konservierbaren) Eindrücken nach Hause zurückzukehren. Ist das sinnvoll?

M2: Ich vertraue der überwältigenden Zahl von Empfehlungen, die mir in diesem Forum demnächst zufließen werden und höre mir gezielt nur die LS an, die für meinen Bedarf geeignet sind. Dabei wären zu berücksichtigen: ein Hörraum (Wohnraum) mit einer quadratischen Grundfläche von 36 qm (6x6 m), im Hör-Wohnraum eine Holztreppe, die zu einer Galerie (Empore) führt – was bedeutet, dass es unterschiedliche Deckenhöhen von 2,50 m bis zu 5 m Höhe gibt. Die Wohnung, es ist ein ausgebauter ehemaliger Weinspeicher, hat mehrere offene Balkenlagen, Stützbalken, die Wände sind aus Rigips (ich sage immer Pappe dazu), das Hörsofa steht (balkenbedingt) nahezu mittig im Raum. Der Hörabstand beträgt rund 2,5 m – ist das so etwas wie Monitorhören? Fotos vom Raum versuche ich einzustellen, habe aber nicht nur zwei linke Hände, sondern zeitweise auch einen ebensolchen Verstand. Also, ich versuche es, kann aber nicht versprechen, dass es mir gelingt.

M3 ff: ???

Und wenn es jetzt noch Fragen gibt, bitte ich herzlich darum.
Danke.


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Beitragvon Wolf » 26.02.2010, 20:39

Hallo Hans,

erst mal ein Herzliches Willkommen. :cheers:

Interessante Vorstellung, kurzweilig verfasst und interessant zu lesen!

Mein Angebot an Dich:
Ich wohne in Bonn in der Nähe der A3. Mein Hörraum entspricht bis auf die Deckenhöhe in etwa Deinen Abmessungen. Die Hörpostion und Position des Sofas sogar exakt Deiner Situation. Bei mir spielt seit wenigen Wochen eine BM 2s. Falls das in Deiner Preisklasse liegt, und es uns zeitlich passt kannst Du diese gerne bei mir hören.

VG
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Beitragvon schauki » 26.02.2010, 21:08

Hallo!

Also M1 und M2 sind schon mal Möglichkeiten, wobei ich M1 vorziehen würde.

M3 wäre eine, die ich machen würde:
Für mich soll ein LSP (=Lautsprecher) möglichst wenig Fehler machen, mittlerweile weiß ich welche Fehler mich besonders stören bzw. welche mich weniger stören. Daraus inkl. div. anderer Parameter, nicht zuletzt dem Preis, ergibt sich ein "Pflichtenheft" für meinen LSP. Dieses wird mit den am Markt erhältlichen Lautsprechern abgeglichen und das, was übrig bleibt wird dann gehört und in letzter Konsequenz daheim verglichen.

Da bleiben dann meist gar nicht mehr so viele übrig und dann entscheidet man halt wie man will. Was richtig falsches kann man sich auf diesem Wege eigentlich nicht holen.

Wichtig ist natürlich auch die Verbindung LSP-Raum. D.h. je nach Hörabstand Raumbeschaffenheit bieten sich machen LSP eher an als andere. Bzw. auch der Geschmack (wobei der für mich nicht durch LSP definert werden sollte sondern duch die Musik) ist ein Parameter, der Einfluss nehmen kann. Mag man eher das einhüllende/räumliche, dann wird ein LSP mit hoher Bündelung nicht so gut sein. Mag man hingegen das direkte und genaue, dann wird man nicht einen "Rundstrahler" nehmen.

Solche Sachen lassen sich eben schon im Vorhinein sagen, und man spart sich die Zeit, einen "verkehrten" LSP anzuhören.

Die großen (ab 3 Wege) Geithains gehören für mich neben 2-3 anderen Marken/Typen zu den besten kaufbaren LSP am Markt.

mfg
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Beitragvon Rudolf » 26.02.2010, 21:18

Hallo Hans,

auch von mir ein herzliches Willkommen, verbunden mit einem Dankeschön für deine schöne Vorstellung.

