Uwe (Quadral Aurum Orkan aktiv)

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Uwe (Quadral Aurum Orkan aktiv)

Beitragvon Tinitus » 13.11.2013, 01:09

Hallo,

wie es hier der Brauch ist will ich mich mal vorstellen.

Als ich vor kurzem umgezogen bin, ergab sich die Möglichkeit sich Standlautsprecher an zu schaffen. Da habe ich dann erst mal die Xeo 5 von Dynaudio Probe gehört, die klangen bei einem Pegel, der für mich zum Dauerhören ungeeignet ist, sehr nett, aber leiser hörte man dann vom Bass so gut wie nichts mehr bei mir zu Hause (4,6 x 6 zerquetschte m = ca. 30 m², Abstand zwischen den LS ca. 3,5 m, Hörabstand zwischen 2,5 und 3,2 m, Lautsprecher an der längeren Wand, Deckenhöhe 4,7 m, Raum sehr wenig möbliert, nichts an den Wänden, Parkettfußboden). Wobei mir die Idee wireless in Verbindung mit AktivLS eigentlich ganz nett fand, aber 50 W für den Tieftonbereich ist doch wohl etwas mager).

B+W CM10 angehört (für mich sind stimmige Mitten wichtig), allerdings war der Hörraum nicht toll und der Verkäufer wollte Quiz spielen (welchen LS hören Sie jetzt). Außerdem gefiel mir die Idee, mit einer aktiven Lösung meine nicht optimale Raumakustik beeinflussen zu können. Dann haben sich auch schon andere Gedanken um den Antrieb gemacht und man muss sich nicht Gedanken um einen passenden Verstärker zu machen.

Bin dabei über die Quadral Orkan aktiv gestolpert und habe sie mir in einem netten Raum mit viel Zeit und Musik von Industrial, über Pop, Rock, Liedermacher bis zu Klassik Probe gehört, das kann die alles sehr schön, sie ist sehr flink und der Bass geht sehr tief runter. Also die Dinger bestellt, obwohl sie nur in Klavierlack erhältlich sind (Holzfurnier ist so viel schöner). Jetzt kommen die in drei Wochen und die Auswahl des Zuspielers macht doch Kopfzerbrechen. Probe gehört habe ich mit audiolab cdq8200. Der Händler meinte die Orkane hätten etwas besseres verdient.

Ich habe noch eine nicht ganz kleine Schallplattensammlung, die ich nicht digitalisieren möchte, also wäre ein Zuspieler mit mindestens einem analogen Eingang toll. CD sind natürlich auch vorhanden, in Zukunft möchte ich aber Musik als Datei archivieren. Also ein DAC mit LS-Regelung:

- BMC audio PureDAC, 1.400 €, kein NFB, ähnliche LS-Regelung wie GD
- NAD M51, 1.700 €, gut erweiterbar (CD-Spieler, NAS)
- T+A DAC8, 1.900 €, toll in allen Kategorien
- Mytek DAC, 1.400 € eierlegende Wollmilchsau, analoger Eingang

Dann fand ich diese Seite und mir schwirrte auch
- GD audio Mater 7 mit Master 1, 3.400 €
im Kopf herum.

Ich werde definitiv den Mytek, den BMC audio und den T+A bei mir zu Hause Probe hören (GD Produkte kann man ja nicht). Falls der T+A für mein Hörvermögen deutlich besser klingt als die anderen beiden, wäre ich versucht gleich zum Master 7 zu greifen, auch wenn dann sofort ein VV notwendig wird. Mich würden Meinungen interessiert, was die klanglichen Unterschiede zwischen diesen drei betrifft. Am ehesten nach dem Motto der kann das noch zusätzlich, damit ich mir für mich ein Bild machen könnte. Der T+A gefällt mir zwar äußerlich am besten, aber auch der Mytek (schwarzer Preamp) hat seinen Charme. Am wenigsten gefällt mir der BMC, wenn es klanglich passt wäre das aber kein no-go. Über den Mytek habe ich folgenden Kommentar gelesen „Nicht der beste DAC den ich bis jetzt gehört habe, aber wenn ich ab morgen nur noch mit dem Hören dürfte, vermisste ich auf Dauer nichts“.

