Andi (AGM 5.4, Abacus C-Box 4, C-Box 2)

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Andi (AGM 5.4, Abacus C-Box 4, C-Box 2)

Beitragvon Salvador » 04.12.2012, 22:13

Hallo werte Aktives Hören-Community,

seit nunmehr einem guten Jahr lese ich fleißig und interessiert mit bei euch mit und habe hier schon vieles erfahren und kennengelernt, was mir bislang gänzlich unbekannt war. Ich bin sehr beeindruckt von dem versammelten Knowhow hier und was mir hier gefällt ist außerdem der meistens sehr gepflegte und respektvolle Umgangston untereinander.

Mit großem Interesse habe ich dabei die G-Mods verfolgt, und über diese bin ich überhaupt erst auf das Forum gestoßen, da ich bereits vorher schon Besitzer eines Linn DS Netzwerkspielers war. Aber auch andere Threads habe ich gerne verfolgt, die AGMs, eure Jahrestreffen, eure Hörerfahrungen, Abacus Lautsprecher, Acourate NAS, virtuelle Doublebass Arrays, die La Rositas ...

Bis vor kurzem war ich allerdings meistens auf dem Forum der Zeitschriften Audio und Stereoplay unterwegs und habe dort immer wieder versucht, dort auf einige Errungenschaften eures Forums hinzuweisen, so etwa die G-Linns:

http://www.wmp-forum.de/netzwerk-player ... -ds-26568/

und den G-ADS DAC:

http://www.wmp-forum.de/netzwerk-player ... dac-27474/

Ich bin außerdem neugierig geworden und mittlerweile selbst ein zufriedener Besitzer eines G-ADS/0 in silber. Im nächsten April steht dann das Upgrade auf den G-ADS DAC an. Übrigens, wer Interesse daran hätte sozusagen als günstigen Zwischenschritt mit weiterer Aufrüstoption auf den DAC meinen G-ADS/0 zu erstehen, der kann sich gerne bei mir melden. Dann würde ich auf den ADS/1 upgraden. Da ich noch keinen Zugriff auf andere Unterthreads wie einen Marktplatz habe, daher hier nur dieser kurze Hinweis.

Über meinen Kontakt zu Gert kam ich auch in Kontakt mit AGM und hatte das große Glück, Michael Rogocz in meinen vier Wänden zu einer Hörverköstigung der AGM 3.3S begrüßen zu dürfen. Vielen Dank nochmal dafür, Michael! Hier meine Höreindrücke in den eigenen vier Wänden im Vergleich zu den Manger MSMc1, die ich zum damaligen Zeitpunkt leihweise da hatte, und auch zu meinen derzeitigen B&W 804 Diamond:

http://www.wmp-forum.de/lautsprecher-38 ... use-26764/

Und damit wären wir beim Ist-Zustand. Aber wie verlief eigentlich meine Hifi-Karriere bislang?
Also angefangen hat alles in einem Alter von ca. 15 (ich bin jetzt 37), also gegen 1990, als meine Lieblingslektüre bereits damals die Audio, die Stereoplay und die Hifivision waren, mit einer kleinen für einen Schüler noch bezahlbaren Hifi-Anlage, bestehend aus dem kleinsten Denon-Verstärker PMA400, einem Kenwoodtuner KT2010 und Tapedeck KX3010 sowie einem Philips-CD-Player.

