Jakob (DIY-LS Dipol mit Ripol)

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Jakob (DIY-LS Dipol mit Ripol)

Beitragvon Jake52 » 12.10.2012, 10:18

Hallo Forum (und vor allem Eberhard, der mich hier ins Forum gebracht hat),

da ich mich jetzt endlich auch mal vorstellen will, mir aber momentan die Zeit fehlt, das in einer, wie hier schon gesehen, überaus unterhaltsamen Art und Weise zu tun, werde ich mich zunächst nur auf die Fakten konzentrieren.

Dabei möchte ich auf die langjährige "Vor-Aktiv-Zeit" verzichten. Die "Aktiv-Zeit" begann vor etwa 2 Jahren. Nach 17 Jahren Manger werde ich das Ding einfach nimmer los. :mrgreen: Somit musste der bleiben.

Nachdem ich viel über OB gelesen hatte, hab ich das einfach mal ausprobiert. Ist ja kein Aufwand, ein Brett mit Loch herzustellen.

Ja, und dabei bin ich geblieben. Zwei schöne Ridthaler Ripole mit je 2x 30cm dazu, und schön war's. Bis die Zweifel von verschiedenen Personen genährt wurden, ob denn die Trennfrequenz von ca 180 Hz nicht doch zu hoch für den Ripol und zu tief für den MSW sei.

Also bin ich grade dabei, 3 Wege mit SB Acoustics 15cm in D'Appolito zum Manger, plus die Ripole zu basteln. Die Weichen sind dsp-Module von Hubert Reith.

So, gut für´s Erste. Wie ich die Hilfsbereitschaft und die Anteilnahme der Mitglieder hier kennengelernt habe, kommt (hoffentlich) sicher Einiges auf mich zu. :D

Vielen Dank für Eure Geduld,
und ich freue mich auf den freundschaftlichen und fairen Umgang
hier im Forum.

Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Ohrginal » 16.10.2012, 12:21

Hallo Jakob,

seltsam, dass dich noch niemand hier aus dem Forum begrüßt hat. Bin ja selbst noch ganz neu hier in diesem Forum, doch trotzdem will ich dies nun nachholen. Herzlich willkommen...

Dabei finde ich deine Anlage sehr interessant. Ich besitze selbst einen 40er Ripol Subwoofer und hatte vor kurzem eine Manger MSM c 1 zur Probe. Diese Kombination finde ich sehr gelungen. Vielleicht könntest du deine Anlage noch etwas näher beschreiben, denn was ist denn zum Beispiel eine OB (Offene Schallwand?) ?

Also, dann noch viel Spaß hier...

Beste Grüße

Jürgen
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Beitragvon Jake52 » 16.10.2012, 12:53

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Begrüßung.
Meine Anlage werde ich gerne vorstellen, bin aber noch am Basteln und nicht fertig.
Es ist eine offene Schallwand, und mit dem Manger möchte ich auch nicht mehr anders hören. Die beiden 15er TMT pro Seite möchte ich aber noch geschlossen testen und bau mir dafür gerade Gehäuse.

Wenn ich damit soweit bin, dass ich den Aufbau stehen hab, werd ich auch Bilder einstellen.
Anfang Nov. kommt die abacus Endstufe für einen Test. Dann will ich soweit fertig sein, um zu sehen, in welchem der drei Wege sie am meisten bringt.

Schöne Grüsse
Jakob
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Beitragvon Ohrginal » 16.10.2012, 13:09

Hallo Jacob,

dass du auf den Manger nicht mehr verzichten willst kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist fast wie ein "richtiges" Hören, jedenfalls für mich. Sagenhaft... In einer offenen Schallwand habe ich ihn allerdings noch nicht gehört. Klingt spannend.

Dann noch viel Erfolg bei deiner "Dreiwegesierung" ...

Bin schon gespannt auf die Bilder.

