Olaf (Neumann KH 120 + Sub KH 830)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Olaf (Neumann KH 120 + Sub KH 830)

Beitragvon OlafM » 10.12.2014, 11:30

Der Neue mit Neumann

Hallo zusammen,

mein Name ist Olaf (48) und ich komme aus Königslutter, einer Kleinstadt in der Nähe von Braunschweig und Wolfsburg. Wie so viele hier, habe ich dieses Forum bislang als stiller Leser genutzt und auch davon profitiert. Der angenehme und respektvolle Umgang und die Qualität der Beiträge haben mich nun dazu veranlasst mich anzumelden, bzw. zu registrieren.

Mein Weg zum jetzigen Hören meiner Musik war lang, steinig und teuer. Es begann, wie so oft, mit dem ersten selbst verdienten Geld. Einige HiFi-Komponenten wurden von Technics und Yamaha gekauft, dazu noch ein paar Yamaha Lautsprecher (Modellbezeichnungen habe ich leider nicht mehr) und alles war gut. Allerdings nur für kurze Zeit. Ich spielte seiner Zeit in einem Orchester Klarinette und lernte das Klavier und Gitarrenspiel. Musik hatte und hat auch heute noch einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Die Wiedergabe der Musik zu Hause war allerdings nie so wie sie im Original geklungen hat. Dieser Ärger hat mich fast 30 Jahre begleitet. Ich fing irgendwann an mich näher damit zu beschäftigen und rüstete nach und nach auf. Um es jetzt abzukürzen: Gegen Ende meiner Kauf- und Hörfrustkarriere stand bei mir zu Hause eine Cyrus-Anlage und als Lautsprecher die 803er von B&W. Dazu sündhaft teure Kabel, in einem akustisch optimierten Wohnzimmer. Zufrieden war ich allerdings immer noch nicht. Ich habe dann noch einen letzten Versuch gestartet und gebraucht ein paar Quadrat Vulkan, einen Burmester Vollverstärker und CD-Player gekauft. Das war eine gute Lösung, aber immer noch nicht das was ich wollte. Danach habe ich es aufgegeben. Offensichtlich gab der HIFI - Markt nichts her was einen Sänger mit Gitarre so wieder geben kann als wenn er vor mir steht.

Die Wende: Durch einen Zufall war ich bei einem Freund. Er betreibt ein kleines Tonstudio. Dort habe ich immer wieder mit ihm meine eigenen Songs bearbeitet und geschnitten. Eines Tages hatte ich zufällig eine CD von Allan Taylor dabei und aus einer Laune heraus haben wir diese CD über die Monitore (ADAM) gehört. Was da auf meine Ohren traf, war fast das was ich hören wollte. Das eigentlich schon abgeschlossene Thema kam mit aller Kraft wieder in mir hoch. Es musste eine Lösung geben.

Nach einigem hin und her höre ich meine Musik jetzt so: Die Musik kommt vom iMac, an dem ein M2Tech Hiface two Adapter am USB Ausgang angeschlossen ist. Dieser wandelt von USB nach Koaxial Digital und macht noch einiges mehr (http://www.m2tech.com). Weiter über ein sehr kurzes Audioquest Kabel zum DA-Wandler, der mit zwei BurrBrown 1795 bestückt ist. Von dort per XLR zu einem passiven Monitorcontroller und dann weiter per XLR zu einem Neumann 830 und von dort zu zwei Neumann KH 120.

Als Zwischenschritt zu dieser, aktuellen Lösung hatte ich zunächst die 310er Neumann ohne Subwoofer in unserem Wohnzimmer. Auch das war eine geniale Lösung, die aber nach Auffassung meiner Frau das Wohnzimmer auf's Schlimmste verschandelt hat. Den Subwoofer in der aktuellen Konfiguration könnte man sich auch sparen. In einer guten Hörumgebung geht es m.E. auch ohne.

Primär höre ich Singer/Songwriter wie Allan Taylor, David Munyon, Steve Strauss, Shelby Lynn und ähnliche. Je nach Stimmungslage auch sehr gerne Jazz. Oscar Peterson, Claire Martin und auch die von vielen nicht mehr so gerne gehörte Diana Krall gehören zu meinen Favoriten. CD's kaufe ich so gut wie keine mehr. Fast alles kommt inzwischen von highresaudio oder linnrecords.

Beste Grüße,
Olaf
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Beitragvon music is my escape » 10.12.2014, 16:21

Hallo Olaf,

Herzlich willkommen hier im Forum! Deine kleine und feine momentane Komponentenkombination macht sicher viel Freude...

Wie hast Du das "Downgrade" zu den kleinen Zweiwegern in klanglicher Hinsicht empfunden? Gerade die wunderbare Mittenwiedergabe der 310er wird ja immer wieder gelobt und auch das geschlossene Konzept ist sicher nicht von Nachteil...