Doch ich stockte schnell auf den größeren Denon PMA 700 auf und habe dann tatsächlich im Alter von 15 meine kompletten Sommerferien gearbeitet, um mir ein Pärchen IQ TED4 in Esche weiß kaufen zu können, für damals 2000 Mark. Verrückt eigentlich, aber auch nicht verrückter als jetzt . Diese Anlage hat mich dann bis in mein Studium begleitet, es folgten Minidisc, CD-Brenner, ein Pärchen Linn Helix als Second-Handspontankauf beim Hifihändler um die Ecke und so vergingen die Jahre und ich beschäftigte mich dann eher mit Heimkino, bevor, ja bevor ich vor 6 Jahren für zwei Jahre in die USA gegangen bin, mit nur zwei Koffern voller Habseligkeiten, und da hat die Stereoanlage leider nicht rein gepasst.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten habe ich dann auf einer erschreckend schlechten Kompaktstereoanlage aus dem Best Buy-Markt und per iPod Musik gehört. Als ich dann wieder zurückkehrte, hat mich wahrscheinlich wegen dieser Durststrecke meine schon Jahrzehnte währende Leidenschaft wieder intensiver gepackt und ich begann unter immer größer werdendem finanziellem Einsatz eine Stufe der Klangleiter der anderen nach oben zu steigen, was viel Spaß gemacht hat! Das Aufsteigen jedenfalls :D

Es ging dann vor ca. 3 Jahren zunächst mit einem Marantz-CD-Player und einem Onkyoreceiver der gehobenen Klasse weiter, der einen Klipsch RT12D als Subwoofer und ein Pärchen Sonus Faber Liuto Monitor betrieb. Der Marantz wich schnell einer Squeezebox und ich stieg auf das Streamen um. Als nächstes folgte eine Linn Majik Endstufe an den Preouts des Receivers, die dann von einem Accuphase E-308 abgelöst wurden. Die Sonus Faber als Front-LS wurden dann durch meine B&W 804 Diamond ersetzt, die ich immer noch habe. Die Squeezebox wurde durch einen Linn Majik DS ersetzt. Dem Accuphase-Vollverstärker folgten ein Lyngdorf DPA1 als Vorverstärker und eine Linn Klimax Chakra Twin 500-Endstufe. Der Linn Majik DS wurde durch einen Linn Akurate DS/0 ersetzt und dieser mittlerweile durch Gert zu einem G-ADS/0 umgebaut.

Nach Umzug in einen akustisch günstigeren Hörraum und umfangreiche Akustikmassnahmen wie Bassabsorbern in den Ecken, Basotectplatten an den Seitenwänden, Teppich vor den Boxen, dicke Vorhänge vor den Fenstern, Diffusorregale an den Seiten und hinter dem Hörplatz und Abrücken des Hörplatzes von der Rückwand ist mittlerweile der Lyngdorf DPA1 rausgeflogen und wir sind bei meiner derzeitigen Anlage angekommen. G-ADS/0 direkt an der Linn Klimax-Endstufe, die die B&W betreibt. Also Passivhörer! Noch. Zusätzlich am G-ADS/0 der Klipsch RT12D Aktivsubwoofer, aktiv mit digitaler Raumeinmessung.

Und da wären wir beim Stichwort: aktiv und wie soll es weitergehen? Nun, so richtig auf die Idee mit aktiven Lautsprechern bin ich über Euer Forum gekommen, und da in meinem Multimediaraum Heimkino und hochwertige Musikreproduktion ein friedliches Miteinander leben dürfen, habe ich mich zunächst mal auf die Heimkinoseite gestürzt. Anfangs hatte ich ja noch einen Onkyoreceiver, der ein passives Set aus den Sonus Faber Liuto Monitor als Rears und dem entsprechenden Center Liuto Smart angetrieben hat. Ein wirklich hochwertiges und gutes Set, aber der Wunsch nach aktiv war geboren und wurde konsequent umgesetzt.

Ich habe den Surroundreceiver durch eine Surroundvorstufe AV7005 von Marantz mit symmetrischen Ausgängen ersetzt. An dieser hängt nun als Center eine K+H O300 und mit dieser Wahl bin ich ganz außerordentlich zufrieden. Als Rears verwende ich ein Pärchen Nubert NuPro A20 und habe nun also zusammen mit meinem Subwoofer bereits vier aktive Lautsprecher in meinem Hörraum, bin also bereits „teilaktiv“ geworden. :cheers: Mit dem neuen Sonyfernseher und einem neuen Universal-Blurayplayer ist das Thema Heimkino damit abgeschlossen. Als Fronts dient meine Stereoanlage, da ich mir von Gert für den G-ADS/0 eine Eingangsplatine zum Durchschleifen der Surroundfrontkanäle habe machen lassen.

