Harald (ME Geithain RL 901K)

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Beitragvon DocM » 15.10.2016, 13:44

Hallo Harald,

Wie ist eigentlich der Stand Deiner Akustikdecke? Vielleicht kamnst Du hier mal berichten.

Wir sprachen beim Forumstreffen darüber. Ich habe mir jetzt mal Deine hier eingestellten Bilder und Messungen angesehen. Bin auf den Bericht des Endergebnisses gespannt.

Gruß
Marcus
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Beitragvon Jupiter » 14.02.2017, 17:44

Hallo zusammen,
der nächste Schritt ist getan, die Rahmen mit Basotect sind an der Decke montiert.
Was noch fehlt ist die Stoffbespannung, die folgt wenns wärmer ist.

Zunächst mal Bilder und Daten

Rahmen: 60*40 mm
Rahmengröße : 1500*3000 mm
Basotect 2*60 mm
Rahmenanzahl : 4
Verstrebung : 10 mm Rundholz

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Jetzt erst mal speichern, nicht das wieder alles weg ist wegen Zeitbegrenzung.

Gruß Harald
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Beitragvon Jupiter » 14.02.2017, 18:10

Hallo zusammen,
nach 3 Versuchen sind jetzt die Bilder hochgeladen.

Leider ist die Skalierung wohl schlecht zu erkennen.

zur Skalierung ETC:
linker Kanal
fast alles in den ersten 15 ms unter -30, einzelne Peaks immer noch unter -25
rechter Kanal verhält sich etwas besser.

Step: zu sehen sind die ersten 15 ms

Im Vergleich zu meinem ersten Versuch mit 60 mm Basotect bei gleicher Deckenfläche hat sich die Nachhallzeit nochmals verringert.
Nachhallzeit liegt bei ca 240 ms, ab 200 Hz gehts dann leider nach oben.

Falls jemand Interesse am Wasserfalldiagramm hat kann ich dies noch nachreichen.

Mein Fazit bis hierher, jeder Euro in Raumbearbeitung lohnt sich.
Auf jeden Fall sollte man begleitende Messungen machen.

Um den Nachhall im Bereich unter 200 Hz noch signifikat zu senken müßte ich Kubikmeterweise Steinwolle verbauen. Optisch ist mir dies im Wohnzimmer zu viel.
Den Rest muß jetzt Acourate erledigen.

Falls jemand noch Vorschläge hat die aktuelle Situation zu verbessern würde ich mich freuen.

Wie klingt es denn nun ?
Ich würde mal sagen ganz gut.
Falls jemand mit eigenen Ohren hören möchte, ist er herzlich eingeladen.
Aktuell gibt es zum hören eine guten Roten aus Spanien von 2009 ausgebaut im Eichenholzfass ( 12 Monate)
Der schmeckt so gut wie die Musik klingt.

Besser geht natürlich immer, bin aber mit beiden zufrieden.

Gruß Harald
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Jupiter
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Beitragvon frankl » 19.02.2017, 19:49

Jupiter hat geschrieben:Wie klingt es denn nun ?
Ich würde mal sagen ganz gut.
Falls jemand mit eigenen Ohren hören möchte, ist er herzlich eingeladen.
Aktuell gibt es zum hören eine guten Roten aus Spanien von 2009 ausgebaut im Eichenholzfass ( 12 Monate)
Der schmeckt so gut wie die Musik klingt.


Hallo Forenten,

am Wochenende bin ich Haralds Einladung gefolgt und ich kann alle zitierten Punkte voll bestätigen!

Bevor wir uns am Samstag mit LoCo und ConvoFS beschäftigt haben, wurde am Freitag nach gutem Essen und im Beisein des "guten Roten aus Spanien" einfach Musik gehört. Das das "ganz gut" klingt ist natürlich ein grobes Understatement. Besonders beeindruckend finde ich in dem großen und akustisch kräftig behandelten Raum die räumliche Tiefe und die genaue Ortbarkeit im Klangbild.

