Fujak (Neumann KH 420 + Subwoofer Teufel M11000)

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Beitragvon Fujak » 08.06.2017, 12:30

Hallo Hans-Martin,

was die Leitungslängen anbelangt, so gingen über unsymmetrische I²S-Verbindung auch knapp 80cm (Cat7). Das ist also offenbar nicht vorhersagbar. Deine Idee, meine F-1-Platine direkt in das DAC-Gehäuse zu platzieren, hatte ich auch schon. Ich müsste dann allerdings eine weitere Buchse für insgesamt 2 Akkuleitungspaare neu montieren. Angesichts des Preises dieses DACs bin ich mir nicht sicher, ob ihn "verbasteln" möchte oder doch lieber im Originalzustand belasse. Zudem haben meine bisherigen Experimente keinen so eindeutigen Klangvorteil von längeren zu kürzeren Leitungslängen ergeben, solange sie getwisted sind.

Was den SPDIF-Abschluss anbelangt, so sinniere ich gerade darüber, den kompletten SPDIF-Zweig auf der Platine des F-1 zu durchtrennen. Aber vielleicht sollte ich tatsächlich vorher mal die Variante mit den 75 Ohm ausprobieren.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Hans-Martin » 08.06.2017, 20:05

Hallo Fujak,

I²S ist ein Format, welches bei Quellen und DACs relativ selten vorkommt, Terminierung verbessert durch Vermeidung von Reflexionen normalerweise die Eindeutigkeit im Timing der Flanken, hier gleich für 3 Leitungen. Das hängt individuell von der Flankensteilheit ab, je steiler, desto unkritischer, also geräteabhängig.
Mangels Häufigkeit kann man sich in der Praxis von erfolgreichen I²S Konzepten selten etwas abschauen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Fujak » 24.06.2017, 14:11

Hallo zusammen,

in meinem Setup hat sich einiges in der Zwischenzeit getan, über das ich heute berichten möchte. Es dreht sich dabei vor allem um die Optimierung des akkugetriebenen DDC F-1 von Singxer.

Linearregler

Anfang der Woche sind nun endlich meine neuen Reglerplatinen eingetroffen, mit denen ich die 6,6 V von zwei LiFePO4-Zellen auf 5V bringen kann. Das geschieht in zwei Stufen. Zunächst mit einer Reglereinheit, die in meiner Akku-Stromverorgungseinheit sitzt. Diese beinhaltet einen relativ rauscharmen LT1805 (40µV), der die Spannung zunächst auf 5,3V bringt. Diese Platine hat einen sehr weiten Regelungsbereich, sodass der Akku problemlos auch bis auf 5,6V sinken kann (hier greift dann der Akkuwächter ein).

Von dort geht es dann über die DC-Zuleitung zur Platine des Singxer F-1, auf der quasi Huckepack eine weitere kleine Platine mit dem zweiten (Lowdrop-)Linearregler und seiner Peripherie-Elektronik (Pufferelkos) sitzt, der die Spannung dann auf 5V regelt. Es handelt sich um den Ultralownoise-Regler LT3045, der nominal 0,8µV Rauschen produziert. Das ist der niedrigste mir bekannte Wert für einen solchen Regler. Am Ende kommt erfahrungsgemäß doch ein wenig mehr heraus, da sich diese Werte immer auch auf optimale Umgebungsbedingungen beziehen - z.B. genau eingestellte Lowdrop-Spannung und vor allem sauberer Zugangsstrom. Eine Strom mit hoher Restwelligkeit schlägt sich auch am Ausgang eines LT3045 in Form erhöhter Rauschwerte nieder. Insofern gehört der aus der ersten Reglerstufe gewonnene Strom mit genau eingestellter Lowdrop-Spannung sicherlich zu seiner Lieblingskost.

Außerdem habe ich den dritten Stromeingang für das F-1 in Angriff genommen, nämlich die SPDIF/I²S-Ausgangsseite.

Damit sind es nun drei Akkuquellen:
1. USB-Eingangsseite (5V)
2. SPDIF/I²S-Ausgangsseite (5)
3. Oszillatoren (3,3V)

Auch das bewirkt einen deutlich hörbaren Unterschied, sodass ich abschließend festelle, dass jede der drei Zugänge einen lohneswerten Schritt darstellt.