Du bist ja wahrhaftig kein unbeschriebenes Blatt in Sachen HiFi und kannst daher ganz gelassen und mit einer großen Portion Selbstbewusstsein versehen deine "Testreihe" starten.

Eine Empfehlung zu geben, halte ich für sehr schwer, da unsere aller Hörgeschmäcker individuell und damit sehr unterschiedlich sind - ansonsten gäbe es nicht so viele Hersteller.

Ich empfehle daher unbedingt das Studium des Buches HiFi hören von Heinz-Josef Nisius, um sich der relevanten Auswahlkriterien nochmals bewusst zu werden. Und dann ab zum Händler!

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon wgh52 » 26.02.2010, 21:30

Hallo Hans,

herzlich Willkommen! Danke für Deine interessant gestaltete Werdegangsbeschreibung. Deinen kompletten Abschied vom Schallplattenhören finde ich allerdings schade und hoffe Du hast auch diesmal wenigstens Deine 100 "Lieblinge" behalten! :wink:

Ein Tipp: Zum "Anschmecken" könnte sich auch ein Besuch der Aktiven Hifi Börse anbieten, dort kannst Du etwas besser "quer Beet" verschiedene LS Grössen und Hersteller hören, ohne dafür den Ort zu wechseln.

Viel Erfolg! Nimm Dir Zeit für die Neuorientierung und berichte wie es Dir ergeht!
Gruss,
Winfried

PS: B&M klingen übrigens nicht mehr wie in den 80ern, aber selbst diesen alten Baujahren kann man das Überanalytische "abgewöhnen"...
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Beitragvon Zeno Cosini » 27.02.2010, 11:46

Hallo Hans,

willkommen hier bei uns! Und gleich eine Frage: Handelt es sich bei dem Dipl.-Ing. aus Bargteheide vielleicht um denselben, der heute mit Valvet-Geräten für Furore sorgt - also Herrn Cornils?
Nachdem meine Mit-Foristen sich hinreichend über die Such-und-find-Methoden ausgelassen haben, schleudere ich mal eine zusätzliche LSP-Empfehlung in den Raum: Manger MSMc1. Wenn Du den dann noch mit einem Audiovolver II odgl. kombinierst, könnte ich mir vorstellen, dass Du damit einen erklecklichen Teil Deiner Raum"probleme" in den Griff bekämst. Aber: Probieren geht über studieren!

Gruß

Axel
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Beitragvon hans » 27.02.2010, 12:24

Erst einmal Danke an alle, die mich so freundlich empfangen haben;
ich versuche nachstehend auf eure Beiträge zu antworten und meine "Bedarfslage" noch etwas zu präzisieren.

@wolf : Danke für dein sehr freundliches Angebot, ich werde darauf zurückkommen, wenn ich mich im Köln/Bonner-Kreis aufhalte (dich aber rechtzeitig per PN zwecks Terminabsprache informieren). Ob die BM 2s auch für meinen Raum und meinen Hörgeschmack denkbar sind, werde ich dann spätestens bei dir erfahren.

@schauki: Danke für "deinen" Lösungsansatz, den ich für vernünftig halte. Aber, das Pflichtenheft ist bei mir ja bereits weitgehend gefüllt. Die Raumgröße und das Raumvolumen (rd. 100 m3), der relativ geringe Hörabstand, die definierte Sitzposition mitten im Raum sind ja stark das gewünschte Ergebnis beeinflussende Kriterien. In soweit weiß ich bereits, dass eine Geithain 901 nicht in Frage kommt, weil diese einen Mindest-Hörabstand von 3m benötigt (lt. ME Geithain). Sinnvoller wären da vielleicht eine 922 oder eine 933, aber ob mein Raum dafür wiederum nicht zu groß ist, kann ich halt nicht beurteilen. Gleiches gilt für B&M Modelle oder für Silbersand. Da wäre für mich Erfahrungen aus dem Forum hilfreich, damit ich eben nicht alle "auf dem Papier geeigneten" Modelle anhören muss.