Ein bisschen Raum für Verbesserungen gibt es aber immer, und so haben wir am Samstag (mit Andree (Buschel)) einen LoCo-Filter für Haralds Setup erstellt. Wie im ConvoFS Thread beschrieben, hatten wir dann aber erstmal Probleme, den auch einzusetzen. Daher blieb nicht so viel Zeit für einen ausführlichen Hörvergleich. Vielleicht berichtet Harald mal, wenn er den Filter eine Weile ausprobiert hat.

Vielen Dank an Harald für die Gastfreundschaft, und viele Grüße,
Frank
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Beitragvon h0e » 02.04.2017, 16:51

Wenn einer eine Reise tut, oder Ausflug in die Wahl-Heimat

Hallo,

lange hat es gedauert, bis unser Linn Treffen endlich zustande kam.
Harald hat unermüdlich organisiert und uns wie immer vortrefflich verpflegt:
"Satt ist erst, wenn der Ranzen spannt!"
Gott sei dank wurden wir nicht mit Masse (alleine) gequält,
sondern auch mit einer Qualität, die einem High-End treffen angemessen ist.
Vielen Dank.

Gedankt sei auch allen Mitforisten und Herstellern, die uns mit Material unterstützt haben.
Hier seien vor allem die zwei anwesenden Joachim (http://www.hifi4life.de) und Ralf (http://www.artistic-fidelity.de) genannt.
Außerdem war noch Andree anwesend, der auch auf Grund seiner Profession immer mit fundierten Wissen aufweisen kann und Harald immer wieder mal auf den Boden der Tatsachen holt.

Linn Katalyst

Wir haben verkosten:
Linn Klimax (soweit ich weiß DS MK3, damit der letzte vor der Katalyst Serie)
Linn Klimax Katalyst (DSM MK3)
Linn Akurate DSM gertifiziert, G-Dac
Linn Akurate DS/1 gertifiziert, G-Dac mit M/S Umschaltung
arfi-dac2 - DA-Wandler versorgt durch arfi-psu - Stromversorgung,
gefüttert vom ADS/1 über SPDif an afis - Abhörmatrix
immer zwei Geräte haben wir an einer Krell Evo 202 (mit zwei gleiche XLR Kabeln) über Geithain 901 verglichen
außerdem noch
arfi-Vorstufe
arfi-Render-PC, Prototyp mit integriertem Afi USB

Aufbau des Setups

Freitag Abend wir wir den teil des Setups aufgebaut, der bereits da war.
Für den Pegelabgleich haben wir die Ausgangsspannung eines 1kHz Sinus hinter der Vorstufe gemessen.
Die entsprechenden Abschwächungen wurden in ConvoFS in einzelne Verzeichnisse eingetragen,
damit ist es möglich alle Titel aus den 5 Verzeichnissen für die 5 Geräte mit gleichen Pegeln abzuspielen,
ohne dafür an der Vorstufe die Lautstärke dafür zu ändern.
Auf der anderen Seite konnten wir für jedes Stück ein gewünschte Lautstärke wählen,
ohne uns weitere Gedanken über den Pegelabgleich zu machen, denn machte jetzt ConvoFS für uns.
Der G-Dac (DS/1) spiele daher mit eingeschalteter M/S Codierung und Decodierung,
während alle anderen mit Stereo Files gefüttert wurden.
Alle Linn Streamer wurden auf fixed Pegel gestellt, die interne Lautstärkeregelung also ausgeschaltet.