Wo soll die Reise mich nun hinführen? Nun, meinen G-ADS/0 werde ich von Gert „DAC“en lassen und freue mich schon sehr darauf. Danach steht in einem knappen Jahr ein Pärchen Lautsprecher von AGM auf meiner eigenen Wunschliste und bis dahin muss ich mein „passives Geraffel“ verkaufen und fleißig sparen, sparen, sparen. Eine AGM 5.4 soll es werden. Also noch mehr sparen. Diese möchte ich gerne unter der Verwendung von Gerts DBA-Platine in einem virtuellen DBA mit den Frontlautsprechern selbst betreiben. Das nehme ich mir aber dann erst für sagen wir in eineinhalb Jahren vor. Wenn all das dann irgendwann steht, möchte ich dann noch über Acourate den letzten Schliff anlegen.

Ich freue mich schon auf einen fruchtbaren und freundlichen Austausch hier im Forum und auf die ersten Kontakte und Themen. Ein gespanntes „Hallo“ an alle hier! :cheers:
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Salvador
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Beitragvon martino » 04.12.2012, 23:04

Hallo Salvador (das ist doch Dein Vorname?),

herzlich willkommen im Forum. Dann bist Du also schon bestens belesen und zielst gleich auf die ganz gehobene Ausstattung! Gut so, am besten sofort alles richtig machen... Ein G-Akurate-DAC an AGM 5.4 ist eine ganz hervorragende Wahl. Diese Kombi hat zuletzt auf dem Forentreffen so traumhaft gut Musik gemacht... Ich bin sicher Du hast schon in Haralds (nihil.sine.causa) Thread gestöbert - der macht genau das was Du planst.

Viel Freude bei den Aktiven wünscht

Martin
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Beitragvon Salvador » 04.12.2012, 23:47

Hallo Martin,

vielen Dank und nein, Andi heisse ich, aber ich wollte meinen alten Forumsnamen aus dem Magnusforum zumindest zum Teil übernehmen.

Ja, diesen Thread habe ich mit viel Interesse gelesen. Ein echtes DBA mit rückwaertigen LS will ich aber nicht realisieren, auch weil konsequent betrieben für mich zu teuer, sondern nur das virtuelle DBA mit dem Behringer als Delay und dann zurück in die AGMs, dazu dann später noch ein virtuelles DBA per Acourate.

Beste Grüße

Andi
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Beitragvon Thomas K. » 05.12.2012, 13:12

Hallo Salvador(Andi)

das ist doch ein mal Sparprogramm, dem man von Herzen zustimmen kann. :D

Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ich habe gerade noch mal Deinen Bericht aus dem magnusforum überflogen. Mittlerweile habe ich ebenfalls eine AGM gehört, und kann Dich zu Deinem Entschluss nur beglückwünschen.

Viele Grüße
Thomas K.
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Beitragvon Salvador » 05.12.2012, 19:18

Grüß Dich Thomas,

danke für Dein Willkommen und schön, dass Du mittlerweile auch eine gehört hast!
Welche war es denn, die 5.4 beim Forumstreffen? Wie siehst Du sie denn im Vergleich zu den Abacus APC24-23C und den Mangern? Insbesondere den Hochton, Detailreichtum, das Baendchen? Stimmst Du mit meiner klanglichen Beschreibung überein?

Beste Grüße,

Andi
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Beitragvon Thomas K. » 05.12.2012, 22:06

Hallo Andi,

stimmt, es war die 5.4 beim Forumstreffen. Das macht aber eine vergleichende Aussage schwierig.
Da es beim Forentreffen eher um die unterschiedlichen Streamer ging.