Beste Grüße

Jürgen
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Beitragvon Raal » 16.10.2012, 13:38

Hallo Jakob,

über Bilder würde ich mich auch sehr freuen. Müssen ja auch keine fertigen sein. Ist doch schön wenn wir den Fortschritt anhand Bildern hier verfolgen können. Also her mit den Bildern :cheers:

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Jake52 » 16.10.2012, 14:15

Ok, dann will ich mal nicht so sein. :D

Auch wenn´s nix hermacht. Ist zum testen eben nur ein Brett. Klingt aber so schon
ganz hervorragend. Die 3 Chassis werden modular, egal, ob am Ende ganz offen oder
die beiden 15er in Gehäusen.
Und vor Allem werden die Seiten aus Acrylglas. Also alles, was breiter ist als der Ripol.

Schöne Grüße
Jakob

P.S.: und jetzt brauch ich Hilfe! Ich hab das Bild auf dem Desktop und bring´s nicht in die mail.
Ist sicher was für dich, Andreas. Wenn ich mich nicht irre, hast du auch einen Mac!?
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Beitragvon Raal » 16.10.2012, 14:19

Ich lade meine Bilder immer bei http://abload.de hoch.
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Beitragvon Jake52 » 16.10.2012, 14:26

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Ha! Ich bin begeistert! Danke Andreas
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Beitragvon Jake52 » 19.09.2013, 11:09

Hallo,

ich muss hier mal ein bisschen aktualisieren:

Im Bauhaus hab ich ja schon mal geschrieben, dass sich bei mir was geändert hat.
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, Genaueres anzuführen, da ich derzeit
mit Acourate beschäftigt bin. Viel Messen, weniger verstehen. Kennen sicher ein paar von euch.

Trotzdem möchte ich mal ein Bild einstellen, um zu zeigen, wie der Stand der Dinge ist.

Bild

Genaueres folgt.

Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Jake52 » 04.09.2014, 16:27

Hallo Leute,

es ist Zeit upzudaten, denn ich habe eine Neue ...
Lautsprecherbox natürlich!

Wobei "Box" nicht die richtige Bezeichnung ist. Nach der Fertigstellung meines letzten LS, den ihr oben seht, kam zum einen Langeweile auf (die DIYler kennen das wahrscheinlich), zum anderen war ich, aufgrund des Gehäuses, doch nicht ganz zufrieden.

Die Sache mit dem Manger hatte sich ja vorher schon erledigt, weil ich einfach mal was Neues probieren wollte und mir beim Test die Kombi 2x SB15 plus Vifa Ringradiator im Waveguide besser gefiel. Wenn da nicht das Gehäuse gewesen wäre.

Der Grimm hatte es mir angetan, und das wollte ich machen. Mit ein paar baulichen Änderungen im Gehäuseinneren. Als ich dann aber beim letzten Forumstreffen den Grimm auch mal hören und vor allem die Gehäusevibrationen beim Handauflegen spüren konnte, war dieses Thema erledigt.

Noch zu Manger-Zeiten hatte ich ja mit einer OB experimentiert, was mir eigentlich recht gut gefiel. Da ich damals aber noch einen DSP hatte, war es zu schwierig, ein richtig gutes Ergebnis zu erreichen. Mittlerweile hatte ich Acourate und die Möglichkeiten sind dadurch natürlich vielfältiger und einfacher zu bewerkstelligen. Also hab ich das Prinzip OB nochmals getestet ... und war begeistert.

Durch den Meinungsaustausch mit Rüdiger (RC23) und Simon (Daihedz) und natürlich umfangreicher "Spionage" im web, hab ich also das hier aufgebaut:

Bild

Meine Ripole sind geblieben, darüber gibt's eine offene Schallwand mit zwei echten Dipolen (Neo3 und 10) und einem Excel W22EX001.

Die Schallwand besteht aus 19mm Multiplex, 4mm Bitumex und 2mm Alu. Um das Übertragen von Vibrationen vom TMT auf die beiden Neos zu minimieren oder bestenfalls sogar zu unterbinden, habe ich den 22er am Magneten aufgehängt und die Neos von hinten gegen die Aluschallwand gedrückt. Natürlich mit genügend Filz zwischen Alu, Neo und Andruckstäben.