Erste Klänge

Ich hatte mit Spannung erwartet, was denn der Katalyst jetzt so drauf hat, denn die die Buschtrommel versprachen uns ein stark verbessertes Gerät.
Also haben Joachim und ich uns noch Freitag Nacht über die Klimaxe hergemacht.
Linn hat da einen richtig guten Job gemacht, der alte Klimax sieht da wirklich alt aus.
Der Musikfluss ist besser, aber eben auch die Detailwiedergabe. Auch die Räumlichkeit ist besser geworden.
Also alle Stärken, die ich am G-Dac so schätze wurden hier bei der Überarbeitung des Klimax mit der Katalyst Plattform klar verbessert.
Wie sieht es im Vergleich zum G-Dac aus?
Gert hatte mir gegenüber schon verlauten lassen, wir dürften nicht vergessen,
dass der DS/1 nicht aktuell ist und es bereits G-Dacs auf Basis des DS/2 gäbe.
Der Einwand war allerdings insofern unbegründet, als dass für mich der G-Dac immer die Nase vorne behielt,
Joachim fand aber einige Stücke am Katalyst besser, das konnte ich zwar nachvollziehen,
aber jeder mag eben anders hören. Jedoch war das glaube ich die einzige abweichende Aussage,
außerhalb der Frage, welcher Rotwein nun der bessere sei (eben auch Geschmacksache).
Interessant war, nochmalig deutlich zu hören, dass ein GADS/1 Dac besser kling als ein GADSM Dac der gleichen Generation,
er sortierte sich hier also zwischen Katalyst und G-Dac ein.
Alles in allem hat der aktuelle Klimax Katalyst mächtig aufgeholt. Dem ein oder anderen Musikflusshörer mag das evtl. sogar besser gefallen.
Schließlich wollten wir wissen wie Ralfs Dac so spielt, wir haben unterschiedliche Zuspieler verwendet,
d.h. wir haben mit beiden G-Dacs mal zugespielt und mit dem anderen verglichen und
wir haben mit Ralfs Streamer-PC-Prototyp zugespielt und mit G-Dac verglichen.
Das Ergebnis war immer ähnlich.
Der Arfi Dac2 spielt mit der gleichen Räumlichkeit und Detailgenauigkeit wie der G-Dac,
aber der Musikfluss ist dabei besser, mit wird einfach mehr von der Musik mitgenommen.
Das bedeutet aber auch, dass der Prototyp PC als Datenlieferant mit dem G-Dac mithalten kann.
Man darf also gespannt sein, wenn die nächste Arfi Kiste an den Start geht.
Der Arfi Dac2 unterschied sich klar und deutlich vom G-Dac, wenn auch nicht so sehr, dass ich meinen G-Dac jetzt als Datenlieferanten degradieren würde.

Arfi-Vorstufe

Wir haben die Krell Vorstufe aus dem Setup genommen und mit dem gesamten Arfi Setup inkl. Vorstufe gehört.
Die Vorstufe besitzt zwei Eingänge XLR und eine Fernbedienung.
Ich habe vergessen zu fragen, was das kleine Kästchen kostet.
Auf jeden Fall eine tolle passive Vorstufe, wenn auch das bisher gehörte Niveau etwas verlassen wurde.
Aber angesichts der Preisregionen ist das auch völlig in Ordnung.
Klare Empfehlung.

Kabel Tests

Wir wollten einige Kabel vertesten.
Beim Aufruf dieses Tagesordnungspunktes meldete eine Stimme aus dem Off, "für 3 Kabel sei sie noch aufnahmefähig",
ohnehin waren die Personen mit Verneinung von Kabelklang oder mindestens ausgeprägter Skepsis in der Mehrheit.
Nun gut.
Also mal wieder ein neues Stück ausgewählt und los gings.
Erstmal eine Runde mit dem Jena - Lab, mit dem wir bereits den ganzen Vormittag verbracht hatten und dann gewechselt.
Bereits nach dem ersten hin und zurück Wechsel waren alle angefixt.
Der Unterschied war schon recht frappierend.
Also nächstes Kabel,...
Wir hatten Audioquest, Solidcore (Stefan) Highend und Normal, Sommer Galileo 238 plus, Sommer SC-Square, Harald was war das Berliner Kabel, Ralf wollte dann auch seine Studio Cordials mal hören, alle durften mal gegen das Jena Lab spielen.
Reiner wird jetzt sagen, wußte ich eh vorher, dass das Kabel aus der Lidl (oder jetzt Ikea?) - Tüte das beste ist, aber weit gefehlt. An der Krell Geithain Kombination waren wir uns völlig einig, perfekts Matching,
das wäre ein Sünde wert.
Obwohl schon mehr als 3 Kabel getestet wollten wir es wissen.
Krell beiseite und die Kabel vom GADSM direkt an die Geithains.
Umgesteckt.
Hmmm.
Jena Lab, ja, den Klang den kennen wir jetzt eigentlich zur Genüge, dachten wir.
Das Jena Lab konnte hier nur mehr einen kleinen Vorteil herausspielen,
das Berliner Kabel, dass an der Krell gar nicht ging,
spielte plötzlich total stimmig.
Alle anderen mal besser, mal schlechter, aber immer nur mit kleineren Unterschieden.
Keine Kombination spielte so, wie zuvor das Jena Lab mit der Krell.
Auch die preiswerten Studio-Kabel (Sommer und Cordial) schlugen sich sehr gut,
teils deutlich weniger negativ auffallend, als andere High-End Strippen.

