Uwe (Quadral Aurum Orkan aktiv)

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Beitragvon Horse Tea » 07.06.2017, 21:41

Tinitus hat geschrieben: 0 Hz -30 dB
10 Hz -10 dB
20 Hz -6 dB
25 Hz 0 dB
80 Hz 0 dB
100 Hz -3 dB
3 kHz -3 dB
20 kHz -6 dB
22 kHz -8 dB
24 kHz -12 dB
...
PS: Einen sehr netten Avatar hast Du da

Hallo Uwe,

danke für Dein PS. Ich habe den Pappkarton des HD414 seit 1972 immer mit umziehen lassen. Der KH War mein Einstieg ins HiFi.

Vielleicht interessiert Dich meine aktuelle Zielkurve, in der viele Elemente, die Hans-Martin vorgeschlagen hat, durch Hören abgewandelt, verwirklicht sind. Ich habe bei 30 Hz mit einem Hochpassfilter abgeregelt. Im Tiefbass zwischen 40 und 80 Hz eine Glocke von bis zu +2.5 dB. Nach einem kurzen Verlauf bei 0dB habe ich den Oberbass zwischen 200 und 800 Hz noch einmal gering um 1 dB angehoben. Ab 1kHz geht es dann kontinuierlich bis 2.5kHz auf -4dB zurück. Das bleibt dann bis 9kHz so, bei 10 kHz hebe ich um 0.5 dB auf -3.5 dB an, so dass eine kleine Senke entsteht. Von dort geht es nach unten (13kHz: -5, 16 kHz: -6, 20kHz: -9 kHz).

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Hans-Martin » 07.06.2017, 22:23

Tinitus hat geschrieben:Ich schrieb ja, dass ich bewusst über 13 kHz nichts mehr höre, vielleicht hätte ich ergänzen sollen, dass ich von Sinustönen sprach, was sich unbewusst da vielleicht noch tut bzw. bis zu welcher Frequenz ich Töne wahrnehme, weiss ich nicht.

Hallo Uwe,

bei einem Sinussweep ist bei meinen Ohren ab 11kHz Schluss, dennoch sind Veränderungen oberhalb 20kHz klar wahrnehmbar. Da tut sich was bei der Musikwiedergabe, was bewusst erfasst werden kann. Eine Erklärung ist vielleicht die zeitliche Auswertung der Ohren, die von den altersbedingt geschädigten Hörzellen unabhängig funktioniert, Floyd&Toole haben nachvollziehbare Erklärungen geliefert, wie sich der FG am Hörplatz aus Direktschall (im Freifeld auf möglichst linear abgestimmt) und dem reflektierten Schall zusammensetzt, schließlich einen Höhenabfall bewirkt, und die Zielkurve wird idR oberhalb 1kHz sinnvoll abfallen.

Momentaner Stand der Erkenntnis ist laut Dr. Christian Koch (PTB) die Fähigkeit der Hörzellen zur Umsetzung bis zu 40kHz in Nervenpulse. Wie allerdings das Hörereignis derart hoher Frequenzen mechanisch zu den Zilien gelangt, ist noch nicht vollständig geklärt.

Wenn es um höchste Klangtreue geht, also die wahrnehmbare Differenz zwischen Originalschall und Wiedergabe, bestimmt das eigene Ohr den angelegten Maßstab. Beides wird mit denselben Ohren beurteilt. Die Zahl der prinzipbedingten Fehler im Stereo scheinen mir problematischer. Ob ein Schallereignis vor meiner Nase stattfindet oder aus 2 LS unter dem jeweiligen Winkel von 30° auf die Ohren kommt, macht schon einen großen Unterschied.

Man sollte sich nicht unterkriegen lassen, bei 13kHz oberer Grezfrequenz (Sinuston) fehlt vielleicht eine dreiviertel Oktave (von 10 Oktaven) bei Obertönen, deren Grundtöne werden aber vollständig erfassbar. Und die Zahl der Instrumente, deren Obertöne in diesen Bereich fallen, ist auch eingeschränkt. Man könnte also errechnen, dass die Begrenzung des Gehörs auf 13kHz Sinus bei Musik vielleicht 3% Einschränkung entspricht (bewertet).

Und da Obertöne überwiegend nach Intensitätsunterschieden geortet werden, die Grundtöne (grob unter 1kHz) anhand von Laufzeitunterschieden, bekommt das Timing der Grundtöne eine besondere Stellung, die Obertöne verschwinden sowieso mit zunehmender Distanz.

Gemeinsames Hören mit erheblich älteren Musikliebhabern bestärkt mich darin, auf gute Hörfähigkeit auch im Alter zu vertrauen, zumal Hörerfahrung und Auswertung einen hohen Stellenanteil am Erlebnis haben.
Ich behaupte deshalb, dass ich heute besser zu hören können glaube als noch vor 30 Jahren, gewiss anders, aber nicht weniger genussreich.

Grüße Hans-Martin

P.S.

Horse Tea hat geschrieben:Ich habe den Pappkarton des HD414 seit 1972 immer mit umziehen lassen. Der KH war mein Einstieg ins HiFi.

Ging mir genauso. Phanstastisch damals, dieser vom Taschengeld eines Schülers durch Sparen noch erreichbare KH, der alle mir damals bekannten LS deklassierte.
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Beitragvon Tinitus » 11.06.2017, 15:38

Hallo Tobias,

bei mir gibt es ja auch keine frühen Erstreflexionen mehr, da sind ja überall Absorber, vielleicht kommt meine Vorliebe für nicht ganz so stark zu den Höhen abfallenden FG daher. Die nächste Übung wäre, den Hochtonpegel an den Orkanen ab 3 kHz um 3 dB anzuheben.
Messen ja aber wie? Ich habe keine Ahnun, ob ich die Filter in ein Programm einbauen kann, welches einen Logsweep spielt und aufzeichnet. REW selbst erstellt nur IIR Filter, wenn ich es richtig weiss, kann es dann mit FIR Filtern arbeiten? Audacity und Carma habe ich auch zur Verfügung.