Bild

Bild

Die 4-Wege-Weiche ist eine NT2 mit Trennfrequenzen von (vorläufig) 120Hz - 800Hz und 2500Hz. Mit 400Hz anstatt 800Hz möchte ich noch testen. Durch Acourate und den Convolver von Uli ist das ja kein Problem.

Somit kann von der Moderation bitte auch der Thread-Titel geändert werden.


Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Frederik » 04.09.2014, 22:24

Hi Jakob,

Jake52 hat geschrieben:Meine Ripole sind geblieben, darüber gibt's eine offene Schallwand mit zwei echten Dipolen (Neo3 und 10) und einem Excel W22EX001.

Die BG Neo habe ich mir schon hin und wieder mal angeschaut, wie klingen die ? (Am besten natürlich gar nicht. :lol: )

Ist weit hergeholt, aber vielleicht hast Du vom Forentreffen noch den ein oder anderen geregelten LS im Ohr und kannst irgendwie sagen wie die Magnetostaten da einzuordnen sind. :D

Über Lautsprecher zu reden die man nicht gehört hat ist nicht möglich, aber von den Bildern her würde ich mal sagen sieht dein Aufbau recht amtlich aus. :wink:

Grüße,
Frederik
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Beitragvon Jake52 » 05.09.2014, 09:55

Hallo Frederik,

einen Vergleich zu LS, die ich vor 10 Monaten gehört habe, möchte ich mir nicht zutrauen, zumal man ja einzelne Chassis schwer aus dem Gesamtbild lösen kann.

Ob man bei den Frequenzbereichen, in denen die Neos spielen, eine Regelung braucht, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich, für meine Person, bin jedenfalls sehr zufrieden. Allerdings hab ich sie bisher nur in einem Testaufbau gehört. An den fertigen LS muss ich die Verkabelung noch machen. Erst dann kann ich Genaueres sagen.

Ich hab gestern aber mal die einzelnen Chassis gemessen, um zu sehen, wie sich die Schallwand auswirkt. Vom Neo10 häng ich mal den Frequenzgang an, gemessen in 50cm Entfernung unter 15 Grad, 1/24 oct. mit Weiche. Ausserhalb des Ausschnittes fällt die Kurve dann zur Übernahmefrequenz hin ab.

Bild

Ich denke, bei ca. 1db über den ganzen Bereich kann man nicht meckern. :D


Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Frederik » 06.09.2014, 11:14

Hi Jakob,

Jake52 hat geschrieben:Ob man bei den Frequenzbereichen, in denen die Neos spielen, eine Regelung braucht, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich denke das kommt auf das Chassis drauf an, insgeheim hoffe ich das man mit den Magnetostaten auf geregelte Chassis verzichten kann. Mal schauen ob ich sie für ein DIY Projekt einsetze ...

Jake52 hat geschrieben:Allerdings hab ich sie bisher nur in einem Testaufbau gehört. An den fertigen LS muss ich
die Verkabelung noch machen. Erst dann kann ich Genaueres sagen.

Ja dann mal hurtig, hurtig! :cheers:

Grüße,
Frederik
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Beitragvon Jake52 » 06.09.2014, 13:23

Hi,

ich habe gerade einen Test gemacht, der zumindest mich nachdenklich stimmt.

Mit der auf den vorgesehenen Platz (135cm vor der Wand, 66cm Abstand zur seitl. Wand, leicht eingedreht)
abgestimmten Weiche für den W22 120Hz bis 800Hz, hab ich noch eine Messung mittig im Zimmer gemacht.

Die Abweichung ist beträchtlich, was deutlich aufzeigt, was mit einem fertig abgestimmten und nicht
mehr veränderbaren LS passieren kann.

Ob das nun ein typisches Verhalten eines Dipol zeigt oder allgemein gültig ist, weiß Simon wahrscheinlich
besser.

Die Messung zeigt die schwarze Kurve für die "wandnahe" Aufstellung, die blaue die quasi Freifeld.