Fazit:

Ja es gibt Kabelklang, aber es kommt drauf an.
Es spielt eine wirklich große Rolle, was auf BEIDEN Seiten des Kabels angeschlossen ist.
Ich werde noch skeptischer Beiträge über Kabel lesen, insbesondere die,
die immer das gleich Produkt loben.
Leute, habt ihr mal verglichen?
Auch der Preispunkt ist kein Anhaltspunkt.
Mit meinen selbstkonfektionierten Sommer SC Square komme ich schon wirklich weit und da kostet der Laufmeter unter 2 Eur (plus Stecker und Arbeit).

Aber es war wirklich super spannend und kann nur zur Nachahmung empfohlen werden,
aber bitte mehr als ein Testkabel holen, denn es ist nicht gesagt, das das perfekte Match dabei ist.

Dann waren wir hinreichend geplättet und der Kuchen vom Nachmittag bereits lang genug her,
dass wir uns auf Andrees Grillkünste freuen durften.

Ein schönes Hifi Wochenende mit vielen Erkenntnissen,
sehr netten und interesanten Gesprächen (auch abseits von Hifi).

Gerne wieder,

Grüsse Jürgen

PS: Harald, Du musst mal Dein Profil aktualisieren
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Beitragvon nemu » 02.04.2017, 18:17

Hallo Jürgen,

schöner Bericht! Macht Spaß zu lesen.
Das Ihr alle viel Spaß hattet kann ich gut nachvollziehen.

Gruß und schönen Sonntag Abend
Stephan
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Beitragvon shakti » 02.04.2017, 18:20

Vielen Dank fuer den tollen Bericht, da bei einem meiner workshops der G-DAC auch mal an einer Krell EVO 202 spielen durfte, die 901 auch keine unbekannte ist, kann ich mit den Hörberichten sehr viel anfangen.

Vielleicht noch ein Kommentar zum Kabeltest. Die Evo 202 ist eigentlich auf den Anschluss mit CAST ausgelegt, ein Krell spezifisches Format, welches auf reine Stromverstärkung setzt. Auch die normalen Symmetrischen Verbindungen werden somit von dieser Schaltung beeinflusst, so dass ist nach vielen Versuchen merken musste, dass die Evo 202 hinsichtlich Kabel zwar sehr klar Unterschiede deutlich macht, diese Unterschiede aber nicht unbedingt auf andere Vorstufen übertragbar sind.

Zumal die EVO 202 gerne mit Endstufen hoher Eingangsimpedanz zusammenspielt, die bei mir bevorzugte Paarung mit den Krell Evo 600 monos zeigt bei den Evo 600 200kohm Eingangsimpedanz, die 901 habe hingegen unter 10kohm Impedanz. Diese Differenz kann (wird) durchaus die Unterschiede bei den xlr Verbindungen erhöhen, da das Kabel mit in die Anpassung zwischen Pre und Amp eingeht.