Vielleicht gibt es aber auch einen anderen Weg zur Entscheidungsfindung. Für die GD audio ist mein Regal nicht tief genug, die müssten dann etwas überstehen. Kennt jemand die Distanz zwischen Frontplatte und der Vorderkante Füße bzw. Rückwand und Hinterkante der Füße?

Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich nicht gern wechsle/austausche. Sondern lieber am Anfang auf das eine oder andere verzichte und die Anlage durch Zukäufe verbessere. Entscheide ich mich für GD wäre aus meinem Ursprungsbudget von 2.900 ca. 10.000 € geworden. Vielleicht gibt es ja so manchen, der gerne mit seiner Erfahrung zu einem im Werden befindlichen Projekt beiträgt. Kommentare/hinweise sind sehr willkommen.

Eines treibt mich noch um, die max. 10 V des Mytek an den sym. Ausgängen hätten wahrscheinlich eine verheerende Auswirkung auf die Chassis und Elektronik der Orkan. Es gibt ja die Möglichkeit den Pegel hardware-mäßig um 6 dB zu senken. Hat jemand Erfahrungen damit, wie sich eine solche Absenkung klanglich auswirkt?

Das sollte für's erste genug sein
Grüße Uwe


PS ich weiß Tinnitus schreibt sich mit zwei N, aber niemand ist perfekt
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Beitragvon Hans-Martin » 13.11.2013, 08:31

Hallo Uwe

Willkommen bei den aktiven!

Frei nach Wilhelm Tell: Durch diese hohle Gasse muss er kommen ...
... der Schall in deinem Raum mit Parkett und doppelter Raumhöhe, offenbar viel zu wenig Dämpfung, die den Schall aufnimmt, den du hineinpumpst. Ohne den massiven Einsatz von Raumakustikmaßnahmen bleibt zu befürchten, dass sich die negativen Erfahrungen mit ansonsten renommierten Komponenten häufen werden.

Reg dich nicht über den Verkäufer auf, der sich erdreistet hat, dich auszufragen. Er hat es höflich vermieden, die mMn wichtigste Frage zuerst zu stellen: Ist der Raum zum Musikhören überhaupt geeignet?
(Orgelmusik habe ich nicht gemeint)

Hertzliche Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Fujak » 13.11.2013, 09:14

Hallo Uwe,

willkommen im Forum. Wir haben übrigens mit Roland einen User, der ebenfalls unter dem Namen Tinnitus firmiert - allerdings mit zwei "n". Ich hoffe, es kommt im weiteren Verlauf nicht zu Verwechselungen durch die doch sehr starke Ähnlichkeit des Usernamens.

Zur DAC-Frage: Außer dem BMC-DAC habe ich alle anderen gehört und würde eine klare klangliche Rangfolge sehen:

1. Audio-GD-Master 7
2. T+A DAC 8
3. NAD M51
4. Mytek

Einiges über die klanglichen Unterschiede habe ich im Master 7-Thread sowie im Thread über den Mutec MC-3+ geschrieben. Was den Abstand der Füße des Master 7 anbelangt: Der steht bei mir in einem Rack mit 40cm Tiefe, sodass er mit seinen 44cm vorne bündig und hinten 4cm heraussteht. Es wäre noch noch ein weiterer cm Platz, bevor der hintere Fuß über die Kante ragt. Ich hoffe, die Angaben helfen Dir weiter.

Aus Erfahrung würde ich bei allen genannten DACs auch einen VV in Erwägung ziehen, von dem jeder der DACs profitiert. Die Bezeichnung Preamp suggeriert nach meiner Erfahrung eine Verstärkungsleistung, die in Wirklichkeit nicht mit der Leistung eines echten Preamps mithalten kann. Die von Dir erwähnten max. 10 V (symm.) beim Mytek schaden übrigens keinem Aktiv-Lautsprecher, ein mögliches Zuviel kann mit dem Pegelsteller des Aktiv-LS korrigiert werden. 10 V beziehen sich auf Maximal-Ausschlag des LS-Reglers am DAC. Ebenso wichtig ist ein möglichst geringer stabiler Innenwiderstand der Ausgangsstufe des DAC, um Leitungslänge und -qualität der LS-Zuleitungen leistungsmäßig im Griff zu haben (0...10 Ohm).