Bild

Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Daihedz » 06.09.2014, 14:25

Hallo Jakob

Jake52 hat geschrieben: ... Ob das nun ein typisches Verhalten eines Dipol zeigt oder allgemein gültig ist ...

Ein gemessener Frequenzgang wird sich von Messung von Messung verändern,

1. wenn der Messabstand verändert wird
1.1. In den Höhen durch unterschiedliche Laufzeiten der Diffraktionseffekte an den Schallwandkanten bis zum Mic
1.2. Im Tief-Mitteltonbereich durch unterschiedliche Laufzeiten der Bodenreflexion

2. Wenn der Messwinkel verändert wird
2.1. Infolge der Abstrahlcharakteristik /-Geometrie der Wandler
2.2. Infolge desselben Mechanismus wie in Pt. 1.1. erwähnt

3. Wenn der Lautsprecher im Raum verstellt wird
3.1. Durch ein unterschiedliches Muster der Wandreflexionen
3.2. Durch eine unterschiedliche, durch die Wandnähe bedingte Strahlungsimpedanz (s.u.)
3.3. Durch unterschiedliche Anregungen von Raummoden

4. ...

Bei Dipolen ist Effekt 3.2. besonders stark ausgeprägt, wesentlich ausgeprägter als bei Monopolen. In meinem Beitrag vom 3.3.2014 habe ich dazu schon mal was geschrieben (viewtopic.php?f=6&t=2348):

http://imagizer.imageshack.us/v2/xq90/547/c7mq.jpg

Das, was Deine beiden Kurven zeigen, scheint mir ein Gemisch zu sein aus Artefakten 1 ... 4. Da sind auch die Raumspezialisten gefragt.

Ich halte nicht besonders viel von einer Einzelmessung, welche einen Idealglatten Frequenzgang zeigt. Ich korrigiere zunächst meine Einzelchassis "raumblind" und mit Durchschnittswerten, welche ich aus unterschiedlichen Messungen gewinne: Ich messe jeweils aus ca. jener Distanz, welche dem vorgesehenen Hörabstand entspricht. Dann schneide ich in der Impulsantwort sowohl die erste Raumresonanz weg, als auch alles, was danach kommt. Das simuliert für höhere Frequenzen in etwa einen schalltoten Raum und ergibt einen schön glatten Frequenzgang, der meistens ca. ab 300Hz brauchbar ist (unter 300Hz ist bei einem Dipol sowieso in den meisten Fällen eine Gerade mit -6dB/Okt opportun - da braucht es gar keine Messung). Ich messe jedes einzelne Chassis aus 0°, 10°, 20°. Sowohl horizontal, als auch vertikal. Dann werden die 5 Messungen gemittelt. Und dieser gemittelte Frequenzgang wird als Ausgangsbasis für die Weichenkorrektur verwendet. Das geht dann über mehrere Zyklen iterativ so weiter, bis dass ein möglichst eng tolerierter Kompromiss gefunden ist.

Nach diesem Prozedere ist bereits die Filterherstellung für die Einzelchassis sehr approximativ und in der Sorge um einen Durschnittswert, welcher in etwa gleich falsche Ergebnisse über +-20° horizontal und vertikal ergibt. Ich bin meistens zufrieden, wenn ein Gesamtsystem darüber hinaus eine korrekte Sprungantwort zeigt (LinPhase) und die Impulsantwort in der ersten Millisekunde einigermassen homogen verläuft.

Die Über-Alles-Korrektur erfolgt ebenso als Kompromiss über verschiedene Messungen. Denn mit einer Über-Alles-Korrektur, welche onAxis eine perfekte Messung ergibt, muss nur allzu oft eine Verschlimmbesserung der Off-Axis hingenommen werden.

Aber wie gesagt, ich gehe davon aus, dass Deine beiden Kurven auch von unterschiedlichen Rauminterferenzen geprägt sind.

+-2dB-tolerierende Grüsse
Simon
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Daihedz
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