@ Rudolf: Danke für deine mir Mut machende Ansprache. Aber auch meine umfangreiche Hifi-vergangenheit schützt mich nicht davor, erneut Fehler zu machen. Wenn das nicht so wäre, hätte ich mich wahrscheinlich schon vor 20 Jahren für DIE Anlage entscheiden können - auch ich bin nach wie vor ein Suchender (zumindest auf diesem Gebiet). Um den Nisius werde ich mich kümmern!

@Winfried: Die 100 Liebsten habe ich gehen lassen. In gute Hände, wie es sich gehört. Wie du meiner Vita entnehmen kannst, habe ich mit ja weitgehend vom "Anfassbaren" gelöst, der HDX wird von mir über ein Nokia tablet bedient. Und dass B&M noch genau so klingen könnten, wie ich es in den 80ern erlebt habe, ist durch mein Interesse an diesem Forum längst widerlegt (ich habe lange Zeit passiv mitgelesen, bevor ich mich entschieden habe, mich aktiv zu beteiligen).

L Axel: Ja, bei dem freundlichen Herrn aus Bargteheide, dessen Produkte ich seit über 25 Jahren kenne und schätzen gelernt habe, handelt es sich um Knut Cornils. Mittlerweile hat er ja auch das Wohlwollen von Roland Kraft von der Zeitschrift Image erlangt. Ob das nun so gut ist ... (steigende Nachfrage führt i.d.R. zu steigenden Preisen etc.). Ob ich ein Raumproblem habe, dass mit einem Korrektursystem gelindert werden kann, weiß ich eigentlich gar nicht so recht. Sicher macht ein quadratischer Raum häufig mehr Probleme, als ein rechteckiger, aber evtl. ist es meinem Monitorhören geschuldet, dass die Raumschwächen bisher noch nicht besonders stark in Erscheinung getreten sind.
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Beitragvon aston456 » 27.02.2010, 12:47

Moin Hans,
zunächst ein herzlicher Gruß in meine Heimat meerumschlungen - ich komme aus Eutin.

Wie Dir sicherlich beim Stöbern hier schon zwanglos aufgefallen sein wird, teilt sich die Rotte hier grob gesagt in drei Fraktionen - B&M, Silbersand und Geithain. Dabei wird natürlich jede Fraktion ihre Lautsprecher empfehlen - mit mehr oder minder großem Nachdruck. Du hast aber schon den richtigen Weg angedeutet: Versuche, die verschiedenen Konzepte/Lautsprecher zu hören und entscheide Dich dann für denjenigen, der Dir am besten gefällt. Zentraler Unterschied zwischen B&M/Silbersand und Geithain ist, daß erstere geregelt sind, die Geithains nicht. Und natürlich, daß erstere einem konventionellen Stilempfinden entsprechen und die Geithains halt eher wie furnierte Waschmaschinen daherkommen (ich darf das sagen.... :mrgreen: ). Ansonsten sollen die LS DIR gefallen und sonst niemandem (Deiner F vielleicht auch noch - macht die Sache einfacher...).

Du hast schon die 901 K angesprochen, die für Deinen Raum bzw. für den Hörabstand zu groß seien. Für den Hörabstand wahrscheinlich, aber für den Raum auf keinen Fall. Sitzt Du denn beim Musikhören immer wie angewurzelt auf dem Sofa oder gibt es auch andere Sitzplätze, von denen aus Du Musik lauschst? Ich selber habe die 922 K und betreibe sie momentan in einem suboptimalen Raum. Vom Volumen her, denke ich, daß die auch für mein Zweitwohnzimmer in Berlin mit ca. 50m² funktionieren würden, da ich sie dann auf 1/3 stellen würde. Die 901K sind natürlich auch optisch nochmal wesentlich klotziger als die 922 oder 933. Wenn es alleine um den Hörabstand zum Sofa geht, dann würde ich wohl die 933 nehmen. Um aber auch den Raum zu füllen, wäre wahrscheinlich die 922 besser.

Aber Du wirst ja demnächst bei Claus in Taunusstein vorbeischauen, der hat verschiedene Räume und sowohl die 901 als auch die 933. Die 922 habe ich bei unserem Treffen nicht gesehen, aber das kann man dann akustisch interpolieren. Aber ich würde in jedem Fall auch die anderen Verdächtigen ausgiebig hören. Eine BM 4 könnte auch in frage kommen. Oder eben die BM 2S. Und eine kleine Silbersand kommt natürlich auch in frage.

