Erich (vollaktive DIY-LS)

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Beitragvon v_erich » 24.03.2018, 20:05

Hi,
da es mir wieder besser geht, hier der aktuelle Stand.

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Ich habe von DIYINHK das neue Reclocker Board gekauft und zwischen Dante und AK4497 DAC geschalten.
Hat für mich auch den Vorteil, dass ich die 2 Boards leicht trennen kann und zum Basteln nicht immer das ganze Konglomerat in den Keller schleppen muss 8)

Klanglich hat das nicht sehr viel gebracht, vielleicht etwas aufgeräumter das Klangbild, müsste man im 1:1 Vergleich mit/ohne hören, ohne Umbauphase - also eher wenig, ist aber nur ein einfacher Reclocker mit dem MCLK Signal.

Dann hab ich mal auf der 3V3 Direktversorgungsseite einen anderen Kondensator probiert, den öfters empfohlenen elna SILMIC II. Ich habe mir 2 Werte geholt, eigentlich für analoge Ausgangsstufen mit 470µF/25V und 100µF/50V.
Hab jetzt den 470'er statt dem Polymer an die 3V3 gelötet.
Der Polymer schafft etwas dynamischere Impulse, ein knackigeres Klangbild.
Der SILMIC II kommt mit einem etwas flüssigeren Klangbild daher, Impulse ganz leicht weniger Zackig, Feinauflösung/Details hört/hören sich aber gleichwertig an. Irgendwie leicht musikalisch runder, analoger im übertriebenen Sinn.
Räumlichkeit könnte auch besser sein, da bin ich aber unempfindlich, höre eher gut Frequenzgang und Timing (Jitter).
Unterschiede sind bei mir nicht riesig, man kann mit beiden gut hören, aber eine leichte Tendenz ist schon zu hören, bei mir bleibt der SILMIC II drinnen, enntspannt aber mit allen Details ist meine Klangrichtung.

Als nächstes teste ich die SilmicII dann in der analogen Ausgangsstufe vom DAC, mal schauen ob ich da auch was höre.
Davor mach ich mit Andi's Dante und Clock weiter, wollte das mit dem Elko auch wegen Ihm testen, damit er den "richtigen" Bauteil reinbekommt.

Schöne Grüße,
Erich
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Beitragvon Salvador » 24.03.2018, 20:53

Hallo Erich,
das lese ich natürlich mit großer (Vor)freude! :)
Weiter so und LG,
Andi
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Beitragvon Fujak » 25.03.2018, 09:17

Hallo Erich,

ich habe ja die Elna Silmic II schon seit längerem in diversen Geräten verbaut. Von Stephan (SolidCore) kam seinerzeit der Hinweis, dass die Beurteilung des Silmic II eine längere Einspielzeit erfordert. Das kann ich nur bestätigen. Dabei startet das Klangbild, wie von Dir beschrieben mit einer etwas gemütlicheren Gangart (bei der man versucht sein kann, sie wieder rauszulöten) und geht später zu einer höheren Detailauflösung bei gleichzeitiger Beibehaltung des von Dir (und mir ebenfalls) geschätzen musikalischen Flusses.

Ich habe bei mir seinerzeit daraufhin eine Stückzahl auf Vorrat eingespielt, damit sie dann bei ihrem Einsatz bereits die gewünschte Eigenschaft aufweisen. Gerade bei digitalen Geräten sind diese Elkos eine tolle Möglichkeit, den Klang ins Wärmere zu tunen. Beim Dante-Board habe ich beispielsweise 2x100µF (16V) parallel geschaltet, weil mir das Klangbild ansonsten zu wenig Wärme hatte. Zu große Werte dieses Elkos limitieren übrigens die Detailauflösung. Manchmal hilft auch noch ein kleinerer parallel geschalteter Glimmerkondensator im nF-Bereich für Detailauflösung und Dynamik). Da kann man einiges ausprobieren.

Übrigens schade, dass der MCLK-Reclocker nicht so viel bringt, das wäre ansonsten eine gute Möglichkeit des Aufpolierens. Vielleicht lohnt auch hier der Einsatz einer Neutrino-Clock anstelle der verbauten?

Grüße
Fujak
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Beitragvon Hans-Martin » 26.03.2018, 00:25

Hallo,
wo gibt es die Elna Silmics?
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Fujak » 26.03.2018, 07:52

Hallo Hans-Martin,

ich habe meine vom größten virtuellen Auktionshaus bezogen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon wgh52 » 26.03.2018, 10:35

Hallo Leutchen,

zu den Silmics eine Rückfrage: Ich hab mal die Specs. angeschaut und diese Elkos wird eine Lebensdauer von 1000 Stunden bei 85°C :shock: angegeben. Das heißt, man muss sie wohl nach wenigen Jahren tauschen bzw. sie gehen viel früher als andere kaputt. Sonst schaut man ja bei Elkos, dass sie bein min. 105° 5000-10000 Stunden Lebensdauer haben... Bin ich da irgendwie auf dem Holzweg?

Grüße,
Winfried

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Beitragvon v_erich » 26.03.2018, 10:56

@Hans-Martin:
Ich hab meine bei Digi-key bestellt.

@Winfried:
Mein Elko hat hier Raumtemperatur + 5° wenns viel ist.
Somit kannst Du Dir die neue Lebensdauer ausrechnen, bis dahin hab ich die Anlage schon 3x komplett umgebaut :cheers:

Bei "warmen" Geräten zB in Netzteilen neben Kühlörpern ist das natürlich ein echtes Problem, da ist das ein Key-Feature, vorallem bei Netzteilen die 24/7 am Strom hängen.

Schöne Grüße,
Erich
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Beitragvon Fujak » 26.03.2018, 13:35

Hallo Winfried,

da schließe ich mich Erich an: auch bei mir kommen maximale Temperaturwerte von 40°C zustande. Was die Selbsterwärmung des Elkos anbelangt, so spricht ja nichts dagegen, sie von der Spannungsbelastbarkeit lieber etwas großzügiger zu wählen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Hans-Martin » 26.03.2018, 13:49

Hallo Winfried,
LL-Elkos sind mit 200000 Stunden angegeben (etwa 22 Jahre Dauerbetrieb).
Marken-Elkos mit kleinen Werten wie 10µF sind selten mit mehr als 1000 Stunden angegeben, aber dennoch nach 30 Jahren brauchbar im Einsatz. Weil der Gerätekonstrukteur bei der Spannung eine gute Reserve vorgesehen hat, Betriebsspannung mindestens 10% unter Nennspannung - mehr Abstand sorgt für höhere Brauchbarkeitsdauer (sagte mir ein Roederstein Fertigungsingenieur). Die größere Dose hat auch eine bessere Wärmeabstrahlung bei innerer Erwärmung (durch hohe Stromspitzen).
Ich würde den Zustand alter Netzteilelkos nach ihrem Innenwiderstand beurteilen, sprich nach dem Netzteilripple unter Last, beides nimmt mit Alterung zu.
Die alten Elkos, die ich gemessen habe, zeigten überwiegend die Kapazität im Toleranzbereich wie aufgedruckt.
Ich habe nur gebrauchte Silmics, die gefallen mir gut.
Wenn das Deckblech eines Gerätes so warm wird, dass man bei Berührung zurückzuckt, würde ich mir über die Temperaturangabe Gedanken machen, sonst nicht.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 26.03.2018, 15:36

Danke Freunde,

Antworten wie diese bringen mich da weiter und ich kann die Silmics in Erwägung ziehen.

Grüße,
Winfried

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