Ludger (hoer-wege Manger)

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Beitragvon llucki » 16.02.2017, 18:23

Melomane hat geschrieben: llucki hat geschrieben:
Meinem Kater gefällt die neue Kind Of Blue MFSL 45er auch gut

mir auch! Muss ich mich jetzt auch auf die Box setzen? ;)

Nee, auf die Schaumstoffeinlage legen und ein Nickerchen halten!
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Beitragvon Melomane » 16.02.2017, 18:31

Ach herrje, wusste nicht, dass Miles Davis auf Katzen dermaßen einschläfernd wirkt. ;)

Ich werde mich gelegentlich auf die Suche nach einem US-Original machen.

Gruß

Jochen
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Beitragvon llucki » 16.02.2017, 18:35

Nicht einschläfernd, entspannend ist das!
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Beitragvon beltane » 16.02.2017, 21:50

spätestens wenn alle schnurren - aber bei Miles Davis? Beruhigend geht anders - finde ich.... Vielleicht haben Katzen aber auch einfach einen anderen Geschmack..... 8)
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Beitragvon llucki » 16.02.2017, 22:53

Die Kind Of Blue finde ich eigentlich sehr angenehm, jetzt echt meine ich. Von und mit Miles gibt es später wesentlich Anstrengenderes (oder fordernder, oder wie immer man es nennen mag). Und vorher schwieriger ob der damaligen Aufnahmetechnik.

Die Katzen haben in der Tat einen anderen Geschmack, bzw. eher ein dickes Fell...

Viel Grüße
Ludger
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Beitragvon beltane » 16.02.2017, 23:29

Hallo Ludger,

auch für mich gehört die Kind Of Blue zu den sehr angenehmen Aufnahmen von Miles Davis. Wirklich beruhigend finde ich sie trotzdem nicht. Zum Einschlafen und Ruhen würde ich dann doch andere Musik bevorzugen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon llucki » 16.02.2017, 23:44

Hallo Frank,

ja, da gebe ich dir natürlich absolut Recht!

Im Gegensatz zum Kater bin ich auch hellwach, wenn ich sie mir anhöre. Als 45er erscheint sie mir absolut glaubhaft, ich kann mich völlig in diese geniale Musik fallen lassen. Müde macht das einen Menschen gewiss nicht!

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon llucki » 18.02.2017, 15:59

Hallo zusammen,

nochmal zum Thema Gitarrespielen lernen:

Es verfestigt sich der Eindruck, dass das eher etwas für Masochisten ist, jedenfalls, wenn der Lernende die besonders aufnahmefähigen Phasen der Kindheit und Jugend weit verpasst hat.

Ohne Anleitung hatte ich beim Nachspielen von Themen aus gehörten Stücken versucht, dass es irgendwie so klingt, wie es mir erschien. Welche Saite wann angerissen wird, war dabei eher zufällig, bzw. so, wie es scheinbar am Besten passt. So hat auch das Ergebniss nur scheinbar gepasst, mit Musik hat das noch nicht viel zu tun.

Deshalb hat mir mein Lehrer anhand einfacher Beispiele gezeigt, wie die Schlaghand ihre Bewegungen immer in der geforderten Taktart vollführt und Saiten aus dieser Bewegung heraus nur dann berührt, wenn das Stück es fordert. Je komplexer die gewünschten Tonfolgen sind, desto schwieriger wird die Koordination der beiden Hände. Da hilft nur viel üben.

Nun hatte ich mich seit langer Zeit an einigen Doors-Themen versucht und bemühe mich nun, die richtig hinzubekommen. Eines, The Wasp, finde ich sehr anregend, u.a. habe ich das geübt. Dabei dachte ich, dass darin Geschwindigkeitsänderungen vorkommen, die nicht einfach sind. Bei der letzten Unterrichtsstunde hat mir mein Lehrer erklärt, um was es da wirklich geht: es werden Achteltriolen gespielt! In einer Form habe ich die intuitiv richtig hinbekommen. Aber wo ich dachte, dass es schneller wird, werden tatsächlich nur mehr Töne innerhalb des Taktes angeschlagen. Da die Taktart nicht symmetrisch ist, welchselt der ausgebildete Gitarrist die Schlagrichtung, je nachdem, was angeschlagen werden soll, weil es sonst nicht aufgeht. Für ihn ganz normal und verinnerlicht...