Gruss
Juergen
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Beitragvon Buschel » 02.04.2017, 19:34

Hallo zusammen,

h0e hat geschrieben:"Satt ist erst, wenn der Ranzen spannt!"

Genau, und er spannte -- meiner zumindest. :mrgreen:

h0e hat geschrieben:Für den Pegelabgleich haben wir die Ausgangsspannung eines 1kHz Sinus hinter der Vorstufe gemessen. [...] immer zwei Geräte haben wir an einer Krell Evo 202 (mit zwei gleiche XLR Kabeln)

Das waren für mich die wesentlichen Details im Setup für den gestrigen Vergleich. Die Pegel waren auf etwa 0,1 dB angeglichen. Mehr Genauigkeit wäre möglich gewesen, erschien uns aber nicht notwendig. Mit convofs ist das ziemlich schnell und problemlos umsetzbar. Als Sahnehäubchen hat Jürgen den Umschaltmeister gemacht und wir haben die Anzeige am Krell verdeckt. Nach ein paar Wechseln haben wird uns zwar versichert welcher DAC gerade lief, aber die ersten Höreindrücke waren "blind" und bei einigen Titeln auch nicht immer eindeutig, was aber auch an den Titeln gelegen haben wird, die die Unterscheidung zum Teil erschwert haben.

Ich als eher technisch orientierter und nüchterner Hörer mit Schwerpunkt auf Tonalität fand den Test in der Runde unterhaltsam und interessant. Unterschiede von den LINNs zum Acousense konnte ich für mich überraschend sogar nachvollziehen. Ich schreibe das dem erfolgten Pegelabgleich zu, der einen guten Vergleich aus meiner Sicht erst erlaubt. Die LINNs empfand ich im Bass etwas stärker aber auch weicher, den Acousence im Hochton irgendwie "crisper". Zwischen den LINNs konnte ich für mich kaum einen Unterschied ausmachen, außer dass der alte Klimax noch ein wenig runder im Bass war als der neue Klimax und die G-LINNs. Welche Variante einem jetzt bei dem eigenen Musikmaterial besser gefällt ist dabei Geschmackssache...
Wirklich überrascht war ich aber erst, als wir den Kabelvergleich angefangen haben und die (*offtopic* wahrscheinlich bei Vollmond geflochtenen und kryogenisierten *offtopic*) Jena Labs Kabel sich wirklich leicht wahrnehmbar von allen anderen Kabeln unterschieden: mehr Bass und keinerlei Schärfe mehr -- sehr angenehm. Sobald aber die Krell Vorstufe aus dem Setup genommen wurde, war dieser Effekt nicht mehr nachvollziehbar. Wenn man sich jetzt überlegt wie groß die Preisdifferenz der Kabel war (<50 Euro zu >2000 Euro), und wie gering die Unterschiede, wurndere ich mich zwar über die Wahrnehmbarkeit, sehe da aber weiterhin keinen echten Schwerpunkt.

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon SolidCore » 03.04.2017, 14:22

Hallo zusammen

Ein wenig wundert mich doch dieser Vergleichstest. Die verschiedenen DACs, auch die mit großen Preisdifferenzen, oder G-ertifizierten, sind im Bericht immer irgendwie als "wenig anders" beschrieben.
Schön wäre eine Umschreibung, was denn da genau anders war.
Man liest heraus: Konnte man nachvollziehen. Oder: gefiel dem einem oder anderem besser.
Bei den Kabeln ein ähnliches Ergebnis.
War da wirklich kein Gerät bei, das angeschlossen ein sofortiges : Wow, absolut, ja, DAS ist es... entlockte?
Der Bericht klingt für mich ein wenig nach: Ja, paar Sachen waren anders, alles halb so wild.
Bitte nicht persönlich nehmen. Lese ich beispielsweise Shaktis Berichte von Workshops oder Vergleichen,
stellt er klar verständlich dar, was genau zu hören war, auf welchem Level man sich befindet, oder wieso genau etwas nicht passte. Das ist in meinem Verständnis durchaus nachvollziehbarer.

Trotzdem vielen Dank für den Bericht.