Da fängt dann das Problem an. Auf dem Niveau des G-ADS1/DAC spielt mein Digitalequipment sicher nicht. Spielt nun der Kalottenhochtöner der APC schlechter als das Bändchen der AGM, weil es bei mir zu Hause nicht ganz so aufgelöst klingt als bei Gerts Vorführung? Oder liegt es doch in der Hauptsache am überragenden Digitalequipment? Ich fand z.B. die Wiedergabe mit dem gertifizierten Sneaky relativ enttäuschend, da finde ich, daß es bei mir zu Hause besser klingt.

Bei der großen Trommel dagegen kann ich in meinem Hörkeller nicht mit dem aufwarten, was die AGM auch mit der schlechtesten Digitalquelle geliefert hat. Allerdings habe ich die Wiedergabe der APC aus akustischen Gründen ab ca. 33 Hz nach unten begrenzt, also auch hier strenggenommen keine Vergleichsmöglichkeit.

Bleiben noch die Mitten, da finde ich, daß die APC mithalten kann. Beim Manger Wandler fasziniert mich immer die Homogenität des Breitbänders, die man sich allerdings auch mit den oft zitierten Nachteilen erkauft, die mich persönlich aber nicht stören. In punkto Homogenität der Wiedergabe ab dem Grundtonbereich, ist der Manger Wandler immer noch mein Favorit.

Müsste ich aber wählen zwischen den beiden real existierenden Modellen AGM 5.4 und Manger MSM S1,
würde ich mich aktuell für die AGM entscheiden. Allerdings bin ich mit meinen APC sehr zufrieden, und sehe keinen Anlaß mich von ihnen zu trennen.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Salvador » 05.12.2012, 22:41

Hallo Thomas,

klasse, vielen Dank für Deine Eindrücke!
Ist schon klar, verschiedene Räume und Quellen, das ist schwierig.

Aber immerhin waren die AGMs gut genug, um die Unterschiede bei den DS deutlich zu machen. Daraus schliesse ich, dass die letzte Ausbaustufe der DS in der Tat hervorragend sein muss und ausserdem, dass auch die LS eine gehobene Qualitaet mitbringen muessen, da sie das aufzeigen können und das Resultat der bestmöglichen Kombi anscheinend extrem gut angekommen ist.

Ist in diesem Fall, wo ja einfach kein Vergleich möglich ist, vielleicht tatsächlich besser, statt einen Vergleich mehr eine Charakerisierung der jew. LS vorzunehmen. Das hast Du gut gelöst, danke.

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Thomas K. » 06.12.2012, 09:05

Hallo Andi,

ich halte die APC nach wie vor für einen von vielen unterschätzten Lautsprecher. Sicher spielt es hier im Forum auch eine Rolle, daß er kein "richtiger" Aktivlautsprecher ist.

Ich würde es tatsächlich mal begrüßen, einen Vergleich im selben Raum, mit dem selben digitalen und analogen Equipment davor, gegen gegen z.B. eine AGM 3.3, oder eine Manger MSM C1 zu hören, um mal im Kompaktboxenformat zu bleiben.

Insofern war meine Antwort kein sich aus der Schlinge ziehen, sondern eine ehrliche Analyse, die im übrigen erst gestern Abend, nach Deiner Frage erstellt wurde.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Salvador » 06.12.2012, 10:57

Hallo Thomas,

ach, ich fand gar nicht, dass Du den Kopf aus der Schlinge gezogen hast, Du hast einfach richtigerweise darauf hingewiesen, dass unter den gegebenen Umständen bislang noch kein Vergleich mit gleicher Quelle und im gleichen Raum möglich war.

Solltest Du den von Dir beschriebenen Vergleich mal durchführen, wäre ich sehr gespannt, was Du berichtest. Trotzdem wie gesagt schonmal danke für Deine Einschätzungen!

Beste Grüße,

Andi
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Beitragvon Rudolf » 06.12.2012, 18:51

Hallo Andi,

willkommen bei den aktiven Hörern! Wie ich über deine Links nachlesen konnte, beobachtest du ja schon seit geraumer Zeit unser Treiben.

Was deine Frage nach dem AGM 5.4 betrifft, darf ich dir sagen, dass dich eine AGM 3.3s in groß erwartet. Die Klangcharakteristika sind dieselben, "nur" kann man mit dem 5.4 höhere Pegel erzielen und damit größere Räume beschallen.

