Fujak (Neumann KH 420 + Subwoofer Teufel M11000)

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Beitragvon Fujak » 22.10.2010, 14:14

Hallo zusammen,

da ich immer mal wieder danach gefragt werde, wie ich alle Komponenten in meinem Setup verschaltet habe, habe ich habe mal meine Konfiguration in eine Grafik gebracht (Netzkabel sind der Übersicht halber nicht eingezeichnet):

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Beitragvon Mark » 08.11.2010, 22:38

Hallo Fujak,

du hattest nach dem Erwerb des RME Fireface berichtet, dass nun eine Reihe anderer Geräte überflüssig geworden seien, u.a. auch das HiFace und der BigBen. In der Grafik deiner Konfiguration sind beide allerdings enthalten. Woher rührt der Sinneswandel?

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Beitragvon Fujak » 09.11.2010, 07:17

Hallo Mark,

prinzipiell ist das schon richtig, dass es so gut wie keinen Unterschied gibt, aber: wie im Thread über verschiedene Player-Software deutlich wird, gibt es klare klangliche Unterschiede zwischen unterschiedlichen Software-Playern. Da schneidet Foobar leider nicht gut ab - leider deshalb, weil Foobar in meinen Augen die vielseitigste und bedienerfreundlichste Player-Software. Erst mit dem Einsatz von Big Ben reduzieren sich die klanglichen Unterschiede der einzelnen Software-Player auf ein kaum hörbares Minimum. Ich habe mich daher entschieden, mir den Luxus eines Big Ben in Verbindung mit Foobar zu gönnen (Das Hiface ist wegen des fehlenden SPDIF-Out am Netbook im Einsatz); d.h. beste Bedienerfreundlichkeit plus bestmöglichen Klang.

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Hiface PSU-Modifikation

Beitragvon Fujak » 30.12.2010, 13:39

Hallo zusammen,

nachdem ich klanglich so positive Erfahrungen mit der Umstellung der Stromversorgung meines RME-Fireface UC auf Akku-Stromversorgung (siehe hier: viewtopic.php?f=30&t=1538) machen konnte, musste nun auch mein Hiface ran - powered by Dr. Gert Volk. Wie schon Ulli bei seinem modifizierten Hiface beschrieben hatte, lässt sich damit Erstaunliches erreichen.

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1. Konstruktion

Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich das Hiface in ein kleines Gehäuse eingebaut. Neben dem Hiface selbst findet darinnen noch ein kleine aber feine Platine von Gert Platz - das Herzstück dieser Optimierung, nämlich die Stabilisierung und Glättung für die Versorgungsspannung des Hiface. Sie wird mit 12 V über ein kleines Schaltnetzteil gespeist. Die Platine regelt die 12 auf exakte 5 V herunter - laut Gert so glatt und sauber, dass jede Batterie dagegen wie ein Rauschgenerator sei.

Nun habe ich ein USB-Verlängerungskabel zerschnitten, gekürzt und abisoliert. Dann habe ich die beiden Datenleitungen (grün und weiß) der beiden Kabelhälften wieder miteinander verbunden, sowie die Masse (schwarz). Zusätzlich habe ich dann den Minuspol der Stromversorgungsplatine von Gert an Masse angelötet. Bei dem zum Stecker führenden Teil des USB-Kabels habe ich den Plus-Pol isoliert (er bleibt ohne Verbindung). Bei dem zur Buchse führenden Teil des USB-Kabels kommt der Plus-Pol von Gert's Platine an den Plus-Pol des USB-Kabels (rot). Dann das Ganze mit Schrumpfschläuchen isoliert und versiegelt.

Möglicherweise wichtig für andere, die das gleiche vorhaben: Ich hatte zunächst auch die Masse zwischen USB Buchse und Stecker unterbrochen, weil ich der Annahme war, dass dadurch eine noch weitergehendere galvanische Entkoppelung erreicht werden kann. Doch das hatte zur Folge, dass das Hiface nicht mehr vom Netbook (Zuspieler) erkannt wurde. Ulli (modmix) hatte bereits in einem anderen Thread erklärt, weshalb das nicht funktioniert (differentielle Datenleitungen). Siehe hier: viewtopic.php?f=30&t=1668&start=2.


