Christian (SpeakerHeaven Network 4.5)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon chriss0212 » 29.09.2017, 13:28

Hallo Mathias

Wie weit ist denn Dein rechter Lautsprecher auf Mittel-/Hochtöner-Höhe von der Seitenwand bzw. vom Fenster entfernt?


Etwa 1 Meter. Aber durch das Einwinkeln bekomme ich von dort nicht so viele störende Reflektionen.

In der Bühnenabbildung sind die Reflektionen und auch der Hall fast kein Problem! Die Reflektionen (ausser die vom Fenster) kommen so späht, dass sie für die Ortung und Bühnenabbildung anscheinend kaum noch Einfluss haben. Problem ist einfach, dass die Hallsoße andere Dinge verschleiert und überdeckt ;)

Hallo Gabriel

ich habe selber noch ein Paar Elektrostaten von Herrn Sombetzki aus seinen frühen Tagen bei mir. Bisher haben die nicht die Wende gebracht, da sie als Dipol noch sehr viel Schall nach hinten in den Raum werfen, der dann eben später zurück kommt.
Seine neue Lösung habe ich leider noch nicht gehört...ist aber sehr interessant ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Matty » 29.09.2017, 13:46

Hi Christian,

ok - 1m sollte ausreichend Abstand sein.
Meine Erfahrungen sind da ganz ähnlich. Auf dem Bild sieht's ein Stück näher aus.

Die Sombetzkis kannst Du höchstwahrscheinlich am Wochenende auf den Westdeutschen Hifi-Tagen hören und sehen. Auf der Sombetzki-Hompage ist dieses Event auf jeden Fall gelistet.
Die Westdeutschen Hifitage werden von mir an diesem Wochenende auch nicht verschont bleiben - ebensowenig wie die X-Fi in Veldhoven. :mrgreen:

Grüße
Matthias
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Beitragvon chriss0212 » 29.09.2017, 19:31

Bin morgen ab 10:00 Uhr da ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon Tinitus » 29.09.2017, 21:32

Hallo Christian,

wenn es keine Probleme mit Erstreflektionen gibt sondern das Problem der Nachhall ist, kannst Du dich zwar in Bühnenmolton oder einen anderen Stoff einwickeln, aber das bringt nicht viel. Lässt sich ja in Dr. Huneckes Raumrechner simulieren, aber natürlich auch mit acourate messen. Kennst Du Gobo von GIK acoustics? In einer neutralen Farbe mit Stahlfüssen sehen die ziemlich schick aus, sind wirksamer als der Vorhangund man kann sie, wenn nicht gehört wird unauffällig in einer Ecke verschwinden lassen. Haben bis ca. 250 Hz einen Absorbtionsgrad von > 1. Aber auch mit denen wirst Du die Nachhallzeit nicht signifikant senken können.

Gruß

Uwe
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Beitragvon chriss0212 » 29.09.2017, 21:57

Hallo Uwe,

das kann ich so absolut nicht bestätigen. Ich habe ja provisorisch einiges an Stoff gehängt und das bewirkt extrem viel.

Der Vorhang zu den Seiten dämpft wirklich extrem. Hast Du Dir die Aufnahme mal angehört... ich denke danach gibt es keine Diskussionen mehr, ob das was bringt ;)

Es ist schon eher die Frage, ob es nicht zu viel des Guten ist.

Wie kommst Su zu der Annahme, dass die Stellwände auch nur annähernd so viel Hall aus dem Raum nehmen können wie ein sehr gut dämpfender Vorhang der die gesamte offene Seite bedämpft? Wenn nur noch wenig Energie in den Tiefen Raum dringt, kann auch nicht mehr viel an Hall zurück kommen.

Mit einer Stellwand kann ich nur eine Richtung bedämpfen, aber nicht den gesamten Schall der ja dann wieder aus allen anderen Richtungen in den Raum reflektiert wird.

Effektiver ist in jedem Falle der Vorhang. Ich will ja nicht die Nachhallzeit ändern sondern den Hallpegel!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Fujak » 30.09.2017, 09:25

Hallo Uwe, hallo Christian,

Ihr habt möglicherweise beide recht, denn Ihr sprecht von unterschiedlichen Bezugspunkten. Während Du, Uwe, die Nahhallzeit im Raum insgesamt meinst, spichst Du, Christian, von der Nachhallzeit innerhalb Deines Hördreiecks. Das Hörbeispiel zeigt sehr eindrucksvoll, wie stark der Nachhall innerhalb des Hördreiecks reduziert wurde (wobei die Frage ist, wie das Dämpfungsspektrum beschaffen ist). Ich könnte mir vorstellen, dass außerhalb des zugehangenen Hördreiecks, die Nachhallzeit deutlich geringer ist - vor allem je tiefer die Frequenzen gehen.