Viel Spaß im Forum
Rudolf

PS: Wie ich sehe hat das Audio-Forum endlich wieder eine eigene Heimat - die Unterbringung im mittlerweile beerdigten online-Portal magnus.de war eine Katastrophe gewesen und hat dem Audio-Forum aus meiner Sicht enorm geschadet. Die Zeitschrift stereoplay hat sogar überhaupt kein Forum mehr!? :?
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Beitragvon Salvador » 07.12.2012, 16:07

Hallo Rudolf,

Danke für die Begrüßung!

Das Stereoplayforum gibt's es noch, aber man erreicht es nur als Unterforum im Audioforum.
Ich verabschiede mich dort jetzt, noch längere Ladezeiten und noch mehr Werbung, kaum Austausch.
Stattdessen Suche ich eine neue Heimat in Eurem schönen Forum!

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Rudolf » 07.12.2012, 20:39

Hallo zusammen,

in Bezug auf meine Aussage

Rudolf hat geschrieben:Was deine Frage nach dem AGM 5.4 betrifft, darf ich dir sagen, dass dich eine AGM 3.3s in groß erwartet. Die Klangcharakteristika sind dieselben, "nur" kann man mit dem 5.4 höhere Pegel erzielen und damit größere Räume beschallen.

hatte mich Andi per PN um Aufklärung gebeten:

Salvador hat geschrieben:Da wollte ich nochmal nachhaken, Du meintest, die 5.4 sei lediglich eine 3.3S, die lauter geht.

worauf ich ihm antwortete

Rudolf hat geschrieben:Hallo Andi,

ich habe mich wahrscheinlich missverständlich ausgedrückt. Für mich haben die 3.3S und die 5.4 einen "Familienklang".

Bei manchen Instrumentierungen (Orchester) sind höhere Lautstärken für ein authentisches Musikerlebnis von Vorteil. Hierzu ist die AGM 5.4 auch in größeren Räumen in der Lage.

Bestimmt ergeben sich durch die d'Appolito Anordnung der 5.4 weitere Vorteile gegenüber der 3.3S. Diesbezügliche Unterschiede herauszuhören war jedoch nicht mein Ziel und in Ermangelung einer 3.3S auch nicht möglich.

Ich wollte euch unseren Dialog nicht vorenthalten, weil vielleicht ja noch andere an meinem "nur" hängengeblieben sind.

Viele Grüße
Rudolf

PS: Die Zitate sind selbstverständlich mit Andi abgestimmt.
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Beitragvon Fortepianus » 08.12.2012, 12:25

Hallo Andi,

willkommen hier! Wir hatten ja schon regen Austausch per Email, auch wegen Deines G-ADS etc.

Viel Spaß hier bei uns und viele Grüße
Gert
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Beitragvon Salvador » 09.12.2012, 09:44

Hallo Gert,

vielen Dank fürs Willkommen und auch beste Grüße,

Andi
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Beitragvon Salvador » 17.03.2013, 16:14

So, liebe Mitforenten, es sind nun ja wieder einige Monate ins Land gegangen, in denen ich bei unserem schönem Hobby auch nicht untätig geblieben bin. Wie ich in meinem Vorstellungspost ja schon beschrieben habe, bin ich seit der Zeit, als ich die in dem Vorstellungspost verlinkten Hörtests durchgeführt habe, gegen Ende des letzten Jahres in meinen neuen Hörraum umgezogen.

Ich verfolge dabei den Ansatz:

1) den bestmöglichen Raum auswählen
2) in diesem die bereits vorhandenen Lautsprecher optimal aufzustellen und den Hörplatz optimal auszuwählen
3) den Raum dann akustisch so gut wie möglich herzurichten
4) dann die Quelle und sonstige Elektronik zu perfektionieren
5) und dabei jedes erdenklich bekannte und sinnvolle Zubehör zu implementieren
6) Für das so optimierte Setup dann die übriggebliebenen raumbedingten Problemchen durch Acourate zu eliminieren, dabei noch Sprungantwort und IACC zu verbessern sowie den Phasenverlauf zu linearisieren.

