Winfried (Backes & Müller AFB Omega)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon wgh52 » 22.08.2017, 20:52

Hallo Hans-Martin,

danke für die Erklärungen! Die Endkappen hatte ich auch schon "ab", die Lüsterklemme hat mich dann doch etwas verwundert. :wink: Was da für eine Netzschnur dranhangt kann man nicht sagen, sie ist mit "Lindemann" bedruckt. Na ja.

Gedacht ist die Leiste für Niedrigverbraucher wie folgt einzusetzen:

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Die Signalverbindungen sind hauptsächlich analog, die Netzteile ausser um den Fernseher herum linear.

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Es gibt bisher nur die Geräte, die Stromfilter noch nicht. Dieses Stromkonzept stelle ich zur Diposition. Zu beachten ist aber, dass dies kein HighEnd sondern eine (leicht?) gehobene Wohnzimmeranlage wird - also: "cost matters".

Grüße,
Winfried

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Beitragvon h0e » 23.08.2017, 09:52

Hallo Winfried,

ob das mit den Furmännern wirklich eine gute Idee ist, wage ich zu bezweifeln.
Goldohr Fujak hat seine erst gepimpt und dann final aus der Kette genommen.

Ich hoffe wir sehen uns am Samstag, dann können wir über meine Erfahrungen zur Stromversorgung reden.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Eusebius » 23.08.2017, 10:15

So gehen die Erfahrungen auseinander:
Jeder Komponente einen eigenen kleinen Furman zu gönnen und die Verbindung zwischen Furmännern und den jeweiligen Endgeräten mit ferritummantelten Netzkabeln von tmr auszuführen,
ergab in meiner Kette einen beträchtlichen Gewinn.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 23.08.2017, 10:53

wgh52 hat geschrieben:Was da für eine Netzschnur dranhangt kann man nicht sagen, sie ist mit "Lindemann" bedruckt. Na ja.

Hallo Winfried,

der Name Blueline geht vermutlich auf das hellgraue Kabel mit dem blauen Streifen zurück, welches von Eupen als abgeschirmte Leitung mit Ferritpastenummantelung der einzelnen Leiter (geschätzt jeweils 1,5qmm) geliefert wurde (meine Leiste ist damit ausgestattet). Offenbar hat Lindemann die Leiste mit dem Namen versehen und später das Netzkabel individualisiert herstellen lassen, mit der dezenteren schwarzen Ummantelung, aber der Name Blueline war schon geprägt und erinnerte nur noch an die Anfänge. Soweit meine Interpretation oder alternative facts. :mrgreen:

Beim Öffnen der Leiste lässt sich erkennen, ob das Kabel abgeschirmt ist, und der Schirm an diesem Ende offen ist. Und beim Lösen der Schrauben an der Lüsterklemme könnte man die schwarze Ferritpaste auf der Kopferoberfläche erkennen. Die querschnittsstärkere 2,5qmm Version hat sich allerdings mit weniger klanglichen Einwänden durchgesetzt. TMR (Berlin) bietet soweit ich weiß nur noch den größeren Querschnitt an. Dafür müsste man bei der Leiste allerdings die Öffnung aufbohren und die Zugentlastung geht dabei vermutlich verloren.

Nach deiner Skizze hängt an dem Furman parallel das DEQX Netzteil und die Netzleiste zur Versorgung der Signalquellen. Welches Netzkabel hat das DEQX? Ist das ebenfalls mit Analognetzteil versorgt, und das Netzteil mit ferritbedämpftem Netzkabel angeschlossen? Ziel wäre, die digitalen Rückwirkungen über das Netzteil zu dämpfen, die vom Furmann nicht zum Netz durchgelassen werden, also reflektiert würden.

Ich würde (basierend auf Erfahrungen mit CD-Player und Verstärker, ebenso den Empfehlungen von TMR in den 1990er Jahren zu diesem Thema) 4 Kategorien unterscheiden:

- Analoggerät mit Analognetzteil mit dem geringsten Bedarf für HF-Dämpfung

Mit erhöhtem Bedarf für HF-Dämpfung sind
- Digitalgerät mit Analognetzteil

HF-Dämpfung zur Verringerung der ins Netz eingespeisten Störungen
- Analoggerät mit Schaltnetzteil
- Digitalgerät mit Schaltnetzteil

HM Strassner lieferte mal die Erklärung, dass die Kopplungskapazität der Gerätegehäuse in Verbindung mit den Netzkabelinduktivitäten Schwingkreise bildet, die durchj exteren HF angeregt wird und die Signalübertragung beeinflusst. Das dämpfende Ferrit dämpft die Resonanz dieser Schwingkreise. Externe Netzteile könnten diesen Kreis durchbrechen, ebenso die Entkopplung der Quellen vom DEQX über diese Netzleiste (Ist-Zustand) und ein entsprechendes Netzkabel am DEQX (Frage).