Ich höre an der Hauptanlage selber mit einer Zweiwege-Sub-Kombi und bin prinzipiell sehr zufrieden, lustigerweise bin ich jedesmal, wenn in der Küche Musik über die dortigen geschlossenen Dreiweger aus den 70ern läuft, u.a. von den wahnsinnig natürlich klingenden Stimmen beeindruckt und deshalb interessiert an Erfahrungen mit höherwertigem Equipment, was länger unter vergleichbaren Bedingungen gehört wurde.

Viele Grüße,
Thomas
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Beitragvon beltane » 10.12.2014, 18:23

Hallo Olaf,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Mit Acourate würde die Raumanpaasung in der Tat deutlich günstiger sein, da hat Thomas vollkommen Recht. Die Berücksichtigung der speziellen Chassisparameter etc. - also die messtechnische Abstimmung der Lautsprecherkomponenten - wäre nach meinem Verständnis nicht möglich. Die Raumanpassung würde dagegen mit Acourate viel mehr Möglichkeiten bieten als das Linn System.

Ob die Berücksichtigung der Bauteile für den Klang wirklich so relevant ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 10.12.2014, 23:10

Hallo Olaf,

noch einmal herzlich Willkommen - und bitte entschuldige meine Antwort. Sie war für einen anderen Thread geschrieben. Habe mittels Smartphone agiert und mich da vertan. Meine Aussagen passen natürlich überhaupt nicht zu Deinem Vorstellungsthread.

Wünsche Dir hier viel Spaß und anregende Informationen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon gregor » 10.12.2014, 23:39

Hallo Olaf,

willkommen in diesem Forum. Mit Deiner Neumann-Kombi würde ich bestimmt auch zufrieden hören, dass Du sie im Wohnzimmer etablieren konntest freut mich, wobei die KH120 für Studiomonitore geradezu hübsch sind, das macht es wahrscheinlich leichter.
Du sprichst von einem "passiven Monitorcontroller"; kommt der auch aus dem Studio-Bereich, etwa von SPL?

Beste Grüße
gregor
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Beitragvon OlafM » 11.12.2014, 08:54

Guten Morgen und vielen Dank für die nette Begrüßung.

@gregor: Mir war wichtig eine Komponente zu verwenden welche die Klangqualität möglichst wenig oder gar nicht beeinflusst. Der Controller ist bei mir eigentlich nicht mehr als ein Dimmer. Ohne Netzteil, Fernbedienung etc. Ein Feintuning der Lautstärke kann ich vom Hörplatz zusätzlich mit der Fernbedienung des iMac vornehmen. Ja, er kommt aus dem Studiobereich.

Es ist von der Firma Palmer und heißt Monicon.

Für die Wiedergabe der Musik verwende ich die Software Audirvana plus. Vor dem Starten der Musik wird das System zur Wiedergabe optimiert (Hintergrundprozesse abschalten etc.) und In den Einstellungen gibt es zudem die Möglichkeit, Sampleraten nicht mehr von Apple CoreAudio konvertieren zu lassen, sondern von dem aus dem Studiobereich bekannten iZotope 64-Bit SRC. Eine runde Sache, wie ich meine. Es gibt aber sicherlich auch andere gute Lösungen. Ich bin damit sehr zufrieden.

Beste Grüße,
Olaf
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Beitragvon OlafM » 11.12.2014, 09:16

@Thomas: Das "Downgrade" war weniger schlimm als anfangs von mir vermutet. Ich hatte zwar nicht lange die Möglichkeit direkte Vergleiche zu erleben, aber wenn Du den Hörabstand anpasst, also verkürzt, hast du nahezu die gleiche Hörfreude. So war zumindest mein Eindruck. Eine Blindverkostung blieb mir erspart :-)

Mein persönlicher Eindruck ist der, dass gerade im Bereich der Wiedergabe von Stimmen die Neumänner (welche auch immer) schwer zu schlagen sind. Immer eine gute Aufnahme vorausgesetzt. Aber das ist mein persönlicher Eindruck nachdem ich so einiges, aber lange nicht alle möglichen Alternativen gehört habe.

Beste Grüße,
Olaf
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Beitragvon nikander » 12.12.2014, 10:01

Hallo Olaf,

habe die Neumänner auch (+ Sub von Velodyne) - ich wäre sehr interessiert zu erfahren, wie denn der direkte Vergleich zu den höheren Neumann KH 310 ausgefallen ist (abgesehen vom Bassbereich).

Schöne Grüße,


Christian
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Beitragvon nikander » 12.12.2014, 19:28

Oh, hat sich wohl erledigt, habe den obigen Beitrag überlesen
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Beitragvon MarcB » 12.12.2014, 23:06

Hallo, schön einen weiteren (Neu) Mann hier zu haben. Viel Spaß hier. :cheers:
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Nahfeld provisorisch

Beitragvon OlafM » 08.02.2015, 16:49

Hallo zusammen,

aufgrund von etwas länger dauernden Umbaumassnahmen, musste ich aus dem Wohnzimmer ausziehen und in einen Ausweichraum umziehen. Um nicht auf MEINE Stunde Musik nach Feierabend zu verzichten, musste ich etwas basteln.

