Alfons (BD-Design Orishorn + Altec A7 Sub)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon chriss0212 » 15.06.2017, 13:26

Hallo Alfons

Das positive ist: es handelt sich um ein Gerät aus der Broadcast Serie, was bei Sony damals für sehr gute Qualität sprach. Allerdings ist UMatic noch der Vorläufer von BetaCam was auch schon alt ist...

Hier findest Du ein paar Specs zur Maschine:

http://www.broadcaststore.com/store/model_detail.cfm?id=14937

Für damalige Zeiten... und dann auf Bild bezogen... sicher ein gutes Gerät. Aber in Sachen Ton bist Du denke ich mit einer alten Tonbandmaschine besser bedient.

Grüße

Christian
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Beitragvon Melomane » 15.06.2017, 14:48

Hallo,

... falls überhaupt. ;)

Ich habe nur Erfahrungen mit einem HiFi-Videorekorder aus den 1980ern. Die waren enttäuschend. Nicht weil der Klang schlecht war. Der war im Prinzip hervorragend, weil er eben nicht auf der schmalen Spur aufgezeichnet wurde, die horizontal an den Köpfen vorbeigezogen wurde. Sondern parallel zu den Videospuren, die eben hohe Datenmengen verarbeiten mussten und insofern prinzipiell sehr gute Tonaufnahmen anfertigen konnten.

Aber: Das Prinzip setzt ein Umschalten der Köpfe voraus, um die "Spuren" beschreiben zu können. Und diese Umschaltgeräusche machten sich hörbar durch Klicken bemerkbar. Außerdem habe ich nie eine Stelle gefunden, die ich gezielt anfahren wollte, weil die Kiste kein Echtzeitzählwerk hatte.

Es wäre also zu prüfen, was das hier anvisierte Teil kann, wie ja oben schon jemand angemerkt hat.

Gruß

Jochen
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Beitragvon wgh52 » 15.06.2017, 15:58

Alfons,

ich stimme Christian zu: Sofern Du keine Bildaufzeichnung machen willst, bist Du mit einer Tonbandmaschine besser bedient. Die alten B77 Revox beispielsweise versehen nach einer Elektonikauffrischung klaglos ihren Dienst in sehr guter Qualität!

Einziger Vorteil des Videorecorders könnte die genaue Bandlaufzeitzählung sein, so dass man bestimmte Stellen auf dem Band gut wiederfindet (wenn man gut Buch geführt hat :wink: ), aber ansonsten...?

Videorecorder sind, gerade wegen der Schrägspuraufzeichnung mit rotierender 3-Kopf-Trommel, mechanisch allgemein viel diffizieler als Bandmaschinen, sie sind halt auf Bild/Filmspeicherung (der damaligen Zeit!) optimiert und machen dementsprechend auch mehr störende Laufgeräusche als Tonbandmaschinen.

Bei aller Freude über das freundliche Angebot: Für reine Audioaufzeichnung würde ich den U-Matic Recorder nicht kaufen.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Schöngeist » 15.06.2017, 16:28

Hallo Winfried,

ich habe ja eine Revox PR 99 MK III in 2-Spur 19/38. Die läuft bei mir abwechselnd zu meinem Plattenspieler.

Der Grund, warum ich mich für den U-Matic Videorecorder interessiere ist die professionelle Schrägspuraufzeichnung auf 3/4 Zollband. Das soll auch für das Audiosignal gehen. Video interessiert mich nicht. Außerdem will ich dann mit diesem mobilen Recorder meine eigenen analogen Aufnahmen machen.

Es scheint hier aber niemanden zu geben, der mir sagen kann, wie man ein Audiosignal in den Videoeingang und damit auf den rotierenden Tonkopf bekommt.

@Christian, danke für den Link. Da ist meine Option ja wirklich ein Schnäppchen, wenn man sich die Preise anschaut.

Grüße Alfons
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Beitragvon chriss0212 » 15.06.2017, 17:36

Hallo Alfons...

Ist jetzt nur eine Vermutung, da ich ers ab Betacam eingestiegen bin...

Aber der Frequenzgang 50Hz bis 15kHz lässt vermuten, dass der Ton nicht über den Videokopf aufgezeichnet wird... auch die Angabe über Wow and Flutter von 18% deuten meiner Meinung darauf hin.