I²S-Verkabelung

Um den Kabelsalat in Grenzen zu halten hatte ich zunächst die Idee, alle Komponenten in ein Gehäuse zusammen mit der Akku-Einheit zu bauen, nämlich:
Die Platine des sMS-200 ,
die Platine des Intona-Isloator
die Platine des Singxer F-1

Es wäre dann nur noch die I²S-Leitung übrig, die man dann außen zum DAC führen müsste. Aber ich hatte die Rechnung ohne die Eigenschaften des I²S aufgemacht. Zwar funktioniert die unsymmetrisch beschaltete I²S-Schnittstelle via RJ-45 zuverlässig auch bei Längen von 1m und mehr, was als Zuleitung ausreichend wäre. Meine Experimente mit unterschiedlichen Kabelqualitäten (Cat5, Cat6, Cat7, geschirmt/ungeschirmt) zeigten leider eines auf: Den größten klanglichen Einfluss hat die Kabellänge. Bereits bei 1m Länge klingt I²S so "schlecht" (das ist relativ zu betrachten!), wie der SPDIF-Ausgang des Singxer F-1 mit dem guten Oyaide-Kabel mit WBT-Steckern. Dann könnte ich also gleich mit SPDIF aus dem Singxer gehen.

Ich musste also den anderen Weg gehen: Die F-1 Platine möglichst nahe an die I²S-Schnittstelle des DAC bringen. Alles andere muss sich dem unterordnen.


Einbau F-1 Platine

Im Audio-GD HE-7 ist genügend Platz für weitere Platinen. Aufgrund der modularen Bauweise der digitalen Eingänge (jeder besitzt eine eigene Platine), habe ich die Amanero-USB-Platine sowie die I²S-Eingangsplatine ausgebaut. Stattdessen habe ich die Platine des Singxer F-1 mittels zwei Haltewinkeln so eingebaut, dass seine USB-Eingangsbuchse exakt in die quadratische Öffnung der vormaligen RJ-45-Platine der I²S-Schnittstelle passt.
Weil ich die ganze Operation ohne mechanische Veränderungen durchführen möchte, sind die Haltewinkel am Gehäuse wie auch auf der Platine mit Tesa "Powerbond ultrastrong" befestigt. Das Zeug klebt auch bei höheren Temperaturen wie der Teufel und lässt sich ähnlich wie die Powerstrips aus gleichem Hause rückstandsfrei entfernen.
Durch die andere freigewordene Öffnung der Amanero-Platine habe ich die drei DC-Kabel geführt.

Ich habe lange überlegt, ob ich die Anschlüsse nicht über eine 6-polige Buchse mit einem 6-poligen DC-Kabel führe. Mehrere Gründe ließen mich diese Idee verwefen. Die beiden wichtigsten: Dazu müsste ich mechanische Veränderungen am DAC vornehmen, die ich bei einem solch teuren Teil grundsätzlich ungern mache. Der noch wichtigere: Damit wäre ich auf minderwertige DC-Kabel festgelegt. Zur Kabelqualität der DC-Leitungen später mehr.

Die Platine des F-1 sitzt nun in der günstigen Position, dass sich die I²S-Schnittstelle auf dem Digitalboard des DAC nur wenige Zentimeter entfernt gegenüber der Schnittstelle auf der Platine des F-1 befindet. Kürzer geht es kaum. Zudem ist damit auch die RJ45-Buchse als weiterer Kontakt-Übergang aus dem Spiel.

Bild

Die kleine grüne Platine auf dem rechten Montagewinkel ist einer der beiden Reglerplatinen mit dem LT3045 (eine weitere sitzt auf der Unterseite für den SPDIF/I²S-Teil).


DC-Verkabelung

Ich habe zu dem Thema lange recherchiert. Wichtigstes klangentscheidendes Kriterium ist wohl eine möglichst geringe Induktivität, die vor allem durch eine spezielle Litzenanordnung - genannt Starquad - erreicht wird. Hier habe ich mich für das Speakerkabel L-4S6 von Canare entschieden: Jeweils zwei Litzen des gleichen Pols stehen sich diagonal gegenüber, sodass insgesamt 4 Litzen durch das Kabel laufen. Mittels Baumwollfäden werden sie in der richtigen Position gehalten und zudem gegen den Uhrzeigersinn verdrillt. Zwischen Außenmantel und den verdrillten Litzen befindet sich zudem noch eine dünne Trennschicht aus einer speziellen Papierfaser. Die Kapazität beträgt 115pF/m. Im CA-Forum findet man dazu auch ein paar Berichte.

Leider gibt es dieses Kabel in Deutschland nicht, sodass ich es über den Auctiva-Shop bei Ebay.ca bestellt habe (mit entsprechendem Porto).