Viele Grüße
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Beitragvon Tinitus » 14.11.2013, 00:47

Hallo Hans-Martin,

da mich die Akustik in diesem Zimmer schon fast dazu gebracht hat mich nochmal zu informieren wie das genau mit dem Unterschied zwischen Hall und Echo ist,.... Spaß beiseite, ich bin mir bewusst, dass der Raum suboptimal ist, an einem Teppich soll es nicht liegen, an der Decke befindet sich Stuck der den Schall eher diffus zurückwirft und außerdem gibt es da noch eine Pendelleuchte, die auch kein guter Reflektor ist. Ich hoffe dann, dass Gerhard Polt's Satz, dass bei einer genetisch versauten Sache auch keine Schläge mehr helfen, in diesem Fall nicht zutrifft. Ist aber ein guter Hinweis, weil es unter diesen Umständen vielleicht besser ist, eine Nummer kleiner einzusteigen und dann zu versuchen, erst mal den Raum in den Griff zu bekommen.

Der Verkäufer hätte mich sonst was fragen dürfen, solange er nicht unaufgefordert zwischen verschiedenen Lautsprechern hin- und hergeschaltet hätte, immer mit der Frage verbunden, welches Modell hören wir den jetzt. In einen Lautsprecher muss ich mich in meinem Rhythmus einhören.

Danke für dein Willkommen

Uwe
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Beitragvon Tinitus » 14.11.2013, 22:22

Hallo Fujak,

danke für die Informationen. Ich werde mir nun auf jeden fall den Mytek und den NAD bei mir zu Hause anhören. Falls mir der T + A am besten gefiele, würde ich mir sowieso gleich den Master 7 holen, bei dem geringen Preisunterschied. Deiner Beschreibung nach passt er gerade so in mein Regal. Kann man beim Master eigentlich wie beim Mytek und beim T + A die Phase per Knopfdruck umkehren? Da ich sicherlich kein absolutes Gehör besitze und der Tinnitus hilft sicher auch nicht, könnte es ja durchaus sein, dass mir der Mytek reicht, zumal noch ein nicht optimaler Hörraum dazu kommt.

Schauen wir mal, auf jeden Fall gehen nun meine über 25 Jahre alten Kef Caprice 2 in Rente. Auf die Kef hatte ich damals lange gespart und hatte nie genügend Platz für Standlautsprecher. Als ich mir dann einen Cambridge P70 geleistet habe (damals noch in Cambridge herestellt), habe ich die Terminals der Kef umgebaut, damit sie 6 mm² Kabel aufnehmen konnten. Ich fand es auch schade, dass mein Vater damals meine Mutter nicht davon überzeugen konnte, dass die ACR isostatic RP300 nicht zu groß für das Wohnzimmer ist. So wurden es RP200, die er jetzt wieder restaurieren wird. Ich finde auch die Manie, dass LS heute schlank sein müssen übertrieben. Für mich ist der Inbegriff von LS Standlautsprecher, auch mit Subwoofern konnte ich nie was anfangen, das alles entbietet natürlich jeder Vernunft, aber zumindest beim Hobby sollte man doch spleenig sein dürfen.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Fujak » 17.11.2013, 09:04

Hallo Uwe,

der Master 7 kann die Phase nicht invertieren. Ich mache das mit meiner Abspielsoftware JPlay.