Welche Konsequenzen die Punkte 1) bis 4) für mein Hobby haben sollten, nachdem ich 5) durchgeführt hatte, möchte ich Euch hier berichten. Doch langsam, heute geht's erstmal um 1) bis 4). :D

Ad 1) und 2)

Der gewählte Hörraum ist vorne 4,75 m breit und 5,60 m tief, die Decken sind 3,40m hoch. Der Raum ist ein perfekt symmetrischer Quader, das einzig unsymmetrische ist die einzige Tür zum Raum hinten rechts. An der Rückwand befinden sich zwei große Fenster mit einem ca. 1 m breiten Mauerstück als Mittelsteg dazwischen.

Dieser neue 26 qm große Hörraum erschien mir im Vergleich zum vorherigen, ca. 35 qm großen Hörraum, in Anbetracht der Deckenhöhen insofern deutlich geeigneter, als er unbehandelt etwas weniger hallig ist als der größere und weil er akustisch quasi perfekt symmetrisch ist. Nachteilig sind bezüglich angeregter Raummoden sicherlich die sich einem Würfel annähernde Grundform, parallele Wände, sowie die recht geringe Länge.

Wobei einem 5,60 Raumlänge immerhin die Möglichkeit bieten, die LS einen guten Meter von der Vorderwand abzurücken, um räumliche Wiedergabe zu verbessern und eine Überhöhung im Bass zu vermeiden, und auch das Hörsofa ca. 1,5 m von der Rückwand abzurücken, um rückwärtige Reflektionen besser ausschalten zu können.

Die Lautsprecher stehen mit 1,05 Meter Abstand zur Seitenwand gemessen vom Hochtöner und 1,28 Meter von der Rückwand, ebenfalls gemessen vom Hochtöner. Damit ist das Verhältnis von Seiten- zu Rückwandabstand ziemlich genau 1 zu 1,2, was sich angeblich und auch in Praxis bei mir als besonders günstig erweist. Der Abstand zwischen den Hochtönern ist damit 2,65 Meter. Das Hörsofa steht 1,40 Meter von der Rückwand entfernt, die Hörposition 1,70 Meter. Der Hörabstand zu den Hochtönern beträgt 3,05 Meter und entspricht damit 1,15fach dem Abstand zwischen den Hochtönern. Dieses leicht zugespitzte Stereodreieck verschmälert zwar die Bühne, verbessert aber die Ortbarkeit, was bei meinen B&Ws ein erwünschter Effekt ist, da Bühnenbreite genug, Ortbarkeit aber zu gering ausgeprägt sind. Ein näheres Heranrücken an die LS lässt einen in einer Raummode sitzen und verschlechtert den Gesamteindruck. Überhaupt sind sämtliche Abstände das Resultat stundenlangen Lesens, Rückens und Hörens und repräsentieren in dem Raum wohl das bestmöglich Machbare.

Ad 3)

Soviel zum Hörraum und der Aufstellung. Aber wie habe ich ihn akustisch behandelt? Wie man sich vorstellen kann, ist der Raum leer ziemlich hallig und wummernd im Bass, also musste generelle Bedämpfung her und dann auch noch besonders im Bass. Ich habe daher folgende Maßnahmen ergriffen. Direkt hinter den Lautsprechern stehen jeweils drei große Basotektbassabsorberkeile bin in drei Meter Höhe übereinandergetürmt. Das gepolsterte Hörplatzsofe ist aus Stoff und dämpft schön. An den Seitenwänden sind Basotektplatten in 7 cm Dicke und 1 m Breite bis in einer Höhe von von 1,5 Meter an der Stelle der seitlichen Hauptreflektion angebracht und verhindern wirksam Seitenreflektionen im Mittelhochtonbereich. Vor den Lautsprechern bis unter das Hörsofa ist ein großer, dicker Shaggyteppich angebracht, um Bodenreflektionen zu verringern. Die Fenster hinten sind mit dicken Samtvorhängen versehen worden und dämpfen rückwärte Reflektionen ab. Um die Vorhänge durchdringende Bassisgnale kümmern sich dann die Glasscheiben der Fenster, die dankenswerterweise nicht scheppern. Direkt seitlich vom Hörplatz auf beiden Seiten sowie auch an der Wand hinter dem Hörplatz habe ich Ikea Expedit-Regale aufgestellt, die, mit Büchern und Zeitschriften unregelmäßig befüllt, als seitliche und rückwärtige Diffusoren dienen.