Grüße
Fujak

P.S.: Nahhallzeit und Hallpegel sind letztlich das gleiche, da die Zerfallszeit den subjektiv hörbaren Pegel des Nachhalls definiert. Je länger die Energie im Raum bleibt, desto lauter wird sie wahrgenommen. Umgekehrt: je weniger Energie des Nachhalls im Raum ist, desto schneller klingt er subjektiv unter die Hörgrenze aus.
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Beitragvon Tinitus » 30.09.2017, 14:28

Hallo Chritian,

ich habe nicht in Abrede gestellt, dass die Vorhänge etwas bringen, sie können aber nicht so effizient sein wie z.B. ein Absorber mit 50 mm Materialdicke. Damit meine ich folgende Angaben:

https://moltondiscount.de/enzyklopaedie/schalldaemmung

http://gikacoustics.de/produkte/freesta ... wand-gobo/

Der Absorptionskoeffizient des Absorbers ist höher. Da die Vorhänge von der Decke abgehängt werden können, kann man damit natürlich mehr absorbierende Fläche unterbringen. Der Vorteil der Akustikwände ist, dass man Sie, wenn man keine Musik hört, in einen Nebenraum oder eine Nische stellen kann (mag sein, dass das bei deinem offenen Wohnkonzept schwierig ist). Bei deinem Hörabstand könnte man da links und rechts zwei bis drei Elemente stellen (1m breit ca. 1,5 m hoch). Das hätte etwas weniger den Höhlen/Bunker-Effekt im Vergleich zu den Vorhängen. Wie wichtig Absorption in in Deckennähe ist, hängt vom Abstrahlverhalten deiner LS ab. Das wäre eine Alternative zu den Vorhängen, da deine Frau ja meint, dass könne so nicht bleiben. Klar ist auch, dass es Euch gefallen muss. Das Nachhallzeit und Hallpegel zwar zwei verschieden Maße sind, die aber das gleiche Phänomen beschreiben hat Fujak ja schon geschrieben.
Weiterhin viel Erfolg bei der Zähmung der Raumakustik, dass ist meiner Meinung nach, die Stellschraube für guten Klang, an der zu drehen sich am meisten lohnt.


Gruß

Uwe
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Beitragvon chriss0212 » 30.09.2017, 18:44

Hallo Fujak

P.S.: Nachhallzeit und Hallpegel sind letztlich das gleiche, da die Zerfallszeit den subjektiv hörbaren Pegel des Nachhalls definiert


Um es mit Meister Jodas Worten zu sagen: Recht Du hast ;)

Da Uwe die direkten Relfektionen ansprach dachte ich er meint evtl. die Zeit, der der Schal benötigt um ein mal durch meine Wohnung zu flitzen... denn die kann ich ja in der Tat nicht beeinflussen. Die Nachhalzeit bezogen auf den Pegel aber sehr wohl.

@Uwe:
Der Absorptionskoeffizient des Absorbers ist höher


Stimmt, aber damit kann ich nur einen sehr kleinen Teil des Schalls (nämlich den Direktschall) in die Wohnung unterbinden. Ich habe aber das Problem, dass ja aus allen Ecken und Enden schall in die Tiefe (tiefe ist nicht hinter mir sondern VOR mir denn mein raum geht ja Seitlich vom Hörbereich noch einmal ca. 7-8 Meter auf und geht dann nach vorne noch mal ca. 10 Meter weiter) reflektiert wird. Das dann mit 4 Meter Deckenhöhe... Da wird ein 2 Meter Absorber nicht viel machen.... auch nicht, wenn er zu 100% absorbieren würde... Ich bräuchte eher einen Schallsauger ;)

Das mit dem Vorhang soll ja auch gar nicht so bleiben... das war ein Scherz ;)

Es soll je eine Lösung mit einem Schienensystem unter der Decke her. Dann kann der gesamte Vorhang in eine toten Bereich hinter unserem Sofa verschwinden ;)

Wenn ich den Vorhang fertig habe und irgendwann auch noch Diffusoren an der Frontwand habe, werde ich mal schauen, ob ich an der Decke noch etwas unternehmen muss. In diesem Fall sind die 4 Meter Deckenhöhe ja ein Vorteil, da der Schall der über die Decke reflecktiert wird wesentlich länger benötigt um an mein Ohr zu gelangen als der Direcktschall. Meine Hörentfernung ist etwa 2,5-3 Meter.

Ich möchte ja am Ende keinen Schalltoten Raum haben ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 05.10.2017, 10:04

Stand der Dinge ;)

Ich bin noch nicht ganz fertig... brauche erst noch Material... Aber ich wollte schon einmal den Zwischenstand präsentieren ;)

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Bisher hängen 3 Vorhänge mit je ca. 140cm Breite. Unten fehlen noch die Umnäher. Da kommt eine Kunstlederkante, damit das nicht zum Staubfänger wird ;)

Die Schiene oben ist derzeit von einem skandinavischen Möbelhersteller... funktioniert aber haptisch ordentlich ist das noch nicht ;)

Es sollen auch noch 2 Vorhänge kommen und die Schiene untzer der Decke soll dann auch noch an der Fensterfront weiter laufen.
Bei Nichtgebrauch können die Vorhänge dann in der Nische hinter der Couch gepartkt werden ;)

Der bisherige Stand bringt schon enorm viel! Es ist alles sehr viel direkter geworden. Von Kirche auf Wohnzimmer ;)

Schön ist, dass ich durch die einzelnen Vorhänge durch unterschiedliche Positionierung und Raffung auch noch ein wenig spielen kann ;)

Sobald alles fertig ist, werde ich noch einen ausführlicheren Bericht bringen.