2. Klangergebnis

Heute morgen hatte ich meinen ersten Hörtest - mit einem begeisternden Resultat: Weiterer Raum, präzisere Lokalisierung der Instrumente, im Bass mehr Kontur und Feinzeichnung - und mehr Tiefgang. In den Höhen hat sich nicht so viel verändert, vielleicht ein wenig fein zeichnender, aufgelöster, aber das müsste ich nochmal im Vergleich hören. Wie immer, wenn das Klangbild sauberer wird, konnte ich auch dieses Mal das altbekannte Phänomen feststellen, dass ich den Lautstärke-Regler weiter aufdrehen kann, ohne dass es anstrengend wird. Um eine Einschätzung zu geben, wie groß der klangliche Unterschied ausfällt: Er ist etwa halb so groß wie der mit und ohne Apogee Big Ben und bewegt sich damit in der gleichen Größenordnung wie die Stromversorgungsmodifikation (Akku-Betrieb) von meinem RME Fireface UC.


3. Fazit

Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass Optimierungen des digitalen Signals vor meinem Big Ben doch solch klanglich positive Auswirkungen haben. Bislang war ich stets der Annahme, dass der Big Ben wie ein großer Filter alles abfängt.

Beim Abendessen nach dem Besuch in der Audio-Redaktion (vor 2 Monaten) unterhielt ich mich mit Gert darüber, dass die AGM 3.3 bei der Vorführung in München für mich leicht verjittert klang (ich hatte darüber im AGM 3.3 Thread berichtet) - und das, obwohl in der AGM 3.3 die beste denkbarste DAC-Technologie eingebaut ist (eigenes Reclocking, absolut saubere PSU, beste Wandler-Chips etc.). Er erklärte, dass der Grund für dieses Phänomen das HF-Übersprechen eines (noch damals unmodifizierten) Sonos-Zuspielers war, der mit seiner nicht so guten digitalen Signalqualität in das Reclocking einstreue. Mit den modifizierten Sonos-Playern dürfte die AGM 3.3 heute sicherlich bedeutend besser klingen - darüber hatte ja Sigi berichtet.

Das zeigt mir - auch nach meinen heutigen Hörerfahrungen - dass man sich mit einem Big Ben nicht ganz zur Ruhe setzen kann, sondern dass die Reise weitergeht. Die digitale Signalqualität vor dem Reclocking hat Einfluss auf das Endergebnis. Und es zeigt sich dabei wieder einmal für mich, dass dabei die Stromversorgung ein oft unterschätzter Faktor ist.

Zum Schluss nochmal Danke an Gert für diese kleine aber feine Meisterleistung - sowie auch an Ulli für seine hilfreichen Ausführungen zu den Mysterien der USB-Datenübertragung.

Grüße
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Beitragvon Franz » 30.12.2010, 14:02

Fujak,

deine für deine wie immer vorzügliche Berichterstattung von dir durchgeführten Maßnahmen, ich lese das immer mit großer Anteilnahme.

Fujak hat geschrieben:Das zeigt mir - auch nach meinen heutigen Hörerfahrungen - dass man sich mit einem Big Ben nicht ganz zur Ruhe setzen kann, sondern dass die Reise weitergeht. Die digitale Signalqualität vor dem Reclocking hat Einfluss auf das Endergebnis. Und es zeigt sich dabei wieder einmal für mich, dass dabei die Stromversorgung ein oft unterschätzter Faktor ist.

Das ist auch meine feste Überzeugung. Je besser die Stromversorgung, desto eher treten die kleinen Unterschiede auch zutage. Ich weiß schon, warum ich einen PS Audio Power Plant einsetze und für meine Vorstufe ein separates Netzteil verwende. Der Haupteffekt liegt in einer unerschütterlichen Ruhe des Klangbildes, was einen auch die Stille in der Musik erfahren läßt. Das mag jetzt komisch klingen, aber genau das ist es, was die Dynamikentfaltung so beeindruckend macht. Man kann auch noch andere Maßnahmen treffen, aber ich lass das hier lieber sein, weil dies sehr oft als "Voodoo" abgetan wird.

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Beitragvon modmix » 30.12.2010, 14:37

Danke, Fujak, für diesen tollen Bericht!

Und Glückwunsch zu dem schönen Kästchen - das habe ich noch vor mir; nächstes Jahr :wink: .

Vielleicht noch eine kleine Ergänzung (dann ist alles zum HiFace in einem Thread):

Fujak hat geschrieben:Bei dem zum Stecker führenden Teil des USB-Kabels habe ich den Plus-Pol isoliert (er bleibt ohne Verbindung).

Mein Notebook ist ausgeschaltet, wenn ich z.B. über SAT höre. Da ich die ganze Anlage zentral einschalte, hat Gerts Platine stets Spannung aus dem Steckernetzteil. Unnötig, wie ich fand.