Viele Grüße
Fujak
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Beitragvon Tinitus » 17.11.2013, 22:59

Hallo Fujak,

danke für die Info. Meine Orkane kommen nächste Woche, gestern habe ich Kabelkanal und Kabel verlegt. Die Jungs bei denen ich die LS gekauft habe wollen sich auch mal die Raumakustik anhören und mir falls notwendig Tipps geben. Ich kann die LS fast einen Meter von der Rückwand enfernt aufstellen, Seitenabstand ist jeweils über einen Meter. Auf der Hörposition habe ich auch fast einen Meter Abstand zur Wand hinter mir (da ist allerdings ein Fenster). Bei einen LS befindet sich an der gegenüberliegenden Wand ein Bücherregal, beim anderen LS ist es die nackte Wand, dass soll auch so bleiben, da sie auch als Leinwand für den Beamer dient. Ich hatte schon die Idee, dass ich den Hintergrund meiner Hörposition dadurch diffuser gestalte, dass ich einen vollen fahrbaren Kleiderständer hinter mich schiebe :D (Ich weiß, ich bin ein Dilettant), Platz genug wäre da.

Zuerst mal bekomme ich als Antrieb für die Orkane ein Leihgerät. Ich muss ich aber demnächst entscheiden. Langfristig wollte ich mir sowieso einen VV anschaffen, dachte da an einen passiven von music first, wobei der Master 1 schaltungstechnisch schon eine feine Sache ist, da er dann auch noch prima über ACSS mit dem Master 7 kommunizieren kann, wäre das ja eine ideale Lösung. Ich habe mir mal den NAD M51 angeschaut. Die Gesamtlösung M50/51/52 ist schon sauber durchdacht, aber Musik kann man auch günstiger speichern. Die Sache mit dem HDMI zum Durchschleifen ist zwar nett, aber ich werde mir keinen Blue-Ray-Spieler anschaffen und beim Fernsehen ist mir der Ton egal. Das Teil gibt es auch nur in Silber und haut mich rein äußerlich nicht vom Hocker, wobei ich den Charme der Audio GD Teile auch für sehr rustikal halte.

LS-Kabel und Verbindungsstrippen habe ich mir was Ordentliches zugelegt. Bessere Netzkabel und Steckdosenleiten will ich mal Probe hören, wenn die neue Anlage eingelaufen ist. Wie betreibt Ihr den Eure Audio GD Geräte, mit den mitgelieferten Netzkabeln oder mit anderen? Falls ich mich für die beiden Master Geräte entscheide, werde ich in China ordern, dann kann ich über meine Erfahrungen berichten.

Neben den ganzen B+M, Silbersand, Geithain und Adam Tensor scheine ich mit meinen Orkan eher zu einer Randgruppe zu gehören. Ein Forist hat sie ganz gut beschrieben, im Bass eher auf Tiefgang als auf brachiale Gewalt abgestimmt und oben und in den Mitten sehr fein. Lustigerweise hat sie gerade bei der von Hans-Martin für meine räumlichen Gegebenheiten empfohlenen Orgelmusik beim Testhören etwas die Kontrolle über den Tiefbass verloren oder es lag an der Aufnahme (kannte ich nicht), auf der es schon ziemlich tief runterging.

Das ist nun schon der zweite Beitrag, den ich in Word runterschreibe, da ich festgestellt habe, dass mein Browser meine Anmeldung vergisst und das Ganze dann beim Abschicken verloren geht. Danke auch nochmal an Fujak für die Beschreibung des Master 1. Das Forum ist für jemanden wie mich, der nicht so tief in der Materie steckt ein guter Ort von den Erfahrungen und der Kompetenz anderer zu profitieren.

Wenn dann bei mir mal der Wind pfeifft, werde ich hier vom Klang berichten. Zunächst werde ich meinen alten NAD CD521 als Laufwerk nutzen und dachte daran, mir irgendwann ein gutes Laufwerk zu leisten, nach der Lektüre hier im Forum habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass das Geld vielleicht besser in einer Mutec angelegt wäre.