Viele Grüße, und DANKE an alle die mich hier gedanklich unterstützt haben.

Christian
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Beitragvon Matty » 05.10.2017, 10:26

Hi Christian,

das sieht doch schon mal gar nicht so schlecht aus.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich auch der optische Aspekt durch das Suggerieren eines abgeschlossenen Bereiches positiv auf das Gesamterlebenis auswirkt (weniger optische Ablenkung, Fokussierung des Sichtbereiches). es sei denn, Du hörst eh immer mit geschlossenen Augen. :D

Es wäre total super, wenn Du trotzdem nochmal ausprobieren könntest, ob sich in Nuancen Unterschiede ergeben bei der Bühne,Lokalisierung und Präzision der Ortbarkeit einzelner Instrumente etc. 8)

Viele Grüße
Matthias

P.S.: Hast Du die Sombetzkis bei den Westdeutschen Hifitagen gehört?
Ich war dar und kann für mich sagen, dass sie keine ernst zu nehmende Alternative darstellen.
Es ist halt reines Nahfeldhören und da habe ich auf Anhieb keine Klangvorteile z.B. zu meinen Abacus C2 gehört.
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Beitragvon chriss0212 » 05.10.2017, 10:39

Hallo Mathias,

Sombetzki habe ich mir angehört... ich finde sie zwar stimmig, aber habe in Sachen Nachfelde den gleichen Eindruck wie Du... und mit Augen auf geht das gar nicht... da fühlt man sich schon arg eingesperrt ;)

Insgesamt war ich etwas enttäuscht, von dem was man in Bonn zu hören bekam. Ausnahmen: Abacus Horn. Die grüne Variante hat mir persönlich sogar etwas besser gefallen als die Rote, was aber am Hörplatz gelegen habe könnte, da ich da optimal saß. Sauermann hat mir auch gut gefallen und die kleinen 360 Grad Lautsprecher mit Abacus Elektronik. Etwas enttäuscht war ich von den Schanks Monitoren. War zwar stimmig aber etwas steril und irgemdwie hat die Musik an den Lautsprechern geklebt. Evtl. hätte ein anderer Zuspieler als analog Out vom Aries Mini hier besser abgeliefert.

Wa ich schon mal kurz probiert habe ist: 3 Vorhänge an der Seite oder 2 Seite und einen hinter mir (so wie auf den Fotos.
Das macht schon einen Unterschied. Vorhang hinter mir macht es etwas direkter. Alle Vorhänge Seite etwas Luftiger.

Wenn alle Schienen hängen und alle Vorhänge da sind mache ich mal Tests mit unterschiedlichen Positionierungen ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon RS.schanksaudio » 05.10.2017, 11:49

Hallo Christian,

vielen Dank für Dein Feedback.

Vielleicht hat Du auch mehr den Zuspieler als unsere Lautsprecher rausgehört :lol:

Aber schade, dass Du Dich nicht zu erkennen gegeben hast, wir freuen uns immer den Forennamen auch Gesichter zuordnen zu können. Vielleicht beim nächsten Mal?


Viele Grüße
Roland
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Beitragvon chriss0212 » 05.10.2017, 11:57

Hallo Roland

Normalerweise gebe ich mich zu erkennen aber so ein Tag ist leider nicht soooo lange und ich wollte noch mal in einen Stoffladen ;)

Da ich hoffe, dass es sich um den Zuspieler handelt, habe ich ja extra auf den Aries Mini hingewiesen. Den habe ich bei mir sofort wieder aussortiert ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 16.10.2017, 21:42

Wie schon geschrieben: 3 von 5 Vorhängen hängen.

Leider habe ich mein Mikrofonstativ gerade nicht parat deswegen hab ich mir mal was gebastelt ;)

Das ist dabei heraus gekommen...

Bild

Ab ~500Hz Reverbaration Time um gut 200ms weniger!!

Da stellt sich die Frage, ob denn noch mehr Vorhänge überhaupt nötig sind ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Stanley » 17.10.2017, 08:35

Hallo Christian

Offensichtlich kann Deine Frau tatsächlich gut schneidern. Die Vorhänge sehen sehr gut aus, Kompliment. Die Vorhänge von Rabenring sind übrigens unten offen. Die Idee mit den Abstreifern aus Leder finde ich gut.
Werde ja meine Vorhange sowieso abändern müssen, wenn ich umstelle.

Die Messung: Verglichen mit den ersten Messungen sieht das doch vielversprechend aus. Unter 100 Hz war das Diagramm schon vorher gar nicht schlecht. Durch die Abtrennung dürfte nun das Raumvolumen auch eher den tatsächlichen Begebenheiten entsprechend. -200ms finde ich enorm. Das muss man doch richtig merken und die Lokalisation, bedingt durch die bessere Symmetrie und die Reduzierung der Reflexionen, müsste auch viel besser sein.

Viel Vergnügen

Heinz
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