Der freigewordene rote Draht mit seinen 5V aus dem USB kommt da wie gerufen: einfach ein kleines 5V-Relais (z.B. Finder-Subminiaturrelais, 1x UM, 250V 10A, 5V - zieht etwa 70 mA, also etwas mehr, als das HiFace) an diesen Draht mit der anderen Seite der Spule nach Masse angeschlossen, und die Zuführung aus dem Steckernetzteil über die bei anliegender Spannung geschlossenen Kontakte geführt - fertig. Klappt prima.

    Unbestätigte Beobachtuung:
    Eine Zeit lang kannte Foobar das HiFace beim Starten nicht mehr. HiFace neu einstecken, Foobar neu starten und das HiFace wieder auswählen, hat das stets gelöst - lästig.
    Ich habe kein Protokoll geführt, glaube aber, daß dieser mittlerweile verschwindene Effekt damit zu tun hatte, daß das HiFace "zu früh" Spannung hatte: war vor Gerts Platine nicht aufgetreten und ist seit dem 5V-Relais nicht mehr aufgetreten...
    Wie Gert an anderer Stelle sinngemäß sagte: gutes Material ist gut, aber nicht ausreichend.

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Beitragvon Fujak » 30.12.2010, 15:04

@Franz: Danke für die Blumen. Um den Power Plant bin ich auch schon ein paar Male herumgeschlichen. Denn man wird es kaum glauben: meine komplette Anlage wird aus schnöden Baumarkt-Netzkabeln und -Netzleiste versorgt. Da ist sicher noch weiteres Optimierungspotential.

@Ulli: Ja, das ist gut, wenn gleich alles zum Hiface-Modding an einer Stelle ist. Die Sache mit dem Relais ist wirklich eine elegante Angelegenheit. Da bei mir alles mit einem zentralen Hauptschalter (die besagte Baumarkt-Netzleiste) ein- und ausgeschaltet wird, kann ich es bei mir so belassen. Die Nichterkennung des Hiface hatte ich jetzt bei den wenigen bisherigen Schaltvorgängen noch nicht (benutze ebenfalls Foobar).

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Beitragvon Franz » 30.12.2010, 15:18

Fujak hat geschrieben:meine komplette Anlage wird aus schnöden Baumarkt-Netzkabeln und -Netzleiste versorgt. Da ist sicher noch weiteres Optimierungspotential.

Wenn du keine Wunder erwartest, darf ich aus eigener Erfahrung sagen: Ja, durchaus. Sie machen letztlich die "Stimmigkeit" einer Gesamtanlage aus. Ich bin ein Anhänger des "Kettengedankens" in dem Sinne, daß alles aufeinander abgestimmt werden muß. Was vorne verlorengeht, kommt hinten nie mehr raus. Und man sollte den dabei beteiligten Geräten die bestmöglichen Arbeitsbedingungen geben. Darauf läuft es hinaus.

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Beitragvon Fujak » 30.12.2010, 15:38

Hallo Franz,

nein, Wunder erwarte ich keine. Aber was und in welcher Größenordung ich da erwarte, da habe ich selbst noch keine rechte Vorstellung. Da lasse ich mich gerne überraschen.

Dazu passt übrigens der gerade von Joe aufgemachte Thread - mit einem Bericht über Placebo, der aus meiner Sicht schon für sich genommen ein Placebo darstellt. :wink: Aber das nur am Rande.

Grundsätzlich folge ich der gleichen Prämisse des Kettengedankens wie Du. Bislang bin ich noch nicht alle Glieder der Kette durchgegangen, sondern bin seit über einem Jahr an der digitalen Seite hängengeblieben. Aber ich habe ja noch Zeit - und schließlich soll das Hobby ja auch noch in ein paar Jahren interessant bleiben.

Und jetzt genieße ich erstmal wieder meine neueste Optimierung - garantiert Placebo frei...

Grüße
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Beitragvon Nimron » 01.01.2011, 13:57

Hallo Fujak

Sehr interessant und prima umgesetzt, gratuliere!

Das ist dann bis auf die Anschlussvielfalt eine interessante Alternative zum HiFace Evo :cheers:

So eine Lösung würde bei mir auch prima rein passen...

Gruß

Manuel
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Beitragvon totti1965 » 19.01.2011, 01:10

Hallo Fujak,

Unglaublich, was ich die letzten beiden Tage beim Durcharbeiten Deiner Beiträge hier lernen konnte.

Vielen Dank!