So dresche ich seit einigen Tagen nur dieses eine Thema, übe, dass die Schlaghand immer im Grundrhythmus bleibt und im richtigen Moment die richtigen Saiten erwischt, inkl. der notwendigen Dreher im richtigen Moment. So langsam, langsam bildet sich heraus, was gemeint ist.

Wenn man der Aufnahme zuhört, klingt das wesentlich einfacher. Au Mann, was habe ich mir da nur angetan!

Nee, nee, wenn es Erfolgserlebnisse gibt, entschädigt das. Es ist aber eines der komplexesten Themen, die man sich überhaupt aussuchen kann. HiFi-Komponenten und Raumakustik hatte ich delegiert, gute Musik natürlich auch, in Form der Tonträger, die ich kaufe und anhöre. Bei letzterem Thema will ich aber gerne mehr verstehen.

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Melomane » 18.02.2017, 16:33

llucki hat geschrieben:Es verfestigt sich der Eindruck, dass das eher etwas für Masochisten ist,

Hallo Ludger,

das dachte ich als Jugendlicher auch, konnte es aber so noch nicht benennen. ;) Und so ließ ich es. Der Ehrlichkeit halber sollte man allerdings in meinem Fall besser zu dem Begriff Faulheit greifen.

Du kannst dich ja vorerst auf die Begleitstimmen beschränken - Gitarrenkaraoke hat doch auch was. ;)

Im Ernst: Es ist wie bei allem - ohne harte Arbeit kommt man nicht wirklich weit. Aber ich wette, dass ich dir damit nichts Neues sage. Also verbuche diesen Beitrag als belangloses Rauschen im Blätterrascheln.

Viele Grüße

Jochen
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Beitragvon beltane » 18.02.2017, 16:58

Hallo Ludger,

genauso ist das: Will man ein Instrument wirklich erlernen, hilft nur tägliches Üben. Und immer wieder gibt es Momente, da denkt man, es geht nicht weiter. Geht es dann aber doch, wenn man sich nicht entmutigen lässt. Diese Erfahrung mache ich übrigens gerade beim Tango Argentino - als Anfänger muss ich mich immer wieder durchbeissen.

Wünsche Dir die nötige Ausdauer - wenn Du durchhältst, wirst Du reichlich beschenkt bzw. beschenkst Dich selbst.

Welche Gitarre spielst Du?

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon llucki » 18.02.2017, 17:06

Hallo Jochen,

wobei mir nach wie vor nicht klar ist, inwieweit 'Faulheit' in jungen Jahren von ggf. fehlender oder weniger geeigneter Förderung bedingt wird. Bei meinen eigenen Kindern konnte ich beobachten, dass sie angebotene Themen gerne angenommen haben und solche Basics, an denen ich heute zu knacken habe, quasi nebenbei erworben haben. Solche Angebote hätte ich rückblickend gerne gehabt, denke ich heute manchmal.

Viele Grüße
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Beitragvon llucki » 18.02.2017, 17:26

Hallo Frank,

ja, die Gitarren! Die Ausstattung korreliert natürlich nur wenig mit den Fertigkeiten. Eine Gitarre zu kaufen ist vergleichsweise einfach.

Ich glaube 1979 habe ich eine damals schon gebrauchte Stratocaster-Kopie von Vorg by Pearl gekauft. Komplett klarlackiert, also holzbarben. Im heutigen Vergleich schlägt sie sich wacker, ich benutze sie im Büro, wo ich zwischendurch immer mal etwas übe.

Um 2000 herum hatte ich mal eine Phase, wo ich es genauer wissen wollte und habe eine halbakustische Ibanez AF85-VLS gekauft, dazu endlich mal einen ordentlichen Verstärker, einen Fender 85 Deluxe (65 Watt).

Jetzt, in dieser Phase, habe ich mir eine Stratocaster American Standard geleistet. Diese mit weißem Korpus und Palisander-Griffbrett.