Auf die Schnelle habe ich mir zwei Absorber-Wände (1x1m) gebastelt und bin mit den kleinen Neumännern in einen nicht mehr benötigten Raum umgezogen. Die Wände einfach mal so aus dem Bauch heraus aufgestellt, noch 2 kleine (50x100 cm) hinter die Lautsprecher, Mac und Wandler zusammen getüdelt und los ging es.

Was soll ich sagen? Unglaublich. Das sieht alles sehr provisorisch aus, aber der Klang ist wirklich erstaunlich gut. Der Sound gefällt mir so besser als im Wohnzimmer. Obwohl der Raum recht aufwendig akustisch hergerichtet wurde. Ich mag gar nicht mehr daran denken was alleine die Messung gekostet hat.
Ich bin sehr überrascht und wollte das einfach mal los werden.

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Beste Grüße, Olaf
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Beitragvon wgh52 » 08.02.2015, 19:04

Hallo Olaf,

ganz so provisorisch sieht das gar nicht aus :cheers:

Vielleicht ein Tipp (weis nicht ob nötig :oops: ): Falls Du vom Hörsessel aus den rechten LS in der Glasscheibe der Vitrine gespiegelt siehst, gehört da (unbedingt) einer der Mittel/Hochton-Absorber (mit so ca. 5cm Luft zur Glasfläche) hin um frühe Reflektionen zu dämpfen. Die 5 cm Regel könntest Du auch beim linken Absorber ausprobieren. Lass mal hören ob's was bringt. :D

Viel Vergnügen! Und immer dran denken: Provisorien halten meist länger als geplant... :mrgreen:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Hans-Martin » 08.02.2015, 20:07

:cheers: Andere Leute kaufen für viel Geld "Klangschalen" :cheers:
Ob die Vitrine nicht auch Absorbereigenschaften in der Ecke hat, lässt sich aus der Entfernung nicht bewerten. Aber das Bild zeigt, dass der Ständer mit seiner Bodenplatte (an den Fliesen beobachtet) etwa mit der Vitrinenkante gleichzieht, dann weiß man schon, dass man fast zwischen den Boxen stehen muss, damit sich die Box spiegelt (mein Großvater hette eine Musiktruhe mit verspiegeltem Barfach, darin eine Cognacflasche und Gläser, direkt neben dem Lautsprecher, ob das die Brillanz gefördert hat, vermag ich nicht zu bewerten, er hat alle Platten mit derselben Saphirnadel gespielt, die nur für 50 Stunden ausgelegt war).
Die Boxen sind leicht eingewinkelt, das ist Geschmackssache, ich würde viel weiter einwinkeln, schließlich haben die Entwickler sich was gedacht, warum sie einen Waveguide spendierten.
Die Absorberplatte rechts lässt schönen Abstand zur Wand dahinter, links lässt sich nicht aus dem Bild beurteilen. Aber es hat den Anschein, dass hier quer mehr als längs akustisch behandelt wird.
Wenn man mit einem ersten "Quick & Dirty" schon so viel Spaß hat, wie wäre es wohl, wenn man mit demselben Material anders, möglichst effektiver verfährt?
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tür tatsächlich in der Mitte der Wand ist, und dass die Aufsteller mit dem Noppenschaum leicht schräg hinter die Boxen gestellt gerade noch den Durchgang frei lassen. An die Vitrine kommt man offenbar jetzt auch nur mit Hindernissen, daran ändert sich dann auch nichts. Den Schaum an der Stirnwand würde ich dann vor den seitlichen Wänden anbringen, eben, wo die erste Reflexion geschieht, aber mit Abstand, denn wo Wand ist, ist Druckmaximum, Schaum dämpft besser, wo Schnellemaximum ist.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon OlafM » 08.02.2015, 21:03

Hallo!

@Winfried: Da es bei diesem Raum so gar nicht auf irgend etwas ankommt habe ich die Vitrine entfernt :-) Danke für den Hinweis.

@Hans-Martin: Da ich Platz genug habe und hier machen kann was ich will, habe ich die Tür jetzt mittig zwischen den Lautsprechern und den Rahmen mit dem Noppenschaumstoff gefüllt. Davon habe ich noch jede Menge hier. Gab es mal günstig bei Session.de
Zur linken Aussenwand habe ich auch jede Menge Platz. Da ist also auch noch Luft. Die Aufsteller werde ich dann morgen im Raum hin und her bewegen und meine Ohren entscheiden lassen.

Für mich ist das Ergebnis auch so schon wirklich sehr hörenswert. Einfach schön, mal so zu spielen. Ganz ohne Rücksicht auf Familie und vorhandenes Mobiliar.

Ich danke euch.

Olaf
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Beitragvon Hans-Martin » 08.02.2015, 21:46

Hinterm Horizont gehts weiter... Viel Erfolg, Olaf!
Grüße Hans-Martin
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