Grüße Hans-Martin

P.S. Rainer hat zwischenzeitlich ähnliche Überlegungen gepostet.
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Beitragvon wgh52 » 23.08.2017, 17:34

Danke für alle Eure Anmerkungen!

Erstmal zu Hans-Martins Fragen:

Hans-Martin hat geschrieben:Welches Netzkabel hat das DEQX?

Bisher ein "no name" Kabel.

Hans-Martin hat geschrieben:Ist das ebenfalls mit Analognetzteil versorgt...?

Ja, ein Linearnetzteil (siehe ZeroZone :roll: )

Hans-Martin hat geschrieben:...und das Netzteil mit ferritbedämpftem Netzkabel angeschlossen?

Nein, sowas kannte ich bisher nicht, verstehe aber jetzt das Prinzip.

Ihr seht, in diesem Bereich bin ich Anfänger und das auch noch mit (relativ) kleinem Budget.

Die TMR Kabel mit Ferrit habe ich mir mal angesehen, sie sind alle ab 1m lang, was für mich ein großes Unterbringungsproblem mitbringt, denn die benötigten Netzkabel wären vielleicht 20-40cm lang, weil die Netzleiste bzw. die Furmans in unmittelbarer Nähe der externen Linearnetzteile platziert sind. CDP und MD haben feste Kabel mit Eurosteckern und interne Linearnetzteile, einzig der Streamer käme vielleicht auf 50-60 cm Netzkabel. Da sind dann ca. 100€ je 1m Kabel für mich dann schon ein ziemlicher Overkill und ich weis einfach nicht wohin mit den vielen dicken viel zu langen Kabeln (was für ein Graus im Wohnzimmer :shock: ).

Also es gibt noch Bedarf an Alternativen.

Ein freundlicher, leider ehemaliger Forumsfreund hat vorgeschlagen die Furmans nicht vor der Netzleiste zu platzieren und diese auch nicht für Hochströmer wie die Boxen zu verwenden. Meine Idee dazu wäre drei Furmans hinter der Netzleiste anzuordnen und für jeweils zwei verwandte Geräte zu benutzen. Beispiel: Nr1 DEQX und Streamer / Nr2 PhonoVV und AnalogVV / Nr3 CDP und MDS / Plattenspielerlinearnetzteil direkt an die Netzleiste.

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Wie ist die Expertenmeinung?

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Ralf77 » 23.08.2017, 18:02

Hallo Winfried,

Ich bin ja ganz bestimmt kein Experte....aber mit 3x Furman bist du preislich fast soweit wie mit einem Isotek oder Gordian. Oder du investierst etwas mehr in den im Forum angebotenen MFE...

Grüße,
Ralf
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Beitragvon modmix » 23.08.2017, 18:16

Hallo Winfried,

wgh52 hat geschrieben:Wie ist die Expertenmeinung?

Experten für was? :wink:

Kenne auch "fettere" Box als die Omega, die einen Furman zu schätzen wissen ...
Vermutlich bleibt nur "Versuch macht klug!", solange die Wirkzusammenhänge nicht wirklich verstanden sind (außer allgemeinen Vermutung mit Näherungen 0-ter oder bestenfalls 1. Ordnung kenne ich nichts - für's Hören könnte die n-te Näherung relvant sein (n deutlich größer als 2-3)).

BTW: woher weißt Du, ob nicht ein weiterer Furmann gut wäre? ... und wech ... :cheers:

Ulli
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Beitragvon Eusebius » 23.08.2017, 18:28

Der Vorteil einzelner Furmänner in sternförmiger Anordnung ist die Unterbindung der wechselseitigen Einwirkung von eigenerzeugten Störungen zwischen den Endgeräten nach der eigentlichen Filterung.

Zu den Kabeln: Bei mir sind die Abstände zu den Endgeräten z.T. auch sehr kurz. Da die Wirkung der tmr-Kabel aber von der Länge abhängt, wollte ich dennoch nicht unter einen Meter gehen.
Als Beispiel mag die Versorgung des linken Subwoofers dienen. Netto-Abstand zwischen Furman und Sub kaum 30 cm. Lösung mit 1-m-Kabel siehe Bild. So lässt sich das etwas sperrige Kabel auch leichter verlegen.