Also: an den Gitarren liegt es nicht! :wink:

Viele Grüße
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Beitragvon llucki » 18.02.2017, 18:39

Hallo Frank,

beltane hat geschrieben:Tango Argentino - als Anfänger muss ich mich immer wieder durchbeissen.

ja, das kann ich mir vorstellen, alle Achtung! Das ist in der Tat ein ähnlich komplexes Thema. Viel Spaß und viel Erfolg damit!

Viele Grüße
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Beitragvon llucki » 19.03.2017, 16:53

Hallo zusammen,

am vergangenen Wochenende hat es mich geritten und ich habe mich dazu entschlossen, meinen Hörraum nun doch eine Etage höher zu verlegen. An diesem Wochenende bin ich nun halbwegs fertig geworden.

Dazu musste ich natürlich viele Sachen schleppen, zumal ich auch mein Büro auf diese Etage verlegt habe, das war zuvor im Dachgeschoss.

Meine größte Sorge war, dass die Raumakustik anders sein würde als unten. Da es aber der Raum genau darüber ist und denselben Grundriss hat, dachte ich, könne ich es riskieren. Eventuelles Nachjustieren ist ja jederzeit möglich. Zu meiner großen Freude ist der Klang aber genauso prima im Raum wie er es unten war.

Ungewohnt ist dagegen die Aussicht vom Hörplatz aus. Hier Impressionen. Es ist noch Baustelle, also nur Handy-Fotos für den Eindruck:

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Die beiden kleinen grünen Akustikelemente vom Hörer aus gesehen hinten im Raum kann ich wegen der Fenster nicht so platzieren wie unten. Links das geht noch halbwegs, obwohl es weiter in die Mitte gehört. Rechts das liegt auf den Index-Karten zwischen den Platten auf, die ein Stück herausragen. Um dort eine Platte herauszuholen, ist es so natürlich etwas doof, Jazz A-M sind blockiert. Dafür muss ich das Element solange zur Seite stellen. Ich werde den Akustiker fragen, ob er eine bessere Idee hat. Klanglich machen die Sinn.

Die Doppelsteckdose in der Wand neben der linken Box habe ich extra neu gesetzt und sie kommt mit 2,5 mm² von derselben Schmelzsicherung an freigeräumter Phase, mit der ich die Audio-Geräte auch unten versorgt hatte. (Alle Steckernetzteile von externen HDs (hinter dem Rack auf dem Boden) und Monitor, etc. sind im Lichtstromkreis des Raumes eingestöpselt.)

Wegen der Aussicht vom Hörplatz aus werde ich noch was unternehmen, denn wenn ich höre, möchte ich nicht durch visuelle Reize abgelenkt werden.

Viele Grüße
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Beitragvon llucki » 08.04.2017, 18:15

Hallo zusammen,

Musik-Tuning der etwas anderen Art, thematisch nicht ganz zu unserem Forum passend. Ich will es aber dennoch kurz erwähnen:

Letzte Woche hatte ich auf der Rückfahrt von einer Dienstreise einen guten alten Freund heimgesucht, der für sich den Gitarrenbau als Hobby kultiviert. Im Gespräch über meine alte japanische Stratocaster-Kopie, bei der ich die Saitenlage gerne verbessern wollte und dabei an die Halskrümmung dachte, gab er mir den Rat, zunächst die Bünde neu abzurichten. Dazu eine Website, wo man alle Spezialwerkzeuge für den Gitarrenbau kaufen kann. Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht und geglaubt, dass es sich um Zauberei handelt. Tut es aber nicht, für jeden Bedarf gibt es passende Werkzeuge.

Also eine große Blockfeile und eine Bundfeile (für die Verrundung der Bundkronen) gekauft und losgelegt. Das Ergebnis ist der Hammer! Dass die Gitarre gutes Holz hat und hochwertig verarbeitet ist, wusste ich vorher schon. Nun hat sie aber auch eine traumhafte Saitenlage und ist perfekt bespielbar! Aus einem guten Instrument wurde ein Spitzeninstrument!

Auch so macht Musik-Tuning viel Freude!

Viele Grüße
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