Grüßle

Christian
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Beitragvon lukivision » 15.06.2017, 17:52

Bei den Videorecordern der Profiklasse wurde meines Wissens generell auch der Ton mit eigenen rotierenden Köpfen aufgezeichnet. Videoköpfe für das Bild, Audioköpfchen für den Ton. Da brauchst Du Dir also keine Gedanken machen -außer bei transportablen U-matic Recordern,da ging es um das Bild, und der Ton wurde aus Platzgründen (die Bänder waren schmal) auf Längsspur aufezeichnet. U-matic war das erste semiprofessionelle transportable Format, man trug die Kamera auf der einen Schulter, den Recorder über die andere. Im Studio wurde auf stationäre Schnittmaschinen überspielt, die auch schneller spulen konnten. Audioqualität war sekundär, man hatte ja größte Mühe, auch nur annähernd die Bildqualität der großen 1-2 Zoll MAZen zu erreichen. Das war alles noch 80er-Jahre-Technik, die Anfänge der transportablen Videotechnik. In den 90ern kam Betacam, dann Betacam-SP, was sich noch bis in das neue Jahrtausend retten konnte.
ich glaube nicht, daß Du einen Vorteil von U-matic-Geräten hast. Das ständige Spulen macht einen irre. Ersatzteile? Neue Köpfe sind sicher fällig. Ich würd´s mir gut überlegen. Wenn Du aber auf professionelle Schrägspuraufzeichnung stehst, such nach einer Betacam-SP Studiomaschine.

Luki
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Beitragvon chriss0212 » 15.06.2017, 18:15

Hallo Luki,
Videoköpfe für das Bild, Audioköpfchen für den Ton. Da brauchst Du Dir also keine Gedanken machen -außer bei transportablen U-matic Recordern,da ging es um das Bild, und der Ton wurde aus Platzgründen (die Bänder waren schmal) auf Längsspur aufezeichnet.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann nur bei den Transportablen Geräten so gemacht worden ist... wo wär denn dann die Kompatibilität?

Ist aber nur Mutmaßung!!

Grüße

Christian
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Beitragvon lukivision » 15.06.2017, 19:24

Ja, Du hast Recht. Ich erinnere mich, daß alle 3 U-Matic Formate (also auch die späteren HB und SP) alle nur das Bild mit rotierenden Köpfen aufgezeichnet haben. Für Audio gab es 2 Längsspur-Kanäle. Und der Klang war schon damals nicht High-End. Max. Cassetten-Laufzeit waren 60 Minuten.
Mir ist noch eine - gute- Alternative eingefallen: DAT! Digital-Audio-Tape. Das klang sehr gut, war praktikabler und schneller in der Handhabung.

Luki
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Beitragvon Melomane » 15.06.2017, 19:33

Hallo,

DAT war doch meistens kaputt. ;) Gegenüber der vorhanden Analogtechnik bringt das doch nicht wirklich einen signifikanten Klanggewinn, der über heutige hochwertige Digitalproduktionen hinausginge. So bleibt allenfalls die Nostalgie.

Gruß

Jochen
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Beitragvon chriss0212 » 15.06.2017, 19:49

Die von Swoboda modifizierten DATs hatten damals einen guten Ruf.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/sony-es-dat-59-dac-swoboda-mod-/664539612-172-2124

Grüße

Christian
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Beitragvon h0e » 15.06.2017, 20:01

Hallo,

ist zwar mittlerweile schon recht OT, aber ich kann nur raten, die Finger von Sony DATs der Reihen 57, 59 und 60 oder gar den 6xx Serien zu lassen. (Hatte selbst mehrer, damit immer wenigstens eins lief.)

Wenn dann muss man bei der großen Serie einsteigen, da die Laufwerke der kleinen Serien ein ständiger Anlass zur Reparatur sind, da hilft Swoboda nichts. Vor allem gibt es wirklich gute und auch mobile Recorder für kleine Geld, z.B. Tascam DR-680 MkII für 700 Euro, da sehe ich keinen Sinn sich die alten Consumer Teile von Sony anzutun.

Ansonsten hat es schon seinen Grund, warum niemand das alte Videozeug kaufen mag. Das ist wirklich mehr Nostalgie als irgendetwas anderes.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Trinnov » 15.06.2017, 21:15

Eine Alternative zu einem Tonbandgerät könnte auch das gute alte Pioneer CT-95 sein. Geht mit Metallband bis 30 KHz und hat neben Dolby B und C unter anderem auch das aus dem Profibereich stammende Dolby S. Weitere Infos zum Bespiel hier:

https://www.fein-hifi.de/Kassettendecks ... :3282.html

Habe noch so ein Teil seit einigen Jahren verstaut im Karton stehen. So gut wie nicht gebraucht. Neuwertig. Irgendwie habe ich mich bisher nicht überwinden können es zu verkaufen. War damals das beste was technisch im Tapedeck Bereich machbar war.

Gruß,
Horst
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Beitragvon Schöngeist » 16.06.2017, 09:46

Hallo,

das Thema U-Matic ist vom Tisch.

Danke für die Beiträge dazu.

Gruß Alfons
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