Hallo Horst-Dieter,

ja die Dame die den Sennheiser trägt sieht schick aus, meine Mutter hatte auch mal so eine Frisur, das war wohl Ende der Sechziger, ich kenn es nur vom Foto.
Deine Kurve (Danke dafür) hat auch eine Bassüberhöhung und fällt zu den Höhen ab. Ist die Anhebung im Oberbass deiner Raumakustik geschuldet oder gefällt es dir so einfach besser? Mit deinem Trinnov kannst Du das natürlich feiner (und wahrscheinlich auch schneller) anpassen als ich mit DRCDesigner. Leider konnte ich dieses Wochenende nicht nach Köln, die Vorführung von acourate hätte mich schon interessiert, auch wenn ich im Moment noch sehr erfreut über eine bisher nicht gekannte Wiedergabequalität bin und deshalb der Leidensdruck den ich vorher hatte eher der Neugierde gewichen ist, ob das noch besser geht.

Hallo Hans-Martin,

Oktaven-weise hatte ich das mit den 13 kHz noch gar nicht betracht. So gesehen (was wahrscheinlich auch die richtigere Betrachtungsweise ist) fehlen dann von 0 bis 20 kHz nicht schon 35 % sondern nur eine halbe Oktave :) Das lässt hoffen, dass ich noch einige Zeit das imm Moment erreichte Niveau der Wiedergabe genießen kann. Das ist erfreulich, genauso wie der Umstand, dass man hier im Forum einiges lernen kann. Das was einen nicht anspricht, muss man ja nicht lesen.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Horse Tea » 11.06.2017, 16:38

Tinitus hat geschrieben:Ist die Anhebung im Oberbass deiner Raumakustik geschuldet oder gefällt es dir so einfach besser?

Hallo Uwe,

ich habe noch einmal nachgesehen und festgestellt, dass mit dieser Zielkurve der FG zwischen 100 Hz - 800 Hz der HauptLS fast linealglatt (<+/- 1dB) ist. Ich denke, dass ist eher ein kleiner Einbruch der Maggies. Gehörmäßig gewinnt die Musik dann etwas an Volumen.Die Trennfrequenz liegt bei 125 Hz, kann aber bedarfsweise auch zu höheren Frequenzen verschoben werden. Dann gewinnt der Oberbass noch einmal dazu, weil die Subs übernehmen. Dies ist aber nur bei schwachbrüstigen Aufnahmen wirklich notwendig, stört aber bei guten Aufnahmen auch nicht.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Pittiplatsch » 12.06.2017, 19:36

Hallo Uwe,

Tinitus hat geschrieben:bei mir gibt es ja auch keine frühen Erstreflexionen mehr, da sind ja überall Absorber, vielleicht kommt meine Vorliebe für nicht ganz so stark zu den Höhen abfallenden FG daher.

die Erklaerung macht durchaus Sinn.

Ich habe keine Ahnun, ob ich die Filter in ein Programm einbauen kann, welches einen Logsweep spielt und aufzeichnet. REW selbst erstellt nur IIR Filter, wenn ich es richtig weiss, kann es dann mit FIR Filtern arbeiten? Audacity und Carma habe ich auch zur Verfügung.

Auf der Audionet Seite gibt es auch externe Testtoene zum Download. Dann kann man Carma sagen das es auf externe Signale reagieren soll. Damit kannst du diese ueber Deinen Player abspiele und messen. Ich fand das wirklich immer Interessant zu sehen was da wirklich passiert. es macht auch die Bewertung einfacher.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 13.06.2017, 21:08

Hallo Tobias,

manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht oder andere Mütter haben auch schöne Töchter. Ich habe einfach Logsweep file gegoogelt und siehe da, kam doch ein alter Bekannter zum Vorschein:

http://www.audiocheck.net/audiofrequenc ... _sweep.php

Die Audiocheck Webseite hatte ich ja schonmal aus anderen Gründen verlinkt. Jetzt habe ich mir mal einen Logsweep von 10 Hz bis 23999 Hz gebastelt. Da das Umstricken meiner brutefir.config in Archphile zu umständlich ist, werde ich wohl mal Daphile anwerfen, dort ist das Umschalten mit/ohne Filter deutlich einfacher und den Logsweep mit audacity aufnehmen. Mal schauen, wann ich dazu komme. Im Moment genieße ich gerade das Requiem von Mozart oder wer auch immer es (zu Ende) komponiert hat.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Pittiplatsch » 14.06.2017, 18:40

Hallo Uwe,

Tinitus hat geschrieben:Im Moment genieße ich gerade das Requiem von Mozart oder wer auch immer es (zu Ende) komponiert hat.

man muss prioritaeten setzen 8) . Ich hab mich auch damit zufrieden gegeben und nix mehr gemessen nachdem ich definiert hab "jetzt passts" und das ist mittlerweile ein halbes Jahr her :).

und den Logsweep mit audacity aufnehmen

der Carma Ansatz hat halt den Vorteil das man alle Parameter nach der Korrektur ueberpruefen kann. Die externen testsignale gibt es direkt auf der Carma download page.

Viele Gruesse,
Tobias
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