Um das Kabel anzuschließen, habe ich mich dafür entschieden, schraubbare Klinkenverbinder zu verwenden. Der Anpressdruck der Schraubverbindung ist ausreichend hoch, und man kann die paarigen Litzen gut in die Öffnungen hineinbringen:

Bild


Ein Schrumpfschlauch kleineren Durchmessers als Knickschutz und darüber ein breiterer Schrumpfschlauch der am Ende mit dem Knickschutz verklebt wird, stellt eine wirkungsvolle Zugeentlastung dar.

Bild


Resultat

Da ich den Kabelmod etwa eine Woche vor dem Einbau der DDC-Platine gemacht habe, konnte ich mich insoweit davon überzeugen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, in bessere DC-Kabel zu investieren, als der Klang an Detailabbildung gewinnt und räumlicher wird. Hinsichtlich der tonalen Balance kann ich nicht so viel Änderung wahrnehmen. Ich hatte vorher das geschirmte Kabel "Magellan" von Sommercable.

Größer ist die klangliche Verbesserung durch die Überbrückung der RJ45-Steckverbindung und damit die maximale Verkürzung der I²S-Verbindung. Das hat den Klang noch deutlicher von der Standard-SPDIF-Verbindung des DDC abrücken lassen. Die Plastizität der räumlichen Abbildung gewinnt, vor allem aber die Ruhe im Klangbild nimmt zu, verbunden mit dem bekannten Effekt, die Lautstärke erhöhen zu wollen.

Insgesamt kann ich feststellen, dass der Einbau der DDC-Platine von Singxer in den DAC mit kürzester I²S-Anbindung und dreifacher Akkuversorgung in puncto Ruhe im Klangbild, Musikfluss, Detailauflösung und Raumabbildung alles hinter sich lässt, was ich bislang an digitaler Wiedergabe gehört habe.


Ausblick

Auch wenn ich wirklich sehr zufrieden mit dem Resultat bin, interessiert mich nun das weitere Tuning wie weit man jenseits der bestehenden Standard-Pufferung der drei DC-Leitungen noch kommen kann. Dank eines profunden Kenners dieser Materie, nämlich Helge (Grauwacke) hatte ich bereits eine deutliche Verbesserung des Klangs erfahren können, indem ich Kondensatoren unterschiedlicher Typen und Kapazität kombiniere. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Dich, Helge. Weitere Kondensatoren liegt bereits für zukünftige Experimente bereit.

Ich bin allerdings im Moment ein wenig der Experimente überdrüssig, und mich zieht es jetzt erstmal vor die Anlage zum Musikhören. Es wird also sicher eine Weile dauern, bis ich weitermachen und berichten werde.

Grüße
Fujak
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Beitragvon wgh52 » 24.06.2017, 15:01

Hallo Fujak,

Gratulation zum Erfolg Deiner vielen durchaus beeindruckenden Umbauten!

Aber die beste Nachricht finde ich:
Fujak hat geschrieben:...mich zieht es jetzt erstmal vor die Anlage zum Musikhören. Es wird also sicher eine Weile dauern, bis ich weitermachen und berichten werde...

Also dann viel Spaß dabei!

Grüße,
Winfried

PS: Du bekommst noch PN.

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Beitragvon Fujak » 25.06.2017, 18:15

Hallo Winfried,

wgh52 hat geschrieben:Aber die beste Nachricht finde ich:
Fujak hat geschrieben:...mich zieht es jetzt erstmal vor die Anlage zum Musikhören. Es wird also sicher eine Weile dauern, bis ich weitermachen und berichten werde...

das ist auch für mich das Beste daran. :cheers: Jedes Mal, wenn ich die Anlage in Betrieb nehme, kann ich mich an dem Erreichten erfreuen.

Grüße
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Beitragvon Fujak » 26.06.2017, 20:53

Hallo zusammen,

hier die Grafik meines aktuellen Setups:

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Beitragvon shakti » 26.06.2017, 21:53

schoen zu sehen, dass Du einen Telos QNR nutzt!, diesen hatte ich auch sehr lange in Verwendung, wurde dann von der Telos Grounding station abgelöst. Dies bringt mich auf den Gedanken, dass auf Deinem Schaubild die Maßführung fehlt, meine mich zu erinnern, dass Du diese auch von den Signal und Stromkabeln separiert hast.

lg
Juergen
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Beitragvon Fujak » 27.06.2017, 06:27

Hallo Jürgen,

ja, der Telos QNR ist seit Jahren ein treuer Begleiter in meinem Setup, der so unauffällig (wenn auch wirkungsvoll) seinen Dienst im Hintergrund versieht, dass ich ihn bislang vergessen hatte zu erwähnen.
Gleiches gilt für die von Dir zu Recht erwähnte Signalerde. Ich hatte sie hier der Übersichtlichkeit halber weggelassen, aber Du hast Recht: eigentlich gehört sie zu seinem solchen Schaubild dazu.