Gruss
Stephan
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Beitragvon h0e » 03.04.2017, 15:08

Hallo Stephan,

man muss sich klar machen, dass es sich immer um Linn Streamer handelte,
also technisch sehr ähnlich. Die Neupreis immer jenseits der 10 000 Euro.
Der G-Dac spielt bekanntlich sehr detailliert und räumlich, das kann der alte Klimax nicht.
Der neue spielt hier viel besser.
Ralfs Dac macht alles so gut wie der G-Dac, aber nimmt ein etwas mehr mit in die Musik.
Alle Setups sind WOW!
Wir jammern auf hohem Niveau.
Bei den Kabeln konnte nur eine Kombi nämlich Jena Labs an Krell und Geithain begeistern.
Der Rest war uns in der Regel zu nah beieinander.
Ich kann dazu noch beisteuern, dass das Jena Labs bei mir an Krell und AVM Monos nicht die Qualität, wie an den MEG. Gerade die Kabelfrage ist extrem individuell und i.d.R. meiner Ansicht nach eher keine größere Investition wert. Hier muss jeder selbst probieren, evtl. findet er das perfekte Match.
Im Gegensatz zu manch anderem haben wir keinerlei wirtschaftliche Interessen.
Wir haben lediglich verglichen und geschaut "was geht".
Es gab auch Kabel, die gar nicht zu überzeugen wussten, egal in welcher Kombination.
Da das nicht bedeutet, dass diese nicht woanders perfekt passen,
halten wir uns mit blumigen Beschreibungen zurück.
Sonst müssten wir schreiben, schrille Höhen, kein Grundton, langweilig und undynamisch.
Oder, tonal verfärbt, schlechte Raumabbildung,...
Das hilft aber keinem, es sei denn er hat das gleiche Setup
Meist waren die Studio Kabel wie Cordial oder Sommer SC Square eher besser,
weil sie gesamt stimmiger waren, wo die Hifi Kabel eine gute Disziplin hatten,
in anderen aber weiter abfielen. So ergab sich kein stimmiges Gesamtbild.
So lieferte ein Kabel, dass an der Krell gar nicht ging, am Linn ein sehr stimmiges Bild.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon easy » 03.04.2017, 16:28

Hallo Jürgen,

mich wundert das Testergebnis auch sehr.
Ich habe die Vermutung ,daß ihr die Kabelvergleiche am korrigierten System gemacht habt.

Probiere doch mal an deinem System mit und ohne Korrektur.Bin neugierig, wie dann der Vergleich ausfällt.

Ich ( wir )habe(n) das Jenalabs bislang immer an unkorrigierten Setup's getestet und gegenüber der Standardverkabelung deutlichste Verbesserung gehört.(AGM 5.4,BM 18,MAnger,Abacus ,etc.)

Gruß

Reiner
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Beitragvon SolidCore » 03.04.2017, 16:40

Hallo zusammen

Vielen Dank für die weitere Erklärung.
Ich glaube ein wenig, durch die verschiedensten Varianten der Aufbauten habt ihr ein wenig "gegenkompensiert", und deshalb kann man in der Tat kein Einzelgerät oder Kabel gerecht beschreiben.

Wichtig ist natürlich immer, was im Ohr, oder auch in der Sympathie zu hören ist, ganz gleich in welcher Konstellation. Es muss als "Gesammtwerk" passen. Das ein Jena-Kabel gegen ein Sommer keine Unterschiede zeigt wundert mich zwar stark, aber nichts ist unmöglich. Ich selbst habe dieses Ergebnis noch nie erlebt.

Kann man denn nun ein Resumee über die Linn DACs sagen? Gabs denn dort einen klaren Gewinner und auch Verlierer ? Oder waren sie beim umrüsten mit anderer Vor- oder Endstufe auch einmal die vorteilhaften, und einmal weniger ?