Gruß
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Beitragvon hans » 27.02.2010, 12:54

Fortsetzung:
@ axel: Ich habe über die aktiven Manger Lautsprechern schon einiges gelesen, bin aber gerade deshalb unsicher, ob ich sie in den Kreis meiner potenziellen Testboxen mit aufnehmen sollte. Es handelt sich dabei um zwar größere, aber letztlich doch Kompaktlautsprecher. Und ich bin nicht sicher, ob diese einen 100m3-Raum füllen können. Sollte ich einen Subwoofer ergänzend benötigen, käme dieses für mich aus räumlichen Gründen nicht in Frage. Daher: kannst du, der sie bereits gehört hat, sagen, ob die aktiven Manger für meine Hörsituation ausreichen würden?
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Beitragvon Franz » 27.02.2010, 12:56

Hallo Hans,

also, ich kann dir nur empfehlen: Besuch mehrere Händler, hör dich durch, treffe dann eine Vorentscheidung, hör zu Hause in deinem Raum die in Frage kommenden Lautsprecher und nimm die, die dir am ehesten gefallen können. Eine markenspezifische Empfehlung kann ich dir nicht bieten, weil ich überhaupt nicht weiß, wie du hörst und was dir dabei wichtig ist, was weniger.

Ich wünsch dir viel Spaß hier im Forum und lass uns wissen in Wort und Bild, was es letztlich geworden ist. :cheers:

Gruß
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Beitragvon hans » 27.02.2010, 13:05

Hallo Kai,

das ist ja eigentlich das Schöne an meiner Situation. Ich bin noch völlig fraktionslos :). Und daher absolut unvoreingenommen (sieht man von meinen steinzeitlichen B&M-Erfahrungen einmal ab). Wenn ich dich richtig interpretiere, dann bist du ein zufriedener (!?) Besitzer der 922 K, ein Lautsprecher, den ich in meine to do Liste mit aufgenommen habe. Welche "kleine" Silbersand käme für mich noch in Frage? Oder meinst du das Modulsystem?

Gruß

Hans
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Beitragvon hans » 27.02.2010, 13:36

Hallo Franz,

danke für deine Einlassungen, ich merke schon, dass mir hier keiner die Arbeit (die Last des Entscheidens) abnehmen möchte :). Und natürlich ist es absolut sinnvoll, die von mir geplante Hör-Reise anzutreten und eigene Erfahrungen zu sammeln. Aber mir wäre es halt lieb, schon mit einigen Hinweisen ausgestattet diese Reise anzutreten. Zum Beispiel: Aus der B&M Serie kommen für dich auf Grund deiner Raumsituation nur folgende Modelle in Frage ... - dto. Silbersand, Geithain, Adam und andere. Oder: die Hörmöglichkeiten sind beim Händler xy eingeschränkt (ich erinnere da eine Diskussion über die 701, die bei Silbersand vorgeführt vermeintlich schlechter klangen, als bei Herrn Krings in Bonn - werden die Produkte, die Herr Gottlob anbietet, in den gleichen Räumen vorgeführt?). Dass ich nach der Hörtour zu Hause in meinem Wohnraum noch mal die Vorauswahl verifizieren muss ist klar, aber es macht doch schon einen Unterschied, ob ich mir zwei LS nach Hause senden lasse oder ein halbes Dutzend, weil die Vorauswahl unter ungünstigen Bedingungen stattgefunden hat. Ja, Franz, du merkst schon, ich mach es mir (und euch) nicht gerade leicht. Aber irgendwie soll das ja auch zu einem guten Ende führen.