Das werde ich noch nachholen.

Grüße
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Zentrale Signalmasse

Beitragvon Fujak » 27.06.2017, 08:43

Harald hat es in seinem Thread über Schutzerde und Signalmasse (viewtopic.php?f=23&t=7675&start=0) sehr detailliert erklärt, was der Sinn einer separaten Signalmasse ist. Daraufhin hatte ich das auch bei mir umgesetzt.

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Als Sternverteiler dient eine solide Potentialausgleichsschiene. An diese sind mittels isolierter Aderendhülse dicke Erdungskabel mit 10mm² angeschschraubt, die zu der Signalmasse der einzelnen Komponenten geführt werden (LS, Sub, VV, DAC etc). Bei einigen Geräten wird das Erdungskabel mit sog. verspannbaren Cinchsteckern an einer freien RCA-Buchse angeschlossen. Durch den damit möglichen Anpressdruck wird ein hoher Kontaktschluss gewährleistet. Der Mittelstift wird übrigens mittels Lötkolben auf 400°C erhitzt und mit einer Zange herausgezogen, wodurch die Gefahr eines Masseschluss verhindert wird.
Bei anderen Geräten (Lautsprechern) wird das Ende des Kabels in eine Ringöse vercrimpt und an der Signalmasse der Eingangsplatine verschraubt.

Ein Anschluss von der Potentialausgleichsschiene wird schließlich über einen Netzstecker an die Erdung der Steckdose geführt. Konsequenter: das Erdungskabel von der Schiene direkt mit dem Erdungskabel in der Wand verschrauben. Doch auch so ergibt sich bereits ein hörbarer Effekt:

Wie Harald bereits in seinem Thread schrieb, nimmt Räumlichkeit, Detailauflösung und Dynamik zu, das Klangbild wirkt deutlich aufgeräumter. Ein anderer Effekt: Unterschiedliche Netzkabel und Netzleisten klingen nahezu gleich (gut).

Wenn man annimmt, dass der größte Vorzug von besseren Netzkabeln und Steckerleisten darin begründet ist, durch eine stabilere Kontaktierung der Schutzerde, Ausgleichströme über die Signalmasse (Cinchbuchsen etc.) zu vermeiden und damit den Klang zu verbessern, so erklärt sich aus der Maßnahme einer zentralen Signalmasse die Nivellierung der Unterschiede von Kabeln und Netzverteilern. Wenn die Signalmasse sämtlicher Komponenten nicht nur auf gleichem Potential untereinander sondern auch in Bezug auf Schutzerde liegen, fließt auch messbar kein Strom mehr.

Grüße
Fujak
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Beitragvon shakti » 27.06.2017, 09:17

hier gibt es was neues zum Telos, bzw Sieveking QNR zu lesen:

http://www.hifistatement.net/tests/item ... -resonator

Gruss
Juergen
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Beitragvon A_stinner » 27.06.2017, 10:09

Hallo Fujak,

du schreibst das ein Anschluss der Potentialausgleichsschiene über einen Netzstecker an die Erdung einer Wandsteckdose geführt wird. Wie muss ich mir das techn. vorstellen? Bzw. besser wäre es das Erdungskabel von der Schiene direkt mit der Erde in der Wand zu verbinden. Wie soll das techn. umgesetzt werden?

Gruß

Andreas
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Beitragvon uli.brueggemann » 27.06.2017, 10:46

Andreas,

zwischen den Leitern in der Wand und den beweglichen Geräten ausserhalb muss eine Steckverbindung sein.
Wäre die Schiene in der Wand (oder in einem Schaltschrank) müssten die Leiter zu Schiene gesteckt werden. Ist die Schiene ausserhalb, so muss diese wiederum per steckbarem Kabel an die Steckdose angeschlossen werden. Das erfolgt dann hier eben per Schukostecker, bei dem intern aber nur die Erde angeschlossen ist, nicht jedoch Phase und Null.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Fortepianus » 27.06.2017, 13:01

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:Harald hat es in seinem Thread über Schutzerde und Signalmasse (viewtopic.php?f=23&t=7675&start=0) sehr detailliert erklärt, was der Sinn einer separaten Signalmasse ist. Daraufhin hatte ich das auch bei mir umgesetzt.

freut mich, dass Du das jetzt auch angegangen bist.

Fujak hat geschrieben:Als Sternverteiler dient eine solide Potentialausgleichsschiene.