Grüße

Uwe
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Kurz mal off-Topic

Beitragvon wgh52 » 17.11.2013, 23:25

Hallo Uwe,

Tinitus hat geschrieben:Das ist nun schon der zweite Beitrag, den ich in Word runterschreibe, da ich festgestellt habe, dass mein Browser meine Anmeldung vergisst und das Ganze dann beim Abschicken verloren geht.

ich habe mir eine andere, einfache Methode angewöhnt um der, leider oft recht kurzen, Editierzeit in Foren ein Schnippchen zu schlagen: Bevor ich "Senden" drücke, kopiere ich den Inhalt des Antwortfensters mit "alles auswählen" <strg+a> und "kopieren" <strg+c> einfach ins Windows Clipboard, so dass ich, falls die Editierzeit schon abgelaufen war, den Antwortinhalt, nach erneuter Einwahl, einfach mit "einfügen" <strg+v> in das dann leere Antwortfeld füllen kann. Word, WordPad oder der einfache txt-Editor ist natürlich noch sicherer, aber komplizierter.

:cheers:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Hans-Martin » 18.11.2013, 00:32

Tinitus hat geschrieben:Neben den ganzen B+M, Silbersand, Geithain und Adam Tensor scheine ich mit meinen Orkan eher zu einer Randgruppe zu gehören. Ein Forist hat sie ganz gut beschrieben, im Bass eher auf Tiefgang als auf brachiale Gewalt abgestimmt und oben und in den Mitten sehr fein. Lustigerweise hat sie gerade bei der von Hans-Martin für meine räumlichen Gegebenheiten empfohlenen Orgelmusik beim Testhören etwas die Kontrolle über den Tiefbass verloren oder es lag an der Aufnahme (kannte ich nicht), auf der es schon ziemlich tief runterging.

Hallo Uwe

Ich hatte bei der Orgelmusik eher an den für diese Musikgattung akzeptablen Nachhall aus dem hohen Raum gedacht, nicht an die Bassresonanzen, die wohl jeder auch flache Raum hat, die fast jede Musik stören und mulmig erscheinen lassen. Nicht gemeint war, dass Orgelmusik bei dir besonders gut klingt, sondern dass andere Musik noch schlechter dasteht.

Aber falls das nicht rübergekommen sein sollte, lautet meine Befürchtung, dass in einem solchen Raum beste Komponenten ihre Vorteile nicht ausspielen können, weil der Nachhall viele Details verschmiert.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Tinitus » 18.11.2013, 22:08

Hallo Hans-Martin,

doch doch ich hatte dich schon verstanden. Ich wollte nur sagen, dass die Musik für die meine Raumakustik am geeignetsten erscheint, die ist, bei der die Orkan (beim Probehören beim Händler zumindest) am ehesten an ihre Grenze kam. Da ich jetzt seit 3 1/2 Monaten auf Entzug bin, freue ich schon auf die Orkan. An der Deckenhöhe ist allerdings wenig zu machen, bei einer denkmal-geschützten Mietwohnung verbieten sich allzu drastische Eingriffe. Schaun wir mal.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Hans-Martin » 18.11.2013, 22:57

Hallo Uwe
Es gibt da Microsorber Folien, die mit feiner Perforation erstaunliche Wirkung haben und fast unsichtbar bleiben.
Wenn es ein historisches Gebäude (Denkmalschutz) ist, sind vielleicht die Ecken und Kanten oben durch Abrundung und Zierlininien "entschärft".

Wenn nicht: Lautsprecher mit ausgeprägter Bündelung können da Wunder wirken.
Ich habe mal Acapella Hörner in schallharter und unmöblierter Umgebung gehört und auch gemessen. Beide Ergebnisse waren sehr überzeugend, dennoch verbesserungsfähig, wie die Anwendung von digitaler Raumkorrektur zeigte.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Tinitus » 20.11.2013, 23:38

Hallo Winfried,

danke für den Tip, das ist tatsächlich einfacher als der Übertrag aus word, man darf es im Eifer des Gefechts aber nicht vergessen, Alternative ist, sich kürzer zu fassen.