Das hier

Fujak hat geschrieben:prinzipiell ist das schon richtig, dass es so gut wie keinen Unterschied gibt, aber: wie im Thread über verschiedene Player-Software deutlich wird, gibt es klare klangliche Unterschiede zwischen unterschiedlichen Software-Playern. Da schneidet Foobar leider nicht gut ab - leider deshalb, weil Foobar in meinen Augen die vielseitigste und bedienerfreundlichste Player-Software. Erst mit dem Einsatz von Big Ben reduzieren sich die klanglichen Unterschiede der einzelnen Software-Player auf ein kaum hörbares Minimum. Ich habe mich daher entschieden, mir den Luxus eines Big Ben in Verbindung mit Foobar zu gönnen (Das Hiface ist wegen des fehlenden SPDIF-Out am Netbook im Einsatz); d.h. beste Bedienerfreundlichkeit plus bestmöglichen Klang.

verstehe ich jetzt aber noch nicht. Macht der RME Fireface nicht ohnehin ein komplettes reclocking? Der Einsatz eines Big Ben wäre dann doch eigentlich wirklich nicht zu begründen, oder?

Gruss, Thorsten


PS: Was ist von Deinem Ursprungs-Set-up eigentlich noch zu haben? Schon alles verkauft? So ein TeraLink X2 würde es mir überhaupt erstmal ermöglichen meinen iMac an die HiFi Anlage anzuschließen. Wo kriegt man die Dinger in Deutschland?

Deinen Veralab gibt es zum Beispiel auf ebay gar nicht mehr (dafür aber welche, die nur 260 Australische Dollar kosten und andere Wandler enthalten- sind die auch ok?)

Wenn ich mir keinen RME Fireface 400 oder UC leisten will, brauche ich wohl für mein künftiges setup einen wirklich guten und günstigen externen Wandler. Ideen?
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Beitragvon Fujak » 19.01.2011, 11:11

Hallo Thorsten,

totti1965 hat geschrieben:verstehe ich jetzt aber noch nicht. Macht der RME Firephase nicht ohnehin ein komplettes reclocking? Der Einsatz eines Big Ben wäre dann doch eigentlich wirklich nicht zu begründen, oder?

Ja, lange Zeit war ich der Annahme, dass eine interne Clock im Wandler das Ende aller Jitter-Sorgen bedeutet. Als ich aber den Big Ben dazwischen hängte, wurde ich eines besseren belehrt. Und es kommt noch unverständlicher: Sogar das, was vor dem Big Ben passiert, hat noch einen, wenn auch geringeren Einfluss auf den Klang (wie am Beispiel der externen Stromversorgung des Hiface deutlich wurde). Es gab dieses Phänomen auch in den Setups anderer z.B. bei der AGM 3.3 mit einer hervorragenden Wandler-Einheit, die auch einen Reclocker plus hochsaubere Stromversorgung besitzt. Und dennoch konnte man hören, dass das SPDIF-Signal eines normalen Sonos-Spielers verjittert ist. Erst der gertifizierte Sonos bzw. eine andere saubere SPDIF-Quelle bringt das volle Potential der Wandlereinheit und damit der AGM 3.3 zur Blüte (siehe AGM 3.3-Thread). Dennoch klingt natürlich auch eine verjitterte SPDIF-Quelle mit einem Reclocking bzw. einer internen DAC-Clock um Welten besser als ohne. Aber es lässt sich halt noch ein bißchen mehr herausholen. Im RME Fireface ist zwar eine interne Clock vorhanden, dennoch ist es kein Reclocking wie im Big Ben, der das SPDIF-Signal mit einem eigenen Clocksignal komplett neu aufbereitet.

Ich unterhielt ich bei einem Live-Treffen im Herbst mit Gert über dieses Phänomen. Er konnte das nicht nur bestätigen sondern auch technisch begründen - verkürzt ausgedrückt hat es mit dem HF-Übersprechen zu tun. Gert hat es auch hier im Forum in irgendeinem Posting geschrieben. Leider ist mir dessen Ort im Moment nicht bekannt (vielleicht kann ja ein Mitlesender mit der enstprechenden Quellenangabe aushelfen).

Vielleicht liest ja Gert mit und hat die Zeit (er ist zur Zeit arg beansprucht mit den vielen Upgrades des Sonos und der neuen AGM 8.4) und kann das noch fundierter darstellen als ich.

totti1965 hat geschrieben:Was ist von Deinem Ursprungs-Set-up eigentlich noch zu haben? Schon alles verkauft? So ein TeraLink X2 würde es mir überhaupt erstmal ermöglichen meinen iMac an die HiFi Anlage anzuschließen. Wo kriegt man die Dinger in Deutschland?