Genau so habe ich das auch gemacht. Aus dem Baumarkt, <10€:

Bild

Fujak hat geschrieben:An diese sind mittels isolierter Aderendhülse dicke Erdungskabel mit 10mm² angeschschraubt, die zu der Signalmasse der einzelnen Komponenten geführt werden (LS, Sub, VV, DAC etc).

6mm² reicht auch, aber viel hilft natürlich viel.

Fujak hat geschrieben:Bei einigen Geräten wird das Erdungskabel mit sog. verspannbaren Cinchsteckern an einer freien RCA-Buchse angeschlossen.

Dito bei mir. Die Linn-Streamer dagegen bringen bereits ganz fette Erdungsklemmen mit, und der neue Oppo 205 auch (wenn auch etwas zarter in der Ausführung).

Fujak hat geschrieben:Der Mittelstift wird übrigens mittels Lötkolben auf 400°C erhitzt und mit einer Zange herausgezogen, wodurch die Gefahr eines Masseschluss verhindert wird.

Hab' ich mir gespart und ein Stückchen Schrumpfschlauch über den Mittelkontakt im Stecker innen gezogen.

Fujak hat geschrieben:Bei anderen Geräten (Lautsprechern) wird das Ende des Kabels in eine Ringöse vercrimpt und an der Signalmasse der Eingangsplatine verschraubt.

Da habe ich die Fläche unter einer der Befestigungsschrauben der Kühlbleche blank gemacht und eine Ringöse druntergeklemmt. Also im Prinzip genauso.

Fujak hat geschrieben:Ein Anschluss von der Potentialausgleichsschiene wird schließlich über einen Netzstecker an die Erdung der Steckdose geführt. Konsequenter: das Erdungskabel von der Schiene direkt mit dem Erdungskabel in der Wand verschrauben.

Die niederohmige Verbindung mit der Schutzerde ist nach meiner Einschätzung viel weniger bedeutend als die niedrohmige Verbindung der Geräte untereinander. Es kommt ja drauf an, die Signalmasse aller Geräte auf's gleiche Potenzial zu zwingen. Auf welches genau, ist weniger bedeutsam. Bei mir ist das ganz einfach, denn auf der anderen Seite der Wand, an der die Ausgleichschiene sitzt, ist bei mir die zentrale Masseausgleichschiene für den ganzen Hörraum, an der z. B. der Netzwerkswitch, die Audiowandanschlüsse etc. bereits zentral geerdet sind. Von da hole ich dann die Erde für die Ausgleichsschiene an der Anlage.

Fujak hat geschrieben:Doch auch so ergibt sich bereits ein hörbarer Effekt:
Wie Harald bereits in seinem Thread schrieb, nimmt Räumlichkeit, Detailauflösung und Dynamik zu, das Klangbild wirkt deutlich aufgeräumter. Ein anderer Effekt: Unterschiedliche Netzkabel und Netzleisten klingen nahezu gleich (gut).

Genau diese zwei Effekte habe ich bei mir auch, erstens klingt's besser und zweitens ist es egal, was ich dabei für Netzkabel verwende.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Fujak » 27.06.2017, 15:00

Hallo Gert, hallo Jürgen,

danke für Eure Rückmeldungen bzw. neue Anregungen. Ich habe mittlerweile meine Grafik auf den neuesten Stand gebracht (mit Signalmasse-Kabeln).

Grüße
Fujak



Die weiteren Beiträge zum Thema Signalmasse wurden ab hier in den Thread "Schutzerde und Signalmasse" verschoben (viewtopic.php?p=139593#p139593). Grüße - Fujak
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Beitragvon Kaskode » 28.06.2017, 20:19

Hallo Fujak,

zu den Twisted-Quad Kabel-Verseilung gibt es auch einen guten Einstieg auf Wikipedia.
https://de.wikipedia.org/wiki/Viererverseilung
Hier sind mir noch von früher die DM-Viererverseilung im Gedächnis geblieben, welche jedoch aus wirtschaftlichen Gründen keine Rolle mehr spielen. Hier wurde gezielt so verseilt, daß sich die einzelnen Drähte nur punktuell berührt haben. Dadurch hat sich über die Strecke die kapazitive Last verringert aber die Leitungen wurden auch dicker im Durchmesser. Es sind mir jedoch nur Drahtleitungen in Erinnerung, flexible Litzenleitungen sind mir nicht begegnet. So wie Du deine Leitung beschreibst (mit den inneren Stützen), werden diese nahezu 100 Jahre alten Ideen und Techniken aus gutem Grund unverändert bis heute beibehalten.

Gruß,
René
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