Danke fürs zuhören.
Gruß

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Beitragvon Franz » 27.02.2010, 14:00

Lieber Hans,

es ist schwierig bis gar unmöglich, jemandem, über dessen Hörpräferenzen ich wenig weiß, einen markenspezifischen Tip zu geben. Es ist übrigens ein weitverbreiteter Irrtum, daß große Lautsprecher nur für große Räume taugen und umgekehrt. Wenn man bestimmte grundlegende Dinge dabei bachtet, geht vieles. Führt aber hier zu weit weg vom Thema. Einen für mich wesentlichen Aspekt möchte ich dir aber dennoch mit auf den Weg geben: Wenn du weniger Musikreproduktion über einen Lautsprecher suchst, also die Musik an sich wünschst, dann hör dir unbedingt mal eine größere Silbersand an. Für mich ist das ein System, welches am wenigsten an Lautsprecher-Wiedergabe erinnert, statt dessen mehr an Musik. Ich weiß, das wird von anderen wahrscheinlich als Anmaßung empfunden, aber es ist meine ganz persönliche Art, wie ich Wiedergabe von Musik mittels Lautsprecher erlebe. Weniger Lautsprecher, mehr Musik. Sigi spricht oft von dem "Ding an sich". Ich teile seine Auffassung voll und ganz. Aber das ist auch eine Frage: Wie höre, erlebe und empfinde ich Musikwiedergabe zu Hause? Es gibt so viele gute Schallwandler. Letztlich muß es nur deinen ganz persönlichen Hörgeschmack treffen, deinen Hörnerv. Und der ist meist verschieden ausgeprägt.

Und ja: Man empfiehlt eigentlich immer das, was man selbst mag. Ob das dir dann auch zusagt, mußt du selbst hören. Der Aktivmarkt ist heute zum Glück gut aufgestellt, mittlerweile breit gefächert. Also hör querbeet durch.

Gruß
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Beitragvon aston456 » 27.02.2010, 14:18

Hallo Hans,

das ist korrekt - ich bin überaus zufriedener Besitzer von den 922K. Ich hatte anfangs etwas mit Raummoden zu kämpfen, die ich aber über den Ortsanpassungsfilter in der Griff bekommen habe. Die Klangcharkteristik soll (ist) bei allen Geithains identisch sein. Lediglich unterschiedliche Hörentfernung sollen mit den verschiedenen Drei-wege-richen abgedeckt werden. Ich denke, für Deine Hörsituation wäre die 922 oder 933 optimal. Aber da wird Claus Bücher schon das Richtige empfehlen.

Zum aktuellen Repertoir von Silbersand kann ich nichts direkt sagen, außer das die eben auch dabei sind. Eine "kleine" Silbersand wie die 301/2 oder mittlere wie die 401 gibt es in dem Sinne nicht mehr. Die Module habe ich bislang noch nicht gehört.

Unvoreingenommen rangehen und dann die zwei Spitzenreiter in´s Heim holen. So wird ein Schuh draus.

Gruß
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Beitragvon schauki » 27.02.2010, 14:48

Hallo!

aston456 hat geschrieben:....Zentraler Unterschied zwischen B&M/Silbersand und Geithain ist, daß erstere geregelt sind, die Geithains nicht. ...

Also ich sehe den zentralen Unterschied eher darin dass Geithain gesonderten Wert darauf legt, eine dem Hörabstand angepasste Abstrahlcharakteristik zu verwirklichen. D.h. bei Modellen für größere Hörabstände eine früh (=bei niedrigeren Frequenzen) einsetzende relativ starke Bündelung.

Die beiden anderen genannten Marken verfolgen "eher" den Weg der breitstrahlenden LSP.

D.h. vergleicht man z.B. eine Silbersand Emotion 5 oder eine BM12 mit einer MEG 933, dann ist bei gleichem Hörabstand, Aufstellung und Raum bei den beiden erst genannten der Diffusschallanteil am Hörplatz deutlich höher als bei der MEG.

Ich persönlich finde es hörtechnisch besser wenn der Direktschall überwiegt bzw. der Diffusschall maximal gleich laut ist wie der Direktschall, wird der Diffusschall mehr, dann wirkt das ganze eben zu diffus.
Und somit sind für mich (stark) bündelnde LSP mehr oder weniger Pflicht um auf mir angenehme Hörabstände zu kommen.

In üblichen Zimmern ist der Abstand wo Direkt- und Diffusschall gleich laut sind oft nur 1m, bündelnde LSP erhöhen je nach Richtfaktor diesen Wert entsprechend.

mfg
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