Ja, es ist alles verkauft und bildete damit das Kapital für die folgenden Investitionen. :)

totti1965 hat geschrieben:Deinen Veralab gibt es zum Beispiel auf ebay gar nicht mehr (dafür aber welche, die nur 260 Australische Dollar kosten und andere Wandler enthalten- sind die auch ok?)

Dazu kann ich mangels eigener Hörerfahrung nichts sagen.

totti1965 hat geschrieben:Wenn ich mir keinen RME Fireface 400 oder UC leisten will, brauche ich wohl für mein künftiges setup einen wirklich guten und günstigen externen Wandler. Ideen?

Gut und günstig hat in dieser Konstellation ein natürliche Grenze. ;) Aber einer fällt mir ein: der Carat Sapphire, der auch bei AUDIO großen Eindruck gemacht hat, und den es bei Ebay bereits um die 380,- € gibt. Selber gehört habe ich ihn nicht. In der AUDIO-Klassifizierung ist er aber durchaus mit dem RME Fiereface konkurrenzfähig, sodass er einen Hör-Versuch wert wäre.

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Beitragvon totti1965 » 19.01.2011, 11:46

Danke für die ausführliche Antwort!!!

Du machst Dir, genau wie Udor (und da Alchemist in den privaten messages) immer so viel Mühe, dass mein Gewissen schon ganz schlecht ist.

Kurze Frage noch:

Warst Du 2009 oder 2010 auf der HiFi- Music-world? Falls ja, hast Du streaming Lösungen gesehen, die Dir besonders bemerkenswert erschienen? Mich hat damals auch das setup von silvercore /Bastanis total umgehauen!

Schau bitte mal kurz rein: http://www.silvercore.de/index.php?meine-loesung-121

Keine Angst, ist keine Schleichwerbung.
Einfach nur die Frage eines Hin- und Hergerissenen, der trotz 30 Jahren HiFi Erfahrung noch ganz am Anfang vom streaming /convolving steht.


Gruss,

Thorsten
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Beitragvon Fujak » 19.01.2011, 12:58

Hallo Thorsten,

ich war bislang noch nie auf einer Hifi-Messe. Dafür war ich eben mal auf der von Dir verlinkten Seite. Leider finde ich die dort gebotenen Informationen eher mager, was die Streaming-Lösung anbelangt. Der DAC sieht vom Platinen-Layout interessant aus. Was da wie verbaut wurde, kann ich nicht erkennen. Insofern kann ich wenig dazu sagen.

Wenn Du einen Convolver einsetzen möchtest, dann würde ich keine Squeezebox nehmen, da Du hier keinen Convolver einbinden kannst. Dann bräuchtest Du in jedem Falle nochmal einen Rechner, den Du zwischen SPDIF Out der Squeezebox und DAC schalten müsstest. Dann kannst Du gleich einen Rechner zum Abspielen nehmen, z.B. so ein kleines nahezu geräuschloses Netbook, wie ich es verwende. Das ist für mich die "All-inclusive"-Lösung, da man damit einen Abspieler, einen Convolver und eine komfortables Display für die Bedienung hat. Alternativ lässt sich auch dafür ein Tablett-PC einsetzen (der nicht unbedingt von Apple kommen muss, wenn man Windows verwenden möchte).

Grüße
Fujak

P.S.: Und wegen Deines schlechten Gewissens: Auch mein Wissen speist sich zum Teil aus den Beiträgen von anderen, die sich seinerzeit mit mir die Mühe gemacht haben und in Zukunft (hoffentlich) noch machen werden. Insofern gebe ich hiermit nur etwas wieder in das Forum zurück, was ich an anderer Stelle von diesem und anderen Foren und ihren Mitgliedern zu verdanken habe. Also lasse Dir deswegen keine grauen Haare wachsen. ;)
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Beitragvon uli.brueggemann » 19.01.2011, 13:54

Hallo zusammen,

das, was der Klaus auf der HiFi-Musicworld vorgeführt hat, war seine Squeezebox-Touch-Modifikation.

Nun hat er sich anscheinend doch entschieden, das wieder zu publizieren, siehe

http://soundcheck-audio.blogspot.com/20 ... ox-20.html

Im wesentlichen bedeutet das: etwas Aufräumen im Touch-Linux, also Deaktivierung unnützer Prozesse. Und, mit Risiko und Verlust der Gewährleistung verbunden, ein Abschalten des Displays. So dass dessen Frequenzen nicht mehr in das Musiksignal reinfunken.

Grüsse, Uli
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