Gruss
Stephan
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Beitragvon h0e » 03.04.2017, 16:59

Hallo Stephan,

der G-Dac blieb für mich immer klarer Gewinner, wenn man hier so simple Aussagen treffen möchte.
Aber vor allem, weil für den Mehrgewinn durch Ralfs Dac nicht ca. 4000 Eur investieren würde.
Besser fand ich es schon, dass habe ich aber in meinem Bericht auch ausführlich geschildert.
Grundsätzlich brauchen weder die Klimaxe noch die G-Dacs überhaupt eine Vorstufe.
Mit einer normalen Vorstufe braucht man hier nicht anfangen, die wird im Vergleich zum Klang- und Detailkiller,
da muss man schon auf dem Niveau einer Krell einsteigen, oder Gerts Meinung folgen und besser ohne hören.

Niemand hat behauptet, dass es z.B. zwischen Jena Lab und Sommer keine Unterschiede gäbe.
In Kombination Krell Geithain wäre es eine Überlegung wert.
In allen anderen Kombinationen wäre ich nicht bereit, Geld zu investieren,
weil einfach zu wenig besser!

Was wir gegenkompensiert haben sollen, verstehe ich nicht. :?

Ich werde mich sicher noch ein wenig mit dem Jena Lab befassen,
allerdings verspreche ich kir nichts davon, die Korrektur auszuschalten.
Diesbezüglich hatten wir bei Harald auch keine Veränderungen vorgenommen.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Fujak » 03.04.2017, 17:27

Hallo Jürgen und Andree,

ertmal vielen Dank, dass Ihr uns teilhaben lasst an Eurem hochkarätigen Geräte- und Kabelvergleich. Für mich sind die Testergebnisse ebenfalls anfangs unverständlich gewesen, nun aber nach den weiteren Erläuterungen anschaulicher bzw. nachvollziehbarer. Neben den reinen Klangbeschreibungen geht es hier ja auch um die Preiswürdigkeit des "Investitionsklanggewinnverhältnisses", das für jeden unterschiedlich ausfallen mag und - so wurde bei den Kabeln deutlich - auch stark von den jeweiligen Komponenten-Konstellationen abhängt.

Ich würde jedenfalls nie zusätzliches Geld für Kabel einsetzen, die lediglich die Tonalität meines Systems korrigieren, denn das mache ich viel einfacher und differenzierter mit der Zielkurve von Acourate. Anders sieht es dagegen aus, wenn ein Kabel mehr Detailauflösung oder bessere Raumabbildung ermöglicht. Das ist kaum durch andere Maßnahmen zu bewerkstelligen, weil es hier um mehr/weniger übertragene Informationsdichte geht.

easy hat geschrieben:Ich habe die Vermutung ,daß ihr die Kabelvergleiche am korrigierten System gemacht habt.
Probiere doch mal an deinem System mit und ohne Korrektur.Bin neugierig, wie dann der Vergleich ausfällt.

Wenn sich Klangunterschiede von Kabeln dadurch nivellieren, dass man sie an einem Convolver korrigierten System betreibt, wäre das für mich ein Hinweis darauf, dass das Korrektur-System derart viele Nuancen verschleift, dass subtilere Unterschiede gleich mit weggeraspelt werden. Das habe ich in der Tat bereits beobachten können z.B. durch zu kurze Filterlängen, falschberechnete Filter, durch zusätzliche AD-DA-Wandlung eines zwischengeschleiften Convolving-PCs oder andere Ursachen.
Korrektursysteme korrekt konfiguriert und eingesetzt ändern nach meiner Erfahrung nicht die Wahrnehmbarkeit von Klangunterschieden - auch bei Kabeln nicht.

Grüße
Fujak
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Beitragvon h0e » 03.04.2017, 18:18

Hallo Fujak,

Du kannst gerne vorbei kommen und das Jena Lab anhören, easy wird es hoffentlich noch etwas entbehren können, dann kannst Du Dir selbst ein Bild machen.
Ob mit oder ohne DRC ist völlig egal, die Änderung ist völlig identisch,
so hätte ich es auch erwartet.

Grüsse Jürgen
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