Gruß!
Rainer

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Beitragvon wgh52 » 23.08.2017, 23:26

Hallo Ralf,

Ralf77 hat geschrieben:... mit 3x Furman bist du preislich fast soweit wie mit einem Isotek oder Gordian ...

Wahrscheinlich meinen wir verschiedene Geräte: Ein AC-210A E kostet knapp 200 €. Für Anschluss von 6 Geräten an 3 Furmans sind das 600 €. Ich möchte im Wohnzimmer erstmal mit dreien probieren, was sich an welchen Geräten tut und dann entscheiden ob ich mehr investiere. Falls die Boxen auch noch je Einen bekommen sind es 1000 €.

Ein Gordian Lab12 kostet neu 1700 € für 6 Geräte (mit Boxen hab ich aber 8 und eine ist einige Meter vom Filter weg, hätte aber eigentlich eine eigene Steckdose). Der gebrauchte MFE kostet 1500 € für 3x4 Geräte (eine der Boxen stünde aber einige Meter vom Filter weg und hat eine Steckdose in unmittelbarer Nähe). So richtig passen die beiden also weder preislich noch aufstellungsmäßig ins Konzept.

Alle Eure Vorschläge sind schon sehr gut für eine HighEnd Anlage brauchbar! Darum muss ich nochmals hervorheben, dass es sich hier um die Anlage im Wohnzimmer handelt und ich nicht (wieder) einen "Salat" von (zu) langen oder kaum zu bändigenden Kabeln haben möchte. Falls mein Bemühen deshalb (und wegen des beschränkt möglichen Aufwandes) nicht sinnvoll in signifikanten klanglichen Gewinn umsetzbar erscheint, sagt es mir ruhig. :cheers: Oder: Falls eben überhaupt möglich, bin ich für Optimierungsideen innerhalb meines begrenzten Finanzierungsrahmens, unter Berücksichtigung des Wohnumfeldes (Kabelsalat :wink: ), sehr dankbar.

Danke Euch allen!
Grüße,
Winfried

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Beitragvon Fujak » 24.08.2017, 19:44

Hallo Winfried,

derart von Dir ermutigt möchte ich noch mal eine Lanze brechen für den Gordian von Lab12. Rein rechnerisch ist das Verhältnis Euros pro gefilterte Steckdose natürlich weitaus ungünstiger als bei den Furman 210, aber dafür ist das Verhältnis von Euros zu Klanggewinn pro gefilterte Steckdose wesentlich besser. Während die Furmans den Klang beruhigen und die Basswiedergabe kräftiger und konturierter klingen lassen, leidet die Hochton- und Mittendynamik. Demgegenüber führt der Gordian zu einer wesentlichen Zunahme an Dynamik und an Detailauflösung im kompletten Frequenzspektrum, zudem eine gesteigerte Qualität in der Raumabbildung. Zumindest bei meiner Anlage. Für mich eine der besten Investitionen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Eusebius » 24.08.2017, 21:09

Fujak hat geschrieben:
...leidet die Hochton- und Mittendynamik

Das bestreite ich aus eigener Erfahrung vehement.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon wgh52 » 24.08.2017, 21:17

OK Leutchen,

neueste Entwicklung: Ich muss wohl bald für 3 Wochen zur Rehabilitation. Also wird diese Sache mit der Stromoptimierung verzögert werden.

Mir ist von einem Forumsmitglied die Leihstellung eines Lab12 angeboten worden, die ich dann zu gegebener Zeit annehmen werde. Nachteil ist halt das lange Kabel zur rechten Box, weil die Anlage links hinter der linken Box steht. Wahrscheinlich werde ich dann auch AC-210A E dagegen testen und hören wie sie bzw. wie weit sie in meiner Anlage klanglich "auseinander liegen".

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Eusebius » 24.08.2017, 21:19

Alles Gute und eine erfolgreiche Reha!

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Beitragvon Hans-Martin » 24.08.2017, 22:21

wgh52 hat geschrieben:Nachteil ist halt das lange Kabel zur rechten Box, weil die Anlage links hinter der linken Box steht.

Lieber Winfried,

Gesundheit geht vor, deshalb wünsche ich guten Verlauf der Reha.

Und danach bring ich das Thema Symmetrie der Technik und Aufstellung der Komponenten - und ihr Einfluss auf die räumliche Abbildung aufs Tapet. :cheers: Ich würde in meinem Gepäck sicherlich meine Festplatte und meine Squeezebox mitnehmen, sowie einen Kopfhörer. Kannst du ohne Musik??

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Fujak » 25.08.2017, 21:12

Hallo Winfried,

auch von meiner Seite Dir alles Gute für die Reha!

Grüße
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