Das Endergebnis kann sich hören lassen. Mehrere, vom Hobby unbefleckte Besucher attestiertem dem Hörraum eine "irgendwie andere, gute Akustik, mit guten Stimmen". Ich würde sagen, trocken und nicht mehr hallig oder brummelnd, aber noch angenehm und nicht ZU trocken, so hört sich das an.

Dann habe ich den Raum noch mit Elementen von Vicoustic fertig optimiert. Und hier erstaunliche Erfahrungen gemacht, welch großen Einfluss die richtigen Elemente in der richtigen Anordnung und Anzahl an der richtigen Stelle haben können - und auch umgekehrt. Wie ich bereits beschrieben habe, dürfen bei mir Im Multimediazimmer ja beide Hobbys, Musikhören in Stereo und hochwertige Filmwiedergabe ein trauliches Beisammensein führen. Daher habe ich auch einen sehr großen 55-Zollfernseher, der auf einem Rack zwar nahe der Vorderwand, so aber doch eben mit seiner auch akustisch reflektierenden Glasfläche genau zwischen den Lautsprechern steht. Dazu habe ich eine für mich ganz hervorragende Lösung gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich habe eine bespannte Leinwand aus dem Künstlerbedarf erstanden, in ihren Abmessungen genau so groß, dass 2x2 Vocusticelemente Wave Wood mit dem speziellen Kleber darauf aufgebracht werden konnten. Mein Sonyfernseher steht als plane Glasfläche in einem Monolithfuss, leicht nach hinten geschrägt. Und wenn ich Musik höre, stelle ich meine Leinwand mit den vier Vicousticelementen einfach davor. Ich kann sie anlehnen, sieht gut aus, ist handlich in 5 Sekunden auf- und abbaubar, und absorbiert und diffundiert nicht nur, sondern reflektiert auch leicht nach oben weg.

Alles in allem ist diese kleine, gerade mal 1,44 qm große Akustikelement für mich nicht mehr wegzudenken, weil es eine schlicht überragende Verbesserung der Ortbarkeit, Klarheit und Tiefenstaffelung bewirkt hat. Ich kann das ganz unbedingt nur empfehlen für Leute, die einen Grossbildfernseher zwischen den Lautsprechern stehen haben. Man würde nicht glauben, was da noch zu holen ist. Letztlich rundet dann ein einzelnes Vicoustic Square Tile direkt hinter dem Hörplatz auf Ohrhöhe als Absorber angebracht, die akustische Raumbehandlung ab. Wie das Ganze dann zumindest nach vorne hin in etwa ausschaut, könnt ihr Euch auf den folgenden Bildern anschauen.

Die Beleuchtung kommt von zwei Philips Living Colors Leuchtkugeln, die vom Hörplatz aus unsichtbar jeweils hinter den Lautsprechern angebracht sind. Diese erzeugen eine angenehme diffuse, synchronisierbare und in Helligkeit, Farbton und Farbwechsel einstellbare Beleuchtung, die beim Musikhören entspannt und für eine behagliche Hintergrundbeleuchtung beim Heimkino sorgt.

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Ad 4)

Was das betrifft, so steht mein Upgrade auf den G-Akkurate DAC noch aus. Aber bereits Anfang April wird es soweit sein, hat mir Gert versichert. Die Vorfreude steigt....

Soweit für heute, bald geht's weiter...
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Salvador
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