Hallo Hans-Martin,

das mit den Absorberfolien klingt interessant, kurze Recherche im Internet hat ergeben, das für doppelt wirkende Folie ungefähr 80 euro/m² fällig sind. Jetzt gehöre ich (noch?) zu der Spezies, die zwar bereit ist, einiges an Geld in Elektronik zu stecken, aber - wahrscheinlich zu Unrecht - bei Maßnahmen, die den Raum betreffen irgendwie eine Sperre im Kopf haben. Muss man, um die Halligkeit zu verringern, alle kahlen Flächen mit Absorber versehen oder reicht es aus sich auf bestimmte Flächen zu konzentrieren? Bei mir wären das:

ca. 6 m² hinter linker Box
ca. 8 m² gegenüberliegende Wand rechte Box
ca. 4 m² hinter Hörposition (oder doch der mobile Kleiderständer? :)
ca 16 m² Decke

34 m² = ca. 2700 euro :oops: oder gibt es da schon Mengenrabatt :)

Da tun sich mir noch andere Fragen auf: Bekomme ich das Zeug auch wieder runter ohne hinterher den Raum renovieren zu müssen?
Kann der Hersteller einem mitteilen, um wieviel % die Halligkeit des Raumes verringert wird?
Wäre ja schade, wenn man soviel Geld in die Hand nehmen würde und dann nicht viel bei rumkäme.
Da sehnt man sich doch an die Zeiten zurück, als einem keiner reinreden konnte, wenn man Eierkartons an den Wänden anbrachte (vielleicht sollte ich ein paar Mobiles basteln?)
Die LS kommen jetzt doch erst nächste Woche, ich werde demnächst dann auch einen Mytek da haben und mir auch noch einen T + A ausleihen, ich hab noch einige Tage Resturlaub, da kann ich dann Probe hören.

Grüße

Uwe
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Beitragvon vierzigo » 21.11.2013, 16:17

Hallo Uwe,

Manch ein Händler bietet auch gegen geringen Aufpreis ein Ausmessen mit an.
Hör dir erstmal an wie es im aufgebauten Zustand so klingt, dann kannst du schauen was man so alles machen kann um an das bestmögliche Ergebnis zu kommen, ist sicherlich auch nur ein Kompromiss, oder hat da niemand etwas mitzureden?
Die Ansätze von Hans-Martin sind natürlich allesamt richtig, ein gut gedämpfter Hörraum ist für ein längeres Hören unersetzlich, aber auch da gibt es nach eigener Erfahrung ein breites Spektrum, wir sind nunmal nicht alle gleich. Der eine möchte die volle Dämpfung und ein anderer möchte nur eine Leichte Dämpfung.

Grüße

Oliver
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Beitragvon Raal » 21.11.2013, 18:25

Hallo Uwe,

Raumakustik ist ein sehr komplexes Thema. Spiel deine Lautsprecher erstmal ein. Schau wie du sie genau stellst und nachdem du dann eine Weile so Musik gehört hast, lass deine Raumakustik messen oder mach es selber. Danach erst würde ich schauen was genau angegangen werden soll und unbedingt das Ergebnis auch mit weiteren Messungen überprüfen.

Viele Grüsse
Andreas
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Beitragvon Tinitus » 21.11.2013, 22:04

Hallo Oliver, Hallo Andreas,

danke für die wertvollen Anregungen. Ich werde es dann mit raumakustischen Maßnahmen so halten, wie mit den Netzkabeln und Steckerleisten, erst mal Anlage einspielen, dann weiter sehen. Der deutlich wahrnehmbare Hall im Hörraum beschäftigt mich aber doch, auch wenn es das Zimmer der Wohnung ist, welches am wenigsten hallt. Zumindest habe ich wie von Hans-Martin vermutet aufgrund eines umlaufenden Stucksimses an der Decke keine rechten Winkel. Mitzureden hat meine Freundin schon, allerdings sind wir in der glücklichen Lage zwei Wohnzimmer zu haben und haben uns darauf geeinigt, dass jeweils einer von uns einrichtungstechnisch in jeweils einem der Zimmer die letzte Entscheidung fällt, auch wenn jeder wenn es gar zu garstig würde ein Vetorecht hat. Die um die Tür herumgeführten s<mmetrischen Kabel, die immer da wo sie im Bogen laufen schwarz/blau aus den Kabelkanälen rauskommen findet sie sogar ganz nett.

Gruß

Uwe
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